Ulleungdo „Radweg der Träume“ – Rundkurs & Hinweise
Radfahren · Veröffentlicht 12.8.2026 ·
자전거길 트랙·시설 (공공데이터: 행정안전부 국토종주 자전거길 DB) · 🏆인증센터 💧급수대 🚻화장실 🔧공기주입기 · 지도 © OpenStreetMap ⤓ GPX 다운로드
Auf einen Blick
| Kennzahl | Bewertung |
|---|---|
| ① Schwierigkeit der Strecke | ★★☆☆☆ |
| ② Versorgung & Infrastruktur (Stempelstellen, Wasserstellen) | ★☆☆☆☆ |
| ③ Stempelstellen (Zertifizierungszentren) | 0 (keine vorhanden) |
| ④ Schwierigkeit nach Jahreszeit — Frühling | ★★☆☆☆ |
| ④ Schwierigkeit nach Jahreszeit — Sommer | ★★★☆☆ |
| ④ Schwierigkeit nach Jahreszeit — Herbst | ★★☆☆☆ |
| ④ Schwierigkeit nach Jahreszeit — Winter | ★★★★☆ |
※ Quelle: Datenbank der landesweiten Fernradwege des koreanischen Ministeriums für Inneres und Sicherheit (Ministry of the Interior and Safety of Korea) · Die Saisonangaben sind Richtwerte
Überblick
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Jeodong-ri, Ulleung-eup, Landkreis Ulleung, Gyeongsangbuk-do) · Gonggongnuri (koreanische Open-Government-Lizenz)
Der Ulleungdo-Traumradweg (Ulleungdo Kkumi Itneun Jajeongeo-gil, „Ulleungdo Dream Bike Road”) ist eine Rundstrecke, die einmal komplett der Küstenlinie dieser Vulkaninsel mitten im Ostmeer folgt. Mit den Radwegen entlang der vier großen Flüsse im Landesinneren, wo man endlos über flache Uferdämme rollt, hat das wenig gemein. Links wechseln sich tiefblaues Meer und bizarre Felsformationen ab, rechts senkrecht aufragende Klippen und Wald, und weil die Dörfer in kurzen Abständen aufeinanderfolgen, verändert sich das Landschaftsbild gefühlt ständig. Anders als bei einer Streckentour, bei der man immer nur in eine Richtung fährt, kehrt man ganz von selbst wieder in das Hafendorf zurück, von dem man gestartet ist — und genau das ist der größte praktische Vorteil dieser Route: Das Gepäck bleibt in der Unterkunft, man fährt einfach leicht los.
Für die Nutzung bieten sich im Wesentlichen vier Varianten an.
Erstens: die Tagesrunde. Frühmorgens im Hafendorf starten, einmal die Küste umrunden und am Nachmittag zurück zur Unterkunft — das ist die Standardvariante. Man reduziert das Gepäck aufs Minimum, nimmt nur Wasser und ein paar Snacks mit; für alle, die mindestens eine Nacht auf der Insel bleiben, passt das am besten.
Zweitens: die geteilte Tour über zwei Tage. Dabei fährt man die Insel je zur Hälfte im und gegen den Uhrzeigersinn, verteilt auf zwei Tage. Am ersten Tag die eine Küstenseite, am nächsten die andere — so bleibt an den Anstiegen Luft, und an den Aussichtspunkten kann man sich zwischendurch richtig Zeit lassen. Empfehlenswert für alle, die zum Fotografieren unterwegs sind oder ihrer Kondition nicht ganz trauen.
Drittens: die kombinierte Reise mit Brompton oder Minivelo plus Fähre. Ein Faltrad ist beim Einschiffen auf die Fähre, bei der Fortbewegung auf der Insel und bei der Aufbewahrung in der Unterkunft gleichermaßen im Vorteil. Allerdings unterscheiden sich die Mitnahmeregelungen für Fahrräder je nach Reederei und Verbindung — klären Sie das unbedingt schon bei der Buchung individuell ab. Beim Minivelo kann eine niedrige Übersetzung an den Küstenanstiegen ordentlich zur Last werden; planen Sie also von vornherein Abschnitte ein, in denen Sie nicht die Zähne zusammenbeißen, sondern schlicht schieben.
