Radweg an der Ostküste (Gangwon): Etappen, Distanz, Zertifizierungsstellen
Radfahren · Veröffentlicht 1.8.2026 ·
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Auf einen Blick
| Kennzahl | Bewertung |
|---|---|
| Streckenschwierigkeit | ★★★★★ |
| Versorgung & Komfort (Zertifizierungsstellen, Wasserstellen) | ★★★★★ |
| Zertifizierungsstellen (12 Stück) | ★★★★★ |
| Saisonale Schwierigkeit · Frühling | ★★★☆☆ |
| Saisonale Schwierigkeit · Sommer | ★★★★☆ |
| Saisonale Schwierigkeit · Herbst | ★★★☆☆ |
| Saisonale Schwierigkeit · Winter | ★★★★★ |
※ Quelle: Datenbank der landesweiten Radfernwege des koreanischen Ministeriums für Inneres und Sicherheit (Ministry of the Interior and Safety of Korea) · Saisonangaben sind Richtwerte
Überblick
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Buk-myeon, Inje-gun, Gangwon-do) · KOGL
Der Donghaean-Gangwon-Radweg (Donghaean Gangwon Bike Path, East Coast Gangwon Bike Path) beginnt am nördlichsten Punkt der koreanischen Halbinsel, direkt vor der Zivilverkehrssperrlinie, und führt entlang des Ostmeers von Gangwon nach Süden. Während Binnenrouten wie am Han oder am Nakdong-Fluss dem Wasser und den Deichen folgen und dabei einen eintönigen, flachen Rhythmus haben, ist dieser Weg von ganz anderem Charakter. Das Meer bleibt permanent rechts von einem, und über Küstenterrassen und Hafenorte hinweg wiederholen sich kurze, aber knackige Auf- und Abfahrten. Links sieht man die Bergketten von Seorak und Taebaek, rechts öffnet sich der Horizont. Genau deshalb gilt er als die Route mit der höchsten Landschaftsdichte unter allen Fernradwegen Koreas.
Grob lassen sich vier Arten unterscheiden, wie man ihn nutzen kann.
Erstens: die Komplettfahrt in drei bzw. vier Tagen. Das ist die Standardvariante. Wer in Goseong startet und die Etappen nach Sokcho/Yangyang, Gangneung sowie Donghae/Samcheok aufteilt, kommt auf rund 70 bis 90 km pro Tag – und hat damit noch Luft für Sightseeing und ausgiebige Mahlzeiten. Unterkünfte reihen sich dicht an der Küste auf, die Reservierung ist also eher unkompliziert.
Zweitens: Tagestouren auf Teilabschnitten. Man muss die Strecke nicht komplett fahren, um sie zu genießen. Wählt man Städte mit Bahn- oder Busanbindung als Start- und Zielpunkt – etwa Sokcho–Gangneung oder Gangneung–Samcheok –, ergibt das eine Tagestour von 60 bis 80 km. Besonders die Abschnitte um Gangneung haben guten Asphalt und sind leicht aus der Stadt heraus erreichbar, was sie für Anfänger und Familien geeignet macht.
Drittens: Faltrad (Brompton, Minivelo) plus öffentliche Verkehrsmittel. Ein Faltrad lässt sich in einer Tasche verstauen, was Zug und Fernbus deutlich einfacher macht. Mit der Bahn bis Gangneung oder Donghae, dann nur den gewünschten Abschnitt fahren und wieder per Zug zurück – für Reisende mit knappem Zeitbudget die effizienteste Variante.
Viertens: Stempel sammeln für die Fernradweg-Zertifizierung. Diese Route ist Teil des koreanischen Zertifizierungssystems für Fernradwege. Wer die Stempel von zwölf Zertifizierungsstellen zusammenhat, bekommt den Abschnitt Donghaean (Gangwon) als abgeschlossen anerkannt. Viele Reisende nehmen sich zusammen mit anderen Fernrouten den Grand Slam der Landesdurchquerung vor.
