Apple Watch Ultra im Test: Apple Pay, Akku & Outdoor-Tauglichkeit
Ausrüstung · Veröffentlicht 10.2.2023 ·

Apple Pay
Die ewig „nächsten Monat” angekündigte Bezahlfunktion soll jetzt tatsächlich nächsten Monat kommen – im März 2023, wie berichtet wird. Ich treibe Sport und gehe durchs Leben mit der Kombination aus iPhone und Garmin Fenix. Jetzt, wo Apple Pay endlich da ist, gibt es eigentlich kaum noch einen Grund, weiter stur an Garmin festzuhalten – so meine Einschätzung. Aber na ja … ob ich mich an die kurze Akkulaufzeit gewöhnen kann, weiß ich noch nicht. Egal, ich wage es mal – aus eigener Tasche bezahlt.
Spezifikationen
49 mm
Optimiert fürs Schwimmen
Staubschutzklasse IP6X
MIL-STD-810H-Zertifizierung
Aktionstaste
Always-On-Retina-Display, bis zu 2000 Nits
Blutsauerstoff-App
EKG-App
Warnung bei hohem und niedrigem Puls
Warnung bei unregelmäßigem Herzrhythmus
Handgelenk-Temperaturmessung
Zyklustracking
Notruf
Internationaler Notruf
Sturzerkennung
Unfallerkennung
86-Dezibel-Sirene, die alle Blicke auf sich zieht
Cellular
Sieht alles ziemlich beeindruckend aus, aber gemessen am Stand von 2023 wirken die Spezifikationen – ob Samsung Galaxy Watch oder Apple Watch – nicht besonders außergewöhnlich. Im Vergleich zu Garmin ist hier sogar fast alles entweder schlechter oder ungefähr gleich, abgesehen von der Displayqualität. Worauf es aber ankommt: der Akku! Und der hat sich gegenüber den bisherigen Apple-Watch-Serien 7 und 8 deutlich verbessert.
Design
Apple hält durchgehend ein Design, für das man selten Prügel bezieht. Es ist etwas rugged geworden und außen kam eine weitere physische Taste hinzu, aber es ist nach wie vor ein elegantes Design. Es ist nicht so, dass es im Alltag völlig fehl am Platz wäre. Kurz gesagt: Sie ist immer noch schön.





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Bildquelle – Screenshots von der Apple-Website

Die Displayqualität ist wirklich hell und knackig. Auch Always-On (AOD) wird unterstützt. Ich habe es ausgeschaltet gelassen – um den Akku länger zu nutzen.

Diese Art von Haken nennt man G-Hook. Sie wird häufig bei Outdoor-Produkten verwendet, sorgt für eine angemessene Verschlussspannung und lässt sich beim Durchmesser ziemlich fein justieren. Ob das Material wirklich Titan ist, weiß ich allerdings nicht so genau.

Auf der linken Seite kam eine physische Taste hinzu. Ich habe ihr die Funktion zum Starten eines Trainings zugewiesen. Auch wenn nun eine physische Taste dazugekommen ist, kommt man ums Touchen trotzdem nicht herum. Beim Bergsteigen in eisiger Kälte ist die Bedienbarkeit damit schlechter als bei Sportuhren wie Garmin – schließlich muss man die Handschuhe ausziehen. Aber es gibt keine Alternative, denn das Interface basiert von Grund auf auf Touch.

Auf der gegenüberliegenden Seite die Krone. Um Fehlbedienungen auch bei intensivem Sport zu vermeiden, wurde die Konstruktion etwas geändert, und die Krone ist ebenfalls größer geworden. Außerdem verläuft ringsum ein Streifen in der Signaturfarbe Orange. Die Apple Watch Ultra ist durchweg ein Cellular-Modell und trägt deshalb keinen roten Ring mehr.





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Bedienbarkeit
Schon bei der Kopplung gibt es null Probleme. Man schaltet sie einfach neben dem iPhone ein, und schon wird sie erkannt; ein kurzer Scan mit der Kamera, und ab da beginnt sofort die Synchronisierung. Sämtliche Pairing-Schritte wie weitere Einstellungen entfallen. Apple erledigt das also von selbst. Der Nutzer muss sich um nichts kümmern. Und dann legt man sie einfach an. Auf dem Foto oben bin ich von der Station Gyeongbokgung zur Station Anguk zu Fuß gegangen, habe ein Outdoor-Walking aufgezeichnet und ein paar Fotos gemacht. Vor der Station Gyeongbokgung wird noch immer gebaut, daher ist alles etwas chaotisch, aber die Gehstrecke ist erhalten geblieben. Und Yeollin Songhyeon ist ein Ort, für den ich jedes Mal dankbar bin, wenn ich vorbeikomme. Dass es im Bukchon-Viertel von Seoul so eine weitläufige öffentliche Freifläche gibt, lässt einem das Herz weit werden.



