Radweg am Namhan-Fluss: Strecke, Distanz und Zertifizierungsstellen
Radfahren · Veröffentlicht 27.7.2026 ·
자전거길 트랙·시설 (공공데이터: 행정안전부 국토종주 자전거길 DB) · 🏆인증센터 💧급수대 🚻화장실 🔧공기주입기 · 지도 © OpenStreetMap ⤓ GPX 다운로드
Auf einen Blick
| Kennzahl | Bewertung |
|---|---|
| Schwierigkeitsgrad der Strecke | ★★★★☆ |
| Versorgung/Komfort (Zertifizierungszentren, Wasserstellen) | ★★★★★ |
| Zertifizierungszentren (8 Stück) | ★★★★★ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Frühling | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Sommer | ★★★★☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Herbst | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Winter | ★★★★☆ |
※ Quelle: Datenbank der landesweiten Fahrradfernwege des koreanischen Innenministeriums (MOIS) · Jahreszeiten-Angaben als Richtwert
Übersicht
Foto: Bildergalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Cheonsong-dong, Yeoju-si, Gyeonggi-do) · Gonggongnuri (KOGL)
Der Namhangang-Radweg (Namhangang Bike Path) startet in Paldang im Osten der Hauptstadtregion und führt entlang des Namhangang-Flusses stromaufwärts bis nach Chungju – er gehört zu den klassischen Abschnitten der Landesdurchquerung. Umgebaute Streckenteile ehemaliger Bahntrassen wechseln sich mit reinen Radwegen am Flussufer ab, und ohne größere Steigungen zieht sich die Route sanft am Wasser entlang. Die Landschaft besteht durchweg aus Fluss, Bergen und weiten Feldern, weshalb man hier das Gefühl “dem Fluss entlangfahren”, das die Landesdurchquerung ausmacht, wohl am unverfälschtesten erlebt.
Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten, die Strecke zu nutzen.
- Zweitägige Durchquerung mit Übernachtung: Da die gesamte Strecke an einem Tag kaum zu schaffen ist, übernachtet man am gängigsten in einer der Zwischenstädte wie Yangpyeong oder Yeoju und teilt die Fahrt auf zwei Tage auf. Wenn man am ersten Tag Paldang–Yeoju und am zweiten Yeoju–Chungju fährt, sinkt die körperliche Belastung deutlich.
- Tagestour auf einem Teilabschnitt (für Familien und Einsteiger): Der Abschnitt Paldang–Yangpyeong verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse, ist also nahezu steigungsfrei, und mit seinen Tunneln und Flussuferdecks eignet er sich gut für Einsteiger oder Familien, die ihn als Hin- und Rückfahrt genießen möchten.
- Brompton bzw. Minivelo kombiniert mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Man nimmt sein Faltrad mit in Zug oder Bus, fährt bis zum gewünschten Abschnitt, radelt dort ein Stück und kehrt anschließend zurück – so lässt sich auch eine lange Gesamtstrecke ganz entspannt in Etappen genießen.
Streckeninfo
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Cheonsong-dong, Yeoju-si, Provinz Gyeonggi) · KOGL
Die Route führt in eine Richtung, startet bei Paldang und folgt dem Namhan-Fluss flussaufwärts bis zur Tanguem-Terrasse in Chungju. Der Anfangsabschnitt verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse der Jungang-Linie, die zum Radweg umgebaut wurde – hier durchquert man mehrere dunkle Tunnel, und immer wieder tauchen Aussichtsplattformen mit Blick auf den Fluss auf. Ab Yangpyeong wird es dann ein waschechter, vom Autoverkehr getrennter Uferradweg mit ebener Fahrbahn.