Streckeninfo
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Inje-gun, Sonderselbstverwaltungsprovinz Gangwon) · KOGL
Startpunkt ist das Zertifizierungszentrum an der Aussichtsplattform zur Wiedervereinigung (Tongil Jeonmangdae) in Goseong. Direkt vor der Teilungslinie zwischen Nord und Süd – der nördlichste Punkt, den man als Zivilperson mit dem Fahrrad überhaupt erreichen kann. Diese Symbolik ist schon ein Ding. Von hier geht es nach Süden, vorbei an Hwajinpo und Geojin und über den Abschnitt der Bukcheon-Eisenbahnbrücke, wo eine alte Bahnstrecke zum Radweg umgebaut wurde. Danach durch Bongpo und die Innenstadt von Sokcho, am Yeonggeumjeong mit seinem berühmten Pavillon auf dem Felsen vorbei und einmal um den Cheongchoho und das Hafengebiet von Sokcho herum.
Im Abschnitt Yangyang reiht sich dann ein Küstenpanorama ans nächste, rund um Naksan und Hajodae. Hier wechseln sich Küstenstraße und reiner Radweg immer wieder ab, und immer wieder blitzt das Meer zwischen den Kiefern durch. In Gangneung kommt man an der Fischmarkt-Atmosphäre des Hafens von Jumunjin vorbei, an den weitläufigen Promenaden am Gyeongpo-See und am Gyeongpo-Strand und an der Kaffeestraße von Anmok. Südlich von Gangneung sind die Meeresterrassen von Jeongdongjin und der Weg direkt neben den Bahnschienen beeindruckend.
Im Abschnitt Donghae geht es durch Mangsang und Mukho, und in Samcheok erwarten einen die bizarren Felsformationen rund um den Chuam-Kerzenfelsen sowie die Steilküste am Isabu-Weg. Endpunkt ist der südlichste Zipfel von Samcheok, dort, wo die Küste an die Provinz Gyeongsangbuk-do grenzt.
Der Straßenbelag unterscheidet sich je nach Abschnitt erheblich. In der Nähe der Städte und in den Strandparks fährt man auf gut asphaltierten, reinen Radwegen; die Verbindungen zwischen Häfen und Dörfern sind Küstenstraßen, die man mit Autos teilt, dazwischen liegen gemeinsame Wege mit Fußgängern. Man sollte hier also nicht wie bei den Flussradwegen im Binnenland mit „durchgehend eigener Radweg” rechnen – treffender ist die Vorstellung einer Route, auf der sich Radweg und normale Straße abwechseln. Und Hügel gibt es definitiv. Keine großen Pässe, aber nach jedem Hafen kommt ein kurzer Anstieg dazu, und in Summe sammelt sich damit deutlich mehr Höhenmeter an als auf einer flachen Flussroute.
Essen in der Umgebung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Inje-gun, Sonderselbstverwaltungsprovinz Gangwon) · KOGL
Die Ostküste von Gangwon ist auf ihrer ganzen Länge praktisch ein durchgehender Feinschmeckergürtel. Statt einzelne Lokale herauszupicken, fahre ich besser, wenn ich meine Planung an den regional bekannten Gerichten ausrichte — so gibt es kaum Enttäuschungen.
- Rund um Goseong: Bekannt sind hier vor allem Gerichte mit Alaska-Seelachs (Myeongtae), Dorumuk-Eintopf und Baekban-Menüs mit gegrilltem Fisch. Direkt nach dem Start gibt es kaum Geschäfte, deshalb ist es klüger, das Frühstück vorher zu erledigen.
- Sokcho: Als Klassiker gelten gefüllter Tintenfisch (Ojingeo-Sundae), Dakgangjeong, Mulhoe und die Hamgyeongdo-Küche rund um das Abai-Dorf. Sokcho ist eine der Städte mit dem reichhaltigsten Angebot an Verpflegung und Essensmöglichkeiten auf der ganzen Route.
- Yangyang: Als lokale Spezialitäten werden meist Seopguk (Muschelsuppe) und Mulhoe genannt, im Herbst dazu Gerichte mit Kiefernpilzen.
- Gangneung: Weithin bekannt für Chodang-Sundubu, Gamja-Ongsimi, Jang-Kalguksu und seine Kaffeekultur. Normalerweise die beliebteste Stadt für eine Pause mitten in der Tour.
- Donghae und Samcheok: Hier werden vor allem winterliche Fischgerichte wie Gomchi-Suppe, Schneekrabben und Rote Krabben sowie Mulgom-Suppe genannt.
Warnung vor Etappen ohne Versorgung: Im nördlichsten Abschnitt von Goseong, auf Teilen der Küstenstrecke zwischen Yangyang und Gangneung sowie im Klippenabschnitt südlich von Samcheok liegen die Abstände zwischen Convenience Stores und Restaurants weit auseinander. Besonders im Winter und in der Nebensaison haben die Läden an den Stränden häufig geschlossen — deshalb lohnt es sich, sich anzugewöhnen, Wasser und Riegel schon beim Durchfahren der Städte aufzufüllen.
