Nordhan-Radweg Chuncheon-Abschnitt · 4 Zertifizierungsstationen

Radfahren · Veröffentlicht 22.7.2026 ·

자전거길 트랙·시설 (공공데이터: 행정안전부 국토종주 자전거길 DB) · 🏆인증센터 💧급수대 🚻화장실 🔧공기주입기 · 지도 © OpenStreetMap ⤓ GPX 다운로드

Auf einen Blick

KennzahlBewertung
Streckenschwierigkeit★★★☆☆
Versorgung/Komfort (Zertifizierungszentren, Wasserstellen)★★★☆☆
Zertifizierungszentren (4)★★★☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit — Frühling★★★★☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit — Sommer★★☆☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit — Herbst★★★★★
Schwierigkeit nach Jahreszeit — Winter★★☆☆☆

※ Quelle: Datenbank der Nationalen Fernrad-Wanderwege des Ministeriums für Inneres und Sicherheit · Jahreszeiten sind Richtwerte

Überblick

Überblick Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Namyangju-si, Provinz Gyeonggi, Bezirk Joan) · Public Nuri

Der Bukhangang-Radweg (Bukhangang Bicycle Path) beginnt im östlichen Speckgürtel der Hauptstadtregion, in Namyangju, und führt über Cheongpyeong, Gapyeong und Gangchon bis nach Chuncheon, die Stadt am See – eine Strecke, auf der Fluss und Berge Seite an Seite mitlaufen. Da die Route den alten Gleisen der Gyeongchun-Bahnlinie und dem Lauf des Bukhangang folgt, gibt es kaum steile Anstiege, und uferbegleitende Radwege, Holzdecks und umgebaute Abschnitte auf ehemaligen Bahnbrücken wechseln sich so ab, dass die Landschaft nie langweilig wird. Besonders schön sind die Morgen am Flussufer, wenn Nebelschwaden aufsteigen, und im Herbst die Berghänge mit ihren Koreakiefern und dem bunten Laub – kein Wunder, dass dieser Weg immer wieder als einer der “malerischsten Radwege Koreas” genannt wird.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Strecke zu nutzen. Zum einen als Tagestour: Startet man früh morgens auf der Namyangju-Seite, erreicht man in aller Ruhe Chuncheon, gönnt sich dort zum Mittag Dakgalbi (scharfes Hähnchenpfannengericht) und fährt anschließend mit dem Zug zurück – alles an einem Tag machbar. Zum anderen eignet sich die Strecke auch gut als Etappe für eine Übernachtungstour: Wer von Seoul aus die Gesamtstrecke fährt, übernachtet am ersten Tag in Chuncheon und fährt am nächsten entweder zurück oder verbindet die Route mit einer anderen. Drittens ist die Strecke wie gemacht für die Kombination aus Brompton oder Minivelo und öffentlichem Nahverkehr: Sowohl die Gyeongchun-Vorortbahn als auch der ITX-Cheongchun verlaufen parallel zur Strecke, sodass man bei nachlassender Kondition an einer Zwischenstation einfach das Falt­rad zusammenklappen und in den Zug umsteigen kann. Und weil die Steigungen so sanft sind, bietet die Strecke viertens auch reichlich kurze Abschnitte für Familien und Einsteiger (zum Beispiel von der Station Ungilsan bis Daeseong-ri oder von Gangchon bis Chuncheon).

Streckeninfo

Streckeninfo Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Gemeinde Joan, Namyangju, Gyeonggi-do) · Public Nuri

Der Startpunkt liegt rund um den Balgeun-Platz in Namyangju, der Zielpunkt ist die Sinmae-Brücke in Chuncheon. Zu Beginn führt die Strecke am Bahnhof Ungilsan und in der Nähe der Abzweigung zu Dumulmeori vorbei, mit dem Han-Bukhan-Fluss zur Rechten, bevor es weiter über Daeseong-ri und Cheongpyeong nach Gapyeong, Gangchon und schließlich Chuncheon geht. Der größte Teil verläuft auf autofreien Radwegen und Holzstegen entlang des Flusses, getrennt vom Autoverkehr – sicher und angenehm. Beim Durchqueren der umgebauten stillgelegten Eisenbahnbrücken und Tunnel genießt man wohltuenden Schatten und gleichzeitig einen offenen Blick auf den Fluss. Am Cheongpyeong-Staudamm und in der Gangchon-Schlucht reihen sich einige der schönsten Fotospots aneinander, wo sich Wasserglanz und Berglandschaft zu einem stimmigen Bild verbinden.

Diese Route gehört zum nationalen Zertifizierungssystem für Fernradwege. Es gibt insgesamt vier Zertifizierungsstationen: Los geht es an der Station Balgeun-Platz in Namyangju, weiter über die Kreuzung Saetteo-Samgeori und die Gyeonggang-Brücke bis zur Abschlussstation an der Sinmae-Brücke. Wer die Stationen der Reihe nach anfährt, teilt sich die Strecke automatisch in überschaubare Abschnitte ein und kann so sein Tempo gut dosieren. Der Belag ist größtenteils eben, allerdings sollte man in einigen innerstädtischen Zufahrten und auf gemischt genutzten Wegen die Geschwindigkeit drosseln, da man sich den Weg dort mit Fußgängern und Alltagsradlern teilt.