Die wichtigsten Stationen unterwegs: Start bei Paldang, dann Neungnae, Yangpyeong, das Ipo-Wehr, das Yeoju-Wehr, das Gangcheon-Wehr, die Binae-Flussinsel und schließlich die Tanguem-Terrasse in Chungju. Diese Route zählt zu den offiziell zertifizierten Landesdurchquerungsstrecken – entlang des Wegs liegen Zertifizierungsstationen (Neungnae-Bahnhof, Yangpyeong, Ipo-Wehr, Yeoju-Wehr, Gangcheon-Wehr, Binae-Flussinsel, Tanguem-Terrasse Chungju), an denen man seinen Stempel abholt. Die Wehre entlang des Vier-Flüsse-Abschnitts am Namhan-Fluss sind selbst schon Landmarken und dienen quasi als Zwischenziele – an jedem einzelnen kann man ganz automatisch eine kleine Pause einlegen und sein Tempo neu einteilen.
Der Untergrund ist größtenteils gut asphaltierter, autofreier Uferweg, nur in manchen Dorf- oder Deichabschnitten mischen sich schmalere Mischverkehrswege dazwischen. Steigungen gibt es nur kurz, etwa an den Zufahrten oder Umgehungsabschnitten rund um die Wehre – insgesamt bleibt das Profil recht flach.
Verpflegung entlang der Strecke
Foto: Korea Tourism Organization Fotogalerie (Cheonsong-dong, Yeoju-si, Gyeonggi-do) · KOGL
In jeder Region, die die Strecke durchquert, gibt es bekannte regionale Spezialitäten – ein guter Grund, unterwegs sowohl aufzutanken als auch etwas zu essen.
- Paldang und Neungnae: Hier findet sich, ungefähr entlang des Flussblicks, eine kleine Ansammlung von Cafés und Nudelläden – ganz passend als erste Rastmöglichkeit auf der Strecke.
- Yangpyeong: Yangpyeong ist landesweit vor allem für Haejangguk (Katerbrühe) und Hanwoo-Rindfleisch bekannt. Wer eine richtig sättigende Mahlzeit braucht, deckt sich meist genau in diesem Abschnitt ein.
- Yeoju: Yeoju ist seit jeher für seinen Reis berühmt, und Reisgerichte in Set-Form gelten hier traditionell als die regionale Spezialität schlechthin. Auch landwirtschaftliche Snacks wie Erdnüsse oder Süßkartoffeln sind als Verpflegung unterwegs bekannt.
- Chungju: In der Nähe des Zielpunkts ist Chungju vor allem für Äpfel und Olgaengi-Haejangguk (Süßwasserschnecken-Suppe) bekannt – nach der vollständigen Fahrt eine ziemlich naheliegende Wahl zum Essen.
Allerdings kann es zwischen den einzelnen Wehren, besonders südlich von Yeoju, auch längere Abschnitte ohne Versorgung geben, wo Supermärkte oder Restaurants rar sind. Am besten füllt man Wasser und Snacks schon auf, wenn man durch ein Dorf kommt, und nutzt jeden Conveniencestore, der auftaucht, um sich für die versorgungslosen Abschnitte einzudecken.
Verpflegung & Infrastruktur
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Cheonsong-dong, Yeoju-si, Gyeonggi-do) · KOGL Typ 1
Diese Strecke gehört zu den Abschnitten der nationalen Fernradroute, die vergleichsweise gut mit Infrastruktur ausgestattet sind. Entlang der Route findet man 8 Zertifizierungszentren, 38 Toiletten, 8 Trinkwasserstellen und 4 Luftpumpen – bei Wassernachschub, Toilettengängen und kleineren Reparaturen kann man also einigermaßen entspannt unterwegs sein. Da Trinkwasserstellen und Luftpumpen aber nur begrenzt vorhanden sind, lohnt es sich, unterwegs jede Gelegenheit zu nutzen, die Flasche aufzufüllen und den Reifendruck zu checken.