Viertens: die Teilstrecke für Familien und Einsteiger. Hier peilt man gar nicht erst die komplette Runde an, sondern pendelt nur auf dem sanften Küstenabschnitt rund um das Hafendorf mit der Unterkunft hin und her. Für Familien mit Kindern oder alle, die nach langer Pause mal wieder aufs Rad steigen, ist diese Variante deutlich sicherer — und macht am Ende auch mehr Freude.
Streckeninfo
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Jeodong-ri, Ulleung-eup, Ulleung-gun, Gyeongsangbuk-do) · Gonggongnuri (koreanische Open-Government-Lizenz)
Start und Ziel sind identisch. Die meisten Radfahrer wählen als Ausgangspunkt die Hafenorte rund um Dodong und Sadong, wo die Fähren anlegen, fahren dann in eine Richtung an der Küste entlang und kommen am Ende wieder an derselben Stelle an. Die Fahrtrichtung ist Geschmackssache — viele entscheiden sich mit Blick auf die Vormittagssonne und die Verteilung der Anstiege bewusst für den Uhrzeigersinn oder dagegen.
Die wichtigsten Etappenorte sind die Dörfer, die sich um die Insel verteilen: Jeodong, bekannt für seinen Tintenfisch, Sadong an der Südküste, Namyang und Taeha im Westen, Hyeonpo im Nordwesten, Cheonbu im Norden mit der Abzweigung ins Landesinnere Richtung Nari-Becken (Nari Basin) — und von dort geht es wieder zurück an die Ostküste. Die Orte sind klein und liegen weit auseinander. Ich habe mir angewöhnt, bei jeder Ortsdurchfahrt kurz zu überlegen: „Sollte ich hier lieber Wasser nachfüllen?” Das kann ich nur empfehlen.
Was den Belag angeht: Anders als an den Flussrouten im Landesinneren gibt es hier keinen durchgehenden Radweg. Den Großteil der Strecke teilt man sich auf der Küstenstraße, die sich einmal um die Insel windet, mit dem Autoverkehr. Man sollte also keine abgetrennten Radwege erwarten, sondern sich sicherheitshalber auf klassisches Straßenfahren am rechten Fahrbahnrand einstellen. Die Tunnel durch die Küstenklippen und das ständige kurze Auf und Ab bestimmen, wie anstrengend sich diese Runde tatsächlich anfühlt. Der Schwierigkeitsgrad in der Sterne-Tabelle oben ist nur ein Richtwert auf Basis der Distanz — für die tatsächliche Belastung beim Treten würde ich eine Stufe draufrechnen und entsprechend planen. Vor allem in den Tunneln ist die Beleuchtung schwach und der Belag mitunter uneben; hier heißt es Tempo raus und Front- und Rücklicht unbedingt einschalten.
Die Landschaft wechselt von Abschnitt zu Abschnitt deutlich ihren Charakter. Die Ostküste ist geprägt vom Alltagsleben mit Häfen, Fischerbooten und Wellenbrechern, während die West- und Nordküste dramatische Passagen bieten — bizarre Felsformationen, Steilklippen und ein weiter, offener Horizont. Wer an den Abzweigungen ein Stück ins Landesinnere vorstößt, trifft auf die für eine Vulkaninsel typische Becken- und Waldlandschaft. Falls Zeit und Beine es hergeben, würde ich empfehlen, mindestens einen dieser Abstecher in die Küstenrunde einzubauen.
Diese Route gehört nicht zum landesweiten Zertifizierungssystem für Fernradwege, es gibt also unterwegs keine Zertifizierungsstellen, an denen man Stempel sammeln müsste. Keine Sorge um verpasste Stempel oder Abweichungen von der offiziellen Route — man folgt einfach nur dem Verlauf der Küstenlinie, sonst nichts.
Kulinarisches in der Umgebung
Foto: Tourismusfoto-Galerie der Korea Tourism Organization (291-71, Haengnam-gil, Ulleung-eup, Ulleung-gun, Gyeongsangbuk-do) · Gonggongnuri (Korea Open Government License)
Die Dörfer entlang der Strecke sind größtenteils Fischerdörfer, entsprechend dreht sich auch die bekannte lokale Küche vor allem um Zutaten aus dem Meer. Statt einzelne Restaurants zu empfehlen, orientiert man sich hier besser an den Gerichten, die in der Region allgemein bekannt sind.
