Radweg Yeongsan-gang: Strecke, Distanz und 7 Zertifizierungszentren
Radfahren · Veröffentlicht 31.7.2026 ·
자전거길 트랙·시설 (공공데이터: 행정안전부 국토종주 자전거길 DB) · 🏆인증센터 💧급수대 🚻화장실 🔧공기주입기 · 지도 © OpenStreetMap ⤓ GPX 다운로드
Auf einen Blick
| Kennzahl | Bewertung |
|---|---|
| Streckenschwierigkeit | ★★★★☆ |
| Versorgung/Komfort (Zertifizierungszentren, Trinkwasserstellen) | ★★★★☆ |
| Zertifizierungszentren (7 Stellen) | ★★★★☆ |
| Saisonale Schwierigkeit — Frühling | ★★☆☆☆ |
| Saisonale Schwierigkeit — Sommer | ★★★★☆ |
| Saisonale Schwierigkeit — Herbst | ★★☆☆☆ |
| Saisonale Schwierigkeit — Winter | ★★★☆☆ |
※ Quelle: Datenbank der nationalen Fernradwege des Ministeriums für Inneres und Sicherheit · Saisonangaben als Richtwert
Überblick
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Jeonnam-Gwangju Special Self-Governing City) · Gongnuri
Der Yeongsangang-Fahrradweg (Yeongsangang Bike Path, Yeongsan-gang Jajeongeo-gil) beginnt in Damyang in der Provinz Jeollanam-do und führt am Fluss entlang über Gwangju, Naju, Hampyeong und Muan bis nach Mokpo, der Hafenstadt an der Südwestküste. Die Strecke startet in Damyang, der Heimat des Bambus, und verläuft dann entlang weiter Ebenen und des ruhig dahinfließenden Yeongsan-gang südwestwärts Richtung Meer – größtenteils ein sanfter Flussuferweg fast ganz ohne nennenswerte Steigungen. Deshalb zählt hier weniger die körperliche Kraftanstrengung als vielmehr die Ausdauer, über eine lange Distanz gleichmäßig durchzuhalten. Da der Fluss breit und der Himmel weit offen ist, wirkt die Landschaft zu jeder Jahreszeit angenehm luftig, und da die Strecke Teil des nationalen Zertifizierungssystems für Fernrad-Routen ist, macht auch das Sammeln der Stempel richtig Spaß.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Weg zu nutzen.
- Durchgehende Tour mit einer Übernachtung: Da es sich um eine lange Einwegstrecke handelt, ist es am unkompliziertesten, sich nicht an einem einzigen Tag zu überfordern, sondern in der Nähe von Gwangju oder Naju zu übernachten und die Tour am nächsten Tag bis Mokpo abzuschließen. So lässt sich die Strecke bequem durchfahren, während man nach und nach die Zertifizierungsstempel sammelt.
- Tagesausflug auf einem Teilabschnitt: Man kann die Strecke auch in zwei Hälften aufteilen und etwa nur den Abschnitt Damyang–Gwangju (rund um den Bambuswald und die Metasequoien-Allee) oder den Abschnitt Naju–Mokpo an einem Tag fahren. Anfänger und Familien fahren am besten nur die nahezu steigungsfreien Flussuferabschnitte in der Nähe von Damyang oder Naju.
- Kombination aus Falt-/Brompton-Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln: Auch die Variante, das Faltrad in Zug oder Bus bis zum gewünschten Abschnitt mitzunehmen und dann nur die flachen Flussuferpassagen entspannt zu genießen, funktioniert gut.
