Apple Watch Ultra vs. Garmin Enduro 2: Mein Rückwechsel-Fazit

Ausrüstung · Veröffentlicht 14.6.2023 ·

Wo die Zweifel anfingen

Auch die Apple Watch Ultra hält akkutechnisch nicht ewig … das Gefühl, sie quasi täglich laden zu müssen, verschwindet einfach nicht. Selbst wenn sie länger durchhält – mehr als drei Tage ohne Ladegerät sind nicht drin.

Nach dem Umstieg auf die Apple Watch Ultra dachte ich anfangs, alles sei bestens … aber am vierten Tag ging die Uhr einfach aus. Und natürlich hatte ich ausgerechnet da kein Ladegerät dabei … Am Ende konnte ich alles, was nach dem Abschalten passierte, schlicht nicht mehr aufzeichnen.

Mit der Pace-Anzeige der Apple Watch werde ich nicht warm.

So sieht die Pace beim Training aus. Das aktuelle Tempo wird gar nicht angezeigt, nur das Durchschnittstempo. So kann ich überhaupt nicht beurteilen, ob ich gerade Gas geben oder es ruhiger angehen lassen sollte.

Bei Apple muss man sich die ganzen Spezial-Apps für die jeweiligen Einsatzgebiete einzeln kaufen. Und genau das ist das Problem. Die meisten stammen von kleinen Entwicklern oder Firmen – wenn die den Support einstellen, kann man die App schlicht nicht mehr nutzen. Dazu kommt der ganze Aufwand, herauszufinden, welche App taugt, sie dann zu kaufen oder zu abonnieren … das Recherchieren, das Grübeln, der Frust … das kostet eine Menge Zeit und Geld.

Die Smartness der Apple Watch hat mein Leben nicht wirklich smarter gemacht.

Ehrlich gesagt habe ich die Apple Watch rund vier Jahre genutzt, die Garmin etwa drei Jahre, und jetzt bin ich wieder bei Letzterer gelandet. Eine Smartwatch verändert das Leben weniger und hilft einem weniger „smart”, als man denkt.

Im Grunde ist die Benachrichtigungsfunktion schon alles. Dass sie Gehen automatisch erkennt und aufzeichnet, ist wirklich nett – aber das Ganze fühlt sich doch sehr nach „casual” an, und detailliertere Infos … werden die einfach nicht angezeigt, obwohl sie gesammelt werden??? Oder finde ich sie nur nicht? Keine Ahnung … Aber wenn man so danach suchen muss, dass es derart versteckt ist, dann ist auch das ein Problem.

Fazit … kehren wir zurück …

Zurück zur altbekannten Garmin? Oder doch eine Suunto? Ich habe lange überlegt … aber am Ende bin ich zur Garmin zurückgekehrt, weil das Nutzererlebnis einfach besser war. Ich habe ordentlich Lehrgeld bezahlt, aber dafür auch viel gelernt. Die Fenix 7 hatte ich ziemlich lange im Einsatz, also habe ich diesmal zur Enduro 2 gegriffen, weil der Akku angeblich noch ein bisschen länger durchhält.

Nach dem Öffnen kein Umtausch und keine Rückgabe mehr …

Das auf dem Bild ist ein aufgedrucktes Foto … so gestochen scharf sieht das in echt nicht aus. Ein eher trübes Display …

Ein G-Shock-artiges Design mit fünf physischen Tasten … man kann sie sogar mit Handschuhen bedienen, was mich sehr zufrieden macht. Im Winter oder beim Bergsteigen lässt sie sich auch mit Handschuhen problemlos steuern.

Das erste Einschalten … und wieder diese maue Display-Qualität …

Der große Moment – die Akkulaufzeit … 18 Tage … Selbst nachdem ich die ganzen Apps synchronisiert, die Firmware aktualisiert und sämtliche Funktionen wie die Echtzeit-Synchronisation aktiviert hatte, zeigt sie noch 18 Tage an. Die vom Hersteller versprochenen 30 oder 40 Tage werden es sicher nicht, aber es heißt zumindest, dass sie über zwei Wochen durchhält. Dann lade ich sie eben einmal die Woche, etwa am Wochenende – und wenn ich es unter der Woche oder am Wochenende mal vergesse, ist das absolut kein Problem für den Betrieb.

Zum Ausprobieren bin ich nach langer Zeit mal wieder eine Runde laufen gegangen.

Wie erwartet: schön große Pace-Anzeige, die genau die Infos zeigt, die ich gerade wissen will – alles gut ablesbar. Mein Körper ist noch träge, also bin ich erst mal nur testweise ein bisschen gelaufen.

Wer Bergsteigen, Backpacking, Running, Trailrunning und Co. liebt und durch gezieltes Training ein bisschen bessere Zeiten erreichen oder längere Distanzen schaffen will, ist mit einer Sportuhr meiner Meinung nach besser bedient als mit einer Smartwatch.

Klar hat die Apple Watch auch ihre Vorzüge … etwa dass man Apple Pay direkt am Handgelenk abwickeln kann … aber in einer Welt wie heute, in der die meisten ohnehin ständig das Handy dabeihaben, habe ich nicht wirklich gespürt, wie groß dieser Vorteil sein soll. Genau genommen war Apple Pay zwar der Grund für meinen Umstieg, aber … in der Praxis funktioniert Apple Pay hier nur mit Hyundai Card, und bei jemandem wie mir, der verschiedene Kartentypen nutzen muss, muss ich die Karte sowieso herausholen … Und das richtig gute Display, Siri, mit der man per Sprachnachricht dies und das erledigen kann – all das ist schon praktisch, aber am Ende geht das alles auch übers Handy … ㅠㅠ

Das ist ein persönlicher, subjektiver und ziemlich voreingenommener Text von einem Kerl, der das ständige Ausrüstungs-Wechseln eben mag.

Seht es einfach als „ach, so einen, der so tickt, gibt’s also auch” und nehmt’s mir nicht übel ^^

Selbst gekauft, selbst getestet – ehrlicher Erfahrungsbericht.

Danke.

#GarminEnduro2 #AppleWatchUltra #Sportuhr #Ultramarathonuhr #Bergsteigeruhr #Backpackinguhr #Smartwatch #GarminFenix


Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

Kommentare

  1. Schreibe den ersten Kommentar.