Verpflegung & Infrastruktur
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Inje-gun, Provinz Gangwon) · KOGL
Auf der gesamten Route verteilen sich 12 Zertifizierungsstellen, 118 Toiletten, 22 Trinkwasserstellen und 3 Luftpumpenstationen.
118 Toiletten sind für eine der koreanischen Fernradwege ein ausgesprochen großzügiger Wert. Das liegt an der Region selbst: An jedem Strand und in jedem Hafen gibt es öffentliche Toiletten. Auch 22 Trinkwasserstellen klingen komfortabel, allerdings ballen sich die Standorte in Strandparks und Stadtabschnitten – deshalb würde ich mindestens zwei Flaschen mitnehmen. Luftpumpen gibt es dagegen nur an 3 Stellen, also sind eine Handpumpe und ein Flickzeug Pflicht. Auf dieser Route muss man sich selbst helfen können.
Die Zertifizierungsstellen bilden das Rückgrat der Strecke. Sie beginnen am Unification Observatory und liegen an den bekanntesten Orten der Region – Bukcheon-Eisenbahnbrücke, Yeonggeumjeong, Hajodae, Jeongdongjin, der Chotdaebawi-Felsen bei Chuam. Das Stempelsammeln wird so ganz von selbst zur Sightseeing-Tour. Die genaue Liste der 12 Stellen samt Reihenfolge ist im Innenteil des Zertifizierungshefts abgedruckt; ich würde sie mir gleich beim Erhalt des Hefts ansehen und auf die Tagesetappen aufteilen.
So funktioniert das Zertifizierungssystem: An der jeweiligen Station stempelt man das passende Feld im Heft ab. Besetzte Stellen haben Öffnungszeiten, die meisten unbesetzten sind rund um die Uhr zugänglich. Manchmal verwischt der Stempel oder die Tinte ist ausgetrocknet – sicherer ist es, direkt danach noch ein Foto als zweite Absicherung zu machen.
Rückweg-Planung
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Inje-gun, Provinz Gangwon) · KOGL
Weil es eine Einbahnroute ist, macht die Rückweg-Planung glatt die Hälfte der Reise aus. Die komplette Strecke hin und zurück kommt auf 484 km, und mit dem Rad einfach denselben Weg zurückzufahren verdoppelt die Reisedauer – deshalb greifen die meisten auf öffentliche Verkehrsmittel zurück.
Rückweg mit dem Zug (meine klare Empfehlung): Der Bahnhof Gangneung ist per KTX direkt mit Seoul verbunden, und die Gegend um die Bahnhöfe Donghae und Samcheok-haebyeon erreicht man mit Zügen der Donghae-Linie. Auch streckennahe Bahnhöfe wie Jeongdongjin oder Mukhohang taugen gut als Zwischenausstieg. Für die Mitnahme des Fahrrads gelten grob diese Regeln:
- Reguläre Züge wie Mugunghwa-ho oder ITX: Hier darf man das Rad häufig mitnehmen, und in manchen Zügen bzw. einzelnen Wagen gibt es sogar Fahrradhalterungen. Das hängt aber von Zuggarnitur und Linie ab – vorher nachfragen lohnt sich.
- KTX: Davon ausgehen, dass ein komplett montiertes Rad nicht mitkommt. Die Regel ist: Faltrad zusammenklappen, in eine passende Tasche (mit Laufrad- und Vollabdeckung) packen und so auf Gepäckmaß bringen. Eine Rennradtasche mit ausgebauten Laufrädern wird genauso behandelt.
- In jedem Fall sind Rushhour und Wochenende voll. Also reichlich Zeit fürs Ein- und Aussteigen einplanen und den Platz hinter den Sitzen oder am Wagenende nutzen.
Rückweg mit dem Bus: Von den Fernbus- und Überlandbusterminals in Gangneung, Donghae, Samcheok und Sokcho fahren häufig Verbindungen in den Großraum Seoul. Üblich ist, das Rad zu falten oder zu zerlegen, in eine Tasche zu packen und im Gepäckfach unten zu verstauen – wobei die letzte Entscheidung manchmal beim Fahrer liegt. Je saubererer die Verpackung, desto geringer die Chance, abgewiesen zu werden. Mit einem komplett montierten Rad einfach anzurücken sollte man besser nicht einplanen.
