Radweg an der Ostküste (Gyeongbuk) – 76 km und 5 Zertifizierungsstellen

Radfahren · Veröffentlicht 30.7.2026 ·

자전거길 트랙·시설 (공공데이터: 행정안전부 국토종주 자전거길 DB) · 🏆인증센터 💧급수대 🚻화장실 🔧공기주입기 · 지도 © OpenStreetMap ⤓ GPX 다운로드

Auf einen Blick

KennzahlBewertung
Streckenschwierigkeit★★★☆☆
Versorgung & Komfort (Zertifizierungsstellen, Wasserstellen)★★★★☆
Zertifizierungsstellen (5 Stück)★★★★☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit — Frühling★★☆☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit — Sommer★★★★☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit — Herbst★★☆☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit — Winter★★★★☆

※ Quelle: Radweg-Datenbank der landesweiten Durchquerungsrouten, Ministerium für Inneres und Sicherheit · Jahreszeiten sind Richtwerte

Überblick

개요 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (3166 Donghae-daero, Songna-myeon, Buk-gu, Pohang-si, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Der Donghaean-Gyeongbuk-Radweg (Donghaean Gyeongbuk Bike Path) ist eine Küstenroute, die der nördlichen Küstenlinie von Gyeongsangbuk-do in Nord-Süd-Richtung folgt. Er gehört zu den wenigen Strecken der landesweiten Radfernwege, die keinem Fluss folgen – und dass sich während der gesamten Fahrt zur einen Seite hin das Ostmeer öffnet, sagt eigentlich schon alles über den Charakter dieser Route. Während Flussradwege einen ruhigen, gleichmäßigen Rhythmus vorgeben, wechseln sich hier Wellenbrecher und Fischereihäfen, Strandpromenaden aus Holz und kurze Anstiege über die Küstenterrassen ab – eine Strecke mit viel Abwechslung also. Große Bergpässe gibt es nicht, aber flach ist es eben auch nicht durchgehend; mittlerer Schwierigkeitsgrad trifft es ganz gut.

Grob lassen sich vier Arten unterscheiden, die Route zu nutzen.

  1. Tagestour mit kompletter Durchfahrt: Früh am Morgen losfahren, am Nachmittag den Endpunkt erreichen und am selben Abend mit Zug oder Bus zurück. Passt für alle, die konditionell fit sind und die Stempel für die Zertifizierung in einem Rutsch sammeln wollen.
  2. Entspannte Zwei-Tages-Tour mit Übernachtung: In einem der Fischerdörfer unterwegs Halt machen, abends Meeresfrüchte essen und am nächsten Tag die restliche Distanz abspulen. Wer viel fotografiert oder den Sonnenaufgang sehen möchte, kommt damit am meisten auf seine Kosten.
  3. Brompton bzw. Faltrad + öffentliche Verkehrsmittel: Das Faltrad in die Tasche packen, mit dem Zug anreisen, nur den Abschnitt fahren, der einen reizt – 20 bis 30 km –, und dann wieder mit dem Zug zurück. Das ist die eleganteste Art, das Rückweg-Problem einer Einwegroute zu umgehen.
  4. Teilstrecken für Familien und Einsteiger: Nur die kurzen Abschnitte heraussuchen, in denen Strandpromenade und Radweg schön ineinander übergehen, und diese als Hin- und Rückfahrt abfahren. Man muss nicht die ganze Strecke fahren, um den Reiz dieser Route zu spüren.

Streckeninfo

코스 정보 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Gyeongsangbuk-do, Pohang-si, Buk-gu, Haean-ro 2798) · KOGL

Die Route beginnt an der Küste im äußersten Norden von Gyeongsangbuk-do bei Uljin und führt in südlicher Richtung an der Küste nach Yeongdeok hinunter – also eine reine Einweg-Strecke. Sie hält sich fast durchgehend dicht an die Küstenlinie, wobei sich ihr Charakter von Abschnitt zu Abschnitt deutlich ändert.