- Tintenfischgerichte: Der Tintenfisch gilt weithin als die typische Zutat dieser Gegend. Man bekommt ihn in vielen Varianten — roh als Sashimi, als kalte Suppe (Mulhoe), als Innereieneintopf oder getrocknet.
- Hongheop-bap (Muschelreis): Ein auf der Insel bekanntes Ein-Schüssel-Gericht, das als Stärkung während der Tour angenehm leicht im Magen liegt.
- Entenmuschel-Gerichte (Barnacle): Nudeln oder Reis mit Entenmuscheln werden üblicherweise als lokale Spezialität vorgestellt.
- Bibimbap mit Bergkräutern und Wildgemüse: Allgemein bekannt sind Bibimbap-Varianten mit Wildkräutern, die in den Bergen der Vulkaninsel wachsen. Oft wird eingelegter Siegwurz-Lauch (Myeongi-Namul) dazu gereicht.
- Kürbisprodukte: Süßigkeiten aus Kürbis wie Kürbis-Yeot (Karamellbonbons) und Kürbisbrot sind auch als Mitbringsel weithin bekannt — und taugen unterwegs gut als schneller Zuckernachschub.
Aus Versorgungssicht ist ein Punkt entscheidend: Essen und Convenience Stores konzentrieren sich in den Dörfern, und auf den Küstenabschnitten dazwischen gibt es praktisch nichts. In den Passagen, wo sich Klippen und Tunnel aneinanderreihen, sollte man sicherheitshalber davon ausgehen, nicht einmal eine Flasche Wasser kaufen zu können. Dazu kommt, dass die Öffnungszeiten der Fischerdorf-Restaurants je nach Fangbetrieb, Wetter und Saison schwanken — manche schließen zwischen Mittag- und Abendessen. Der Trick auf dieser Strecke: Man isst nicht, „wenn man Hunger hat”, sondern „wenn man gerade in einem Dorf ankommt”.
Versorgung und Infrastruktur
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Dodong-ri, Ulleung-eup, Landkreis Ulleung, Provinz Gyeongsangbuk-do) · Kogl (Korea Open Government License)
Für diese Strecke sind keinerlei radwegspezifische Serviceeinrichtungen registriert. Im Überblick sieht das so aus:
| Einrichtung | Anzahl | Nutzung |
|---|---|---|
| Zertifizierungsstellen | 0 | Keine (Strecke nicht Teil des Zertifizierungssystems) |
| Trinkwasserstellen | 0 | Wasser in Dorfläden oder Unterkünften besorgen |
| Toiletten | 0 | Einrichtungen in Dörfern, Häfen und an Sehenswürdigkeiten nutzen |
| Luftpumpstationen | 0 | Eigene Handpumpe zwingend erforderlich |
※ Quelle: Radwege-Datenbank des koreanischen Ministeriums für Inneres und Sicherheit (Ministry of the Interior and Safety) zu den nationalen Fernradwegen
Die Versorgungsplanung muss also komplett auf Selbstversorgung von Dorf zu Dorf ausgelegt sein. Aus der Praxis empfehle ich Folgendes:
- Wasser nach dem Zwei-Flaschen-Prinzip. Eine Flasche zum Trinken, eine als Reserve — und die Reserve wird in jedem Dorf, durch das man kommt, wieder aufgefüllt.
- Da es keine Luftpumpstationen gibt, sind Handpumpe und Flickzeug keine Option, sondern Pflicht. Mindestens einen Ersatzschlauch dazu einpacken.
- Bei den Toiletten ist man auf Dörfer, Häfen und touristische Einrichtungen angewiesen. Es lohnt sich, sich anzugewöhnen, das vor dem Verlassen eines Dorfes vorsorglich zu erledigen.
- Snacks vorab besorgen. Wer sich vor dem Start im Hafenort mit Energieriegeln, Brot oder Bananen eindeckt, ist auf den versorgungsfreien Abschnitten heilfroh darüber.
Zum Thema Zertifizierung: Da diese Strecke nicht zum nationalen Fernradweg-Zertifizierungssystem gehört, gibt es hier weder Stempelheft noch Stempel noch irgendein Verfahren zur Bestätigung der Komplettbefahrung. Wer sein Heft trotzdem mitbringt — auf dieser Insel findet sich schlicht kein Feld zum Abstempeln. Falls das Sammeln von Zertifizierungsstempeln der Zweck der Reise ist, sollte man separat eine der zertifizierten Strecken auf dem Festland einplanen (das Zertifizierungssystem erkläre ich weiter unten in den Tipps für ausländische Reisende im Detail).