In der Umgebung essen

주변 먹거리 사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (경기도 남양주시 조안면) · 공공누리

Je näher man Chuncheon kommt, desto größer wird die Auswahl an Essensmöglichkeiten. Chuncheon als Zielstadt der Strecke ist ja vor allem für Dakgalbi und Makguksu bekannt, und viele Radler gönnen sich nach der kompletten Runde genau eines dieser beiden Gerichte. Gapyeong, der Zwischenhalt, ist eher für seine Pinienkerne berühmt – lokale Speisen wie Pinienkern-Nudeln oder Pinienkern-Reisbrei. Rund um Cheongpyeong und Gangchon soll es außerdem typische Süßwassergerichte oder scharfe Fischeintöpfe geben, wie man am Flussufer erwartet. Statt hier konkrete Restaurants zu empfehlen, lohnt es sich eher, in den Ortszentren oder rund um die Bahnhöfe nach diesen regionaltypischen Gerichten Ausschau zu halten.

Was die Versorgung angeht: Rund um die Bahnhöfe und Ausflugsziele von Daeseong-ri, Cheongpyeong, Gapyeong und Gangchon gibt es relativ viele Convenience-Stores und Cafés. Auf den reinen Uferradwegen abseits der Dörfer kann es aber Abschnitte ganz ohne Versorgung geben – deshalb empfiehlt es sich, Wasser und Snacks lieber schon an den Bahnhöfen aufzustocken, bevor man weiterfährt.

Verpflegung & Ausstattung

Verpflegung & Ausstattung Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Jo-an-myeon, Namyangju, Provinz Gyeonggi) · KOGL

Laut Datenbank des Innenministeriums für Radwege gibt es auf dieser Strecke 4 Zertifizierungszentren, 20 Toiletten und 3 Luftpumpen-Stationen. Trinkwasserstellen gibt es dagegen keine einzige – Wasser muss man sich also selbst in Supermärkten, an Automaten oder rund um die Zertifizierungszentren besorgen. Mit 20 Toiletten ist die Strecke für einen Flussweg vergleichsweise gut ausgestattet, was die Pausenplanung erleichtert, und wenn man sich vorab merkt, wo die drei Luftpumpen stehen, lässt sich der Reifendruck unterwegs gut im Griff behalten.

Da es sich um eine zertifizierte Route handelt, lohnt es sich, einen Stempelpass (Bike Passport) mitzunehmen. An jedem Zertifizierungszentrum liegen Stempel bereit, mit denen man die entsprechenden Felder im Pass abhakt und so seine Etappen dokumentiert. An den besetzten Zentren kann man den Pass direkt vor Ort kaufen, an den unbemannten Stationen stempelt man einfach selbst. Das Sammeln der Stempel macht durchaus Spaß und gehört für mich zu den kleinen Freuden dieser Strecke dazu.

Rückkehrplan

Rückkehrplan Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Gemeinde Joan-myeon, Namyangju, Provinz Gyeonggi) · KOGL

Diese Strecke ist mit 70 km eine reine Einwegtour, deshalb sollte man sich schon vorher überlegen, wie man vom Zielpunkt Chuncheon wieder zurück an den Ausgangspunkt kommt.

Am bequemsten ist die Rückfahrt mit dem Zug. Ab Bahnhof Chuncheon bringen einen die Gyeongchun-Linie (S-Bahn) oder der ITX-Cheongchun zurück Richtung Namyangju bzw. Seoul. Bei normalen Zügen und der S-Bahn ist die Mitnahme von Fahrrädern in der Regel möglich, allerdings kann es bei nicht-faltbaren Rädern je nach Wochentag, Tageszeit oder Vorhandensein von Fahrradhaltern Einschränkungen geben – am besten vorher checken. Bei Hochgeschwindigkeitszügen wie dem KTX muss man Falträder in der Regel zusammenklappen und gemäß den Gepäckvorschriften verstauen. Wer mit einem Falt- oder Minivelo unterwegs ist, hat es bei dieser Rückreise besonders leicht.

Auch der Bus ist eine Option, allerdings ist die Fahrradmitnahme oft vom Fahrer oder von der jeweiligen Linie abhängig und daher eingeschränkt – ohne Faltrad würde ich davon eher abraten. Als Haltestellen in der Nähe von Start- und Zielpunkt bieten sich unter anderem Chuncheon-yukgyo-ap, Chuncheon-yeok Ausgang 1, Ungilsan-Station oder Jinjung-ri/Joanmyeon-cheyukgongwon an.

Und dann gibt es noch die Variante, komplett zurückzuradeln (140 km hin und zurück) – das ist eher etwas für ambitionierte Langstreckenfahrer mit genug Kondition und Zeit im Gepäck. In dem Fall würde ich empfehlen, sich nicht alles an einem Tag aufzuhalsen, sondern in Chuncheon zu übernachten und erst am nächsten Tag zurückzufahren.