Insgesamt gibt es fünf Zertifizierungsstellen, die meist an gut sichtbaren Punkten wie Stränden, Häfen oder Parks stehen. Weil sich der Rhythmus der Pausen ganz von allein an diesen Abständen orientiert, lohnt es sich, vor dem Start im Streckenplan des Zertifizierungshefts Namen und Reihenfolge der fünf Stellen nachzuschauen und Wasser und Verpflegung auf die Distanzen dazwischen aufzuteilen – das macht das Tempomanagement deutlich einfacher.

Essen in der Umgebung

Die Region Uljin/Yeongdeok, durch die diese Route führt, ist in Korea vor allem für ihre Schneekrabben bekannt. Statt sich vorab auf ein bestimmtes Restaurant festzulegen, ist es hier üblich, in die Ladengassen am Hafen zu gehen, die Tagespreise zu vergleichen und dann zu entscheiden.

Bei der Verpflegung ist allerdings Vorsicht geboten. Auf den Küstenabschnitten zwischen den Ortschaften taucht über längere Strecken kein Supermarkt auf. Läden und Kioske konzentrieren sich in den Hafendörfern – dazwischen sollte man besser davon ausgehen, dass es praktisch keine Versorgung gibt. Hinzu kommt: Die Gegend ist stark touristisch geprägt, und außerhalb der Saison haben an Wochentagen deutlich mehr Läden geschlossen. Ich empfehle daher, an jedem Supermarkt, den man sieht, vorsorglich aufzufüllen.

Versorgung & Einrichtungen

보급·편의시설 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (3229-24 Donghae-daero, Songna-myeon, Buk-gu, Pohang, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

EinrichtungAnzahlNutzen
Zertifizierungsstellen5Stempel abholen, Pause und Orientierungspunkt
Toiletten69Vor allem an Stränden, Häfen und in Parks
Trinkwasserstellen6Stützpunkte zum Auffüllen der Flasche
Luftpumpen2Reifendruck vor der Fahrt und unterwegs prüfen

Mit 69 Toiletten ist man auf dieser Strecke wirklich komfortabel versorgt – das ist der großzügigste Posten überhaupt. Sechs Trinkwasserstellen und zwei Luftpumpen sind dagegen, gemessen an der Streckenlänge, alles andere als reichlich. Verlassen Sie sich also nicht allein auf die Trinkwasserstellen, sondern kaufen Sie zusätzlich Wasser im Supermarkt, und den Reifendruck sollten Sie unbedingt schon vor dem Start einstellen – das ist einfach sicherer.

Diese Route gehört zum Zertifizierungsprogramm der Korea-Durchquerung. Man sammelt in einem Zertifizierungsheft (Bike Passport) die Stempel der einzelnen Zertifizierungsstellen: An den besetzten Stationen stempelt das Personal, an den unbesetzten greift man selbst zum Stempel, der in der Kabine bereitliegt. Ist die Stempelfarbe eingetrocknet oder das Papier feucht, wird der Abdruck blass – deshalb empfehle ich, das Heft in einem Zip-Beutel mitzunehmen.

Rückweg planen

복귀 계획 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Jangsa-ri, Namjeong-myeon, Yeongdeok-gun, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Weil es eine Einbahnstrecke ist, macht der Rückweg die Hälfte der Tourplanung aus. Wie man nach 76 km einfacher Fahrt vom Endpunkt zurück zum Startpunkt kommt, sollte vorher festgelegt sein.

1) Mit dem Zug (die üblichste Variante)

Etwas landeinwärts verläuft an der Ostküste von Gyeongbuk eine Bahnlinie, und an den wichtigsten Punkten Richtung Uljin und Yeongdeok gibt es Bahnhöfe. Für die Mitnahme des Fahrrads gelten im Allgemeinen folgende Regeln:

Da auf diesem Abschnitt nicht viele Züge verkehren, empfiehlt es sich, vor der Abfahrt in der Korail-App oder am Schalter die Zugzeiten für den jeweiligen Tag und die Fahrradmitnahme zu prüfen und die Endzeit der Tour vom letzten Zug her zurückzurechnen.