Rückkehr
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Dodong-ri, Ulleung-eup, Landkreis Ulleung, Provinz Gyeongsangbuk-do) · Gonggongnuri (KOGL)
Da es sich um einen Rundkurs handelt, braucht man sich um die Rückfahrt keine Gedanken zu machen. Wer einfach weiter der Küstenlinie folgt, landet ganz von selbst wieder in dem Hafenort, an dem er gestartet ist — und wer sein Gepäck in der Unterkunft gelassen hat, kann es dort einfach wieder abholen und den Tag ausklingen lassen. Sollte unterwegs die Kraft nachlassen, ist es meist kürzer, in der verbleibenden Richtung weiterzufahren, statt den Weg zurückzurollen. Deshalb lohnt es sich, beim Passieren der Streckenmitte einmal kurz die Restdistanz in der Karten-App zu prüfen — das macht die Entscheidung deutlich leichter.
Sicherheit & Vorsicht
Foto: Tourismusfoto-Galerie der Korea Tourism Organization (Yaksuteo-gil 99, Ulleung-eup, Ulleung-gun, Gyeongsangbuk-do) · Gonggongnuri (koreanische Open-Government-Lizenz)
- Der Großteil der Strecke wird gemeinsam mit dem Autoverkehr gefahren. Geht nicht davon aus, dass durchgehend ein baulich getrennter Radweg existiert – fahrt grundsätzlich am rechten Fahrbahnrand und behaltet den rückwärtigen Verkehr im Blick. Wo Reisebusse und Lkw unterwegs sind, provoziert lieber keine riskanten Überholmanöver, sondern haltet an einer sicheren Stelle kurz an.
- Die Tunneldurchfahrten sind der heikelste Punkt dieser Route. Schaltet vor der Einfahrt Front- und Rücklicht ein und tragt helle Kleidung oder reflektierendes Material. Im Tunnel selbst gilt: auf Fahrbahnfugen und Abflussrinnen achten und das Tempo deutlich drosseln.
- Fußgänger in den Ortsdurchfahrten. Rund um Häfen und Geschäftszeilen sind viele Fußgänger und parkende Autos unterwegs. Hier nehmt ordentlich Tempo raus und macht euch per Klingel oder Zuruf bemerkbar.
- Abfahrten kontrolliert fahren. Die Abfahrten nach den Auf- und Abs an der Küste haben oft enge Kurven und wenig Sicht. Verlasst euch nicht allein auf die Vorderbremse, sondern verteilt die Bremskraft auf beide – und auf nasser Fahrbahn rechnet ihr besser mit dem doppelten Bremsweg.
- Steinschlag- und Sturmzonen. Auf den Küstenstraßen unterhalb der Klippen drohen bei schlechtem Wetter Steinschlag und überschlagende Wellen. Bei Unwetterwarnungen oder Streckensperrungen gilt als Grundsatz: die Tour verschieben.
- Glätte. Im Winter können die Tunnelein- und -ausfahrten sowie die schattigen Abschnitte unter den Klippen vereisen. In dieser Jahreszeit ist es sicherer, die komplette Umrundung gar nicht erst zum Ziel zu erklären.
- Behaltet ständig im Hinterkopf, dass es unterwegs keine Trinkwasserstellen gibt. Trinkt im Sommer schon vor dem ersten Durstgefühl alle 15–20 Minuten kleine Schlucke, und wer stark geschwitzt hat, sollte zusätzlich Elektrolytgetränke oder salzige Snacks zu sich nehmen, um Dehydrierung und Krämpfen vorzubeugen.
- Von Nachtfahrten rate ich ab. Spärlich beleuchtete Küstenabschnitte in Kombination mit Tunneln – da steigt das Risiko drastisch. Plant so, dass ihr spätestens eine Stunde vor Sonnenuntergang zurück in der Unterkunft seid.
Saison, Wetter, Ausrüstung
Foto: Tourismus-Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Dodong-ri, Ulleung-eup, Landkreis Ulleung, Provinz Gyeongsangbuk-do) · Gonggongnuri (koreanische Open-Government-Lizenz)
Die beste Zeit sind der späte Frühling und der frühe Herbst. Die Temperaturen sind mild, die Sicht ist klar — so genießt man die Küstenlandschaft am besten.