Da es sich um eine zertifizierte Route handelt, ist das Zertifizierungsheft (Fahrrad-Reisepass) unverzichtbar. An jedem Zertifizierungszentrum liegt ein Stempel bereit, den man in das entsprechende Feld im Heft drückt und sich so von Station zu Station vorarbeitet. An den bemannten Zentren kann man sich bei Bedarf an das Personal wenden, an den unbemannten liegt der Stempel in der roten Kabine bereit. Hat man alle 8 Stempel gesammelt, gilt der Abschnitt als vollständig durchfahren und wird entsprechend zertifiziert.
Rückkehrplanung
사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (경기도 여주시 천송동) · 공공누리
Da es sich um eine Strecke von 132 km einfache Strecke handelt, ist es ziemlich wichtig, sich schon vorher zu überlegen, wie man vom Zielort wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt.
- Mit dem Zug (die gängigste Variante): Am unkompliziertesten ist es, sich in der Nähe des Zielpunkts Richtung Chungju zu einem Bahnhof zu begeben und mit dem Zug zurückzufahren. Bei den normalen koreanischen Zügen (Mugunghwa, ITX etc.) kann man das Fahrrad in der Regel mit an Bord nehmen, manche Züge haben sogar eigene Fahrradabstellplätze. Beim KTX-Hochgeschwindigkeitszug dagegen muss man das Fahrrad meist zusammenklappen und gemäß den Gepäckbestimmungen verstauen – wer also kein Minivelo oder Brompton dabei hat, fährt besser mit den normalen Zügen. Da sich die Mitnahmeregeln je nach Zugtyp und Uhrzeit unterscheiden, sollte man das vor der Fahrt lieber noch mal nachprüfen.
- Mit dem Bus: Bei Überland- und Fernbussen nimmt man das Rad üblicherweise zusammengeklappt oder zerlegt im Gepäckraum mit – wobei das je nach Ermessen des Fahrers und Auslastung des Busses eingeschränkt sein kann. Für die Rückfahrt Richtung Paldang bieten sich die umliegenden Haltestellen an (Daesun-jilli, vor dem Saemaul-Wohnhaus, Bahnhof Paldang usw.).
- Denselben Weg zurück (Hin- und Rückfahrt): Wer noch genug Kraft und Zeit hat, kann natürlich auch einfach die gleiche Strecke zurückfahren, um wieder nach Paldang zu gelangen. Das summiert sich dann allerdings auf stattliche 264 km hin und zurück – dafür sollte man mindestens eine Übernachtung einplanen.
Sicherheit & Vorsicht
Foto: Bildergalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Cheonsong-dong, Yeoju, Provinz Gyeonggi) · Gongnuri (öffentliche Lizenz)
- Gemeinsam genutzte Wege, Fußgängerabschnitte: Auf Teilstücken durch Dörfer und entlang der Deiche teilen sich Rad- und Fußverkehr den Weg. Achtet auf Spaziergänger, Hunde und entgegenkommende Radler, drosselt das Tempo und klingelt rechtzeitig.
- Tunnelabschnitt: Der stillgelegte Bahntunnel zu Beginn der Strecke ist innen dunkel und kühl – Frontlicht an, Sonnenbrille ab, damit ihr genug seht.
- Glätte und Laub: Im Winter und Spätherbst können schattige Flussabschnitte oder Brücken vereist oder durch nasses Laub rutschig sein – hier lieber langsamer fahren.
- Licht für die Nacht: Oft dauert die Tour länger als gedacht und die Sonne geht unterwegs unter – Vorder- und Rücklicht solltet ihr unbedingt dabeihaben.
- Wasser und Flüssigkeitshaushalt: Mit nur acht Trinkwasserstellen und längeren Abschnitten ohne Versorgung gilt: genug Wasser mitnehmen und schon trinken, bevor der Durst kommt, um Dehydrierung vorzubeugen.
Saison, Wetter und Ausrüstung
사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (경기도 여주시 천송동) · 공공누리
Empfehlenswert sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September, Oktober). Die Temperaturen sind mild und die Flusslandschaft zeigt sich von ihrer schönsten Seite – ideal für längere Touren.
