Garmin Enduro 2 im Test: Body Battery & Trainingsvorschlag

Ausrüstung · Veröffentlicht 14.3.2024 ·

Was wäre, wenn mir jemand sagen könnte, wie viel Kraft ich gerade noch im Tank habe? Wenn ich schon im Voraus wüsste, wie viel Energie ich für den ganzen Tag zur Verfügung habe? Und zu guter Letzt … wenn ich verstehen könnte, warum der Tag nach einem Saufgelage so zäh ist? Das alles hilft enorm, wenn man seinen Tag plant oder einen Trainingsplan aufstellt.

Das hier ist das Ergebnis einer Gesamtanalyse aus meiner heutigen Fitness und meinem Schlaf von gestern Nacht. Es sagt mir, dass ich 27 Minuten lang in einem 7:00er-Pace laufen könnte. In diesem Zustand wäre das gemessen an meiner körperlichen Verfassung eine wirklich gute Trainingseinheit. Eine der Funktionen der Garmin Enduro 2 ist es, den Körper zu überwachen, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung rund um die Uhr zu erfassen und dem Träger daraus verschiedene Vorschläge zu machen. Einer davon ist genau dieser Tagesvorschlag.

Das ist mein körperlicher Zustand, wie ich ihn am selben Tag in der Garmin-Connect-App gesehen habe. Weil ich lange nicht trainiert hatte, ist die Trainingsbereitschaft niedrig … sprich, die Uhr sagt mir quasi: „Du hast in letzter Zeit nichts gemacht, was?“ Der VO2max-Wert ist auf 44 gesunken … Als ich noch eine ganze Weile am Trainieren war, lag er bei 47–48 … Die Herzfrequenz ändert sich ja ständig, deshalb hat die Zahl in der App nicht viel zu bedeuten.

Über die letzten 12 Wochen war es um meinen Trainingszustand nicht besonders gut bestellt.

Body Battery … auf der Uhr selbst wird diese Zahl als „Energie“ angezeigt. Der Wert oben berücksichtigt den Schlaf von gestern Nacht, das Hin- und Herwälzen, den Tiefschlaf und so weiter, überwacht den Körper während des Schlafens und gibt mir einen Näherungswert dafür, wie viel Kraft ich tatsächlich wieder aufgetankt habe. An richtig guten Tagen oder wenn ich bis 10 Uhr morgens ausgeschlafen habe, sind die vollen 100 Punkte erreicht; an Tagen, an denen ich viel getrunken und dann geschlafen habe, kommen nur 30–40 Punkte zusammen. Bei allem anderen bin ich mir nicht so sicher, aber dass es genau erkennt, wie zäh die Erholung nach einem Abend mit Alkohol ist – allein deswegen vertraue ich dem Ding ungemein. ^^

Das ist der Verlauf über vier Wochen. An ziemlich vielen Tagen bin ich unter 50 Punkten gestartet. Diese Tage sind fast alle als „am Vorabend getrunken“ verbucht. Der Grund für die zähe Erholung ist nicht das Training, sondern der Alkohol ^^;; Wenn man regelmäßig und kontinuierlich trainiert … steigt das Tempo der Erholung. Genau das fand ich wirklich faszinierend. Dass mir so anschaulich in Daten gezeigt wird, warum man Sport treiben sollte, weckt – ganz unabhängig von der tatsächlichen Genauigkeit – die Lust, mehr zu trainieren.

Meistens fange ich mit dem Training ganz unaufgeregt an: Ich stelle einfach am Handgelenk auf der Garmin die Sportart ein und drücke sofort auf Start. Ich warte nicht erst, bis das GPS gefunden ist, und drücke dann. Das ist Sache des Geräts, das soll es gefälligst selbst regeln …

Ob die Apple Watch inzwischen Ähnliches kann, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Mir reicht jedenfalls schon der reine Funktionsumfang der Garmin völlig, und ich bin sehr zufrieden damit.

Beim Akku werden mir, ausgehend von 100 % Ladung, rund 24 Tage angezeigt. Selbst wenn die Akkuleistung unter 80 % fallen sollte, sind das rechnerisch immer noch über 16 Tage – also komme ich selbst mit einem Nutzungsmuster, bei dem ich unter der Woche häufig trainiere, mit einer Ladung pro Woche aus.

Sollte es irgendwann nur noch für eine Ladung pro Woche oder weniger reichen, werde ich den Akku tauschen oder ein Refurbished-Gerät beziehen.

Das war die Vorstellung der Garmin Enduro 2 als Trainings-Assistent.

Vielen Dank.

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