Garmin Varia 715 Radar-Dashcam: Mein Test für die Korea-Durchquerung
Ausrüstung · Veröffentlicht 3.8.2023 ·

Anfangs hätte ich nie gedacht, dass es so weit kommen würde. Ich wollte eigentlich nur die Korea-Durchquerung mit dem Rad machen.
Auf der Durchquerungsroute landet man öfter auf öffentlichen Straßen, als man denkt.
Es gibt nicht nur reine Radwege – wenn man Umleitungen nehmen muss, kommt es immer wieder zu Abschnitten, auf denen man die normale Straße, also den allgemeinen Verkehr, benutzen muss. Da mir Sicherheit immer eine Herzensangelegenheit ist, hatte ich zunächst eine Dashcam im Blick – aber wie sich herausstellte, ist die Radarfunktion noch das eigentlich Spannende. Also: ein selbst gekauftes Radar-Dashcam, von meinem eigenen Geld.

Hier der Halteraufsatz. Es liegt nur das Teil zur Befestigung an der Sattelstütze bei, daher muss man das Teil für die Sattelmontage separat kaufen. Vorerst informiere ich mich erst mal in Ruhe darüber.

Das ist das Gerät selbst. Dicker und schwerer, als ich dachte. Erstaunlicherweise ist es deutlich größer als der Edge, mein Garmin-Tourencomputer.

Links die Linse, unten das Rücklicht. Und ganz rechts steckt das Radarmodul.

Meine Hände sind für einen Erwachsenen nicht gerade klein, und trotzdem wirkt das Ding ganz schön wuchtig.

Auch in der Dicke ist es recht ordentlich. Ich hatte etwas Kleines, Zierliches erwartet – genau das Gegenteil ist der Fall.

Beim Pairing. Mit dem Garmin-Gerät verbindet es sich sofort. Für die Kameraeinstellungen muss man allerdings extra die Varia-App herunterladen. Warum man das nicht einfach in Garmin Connect integriert, sondern jede App separat betreibt, ist mir ein Rätsel. Über die App habe ich 720p eingestellt. Schließlich ist es besser, den Akku auch nur ein bisschen länger durchhalten zu lassen.

Schwer …

Ein Fahrrad fährt man aufgeladen …
Wenn man sich mit Fahrradzubehör eindeckt, stellt man fest, dass auf dem Markt immer noch viele Produkte mit Micro-5-Pin als Ladeanschluss unterwegs sind. Davon sollte man wirklich die Finger lassen. Micro-5-Pin hat nicht nur Kompatibilitätsprobleme, sondern lädt auch viel zu langsam. Bei der Korea-Durchquerung muss man am Tag mindestens zehn Stunden auf dem Rad sitzen, und Front- wie Rücklicht halten natürlich keine zehn Stunden durch. Man muss also einplanen, beim Essen oder in den Pausen nachzuladen – und bei Micro-5-Pin ist man vom Tempo her einfach aufgeschmissen.
Der Garmin Edge Solar gibt bei 90 % Ladung eine Laufzeit von 20 Stunden an. Fährt man tagsüber, lädt die Solarfunktion zumindest ein wenig nach – aber Front- und Rücklicht muss man eben aufladen.
Normale Rücklichter ohne Zusatzfunktionen halten im Blinkmodus meist sieben bis acht Stunden durch, aber solche Geräte mit derart vielen kombinierten Funktionen schaffen selbst im Energiesparmodus nur vier bis sechs Stunden. Produkte mit USB-C-Anschluss laden vergleichsweise flott, also unbedingt das Format des Ladeanschlusses prüfen.
Die Vorbereitungen für die Durchquerung nehmen langsam Form an. Ich habe mir alle Mühe gegeben, ohne Lenkertasche auszukommen – aber wenn ich Bib-Shorts und Trikot in der Unterkunft wasche und während des Trocknens etwas zum Anziehen brauche, dazu noch Ladeadapter und sonstigen Kleinkram unterbringen muss, führt kein Weg daran vorbei.
Mit der Kombi aus Lenkertasche und Lenkstangentasche habe ich über zehn Liter Stauraum geschaffen. In den Pausen lade ich die Geräte über die Powerbank, und abends in der Unterkunft lade ich alles inklusive Powerbank voll auf, bevor es weitergeht – so sollte es passen.
Die Varia 715 werde ich noch ein bisschen ausprobieren und dann einen Erfahrungsbericht nachreichen.
Vielen Dank.
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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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