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Vielleicht weil sie Dual-GPS nutzt, ist die Aufzeichnung erstaunlich genau. Auch die Vorgängergenerationen lagen nie groß daneben, aber dennoch wurden Geschwindigkeit und feine Abschnitte wie das Überqueren von Straßen präzise festgehalten.







Während ich so weiterging, habe ich ein paar Fotos gemacht. Die Aufnahmen entstanden mit dem iPhone 14 Pro, und der Weißabgleich sitzt wirklich gut. Das Wetter war natürlich auch okay, nur der Feinstaub lag an dem Tag etwas höher. Wer durch Bukchon spazieren möchte, dem kann ich diese Strecke empfehlen – oder die Route, die oben herum am Blauen Haus oder durch Samcheong-dong vorbeiführt.
Vorteile der Apple Watch Ultra zusammengefasst
Nahtlose Integration mit dem iPhone
Elegantes Design
Vielfältiges Zubehör wie verschiedene Armbänder
Gute Displayqualität
Nachteile der Apple Watch Ultra zusammengefasst
Zwar verbesserte, aber immer noch enttäuschende Akkulaufzeit
Bei GPS-Nutzung etwa 12 Stunden durchhaltbar
Bei einer zweitägigen Tour mit Übernachtung oder einer durchgehenden Gratwanderung muss man in den Pausen mit dem Ladegerät nachladen.
Zum Glück wird Schnellladen unterstützt.
Für Dinge wie Wandern mit dem Einlesen von GPX-Dateien und Tracking muss man eine zusätzliche App kaufen. – Ich recherchiere gerade dazu.
Fazit
Für iPhone-Nutzer, die Ultramarathons laufen, mehrtägige Bergtouren machen oder Outdoor-Aktivitäten wie Camping betreiben, stößt die bisherige Apple Watch an ihre Grenzen. Da der Akku der Ultra sprunghaft zugelegt hat, kommt man im Alltag mit etwa 20–30 Minuten Schnellladen pro Tag über 24 Stunden hinaus. Dank der nahtlosen Integration gibt es Zusatzfunktionen wie Benachrichtigungen für Business-Termine, Lautstärkeregelung der Bluetooth-Kopfhörer und so weiter. Und natürlich die Nutzung von Siri. Die etwas dürftige Akkulaufzeit bleibt zwar eine Hausaufgabe, die zu lösen ist, aber solange man nicht durchgehend zweitägige Touren ohne Übernachtung aneinanderreiht, dürfte zumindest etwas wie die Hwadae-Gratwanderung machbar sein. Als ein anderer Nutzer den Gongnyong-Grat etwa 13 Stunden lang abging, hatte er noch 25 % übrig – und da die Hwadae-Tour 2–3 Stunden länger anzusetzen ist, habe ich das mal durchgerechnet. Wenn man die Tour als Zweitagestour mit Übernachtung angeht, muss man abends in der Pause ohnehin auch das Handy laden, also kann man dann gleich die Uhr mitladen. Für Leute, die eher Extremsport betreiben, dürfte sie momentan allerdings noch nicht sonderlich attraktiv sein.
Die Entscheidung liegt am Ende immer bei einem selbst, aber man kann sagen, dass sie inzwischen einigermaßen aufgeschlossen hat. Und der Bereich von 0–80 % unterstützt Schnellladen. Wenn man 7–8 Stunden lang beim Wandern oder Tracking mit eingeschaltetem GPS unterwegs war, dürfte der Akku auf etwa 30–40 % gefallen sein. Legt man die Uhr in der Pause kurz auf den Schnelllader oder nutzt die Essenszeit zum Laden, kommt man rechnerisch problemlos durch. Da man ohnehin auch fürs Handy – wenn man unterwegs Fotos macht und es benutzt – eine Powerbank einpacken sollte, ist es eine Option, sich ein zusätzliches Ladekabel mit 5W-Schnellladung zu besorgen oder sich nach einem Drittanbieter-Ladegerät umzusehen.
Danke fürs Lesen dieses langen Beitrags.
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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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