Streckeninfo
Foto: Fototourgalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Mongtan-myeon, Landkreis Muan, Jeonnam-Gwangju-Sondermetropolregion) · Gongnuri (öffentliche Lizenz)
Der Startpunkt liegt in der Nähe des Damyang-Staudamms, das Ziel ist Mokpo mit dem Yeongsan-Fluss-Sperrwerk an der Mündung. Zu Beginn führt die Strecke durch die Atmosphäre von Damyangs Bambuswald und der Mammutbaum-Alleen, danach geht es am Flussufer entlang der Außenbezirke von Gwangju südwärts. In der Streckenmitte öffnet sich die weite Flusslandschaft rund um das Seungchon-Wehr und das Juksan-Wehr, dann führt der Weg durch die offenen Felder der Naju-Ebene weiter Richtung Aussichtspunkt Neureoji. Im letzten Abschnitt geht es über Hampyeong und Muan zum Yeongsan-Fluss-Sperrwerk, bevor die Tour im Meeresduft von Mokpo endet.
Der Untergrund ist größtenteils ein gut ausgebauter, reiner Fahrradweg am Flussufer, sodass man angenehm fahren kann – nur bei einigen Zufahrten in die Innenstädte und beim Durchqueren von Dörfern trifft man kurz auf gemeinsame Fuß-/Radwege oder normale Straßen.
Da es sich um eine zertifizierte Route handelt, sind an den wichtigsten Punkten Zertifizierungsstationen eingerichtet. Vom Damyang-Staudamm und dem Bambuswald über die Mammutbaum-Allee, das Seungchon-Wehr, das Juksan-Wehr und den Aussichtspunkt Neureoji bis hin zum Yeongsan-Fluss-Sperrwerk am Ziel reihen sich die Stempelstellen ganz natürlich entlang der Strecke – man folgt einfach dem Streckenverlauf und sammelt sie nacheinander ein.
Essen in der Umgebung
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Jeonnam-Gwangju Tonghap-Teukbyeolsi, Muan-gun, Mongtan-myeon) · KOGL
In jeder Region, die die Route durchquert, gibt es bekannte lokale Spezialitäten – ideal, um Verpflegung und kulinarischen Genuss miteinander zu verbinden. Statt einzelne Restaurants zu empfehlen, orientiere ich mich lieber an den regionaltypischen Gerichten.
- Damyang (Startpunkt): Hier sind vor allem Tteokgalbi (gegrillte Rippchenpastete), Bambusrohr-Reis und die Nudelstraße bekannt.
- Gwangju (mittlerer Nordabschnitt): Typisch sind hiesige Spezialitäten wie Ententopf, frittierter Salat und Yukjeon (paniertes Rindfleisch).
- Naju (mittlerer Abschnitt): Naju-Gomtang gilt als das Signature-Gericht der Stadt – eine heiße Brühe, mit der man sich prima wieder aufwärmt und Kraft tankt.
- Muan/Mokpo (Zielabschnitt): Bekannt sind vor allem Oktopusgerichte (inklusive der kleinen Sebal-Nakji-Variante), fermentierter Rochen sowie Krabben und andere Meeresfrüchte – ein beliebter Abschluss am Etappenziel.
Auf den reinen Flussuferabschnitten kann es, sobald man die Städte hinter sich lässt, lange Strecken ohne Supermarkt oder Restaurant geben. Bevor man Damyang, Gwangju, Naju oder Mokpo verlässt, sollte man sich also ausreichend mit Wasser und Snacks eindecken und vorab abschätzen, wie weit es bis zum nächsten Dorf ist.
Verpflegung & Ausstattung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Mongtan-myeon, Landkreis Muan, Stadt Gwangju, Jeollanam-do) · Gongnuri
Laut Fahrradweg-Datenbank des Innenministeriums gibt es auf dieser Strecke 7 Zertifizierungszentren, 21 Toiletten, 8 Wasserstellen und 2 Luftpumpstationen. Für eine Langstrecke von 133 km sind Toiletten und Wasserstellen recht gleichmäßig verteilt, Luftpumpstationen gibt es allerdings nur zwei – vor der Abfahrt unbedingt den Reifendruck prüfen und eine eigene Pumpe samt Flickzeug einpacken.