- Frühling (★★☆☆☆): Gute Bedingungen zum Radfahren. Allerdings schlägt das Wetter auf See häufig um — planen Sie also Puffer für mögliche Fährausfälle ein.
- Sommer (★★★☆☆): Hitze, pralle Sonne und versorgungsfreie Abschnitte kommen zusammen, was die gefühlte Schwierigkeit deutlich erhöht. Ein Start am frühen Morgen ist hier fast schon die einzig richtige Antwort. Während der Regenzeit und in Taifunphasen steigt die Gefahr von Steinschlag und überschlagenden Wellen.
- Herbst (★★☆☆☆): Die Luft ist klar, das Meer leuchtet in sattem Blau — fotografisch gilt diese Jahreszeit als die beste. Da die Tage kürzer werden, sollte man früher losfahren.
- Winter (★★★★☆): Nordwestlicher Wintermonsun, vereiste Straßen und häufige Fährausfälle treiben den Schwierigkeitsgrad stark nach oben. Statt der kompletten Runde empfehlen sich kurze Touren rund um die Ortschaften.
Der Wind vom Meer kann je nach Richtung Rückenwind sein — oder purer Widerstand. Da es sich um einen Rundkurs handelt, sollte man einkalkulieren, dass man in jeder Fahrtrichtung mindestens einmal einen Gegenwindabschnitt erwischt.
Checkliste: unverzichtbare Ausrüstung
| Kategorie | Ausrüstung |
|---|---|
| Sicherheit | Helm, Front- und Rücklicht (für Tunnel unverzichtbar), Kleidung mit Reflektoren, Handschuhe |
| Wartung | Minipumpe, Flickzeug, Ersatzschlauch, Multitool, Kettenschloss |
| Verpflegung | 2 Trinkflaschen, Snacks wie Energieriegel oder Brot, Elektrolytgetränke |
| Wetter | Dünne Windjacke (gegen Seewind und für Abfahrten), Sonnencreme, Sonnenbrille |
| Sonstiges | Powerbank fürs Handy, Handyhalterung, etwas Bargeld (für kleine Läden), Reiseapotheke |
Tipps für ausländische Reisende
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (8-3, Dodong 2-gil, Ulleung-eup, Ulleung-gun, Gyeongsangbuk-do) · KOGL (Korea Open Government License)
① Der Routenname in lateinischer Umschrift
- Koreanisch: 울릉도 꿈이 있는 자전거길
- Umschrift: Ulleungdo Kkumi Itneun Jajeongeo-gil
- Bedeutung: „Ulleungdo Dream Bike Road” — ein Küstenrundkurs um die Insel Ulleungdo
- Wichtige Ortsnamen: 도동 Dodong · 저동 Jeodong · 사동 Sadong · 남양 Namyang · 태하 Taeha · 현포 Hyeonpo · 천부 Cheonbu · 나리분지 Nari-Becken
② Das Zertifizierungssystem in der Praxis — diese Route gehört nicht dazu
Um es gleich vorweg klarzustellen: Diese Route ist nicht Teil des koreanischen Zertifizierungssystems für die Landesdurchquerung per Rad (National Cross-Country Cycling Certification). Auf der Insel gibt es kein Zertifizierungszentrum, keinen Ort zum Stempeln und keinen Abschnitt, für den man eine Abschlussurkunde bekäme. Hier darf man das Thema Zertifizierung also getrost vergessen und sich ganz auf die Landschaft konzentrieren.
Für alle, die in Korea noch weitere Radwege einplanen, fasse ich trotzdem zusammen, wie das System in der Praxis funktioniert.
- Das Radpass-Heft (Bike Passport): Das Herzstück des koreanischen Systems — ein Papierheft, in dem man die Stempel der einzelnen Zertifizierungszentren sammelt. Am zuverlässigsten ist in der Regel der Kauf vor Ort in einem bemannten Zertifizierungszentrum. Die offizielle Website ist faktisch nur auf Koreanisch nutzbar, und weil oft eine koreanische Identitätsprüfung (Handynummer, koreanische ID) verlangt wird oder ausländische Kreditkarten scheitern, kommen Reisende aus dem Ausland mit dem Online-Vorabkauf selten durch. Der realistischste Weg ist daher, das Heft nach der Ankunft in Korea beim ersten bemannten Zertifizierungszentrum zu kaufen.