Stadt- und Regionalbusse: Haltestellen der lokalen Busse zwischen den Küstendörfern und den Bahnhöfen bzw. Terminals liegen entlang der Route relativ dicht. Ein Fahrrad mitzunehmen ist damit aber grundsätzlich schwierig – realistisch betrachtet also eher das letzte Mittel, wenn nichts mehr geht.
Zurückfahren: Wer die 484 km hin und zurück mit dem Rad bewältigen will, muss mindestens vier bis sechs zusätzliche Tage einplanen. Auf dem Weg nach Norden dreht sich die Windrichtung der Monsunwinde, was den empfundenen Schwierigkeitsgrad verändern kann – wenn es also unbedingt hin und zurück sein soll, dann bitte mit großzügigem Puffer bei Zeitplan und Kondition.
Sicherheit und Vorsicht
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Sonderselbstverwaltungsprovinz Gangwon, Landkreis Inje) · KOGL
- Gemeinsam genutzte Wege und Fußgänger: Wo der Radweg mit der Strandpromenade zusammenfällt, sollte man das Tempo deutlich herausnehmen. In der Sommerhochsaison ist die Fußgängerdichte an den Stränden, an Gyeongpo und Anmok in Gangneung sowie in der Innenstadt von Sokcho ziemlich hoch. Grundregel: früh per Klingel oder Zuruf ankündigen und langsam vorbeifahren.
- Abschnitte mit gemischtem Verkehr: Auf den Küstenstraßen zwischen den Häfen sind auch Lastwagen und Reisebusse unterwegs. Rechte Spur halten und ein Rücklicht dauerhaft eingeschaltet lassen, damit man von hinten gesehen wird.
- Tunnel und Seitenstreifen: In manchen Abschnitten kommen Tunnel und schmale Seitenstreifen. Vor der Einfahrt Front- und Rücklicht an, und mit reflektierender Kleidung steigt die Sicherheit noch einmal deutlich.
- Eisglätte: An der Küste bildet sich im Winter besonders leicht Eis — in verschatteten Felsabschnitten und auf Brücken. Fahrbahnen, die nur nass aussehen, behandelt man besser gleich als Blitzeis.
- Trinken und Dehydrierung: Durch den Seewind trocknet der Schweiß schnell, und genau deshalb merkt man kaum, dass man dehydriert. Also regelmäßig trinken, bevor der Durst kommt, und im Sommer zusätzlich Elektrolyte.
- Nachtfahrten: Auf den Küstenabschnitten gibt es vielerorts keine Straßenlaternen. Fahrten nach Sonnenuntergang möglichst vermeiden — und wenn es sich nicht anders einrichten lässt, unbedingt mit einem hellen Frontlicht.
Saison, Wetter und Ausrüstung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Inje-gun, Provinz Gangwon) · KOGL
Meine Empfehlung: Mai/Juni und September/Oktober. Dann sind die Temperaturen mild, das Meer zeigt seine schönsten Farben, und die Läden an den Stränden haben fast alle geöffnet.
- Frühling: Zum Radfahren gut, aber es gibt viele windige Tage, und im Vorfrühling sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht groß. Eine dünne Windjacke leistet gute Dienste.
- Sommer: Hitze, UV-Strahlung und die Menschenmengen der Hauptsaison machen die Sache anspruchsvoller. Sicherer fährt man, wenn man früh am Morgen losfährt und um die Mittagszeit eine längere Pause einlegt. In der Regenzeit und während der Taifunsaison ist besondere Vorsicht vor starkem Wind an der Küste geboten.
- Herbst: Die verlässlichste Zeit. Allerdings wird es früh dunkel — plant die Tagesetappen also lieber konservativ.
- Winter: Nordwind, Schnee und Eis zusammen treiben den Schwierigkeitsgrad deutlich nach oben. Ohne Winterausrüstung würde ich davon abraten.
Unverzichtbar sind: Helm, Front- und Rücklicht, Handpumpe, Ersatzschlauch und Flickzeug, Multitool, zwei Trinkflaschen, Riegel oder Gels, Sonnencreme, Windjacke, etwas Bargeld (für die kleinen Läden) und eine Powerbank. Und ich betone es noch einmal: Es gibt nur drei Luftpumpstationen. Werkzeug ist keine Option, sondern Pflicht.