Da es sich um eine zertifizierte Route handelt, sammelt man Stempel im Bike-Pass (Bike Passport). In jedem Zertifizierungszentrum liegen Stempel bereit, mit denen man den eigenen Pass selbst abstempelt. An besetzten Zentren kann man den Pass direkt vor Ort kaufen, an unbemannten Stationen stehen Stempelboxen in Form roter Telefonzellen. Wer einen Abschnitt komplett bewältigt hat, klebt einen Zertifizierungsaufkleber ein – und in Verbindung mit der gesamten Landdurchquerung gibt es ein System, über das man am Ende eine Urkunde und eine Medaille für die komplette Strecke erhält.
Rückreiseplan
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Mongtan-myeon, Muan-gun, Jeonnam-Gwangju Integrated Special City) · KOGL
Da es sich um eine Langstrecke von 133 km (einfache Strecke) handelt, sollte man sich schon vorab überlegen, wie man vom Etappenziel Mokpo wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt.
- Mit dem Zug: Der Bahnhof Mokpo ist eine wichtige Station, an der sowohl KTX- als auch reguläre Züge (Mugunghwa, ITX usw.) halten. Bei den regulären Zügen ist es je nach Fahrradabstellplatz oder freiem Platz im Waggon oft möglich, das Rad einfach mit hineinzunehmen; beim KTX muss man in der Regel ein Faltrad zusammenklappen und in eine Tasche oder Hülle packen, um es gemäß den Gepäckvorschriften zu transportieren. Da sich die Bedingungen für Sitzplätze und Fahrradmitnahme immer wieder ändern können, sollte man sich vor der Buchung über die aktuellen Regelungen informieren.
- Mit dem Bus: Bei Überland- und Fernbussen ist es üblich, das Rad zu zerlegen, zu verpacken und im Gepäckraum zu verstauen – je nach Linie und Ermessen des Fahrers kann das aber variieren. Als Bushaltestellen in der Nähe des Etappenziels bieten sich etwa Han-guk Adelium 107-dong, der Mokpo-Gedenkpark oder das Kanu-Wettkampfzentrum an.
- Auf eigene Kraft zurück (Hin- und Rückfahrt mit dem Rad): Fährt man aus eigener Kraft zurück, kommen insgesamt rund 266 km zusammen. Da die Strecke größtenteils flach am Fluss entlangführt, ist das keine unmögliche Distanz – man sollte aber mindestens zwei Übernachtungen einplanen und über ausreichend Kondition und einen soliden Verpflegungsplan verfügen.
Sicherheit & Vorsicht
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Muan-gun, Mongtan-myeon, Provinz Jeollanam-do) · Korea Open Government License
- Mischwege mit Fußgängern: An den Zufahrten in die Innenstadt und beim Durchqueren von Dörfern gibt es Abschnitte, die sich Radfahrer mit Fußgängern teilen. Bitte Tempo rausnehmen und Fußgängern den Vorrang lassen.
- Glätte auf der Fahrbahn: Im Winter besteht in schattigen Abschnitten entlang des Flusses und auf Brücken Glättegefahr – hier unbedingt langsamer fahren.
- Licht bei Dunkelheit: Bei so einer langen Strecke kann sich der Zeitplan schon mal verschieben, und dann wird es dunkel. Vorder- und Rücklicht sollten also unbedingt mit dabei sein.
- Wasser & Dehydrierung: Da es lange Abschnitte ohne Versorgungsmöglichkeiten gibt, solltet ihr euch vorab über die Standorte der Trinkwasserstellen informieren und genug Wasser mitnehmen. Gerade im Sommer sollte man auf Dehydrierung und Hitzschlag achten.