- So funktionieren die unbemannten Zertifizierungszentren: Sie sind als kleine Stempelhäuschen in Form roter Telefonzellen aufgestellt. Drinnen hängt ein Stempel mit dem Namen des jeweiligen Abschnitts — den drückt man selbst in das passende Feld des Hefts, und das war’s. Kein Personal, keine Formalitäten. Weil die Stempelkissen gern eintrocknen und die Abdrücke blass ausfallen, empfiehlt es sich, einmal kräftig und entschlossen zu drücken. Üblicherweise sind die Häuschen rund um die Uhr zugänglich.
- Nach Abschluss eines Abschnitts: Wer alle Stempel eines Abschnitts beisammen hat, erhält den entsprechenden Zertifizierungsaufkleber fürs Heft und bekommt nach der Prüfung an einer dafür vorgesehenen Stelle eine Abschlussurkunde ausgestellt. Für große Gesamtleistungen wie die komplette Landesdurchquerung wird bekanntermaßen eine Medaille verliehen. Die genauen Ausgabestellen und Bedingungen können sich mit der Zeit ändern — am besten direkt vor Ort im Zertifizierungszentrum nachfragen.
- Und noch einmal zur Sicherheit: Auf dieser Inselroute gilt das alles nicht.
③ Wenn man ohne eigenes Rad anreist
- Auf der Insel vermieten manche Unterkünfte und Tourismusbetriebe Fahrräder oder E-Bikes — aber planen Sie nicht mit einem garantierten Angebot, sondern fragen Sie schon bei der Unterkunftsbuchung nach Verfügbarkeit, Radtyp und Schaltung. In der Hochsaison kann der Bestand schnell vergriffen sein.
- Wer auch einige Tage in Seoul verbringt, kann dort das öffentliche Leihradsystem Ttareungi (Seoul Bike) nutzen. Die App gibt es auf Englisch, und ausländische Kreditkarten werden in der Regel akzeptiert. Allerdings ist Ttareungi ein reiner Seoul-Dienst — auf der Insel gibt es ihn nicht.
- Wer das eigene Rad mitnehmen will, sollte vor der Buchung direkt bei der Fährgesellschaft die Mitnahmeregeln, Zusatzgebühren und Verpackungsvorgaben klären. Die Bestimmungen unterscheiden sich je nach Reederei und Schiff. Mit einem Faltrad im Koffer wird die Sache oft deutlich unkomplizierter.
- Da Fähren wetterbedingt ausfallen können, rate ich dringend dazu, vor und nach dem Inselaufenthalt jeweils etwa einen Puffertag einzuplanen.
④ Karten-Apps
- Auf die Fahrrad-Routenführung von Google Maps ist in Korea kein Verlass. Die Radwegedaten sind lückenhaft, und man wird mitunter auf Strecken geschickt, die mit dem Rad kaum befahrbar sind.
- Nutzen Sie stattdessen den Fahrradmodus von KakaoMap oder Naver Map. Beide Apps bieten eine englische Oberfläche, und Routen-, Höhen- und Straßendaten für Korea sind dort deutlich genauer. Bei der Ortssuche liefert Hangul bessere Treffer als die lateinische Umschrift — am einfachsten kopiert man die oben aufgeführten koreanischen Ortsnamen und fügt sie ins Suchfeld ein.
- An manchen Küstenabschnitten der Insel kann der Empfang schwach sein. Speichern Sie vor dem Start Offline-Karten oder Screenshots der Route, und wer mit GPS-Tracks (GPX) fährt, lädt sie sicherheitshalber vorab auf den Radcomputer.
- Für den Notfall: die Nummern 119 (Rettung), 112 (Polizei) und 1330 (Touristen-Hotline mit mehrsprachiger Unterstützung) vorab einspeichern.
Weitere Radwege in der Umgebung
- Ostküsten-Radweg (Gyeongsangbuk-do): 76 km, 5 Zertifizierungsstellen — Luftlinie ca. 155 km
- Ostküsten-Radweg (Gangwon-do): Strecke, Distanz und Zertifizierungsstellen — Luftlinie ca. 182 km
- Historischer Radweg Gyeongju: Strecke, Distanz und Rückweg — Luftlinie ca. 234 km
📍 Ulleungdo „Radweg der Träume“ – Rundkurs & HinweiseStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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