Garmin Fenix 7X vs. Apple Watch Ultra: Akku & GPS im Vergleich

Ausrüstung · Veröffentlicht 5.11.2022 ·

Der erste Kandidat ist die Garmin Fenix 7X, eine der bekanntesten Sportuhren von Garmin.

Je nach Nutzung hält der Akku zwischen 20 Tagen und über einem Monat durch, und das GPS-Tracking ist erfreulich präzise.

Der zweite Kandidat ist die neue Apple Watch Ultra.

Apples größte Schwäche – die Akkulaufzeit – wurde hier deutlich verbessert, und Apple behauptet außerdem, das GPS-Tracking sei nun genauer.

Schauen wir uns zuerst die Größe an.

Auch die Garmin Fenix muss sich nirgends verstecken: Mit 51 mm Durchmesser ist sie ein echter Brocken.

Das Gehäuse besteht aus Titan, und dank fünf Tasten an der Außenseite lässt sie sich auch mit Handschuhen bedienen.

Touch wird ebenfalls unterstützt. Das Display ist ein Always-On-Display, dessen Qualität allerdings deutlich abfällt.

Daneben die Apple Watch. Sie misst 49 mm, und das Gehäuse besteht aus demselben Material, nämlich Titan.

Das Display ist von sehr hoher Qualität. Die Touch-Bedienung reagiert blitzschnell, und außen gibt es drei Tasten.

Das ist das neu vorgestellte Alpine-Loop-Armband. Es wird über einen Haken eingehängt und löst sich so von selbst praktisch nie.

Eine Konstruktion, die sich gut für Outdoor-Aktivitäten eignet.

Auch dieser Haken ist aus Titan. Für den Preis hat Apple beim Material eben nicht gespart. Apple meint es mit der Sicherheit weiterhin todernst. ^^;;

Auch aus der Nähe fotografiert wirken die Details beachtlich und die Verarbeitung ist gut. Man kann sich nicht daran verletzen, und der Titanton wirkt schön natürlich.

Auch das Armband, das offenbar aus verwobenem Gewebe gefertigt ist, ist von guter Qualität.

Auch die Sensoren haben sich gegenüber der bisherigen Watch-7-Serie verändert. Die Wasserdichtigkeit wurde erhöht, und laut Beschreibung sind Tauchgänge bis 40 Meter möglich.

Außerdem soll kratzfestes Saphirglas verbaut sein.

Aufgeklappt sieht das so aus.

Hier die Rückseite der Fenix. Man erkennt den Ladeanschluss von Garmin.

Die Konkurrenz ist inzwischen komplett auf Magnetladung umgestiegen – das ist hier schon etwas schade. Dafür ist die Ladegeschwindigkeit sehr hoch.

Einen kompatiblen Ladeadapter bekommt man bei AliExpress, und zwar richtig günstig.

Zunächst muss man den Markt für Sport-Wearables verstehen.

Ich selbst habe rund fünf Jahre lang eine Apple Watch genutzt.

Beim Laufen oder Wandern ist tatsächlich der Akku das größte Manko.

Sobald man das GPS einschaltet (also die Aufzeichnung des Trainings startet), schmilzt der Akku in rasendem Tempo dahin.

Im Alltag reicht der Akku etwa einen Tag – aber eben nur im Alltag.

Beim Wandern ist der Akku schon nach etwa vier bis sechs Stunden leer.

Auch beim Laufen bleiben nach einem Halbmarathon nur noch rund 20–30 % übrig. Und das war ein Punkt, den auch die Apple Watch 7 nicht verbessert hat.

Wenn man etwa eine Fahrradtour machen will und mit ungefähr zehn Stunden auf dem Rad rechnet, war die Apple Watch schlicht unbrauchbar.

Sie aber bei jeder Pause aufs Ladegerät zu legen, passte irgendwie auch nicht zu so einem Gerät.

Bei der Ultra sieht die Sache jedoch anders aus.

Üblicherweise wird sie mit 36 Stunden Laufzeit angegeben, und während es bei der bisherigen Apple Watch 7 nur 18 Stunden waren, hielt sie über 24 Stunden durch – man darf also durchaus erwarten, dass sie unter normalen Bedingungen drei Tage (zwei Übernachtungen) durchhält.

Das heißt: In einem Szenario mit aktivem GPS sind 10 bis 18 Stunden Nutzung drin – und damit lässt sie sich offenbar als Tracking-Gerät bei Wettkämpfen mit Zeitlimits von 10 bis 18 Stunden einsetzen, etwa beim Triathlon, beim Ultramarathon oder beim Ultra-Running.

In diesen Markt, den bislang einzig Garmin und andere Marken mit ihren Sportuhren bedienen konnten, scheint nun also auch Apple seine Kampfansage geworfen zu haben.

Ein Kumpel, der täglich zweieinhalb Stunden mit dem Rad zur Arbeit und zurück pendelt, hat bei seiner Nutzung bislang noch keinen Akkumangel erlebt. Einmal täglich während des Duschens laden, dann anlegen, Schlaftracking, am nächsten Tag Hin- und Rückweg zur Arbeit – und selbst danach bleiben ihm noch 55 bis 65 % Akku, erzählt er.

Wenn ich noch einmal kaufen würde, würde ich nicht zur Garmin, sondern zur Apple Watch Ultra greifen wollen ㅜㅜ

Aber auch die Garmin hat viele Vorteile. Sie ist zwar keine Smartwatch wie die Apple Watch, punktet aber mit sehr präzisem, GPS-gestütztem Aufzeichnen der Trainings, mit einem wirklich langlebigen Akku (ich lade sie nur einmal pro Woche) und mit der Anbindung an Garmins Zubehör.

Ich nutze sie erst mal weiter und überlege es mir dann, wenn so etwa die nächste Ultra-Version herauskommt ^^


Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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