Hwacheon Paro-See: 100-ri Sauerstoffweg – Strecke und Distanz
Radfahren · Veröffentlicht 16.8.2026 ·
자전거길 트랙·시설 (공공데이터: 행정안전부 국토종주 자전거길 DB) · 🏆인증센터 💧급수대 🚻화장실 🔧공기주입기 · 지도 © OpenStreetMap ⤓ GPX 다운로드
| Kennzahl | Sterne |
|---|---|
| Streckenschwierigkeit | ★★☆☆☆ |
| Versorgung & Infrastruktur (Zertifizierungsstellen, Trinkwasser) | ★☆☆☆☆ |
| Zertifizierungsstellen | ☆☆☆☆☆ (0 Stück) |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Frühling | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Sommer | ★★★★☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Herbst | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Winter | ★★★★★ |
※ Die Zeitangabe von rund 1:47 ist ein Rechenwert für die reine Fahrzeit (Durchschnitt 17 km/h). Realistisch sollte man für die Tour hin und zurück inklusive Pausen und Fotostopps 4 bis 6 Stunden einplanen. ※ Quelle: Betriebsinformationen zur Zertifizierung der koreanischen Radfernwege (Zertifizierungsstellen und Streckenstatus) · Angaben zu den Jahreszeiten sind Richtwerte
Auf einen Blick
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Streckenname | Hwacheon Paroho 100-ri Sanso-gil (화천 파로호 100리 산소길) |
| Lage | Hwacheon-gun, Gangwon-do (강원도 화천군) |
| Distanz | einfach 30,2 km / hin und zurück 60,4 km |
| Streckentyp | Uferstrecke, einfache Richtung (Hin- und Rückweg empfohlen) |
| Belag | Mischform: Radweg am Wasser plus wenig befahrene Landes- und Kreisstraßen |
| Höhenprofil | Kurze Auf- und Abfahrten mit 100–300 m Steigungslänge (nicht Höhenunterschied), keine echte Passüberquerung |
| Zeitbedarf | 4–6 Stunden für die Runde (inkl. Pausen und Fotostopps, reine Fahrzeit rund 1:47) |
| Zertifizierungssystem | nicht Teil davon — 0 Zertifizierungsstellen, keine Stempel |
| Infrastruktur | Toiletten 0 · Trinkwasserstellen 0 · Luftpumpen 0 (auf der ganzen Strecke nichts) |
| Verpflegung | konzentriert am Start in Hwacheon-eup, nach der Einfahrt an den See praktisch keine Versorgung mehr |
| Empfohlene Saison | Spätfrühling (Mai), Herbst (Ende September bis Mitte Oktober) |
| Weniger geeignete Saison | tiefer Winter (Eis, starker Wind, Unterkühlung), Hochsommer um die Mittagszeit |
| Für wen | Wer wegen der Landschaft fährt, Familien und Mittelstufen-Einsteiger, Brompton- und Minivelo-Reisende |
| Pflichtausrüstung | mindestens 1,5 l Wasser, Handpumpe und Ersatzschlauch, Front- und Rücklicht, Riegel oder Ähnliches |
| In einem Satz | Eine ruhige Uferrunde ohne Infrastruktur, aber mit garantierter Aussicht |
💡 Kurz in drei Zeilen
- Eine sanfte Uferstrecke von 30,2 km einfach und 60,4 km hin und zurück — ein Weg für die Landschaft, nicht für die Bestzeit.
- Weil es nicht eine einzige Zertifizierungsstelle, Trinkwasserstelle oder Luftpumpe gibt, gilt: Wasser und Werkzeug bringt man grundsätzlich komplett selbst mit.
- Vor dem Start noch in Hwacheon-eup alles einkaufen — und je nach Kondition kann man auch auf halber Strecke umdrehen, ohne etwas zu verpassen.
Überblick
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hanam-myeon, Hwacheon-gun, Sonderselbstverwaltungsprovinz Gangwon) · KOGL
Der Hwacheon Paroho 100-ri Sanso-gil führt am Paroho-Stausee entlang, einem künstlich angelegten See im Landkreis Hwacheon, dem nördlichsten Zipfel der Provinz Gangwon. Der Name „Sanso-gil” – wörtlich „Sauerstoffweg” – ist dabei kein bloßer Werbeslogan: Die Gegend ist dicht bewaldet, sehr dünn besiedelt und tatsächlich für ihre klare Luft bekannt. Wer breite, schnurgerade Abschnitte wie am Han-Radweg erwartet, liegt daneben. Diese Strecke folgt den Windungen des Sees, wickelt sich in sanften Kurven auf und wieder ab – ein ständiges Ein- und Ausrollen. Und jedes Mal, wenn sich der Blick öffnet, schichten sich Wasserfarben und Bergkämme übereinander. Für Rekordjagden ist das denkbar ungeeignet, fürs Schauen dagegen perfekt.