Tipps für Reisende aus dem Ausland
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Landkreis Inje, Sonderselbstverwaltungsprovinz Gangwon) · KOGL
① Der Streckenname in lateinischer Umschrift Donghaean (Gangwon) Bike Path / East Coast Gangwon Bicycle Road. Die wichtigsten Ortsnamen: Goseong, Sokcho, Yangyang, Gangneung, Donghae, Samcheok, Jeongdongjin und das Unification Observatory (Aussichtspunkt zur Wiedervereinigung).
② Praxisleitfaden zum Zertifizierungssystem (Certification System) Diese Strecke ist Teil des landesweiten Radfernweg-Zertifizierungssystems.
- Zertifizierungsheft (Bike Passport): Am realistischsten ist der Kauf vor Ort an einem besetzten Zertifizierungszentrum. Die offizielle Website gibt es nur auf Koreanisch, und wegen der Kartenzahlung mit im Ausland ausgegebenen Karten sowie der koreanischen Identitätsprüfung (ID) ist ein Vorabkauf aus dem Ausland schwierig. Nutzt einfach ein besetztes Zentrum in einer größeren Stadt wie Gangneung oder an einer der Hauptfernstrecken.
- Unbesetzte Zertifizierungszentren: Das sind kleine Kabinen in der Form roter Telefonzellen. Öffnet man die Tür, hängt innen ein Gummistempel an einer Schnur. Einfach auf die Seite der jeweiligen Strecke im Heft, in das Feld des betreffenden Zentrums, draufdrücken – fertig. Kostenlos, ohne Personal und in der Regel rund um die Uhr zugänglich.
- Abschluss der Strecke: Wer alle Stempel eines Abschnitts gesammelt hat, bekommt einen Zertifizierungsaufkleber eingeklebt und den Abschnitt damit als absolviert anerkannt; wer mehrere Strecken komplett fährt, erhält eine Abschlussurkunde und eine Medaille. So sieht das übliche Verfahren im landesweiten Radfernweg-Zertifizierungssystem aus.
- Tipp: Die Stempelstellen sind leicht zu übersehen. Wenn ihr jeden Morgen die Zertifizierungszentren des Tages auf der Karte markiert, erspart ihr euch das Zurückfahren.
③ Wenn man ohne eigenes Rad kommt In Seoul unterstützt das öffentliche Leihradsystem Ttareungi eine englische App und akzeptiert auch ausländische Karten – es funktioniert aber nur innerhalb der Stadtgrenzen von Seoul und ist für diese Strecke damit unbrauchbar. Für den Abschnitt an der Ostküste von Gangwon greift man üblicherweise auf private Fahrradverleihe in Gangneung und Sokcho, auf Verleihangebote von Guesthouses oder auf Vermieter im Großraum Seoul zurück, die Renn- und Mountainbikes für Langstrecken im Programm haben. Wer eine längere Fernstrecke plant, fährt am sichersten damit, im Großraum Seoul langfristig zu mieten und das Rad im Zug mitzunehmen. Die Räder der Verleihstationen am Strand sind meist auf kurze Distanzen ausgelegt und für 242 km nicht geeignet.
④ Karten-Apps Die Fahrrad-Routenführung von Google Maps ist in Korea ungenau und gibt die Fernradwege häufig nicht wieder. Nutzt stattdessen den Fahrradmodus von KakaoMap oder Naver Map. Beide Apps haben eine englische Oberfläche und sind bei Radwegen und der Suche nach Zertifizierungszentren deutlich präziser. Da es Klippen- und Tunnelabschnitte ohne Empfang gibt, solltet ihr Offline-Karten oder GPX-Dateien vorab speichern – und noch ein Hinweis: Bei der Suche liefern koreanische Ortsnamen genauere Treffer als die lateinische Umschrift.
Andere Radwege in der Umgebung
- Nordhan-Fluss-Radweg: Chuncheon-Etappe und 4 Zertifizierungsstellen — Luftlinie ca. 124 km
- Südhan-Fluss-Radweg: Etappen, Distanzen, Zertifizierungsstellen — Luftlinie ca. 125 km
- Ostküsten-Radweg (Gyeongbuk), 76 km, 5 Zertifizierungsstellen — Luftlinie ca. 139 km
📍 Radweg an der Ostküste (Gangwon): Etappen, Distanz, ZertifizierungsstellenStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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