Sicherheit und Vorsicht

Sicherheit und Vorsicht Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Gapyeong-eup, Landkreis Gapyeong, Provinz Gyeonggi) · KOGL

Der Weg verläuft größtenteils auf eigenen, vom Autoverkehr getrennten Uferpisten, doch am Stadteingang und auf einigen Mischverkehrsabschnitten kreuzen sich die Wege mit Fußgängern und Joggern. Dort unbedingt das Tempo rausnehmen und mit der Klingel rechtzeitig ankündigen. Im Winter und zeitigen Frühjahr kann sich auf Brücken und schattigen Holzdecks noch Eisglätte halten – hier ist Vorsicht vor dem Wegrutschen geboten. Tunnel- und Abschnitte auf der stillgelegten Bahntrasse bleiben auch tagsüber dunkel, weshalb Front- und Rücklicht sich auszahlen; in der dunklen Jahreszeit oder bei Nachtfahrten sollte das Licht ohnehin grundsätzlich an sein. Da es entlang der Strecke keine Trinkwasserstationen gibt, sollte man besonders auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten und an heißen Tagen die Wasserflaschen auffüllen, bevor man in einen Abschnitt ohne Versorgungsmöglichkeit fährt.

Saison, Wetter und Ausrüstung

Saison, Wetter und Ausrüstung Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Gapyeong-eup, Landkreis Gapyeong, Provinz Gyeonggi) · KOGL Type 1

Die beste Zeit für diese Strecke sind Frühling und Herbst. Besonders der Herbst, wenn sich das Ufer des Bukhan-Flusses bunt verfärbt, gilt als das landschaftliche Highlight dieser Route. Im Sommer wird es dagegen ziemlich schwül, die Sonne knallt, und an manchen Abschnitten am Fluss fehlt einfach der Schatten – da lohnt sich ein früher Start am Morgen. Im Winter wiederum machen Eis und der scharfe Flusswind die Sache anspruchsvoller. Der typische Gegenwind entlang des Ufers zehrt übrigens zu jeder Jahreszeit an den Kräften, also die Pace lieber vorausschauend einteilen.

Als Grundausstattung sollte man Helm, Front- und Rücklicht, ein Flickzeug (Ersatzschlauch, Minipumpe) sowie genug Wasser und ein paar Snacks dabei haben. Da es unterwegs keine Trinkwasserstationen gibt, ruhig etwas großzügiger bei der Wassermenge planen – und im Sommer helfen Sonnenschutz und ein Wechsel-Shirt zusätzlich.

Tipps für ausländische Reisende

외국인 여행자 팁 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Gapyeong-eup, Gyeonggi-do) · Public Nuri

① Streckenname — Der Bukhangang-Radweg wird in lateinischer Schrift als Bukhangang Bicycle Path geführt, gelegentlich findet man auch die Bezeichnung „North Han River Bicycle Path”. Endstation ist Chuncheon, die wichtigste Bahnstation in der Nähe des Startpunkts ist Ungilsan Station.

② Der Zertifizierungsstempel in der Praxis — Diese Strecke gehört zum offiziellen Zertifizierungssystem für die nationale Radweg-Durchquerung. Das Zertifizierungsheft (Bike Passport) kauft man am besten direkt vor Ort an einem besetzten Zertifizierungscenter. Die offizielle Reservierungs-Website gibt es nur auf Koreanisch, und wegen Problemen mit ausländischen Kreditkarten und der koreanischen Identitätsverifizierung ist eine Online-Buchung im Vorfeld eher schwierig – rechnet also am besten von vornherein mit dem Kauf vor Ort. Die unbemannten Zertifizierungsstationen erkennt man an den roten, telefonzellenförmigen Stempel-Kiosken: Dort liegt ein Stempel bereit, den man einfach selbst in das entsprechende Feld des Hefts drückt. Für jeden abgeschlossenen Abschnitt gibt es einen Zertifizierungsaufkleber, und wer die komplette nationale Durchquerung schafft, erhält am Ende sogar eine Urkunde und eine Medaille.

③ Wer ohne eigenes Rad anreist — Vor Ort lässt sich in der Nähe von Ausflugszielen wie Gangchon oder Chuncheon problemlos ein Fahrrad leihen. Im Raum Seoul gibt es außerdem das öffentliche Leihradsystem Ttareungi, das eine englische App sowie Zahlungen mit ausländischen Karten unterstützt und dadurch leicht zugänglich ist. Ttareungi konzentriert sich allerdings vor allem auf die Innenstadt von Seoul und eignet sich daher eher für kurze Strecken und Verbindungsfahrten als für eine lange Durchquerungstour.

④ Kartenapps — Die Fahrrad-Routenplanung von Google Maps ist in Korea oft ungenau oder liefert gar keine Route. Stattdessen empfiehlt sich der Fahrradmodus von KakaoMap oder Naver Map – hier stimmen die Radwegrouten deutlich besser. Beide Apps bieten eine englische Oberfläche, es lohnt sich also, sie schon vor der Abreise zu installieren.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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