Grob lassen sich vier Szenarien denken.
Erstens: die Tagestour hin und zurück. Morgens los, um die Mittagszeit am Wendepunkt, nachmittags zurück – das ist die entspannteste Variante. Selbst mit ausgiebigen Fotostopps und Pausen platzt der Tag nicht aus den Nähten.
Zweitens: als Tagesetappe einer Zwei-Tages-Tour durch den Norden Gangwons. Man macht das Städtchen Hwacheon zum Basislager, fährt am ersten Tag diese Strecke hin und zurück und zieht am nächsten Tag in die Umgebung weiter. Wer im Ort übernachtet, hat das Verpflegungsthema damit gleich mit erledigt.
Drittens: Brompton oder Minivelo plus öffentliche Verkehrsmittel. Faltrad in die Tasche, mit dem Überlandbus nach Hwacheon, vor Ort aufklappen und losfahren – das passt hier ausgezeichnet. Denn die Strecke besteht nicht aus brutalen Anstiegen, sondern ist auch mit kleinen Laufrädern gut zu bewältigen.
Viertens: als Wendepunkt-Runde für Familien und Einsteiger mit etwas Erfahrung. Wenn die komplette Strecke zu viel wäre, kann man sie ohne Weiteres kürzen: einfach 8 bis 10 km vom Startpunkt aus rausfahren und wieder zurück. Das Wesentliche von der Seenlandschaft bekommt man auch so mit.
Streckeninfo
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hanam-myeon, Hwacheon-gun, Provinz Gangwon) · Kogl
Die Route beginnt am Zugang zum Seeufer im Bereich der Ortschaft Hwacheon, folgt dann in nordöstlicher Richtung dem Ufer des Paro-Sees und endet schließlich in Richtung des oberen Seelaufs. Nach der Art der Abschnitte lässt sich das in vier Etappen gliedern: ① der ortsnahe Abschnitt (gemeinsam mit dem normalen Straßenverkehr, mit Ampeln und Kreuzungen) → ② der Zugang zum Seeufer (je näher man ans Wasser kommt, desto rapider nimmt der Autoverkehr ab) → ③ der Hauptabschnitt am See (das Herzstück der gesamten Strecke, ständig Kurven und kurze Auf und Abs) → ④ der Zielabschnitt am Oberlauf (das Bergland rückt näher, der Blick wird enger).
Die Fahrbahn ist nicht durchgehend ein komplett abgetrennter, asphaltierter Radweg, wie man ihn von den Flussradwegen kennt. Es ist eher eine Mischform: Uferradwege wechseln sich mit gemeinsam genutzten Landes- und Kreisstraßen ab, auf denen wenig Verkehr herrscht. Statt einer “komplett autofreien Strecke” sollte man also eher eine “ruhige Seeuferstraße auf dem Land erwarten, auf der ab und zu ein Auto vorbeikommt” – das trifft es genauer. Der Belag ist überwiegend in gutem Zustand, aber je nach Jahreszeit liegen an manchen Stellen von den Hängen gespülte Erde, Laub oder kleine Äste am Fahrbahnrand.
Vom Profil her ist die Strecke welliger als ein flacher Flussradweg, echte Pässe muss man aber nicht überqueren. Immer wieder kommen kurze Anstiege von etwa 100 bis 300 m Länge (also Fahrstrecke, nicht Höhenunterschied), auf die direkt wieder eine Abfahrt folgt – dieses Muster wiederholt sich. Durch diesen Rhythmus fühlt sich die Anstrengung gemessen an der Distanz etwas größer an, als man denkt. Es lohnt sich daher, am Anfang nicht aufs Tempo zu drücken, sondern eine gleichmäßige Trittfrequenz zu halten.
Diese Route gehört nicht zum Zertifizierungssystem der landesweiten Radwege, es gibt unterwegs also keine Kontrollstellen, an denen man Stempel sammelt. Dafür kann man ganz frei anhalten und dort umdrehen, wo man Lust hat – die Tour lässt sich also flexibel gestalten.
