Seomjingang-Radweg: 154 km Strecke und 8 Kontrollstationen

Radfahren · Veröffentlicht 31.7.2026 ·

자전거길 트랙·시설 (공공데이터: 행정안전부 국토종주 자전거길 DB) · 🏆인증센터 💧급수대 🚻화장실 🔧공기주입기 · 지도 © OpenStreetMap ⤓ GPX 다운로드

Auf einen Blick

KennzahlSterne
Streckenschwierigkeit (nach Gesamtdistanz)★★★★★
Versorgung & Komfort (Zertifizierungsstellen, Wasserstellen)★★★★★
Zertifizierungsstellen (8 Stück)★★★★★
Saisonale Schwierigkeit · Frühling (März–Mai)★★☆☆☆
Saisonale Schwierigkeit · Sommer (Juni–August, Hitze & Regenzeit)★★★★★
Saisonale Schwierigkeit · Herbst (September–November)★★☆☆☆
Saisonale Schwierigkeit · Winter (Dezember–Februar, Eis & Nordwestwind)★★★★☆

※ Quelle: Datenbank der landesweiten Radfernwege des Ministry of the Interior and Safety of Korea (한국 행정안전부) · Saisonangaben sind Richtwerte

Überblick

Der Seomjingang-Radweg (Seomjingang Bike Path) beginnt in Damyang in der Provinz Jeonnam, führt weiter über Sunchang und Imsil in Jeonbuk, dann durch Gokseong und Gurye in Jeonnam und endet am Meer bei Hadong und Gwangyang – ein einziger Fluss, dem man vom Anfang bis zum Ende folgt. Unter den koreanischen Fernradwegen gilt er als der Weg, der am stärksten „nach Fluss riecht”: Größere Städte lässt er fast vollständig aus, und der überwiegende Teil der Strecke verläuft auf reinen Radwegen am Ufer oder auf Feldwegen im Mischverkehr. Nennenswerte Höhenunterschiede gibt es kaum – dafür ist die Route selbst lang, und über Erfolg oder Scheitern entscheidet die Einteilung der Kräfte.

Ich schlage ein paar verschiedene Herangehensweisen vor.

① Komplettbefahrung mit einer Übernachtung — die verbreitetste Variante. Am ersten Tag fährt man von Damyang bis Gokseong oder in die Gegend von Gurye und übernachtet dort, am zweiten Tag bringt man das Stück von Gurye bis zum Endpunkt Gwangyang hinter sich. Weil es flussabwärts geht, fühlt sich das Ganze deutlich leichter an, als es klingt.

② Tagestour auf einzelnen Abschnitten — wer die Gesamtstrecke nicht an einem Tag bewältigen mag, kann sich einfach ein Stück zwischen zwei Zertifizierungsstellen herausschneiden. Besonders beliebt ist der Abschnitt Gokseong–Gurye–Namdo-Brücke: Der Fluss ist hier breit, die Landschaft schön, und als Tagestour kommt man auf 40 bis 60 km hin und zurück.

③ Faltrad/Brompton plus Bahnanbindung — unterwegs liegen immer wieder Bahnhöfe nahe an der Route, deshalb passt diese Variante gut: Faltrad in die Tasche, mit dem Zug anreisen, nur den gewünschten Abschnitt fahren und mit dem Zug wieder raus. Empfehle ich besonders allen, die wenig Zeit haben, und Reisenden aus dem Ausland.

④ Kurze Abschnitte für Familien und Einsteiger — man sucht sich gezielt die Stellen mit gutem Belag und freier Sicht heraus, etwa rund um das Eisenbahndorf Gokseong oder den Uferabschnitt bei Gurye, und fährt entspannte 10 bis 20 km.

Streckeninfos

코스 정보 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (49 Cheondam 1-gil, Deokchi-myeon, Imsil-gun, Jeollabuk-do) · KOGL

Los geht’s unterhalb des Damyang-Staudamms, wo der Fluss beginnt, Endpunkt ist der Uferpark Baealdo in Gwangyang. Die Route führt von Damyang über Sunchang nach Imsil, dann entlang der Grenze zwischen Namwon und Sunchang weiter nach Gokseong, Gurye und schließlich nach Hadong und Gwangyang – am Ende landet man in der Bucht von Gwangyang, wo der Fluss aufs Meer trifft.