Saison, Wetter und Ausrüstung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Gwangju Metropolregion, Bezirk Seo-gu, Ufer des Yeongsan-Flusses) · KOGL
Als Saison empfehlen sich Frühling (April bis Mai) und Herbst (September bis Oktober). Die Temperaturen sind mild und die Flusslandschaft zeigt sich dann von ihrer schönsten Seite – ideal also für lange Streckentouren. Im Sommer steigt der Schwierigkeitsgrad durch Hitze, starke Sonneneinstrahlung und fehlenden Schatten deutlich, weshalb ein früher Start am Morgen und regelmäßiges Trinken Pflicht sind. Im Winter sollte man Wind entlang der offenen Flussufer und mögliche Vereisung einplanen – Wind- und Kälteschutz sind hier entscheidend.
Da das Flussufer nach allen Seiten offen liegt, kann Gegenwind ordentlich an den Kräften zehren – behaltet die Windrichtung im Blick und passt euer Tempo entsprechend an. Als Grundausstattung empfehle ich Helm, Front- und Rücklicht, ein Reparaturset für Platten samt Minipumpe sowie ausreichend Wasser und Snacks. Auch ein Ersatzschlauch, Sonnenschutz und im Sommer Salz- bzw. Elektrolyt-Nachschub sind eine gute Idee.
Ausländer-Reisetipps
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Yeongsan-gang, Naju-si, Jeollanam-do) · Public Nuri
① Streckenname (Romanisierung): Yeongsangang Bike Path (Yeongsan-gang Jajeongeo-gil). Die wichtigsten Orte entlang der Strecke sind Damyang (담양, Startpunkt), Gwangju (광주), Naju (나주) und Mokpo (목포, Endpunkt).
② Praktischer Leitfaden zum Zertifizierungssystem: Diese Strecke gehört zum landesweiten Zertifizierungssystem für Fernradwege (Guknam-Jongju-Inzeungje).
- Zertifizierungsheft (Bike Passport): Das kauft man am besten direkt vor Ort an einem besetzten Zertifizierungszentrum. Die offizielle Reservierungsseite gibt es nur auf Koreanisch, und wegen ausländischer Kreditkarten und der koreanischen Identitätsverifizierung ist eine Online-Vorbestellung meist umständlich – vor Ort kaufen ist da die sicherste Variante.
- Unbemannte Zertifizierungsstationen: Die sehen aus wie kleine rote Telefonzellen mit Stempel. In der Kabine liegt ein Stempel, den man selbst in das passende Feld des Zertifizierungsheftes (das wie ein Reisepass aussieht) drückt.
- Belohnung fürs Durchfahren: Für jeden abgeschlossenen Abschnitt gibt es einen Aufkleber, und wer die gesamte Strecke schafft, bekommt eine Finisher-Urkunde und eine Medaille (nach den allgemein üblichen Angaben).
③ Wer ohne eigenes Rad anreist: In Mokpo, Gwangju und anderen Orten gibt es Fahrradverleihe. Wer die Fahrt schon in Seoul beginnen möchte, kommt mit dem öffentlichen Leihradsystem Ttareungi gut zurecht – es hat eine englischsprachige App und akzeptiert ausländische Kreditkarten. Bei den lokalen Verleihstationen kann es allerdings schwierig sein, das Rad nach einer langen Einwegstrecke woanders zurückzugeben – am besten vorher genau prüfen, ob es zum geplanten Hin- und Rückweg bzw. Streckenabschnitt passt.
④ Kartenapps: Die Fahrrad-Routenplanung von Google Maps ist in Korea oft ungenau. Ich empfehle, den Fahrradmodus von KakaoMap oder Naver Map zu nutzen. Beide Apps unterstützen Englisch und führen entlang der Flussradwege deutlich zuverlässiger.
Andere Radwege in der Umgebung
- Saejae-Radweg: Strecke, Distanz, 7 Zertifizierungszentren — Luftlinie etwa 224 km
- Namhangang-Radweg: Strecke, Distanz, Zertifizierungszentren — Luftlinie etwa 263 km
📍 Radweg Yeongsan-gang: Strecke, Distanz und 7 ZertifizierungszentrenStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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