Essen in der Umgebung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hanam-myeon, Hwacheon-gun, Provinz Gangwon) · KOGL
Die bekannteste Spezialität der Region Hwacheon ist normalerweise der Sancheoneo (Bergforelle – gegrillt oder als Rohfisch). Der Fisch hat es durchs Winterfestival zu landesweiter Bekanntheit gebracht, entsprechend findet man ihn in den örtlichen Restaurants fast überall. Daneben gelten die im nördlichen Gangwon generell verbreiteten Gerichte Dakgalbi und Makguksu als typisch, außerdem die für Berggegenden charakteristischen Speisen auf Basis von Kartoffeln, Mais und Tofu sowie regionale Erzeugnisse wie Tomaten im Sommer. Und weil man hier direkt am See ist, gibt es in der Regel auch Lokale mit scharfen Süßwasserfisch-Eintöpfen (Maeuntang).
Aus der Praxis-Perspektive einer Radtour ist allerdings weniger wichtig, was man isst, sondern wo man überhaupt etwas bekommt. Auf dieser Strecke ballen sich Restaurants und Convenience Stores im Startabschnitt Richtung Hwacheon-eup; je weiter man in den See hineinfährt, desto rapider nimmt die Infrastruktur ab. Den Mittelteil und den oberen Endabschnitt sollte man bei der Planung faktisch als versorgungsfreie Zone einkalkulieren.
⚠️ Warnung zur Verpflegung: Deckt euch vor dem Start im Ortszentrum unbedingt mit Wasser und Riegeln ein. Nach der Einfahrt in den Uferabschnitt folgen Passagen, in denen nicht einmal ein Automat zu erwarten ist. Wer die Tour als Hin- und Rückweg plant, muss die Flüssigkeitsmenge für die gesamte Strecke von Anfang an mitrechnen und mitschleppen.
Verpflegung und Infrastruktur
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hanam-myeon, Hwacheon-gun, Provinz Gangwon) · KOGL
Die Ausstattung sieht so aus:
| Einrichtung | Anzahl | Bedeutung für die Tour |
|---|---|---|
| Zertifizierungsstellen | 0 | Route nimmt nicht am Zertifizierungssystem teil |
| Toiletten | 0 | Vorher im Ort oder in öffentlichen Gebäuden erledigen |
| Trinkwasserstellen | 0 | Wasser komplett selbst mitbringen |
| Luftpumpen-Stationen | 0 | Handpumpe oder CO2-Kartusche zwingend dabei |
Kurz gesagt: An der Strecke selbst gibt es keine einzige eingetragene Einrichtung für Radfahrer. Das liegt daran, dass wir es hier nicht mit einer städtischen oder flussbegleitenden Infrastrukturroute zu tun haben, sondern mit einer regionalen Seeuferroute für Touristen. In der Praxis geht man das am besten so an:
- Wasser: mindestens zwei 500-ml-Flaschen, im Sommer sollten es eher 1,5 Liter aufwärts sein.
- Reparatur: ein Ersatzschlauch, Reifenheber und eine Handpumpe (oder CO2-Kartuschen) gehören zwingend ins Gepäck. Ohne Pumpstation gilt: Bei einem Platten hilft man sich selbst.
- Toilette: vor dem Start die öffentlichen Einrichtungen im Ort nutzen und unterwegs jede Gelegenheit an Sehenswürdigkeiten oder in Dörfern mitnehmen.
Zertifizierungsheft und Stempel spielen auf dieser Route keine Rolle. Was es mit dem Zertifizierungssystem an sich auf sich hat, habe ich weiter unten bei den Tipps für ausländische Reisende zusammengefasst.
Rückweg
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hanam-myeon, Hwacheon-gun, Provinz Gangwon) · KOGL
Es ist zwar eine Strecke ohne Rundkurs, aber der Rückweg ist kein großes Problem. Bei 30,2 km einfach kommt man auch hin und zurück nur auf 60,4 km – eine Distanz, die sich an einem Tag locker fahren lässt. Man muss also keine aufwendige Rücktransport-Logistik organisieren, sondern dreht am Endpunkt einfach um und fährt dieselbe Strecke zurück. Das ist die einfachste und zuverlässigste Lösung. Im Gegenteil: Wer hin und zurück fährt, sieht denselben Weg aus der Gegenrichtung – und entdeckt auf dem Rückweg oft Blickwinkel auf den See, die man auf der Hinfahrt schlicht verpasst hat.
Wer merkt, dass die Kraft nicht mehr reicht, sollte nicht stur bis zum Endpunkt durchziehen, sondern unterwegs umdrehen. Diese Strecke ist kein Weg, auf dem man sich einen Stempel fürs Durchhalten abholt – den eigenen Umkehrpunkt selbst festzulegen ist hier überhaupt kein Verlust.