Die acht Zertifizierungsstellen geben dem Streckenverlauf seinen eigenen Rhythmus. Im Oberlauf passiert man die Zertifizierungsstelle Seomjingang-Staudamm und taucht dann in den Schluchtabschnitt ein, wo sich das Flussbett verengt. Rund um die Zertifizierungsstelle Janggunmok in Sunchang öffnet sich eine Landschaft, die für ihre bizarren Felsformationen im Flussbett und den berühmten Yogang-Felsen bekannt ist. Weiter geht’s zur Zertifizierungsstelle Hyangga-Freizeitpark – hier wird der Fluss breiter, und Abschnitte über alte Eisenbahnbrücken und Tunnel verleihen der Route einen völlig anderen Charakter. Ab der Zertifizierungsstelle Hoengtanjeong folgt eine luftige, schnurgerade Passage parallel zu den Feldern von Gokseong, und in Gurye kommt die Zertifizierungsstelle Saseongam – benannt nach dem Tempel, der bekanntlich auf einer Felswand klebt. Die Zertifizierungsstelle Namdo-Brücke liegt auf der Brücke, die Jeollanam-do und Gyeongsangnam-do verbindet; von hier blickt man auch auf die Landschaft von Hadong am anderen Flussufer. Weiter flussabwärts erreicht man die Zertifizierungsstelle Maehwa-Dorf, im Frühling ein Meer aus Pflaumenblüten, und schließlich endet die Tour an der Zertifizierungsstelle Uferpark Baealdo, wo schon Meeresluft in der Nase liegt.

Der Untergrund besteht größtenteils aus reinen Radwegen am Fluss, streckenweise geht es aber über Mischverkehrswege mit Autos und über Feldwege vor den Dörfern. Ober- und Mittellauf bieten viel Baumschatten und viele Kurven; je weiter es flussabwärts geht, desto mehr offene Geraden – und entsprechend mehr Wind.

Essen in der Umgebung

주변 먹거리 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Ansim-gil 249, Gurim-myeon, Sunchang-gun, Provinz Jeonbuk) · KOGL

Die Regionen entlang der Route sind jeweils für ihre eigene, ziemlich ausgeprägte Landküche bekannt. Statt einzelne Restaurants zu nennen, halte ich hier fest, was man ungefähr erwarten darf.

AbschnittTypische Spezialitäten
DamyangTteokgalbi, Daetongbap (Reis im Bambusrohr), Gerichte mit Bambussprossen
SunchangHanjeongsik und eingelegtes Gemüse mit Gochujang
ImsilImsil-Käse (auch häufig als Pizza oder Snack)
GokseongFlusskrabben und Süßwasserschnecken aus dem Seomjin-gang, Süßfisch (Eun-eo)
GuryeVerarbeitete Produkte aus Kornelkirsche, Suppen mit Körbchenmuscheln und Süßwasserschnecken
Hadong · GwangyangJaecheopguk (Körbchenmuschelsuppe), Grüntee, Aprikosenerzeugnisse, Bulgogi auf Gwangyang-Art

Was die Verpflegung angeht, ist der obere Abschnitt (Damyang–Sunchang–Imsil) die klare Schwachstelle. Die Abstände zwischen den Dörfern sind groß, Convenience Stores rar – wer Wasser und Snacks nicht vorher auffüllt, fährt schnell 20 bis 30 Kilometer ohne jede Nachschubmöglichkeit. Sobald man dagegen die Ortskerne von Gokseong und Gurye oder die Gegend um Hadong und Gwangyang erreicht, liegen Läden und Restaurants relativ dicht. Auf dem Land schließen die Restaurants oft schon kurz nach dem Mittag – die Essenspausen also lieber großzügig nach vorn planen.

Verpflegung & Infrastruktur

보급·편의시설 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hoguk-ro 420, Gangjin-myeon, Imsil-gun, Provinz Jeonbuk) · KOGL

Laut der Radwege-Datenbank des Ministry of the Interior and Safety of Korea (행정안전부) sieht die Ausstattung so aus:

EinrichtungAnzahlWie man sie nutzt
Zertifizierungsstellen8Stempelpunkte und gleichzeitig Orientierungsmarken fürs Tempo
Toiletten51Relativ gleichmäßig über die gesamte Strecke verteilt
Trinkwasserstellen8Anhaltspunkte zum Auffüllen der Flaschen, im Winter wegen Frostschäden teils außer Betrieb
Luftpumpen3Sehr wenige – eigene Pumpe ist Pflicht

Diese Strecke gehört zum Zertifizierungssystem der Korea-Durchquerung (Gukto-jongju). Wer das Zertifizierungsheft (das Radreise-Heft) mitnimmt und an jeder Zertifizierungsstelle einen Stempel sammelt, bekommt den Abschnitt als absolviert anerkannt. Die unbesetzten Zertifizierungsstellen sind kleine Häuschen in der Form roter Telefonzellen, drinnen hängt der Stempel an einer Schnur. Stempelfarbe trocknet gern ein, und auf feuchtem Papier verläuft alles – deshalb würde ich das Heft in einem Zip-Beutel aufbewahren. Und falls man doch einmal einen Stempel verpasst: ein Foto von der Zelle zusammen mit dem eigenen Rad zu machen, ist eine ziemlich verbreitete Angewohnheit.