2) Mit dem Bus

Entlang der Küste fahren Überland- und Regionalbusse. Ein gefaltetes Klapprad im Gepäckfach ist meist unproblematisch, ein normales Fahrrad kann vom Fahrer aber abgelehnt werden. Als Haltestellen in Streckennähe kommen Hanul-Hauptsitz Nagok-Werkssiedlung, Nagok-ri und Jigyeong-ri in Betracht. Bei den Regionalbussen sind die Takte lang und der letzte Bus fährt früh — der Blick in den Fahrplan ist also Pflicht.

3) Zurückfahren (152 km hin und zurück)

Nimmt man dieselbe Strecke zurück, kommt man auf insgesamt 152 km. Wer das an einem Tag schaffen will, braucht ordentlich Kondition und einen frühen Start; in der dunklen Jahreszeit lässt sich eine Nachtfahrt kaum vermeiden. Realistischer ist es, zwei Tage mit einer Übernachtung einzuplanen und am nächsten Tag zurückzufahren. Der Vorteil: Man ist an keinen Fahrplan gebunden. Der Nachteil: Wenn der Wind den ganzen Tag aus einer Richtung kommt, wird der Rückweg deutlich zäher.

4) Auto abholen

Man stellt das Auto am Startpunkt ab, fährt die Strecke und kommt mit Zug oder Bus zurück, um den Wagen zu holen. Ab zwei Personen ist auch die Variante beliebt, zwei Autos an den beiden Enden der Strecke zu parken.

Sicherheit & Vorsicht

Saison, Wetter und Ausrüstung

Am meisten empfehle ich den späten Frühling (Mai) und den Herbst (Ende September bis Oktober). Dann ist die Luftfeuchtigkeit niedrig, die Sicht klar – und das Meer zeigt seine schönsten Farben.

Pflichtausrüstung: Helm, Front- und Rücklicht, Flickzeug (Ersatzschlauch, Reifenheber, Handpumpe), mindestens zwei Trinkflaschen, Sonnencreme, Windjacke, Powerbank, etwas Bargeld (für kleine Läden in Fischerdörfern) – und wenn Sie es auf die Zertifizierung anlegen, das Stempelheft.

Tipps für Reisende aus dem Ausland

① Der Streckenname in lateinischer Schrift Donghaean (Gyeongbuk) Bike Path — wörtlich also „East Coast (Gyeongbuk) Bicycle Road”. Auf den Schildern vor Ort steht neben dem Koreanischen meist „Donghaean” oder „East Coast”. Am verlässlichsten navigiert man aber schlicht über die blaue Linie (blue line) auf dem Asphalt und die Schilder der Zertifizierungsstellen.

② Das Zertifizierungssystem in der Praxis Diese Route gehört zum landesweiten Zertifizierungssystem für Radfernwege.

③ Wenn Sie ohne eigenes Rad kommen In Seoul unterstützt das öffentliche Leihradsystem Ttareungyi eine englische App und Zahlung mit ausländischen Karten — praktisch für die Stadt, aber eben nur im Großraum Seoul und damit auf dieser Route nicht nutzbar. An der Ostküste bleiben private Verleihstationen an Stränden und Sehenswürdigkeiten, und ob dort ein Rad steht, das Langstrecken taugt, ist Glückssache. Wenn Sie die gesamte Strecke fahren wollen, ist es am sichersten, ein Faltrad mitzubringen oder in einer größeren Stadt (Seoul, Busan, Daegu …) bei einem Fachhändler vorab eine Langzeitmiete zu reservieren.

④ Karten-Apps In Korea funktioniert die Fahrrad-Routenplanung von Google Maps nicht richtig. Installieren Sie unbedingt KakaoMap oder Naver Map und nutzen Sie den Fahrradmodus. Beide Apps haben eine englische Oberfläche und zeigen Radwege und die Standorte der Zertifizierungsstellen deutlich zuverlässiger. Weil auf manchen Küstenabschnitten das Netz wegbricht, empfehle ich, vor dem Start Offline-Karten zu speichern und sich die Koordinaten der fünf Zertifizierungsstellen zu notieren. Für Zug- und Busverbindungen nehmen Sie am besten die Korail-App plus die jeweiligen regionalen Businfos — damit steht die Rückfahrtplanung erheblich stabiler.

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