- Sommer: Am Fluss gibt es kaum Schatten, man ist der Mittagshitze und der prallen Sonne ziemlich ungeschützt ausgesetzt. Ein früher Start, Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit sind hier Pflicht.
- Winter: Der Wind vom Fluss kann richtig unangenehm werden, dazu kommt Vereisungsgefahr – die Tour wird spürbar anspruchsvoller. Winddichte, wärmende Kleidung einpacken, vereiste Abschnitte meiden und lieber tagsüber fahren.
- Wind: Gegenwind entlang des Flusses kann einem ordentlich Kraft rauben, also das Tempo entsprechend anpassen.
Ausrüstung, die man dabeihaben sollte: Helm, Vorder- und Rücklicht, ein Reparaturset für Plattfüße (Ersatzschlauch, kleine Pumpe, Reifenheber), genug Wasser und Verpflegung, Sonnen- und Windschutzkleidung – und, falls man sich zertifizieren lassen möchte, das Zertifizierungsheft.
Tipps für ausländische Reisende
Foto: Foto-Galerie der Korea Tourism Organization (Cheonsong-dong, Yeoju-si, Gyeonggi-do) · KOGL Type 1
① Streckenname in lateinischer Schrift: Diese Route trägt den Namen Namhangang Bike Path (auch Namhan River Bike Path), und sie bildet das Kernstück der Cross-Country-Strecke Seoul–Busan (Gukto-jongju, wörtlich „Landdurchquerung“).
② Praxisguide zum Zertifizierungssystem: Diese Route gehört zum offiziellen Zertifizierungssystem.
- Bike Passport (Stempelheft): Am besten kauft man ihn direkt vor Ort an einem besetzten Zertifizierungszentrum. Die offizielle Reservierungs- und Kaufseite gibt es nur auf Koreanisch, und mit ausländischen Kreditkarten oder ohne koreanischen Ausweis stößt man beim Vorab-Kauf schnell an Grenzen – realistischer ist es daher, sich das Heft nach der Ankunft direkt an einem besetzten Zentrum zu besorgen.
- Unbemannte Stempelstationen: Diese erkennt man an ihrer Form – sie sehen aus wie eine rote Telefonzelle. Stempel und Stempelkissen liegen im Inneren bereit, man muss also nur noch das passende Feld im Heft abstempeln.
- Belohnung fürs Durchfahren: Wer an allen acht Zertifizierungsstationen einer Teilstrecke gestempelt hat, bekommt Berichten zufolge einen Abschluss-Aufkleber; wer die gesamte Landdurchquerung schafft, erhält zusätzlich eine Urkunde und eine Medaille.
③ Ohne eigenes Rad unterwegs: Man kann auf lokale Fahrradverleihe zurückgreifen oder – im Großraum Seoul – das öffentliche Leihradsystem Ttareungi nutzen. Die App gibt es auf Englisch, und Zahlungen mit ausländischen Karten funktionieren, was den Zugang für Reisende erleichtert. Ttareungi ist allerdings eher für kurze Strecken in der Stadt gedacht – für lange Etappen auf der Landdurchquerung eignen sich die Renn- oder Hybridräder der Verleihstationen deutlich besser.
④ Kartenapps: In Korea liefert die Fahrrad-Routenplanung von Google Maps oft ungenaue Ergebnisse. Ich empfehle stattdessen den Fahrradmodus von KakaoMap oder Naver Map. Beide Apps unterstützen Englisch und zeigen die Radwege der Landdurchquerung sowie die Standorte der Zertifizierungszentren deutlich zuverlässiger an.
Andere Radwege in der Umgebung
- Nordhan-Fluss-Radweg, Chuncheon-Strecke · 4 Zertifizierungszentren — Luftlinie ca. 55 km
- Han-Fluss-Gesamtradweg, 56-km-Strecke mit Zertifizierungszentren — Luftlinie ca. 60 km
- Saejae-Radweg, Strecke·Distanz·7 Zertifizierungszentren — Luftlinie ca. 71 km
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