Rückweg-Planung

Bei einer Strecke von 154 km one way ist es praktisch unumgänglich, den Rückweg schon vor der Abfahrt festzulegen. Hier also die Möglichkeiten, vom Endpunkt (Baealdo-Uferpark in Gwangyang) zurück in die Region Damyang zu kommen.

① Mit dem Zug (die realistischste Variante) In der Nähe des Endpunkts fungiert der Bahnhof Suncheon als Umsteigeknoten, auf halber Strecke liegen die Bahnhöfe Gokseong und Guryegu, in Richtung Südküste sind Hadong und Gwangyang relativ nah. In Regionalzügen (Mugunghwa, ITX-Familie) gibt es je nach Zug und Wagenzusammenstellung manchmal Stellplätze für Fahrräder – garantiert ist das aber nicht, also vorher nachfragen. Im KTX lässt sich ein komplett aufgebautes Rad normalerweise nicht mitnehmen; erlaubt ist in der Regel nur ein zusammengeklapptes Faltrad in einer passenden Transporttasche, das den Gepäckbestimmungen entspricht. Mit anderen Worten: Mini-Velos und Bromptons sind beim Rückweg klar im Vorteil.

② Mit dem Bus Von großen Terminals wie dem Suncheon Intercity Bus Terminal kommt man mit Überland- oder Fernbussen weiter. Grundsätzlich muss das Rad dafür aber zerlegt und verpackt in den Gepäckraum, und ob es tatsächlich mitgenommen wird, hängt oft vom Gutdünken des Fahrers ab. Mit einer großen Transporttasche (Laufräder inklusive) steigen die Chancen deutlich. In den kleineren Orten entlang der Strecke gibt es zwar überall Haltestellen für Stadt- und Landbusse, aber die Takte sind so dünn, dass man sie besser nur als Notausstieg einplant.

③ Zurückfahren (308 km hin und zurück) Also denselben Weg wieder flussaufwärts. Bei 308 km braucht man mindestens drei Tage und zwei Nächte, und flussaufwärts geht es in sanften, aber stetigen Steigungen bergauf – dazu hat man von der Mündung zur Quelle hin häufig Gegenwind. Wer sich seiner Kondition nicht sicher ist: lieber nicht.

④ Das Problem mit dem Auto Wer mit dem eigenen Wagen zum Startpunkt gefahren ist, sollte sich die Kombination – vom Endpunkt per Zug oder Bus zurück in die Nähe des Startpunkts, dann das Auto holen – vorher mit Fahrplänen zurechtlegen. Auf ländlichen Linien fährt der letzte Bus oder Zug früh, deshalb ist es sicherer, die Zielankunft am Endpunkt zwei Stunden vor der letzten Verbindung anzusetzen.

Sicherheit und Vorsicht

Sicherheit und Vorsicht Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Ansim-gil 103-134, Gurim-myeon, Sunchang-gun, Provinz Jeonbuk) · KOGL

Saison, Wetter, Ausrüstung

시즌·날씨·장비 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Provinz Jeonbuk, Landkreis Imsil, Gemeinde Deokchi-myeon, Sagok-ri 1019) · KOGL

Die beste Zeit sind April/Mai und Oktober/November. Im Frühling stehen die Pflaumen- und Kirschblüten im Unterlauf in voller Pracht, im Herbst beeindrucken Flussnebel und Silbergras.

Checkliste: unverzichtbare Ausrüstung

KategorieAusrüstung
SicherheitHelm, Front- und Rücklicht (mit Ersatzbatterien)
Reparatur2 Ersatzschläuche, Flickzeug, Reifenheber, Handpumpe, Multitool
Trinken & Verpflegung2 Trinkflaschen, Elektrolytpulver, Riegel und Yōkan
KleidungWindjacke, kühlende Armlinge für den Sommer, winddichte Handschuhe und Halswärmer für den Winter
StempelnStempelheft, Zip-Beutel, Powerbank

Tipps für Reisende aus dem Ausland

Tipps für Reisende aus dem Ausland Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Jangam 2-gil 16, Deokchi-myeon, Imsil-gun, Provinz Jeonbuk) · KOGL

① Der Routenname in lateinischer Umschrift

② Praxisleitfaden zum Zertifizierungssystem (Certification) Diese Route gehört zum landesweiten Zertifizierungssystem für Radfernwege.

③ Wenn Sie ohne eigenes Fahrrad kommen

④ Karten-Apps

Andere Radwege in der Umgebung

📏 154km ⏱️ 약 9:04 (평균 17km/h) ➡️ Einweg 🏆 인증센터 8 ⤓ GPX

📍 Seomjingang-Radweg: 154 km Strecke und 8 KontrollstationenStandort


Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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