Sicherheit & Vorsicht
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hanam-myeon, Landkreis Hwacheon, Sonderselbstverwaltungsprovinz Gangwon) · KOGL
- Abschnitte mit Mischverkehr: Es gibt Strecken, die man sich mit Autos teilt. Das Verkehrsaufkommen ist gering, aber es können durchaus schnelle Fahrzeuge unterwegs sein – also rechts fahren und den Blick nach hinten zur Gewohnheit machen. Das Rücklicht lasse ich auch tagsüber im Blinkmodus laufen, das ist einfach sicherer.
- Fußgänger und Ausflügler: In der Nähe der Aussichtspunkte am Wasser treten Fußgänger gern plötzlich auf die Straße. Tempo raus und frühzeitig mit Klingel oder Zuruf ankündigen.
- Eisglätte: Im Winter und Frühjahr kann sich in den Innenseiten schattiger Kurven noch Blitzeis halten. Uferstraßen haben nun einmal Abschnitte, in denen die Feuchtigkeit schlecht abtrocknet – in Schattenkurven daher unbedingt langsamer.
- Nachts: Es gibt lange Abschnitte ohne Straßenbeleuchtung. Wer nachts fahren will, braucht ein Frontlicht nicht als Ergänzung, sondern als Pflicht – plus Reserveakku. Wenn möglich, empfehle ich, vor Sonnenuntergang fertig zu sein.
- Wasser und Dehydrierung: Dass es keine Trinkwasserstellen gibt, ist das handfesteste Risiko dieser Route. Nicht erst trinken, wenn der Durst kommt, sondern alle 20 bis 30 Minuten vorbeugend.
- Wildtiere und Steinschlag: In den bergnahen Abschnitten können Tiere auf die Straße springen oder kleine Steinbrocken herumliegen. Auf Abfahrten nicht zu schnell werden – das ist die beste Vorsorge.
Saison, Wetter und Ausrüstung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hanam-myeon, Hwacheon-gun, Provinz Gangwon) · KOGL
Am besten fährt man im späten Frühling (Mai) und im Herbst (Ende September bis Mitte Oktober). Gerade im Herbst überlagern sich auf vielen Abschnitten See und Laubfärbung — da zeigt diese Route, was sie kann.
- Frühling: Die Bedingungen sind gut, aber die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind groß. Morgens fühlt es sich beim Start deutlich kälter an, als das Thermometer sagt — packen Sie eine dünne Windjacke ein.
- Sommer: Es gibt schattige Abschnitte, insofern ist es angenehmer als in der Stadt. Dass es unterwegs keine Trinkwasserstellen gibt, macht die Sache aber anspruchsvoller. Meiden Sie einen Start in der Mittagshitze (12–15 Uhr); besser früh morgens los und noch am Vormittag wieder zurück.
- Herbst: Die angenehmste Zeit. Nur wird nasses Laub stellenweise rutschig — in Kurven also aufpassen.
- Winter: Hwacheon gehört zu den kältesten Ecken Koreas. Vereisung, starker Wind und Unterkühlung kommen hier zusammen, deshalb ist die Route für normale Reisende nicht zu empfehlen.
Rund um den See gibt es offene Abschnitte, in denen an manchen Tagen kräftiger Gegenwind steht. Denken Sie daran: Was auf dem Hinweg Rückenwind ist, wird auf dem Rückweg zum Gegenwind — teilen Sie sich Ihre Kräfte entsprechend ein.
Pflichtausrüstung: Helm, Front- und Rücklicht, Pannenset (Ersatzschlauch, Reifenheber, Handpumpe), zwei Trinkflaschen, Verpflegung für unterwegs (Energieriegel, Bananen o. Ä.), Powerbank fürs Handy, Sonnenschutz, dünne Windjacke.
Tipps für internationale Reisende (For International Riders)
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hanam-myeon, Hwacheon-gun, Provinz Gangwon) · Public Nuri
① Der Streckenname in lateinischer Umschrift
- Strecke: Hwacheon Paroho 100-ri Sanso-gil (화천 파로호 100리 산소길)
- Region: Hwacheon-gun, Gangwon-do (Landkreis Hwacheon, Provinz Gangwon)
- See: Paroho Lake (Paro-See)
- Anmerkung: „100-ri” ist eine traditionelle koreanische Längenangabe, und „Sanso-gil” heißt wörtlich übersetzt „Sauerstoffweg” (Oxygen Trail).
② Praxisleitfaden zum Zertifizierungssystem — diese Strecke gehört nicht dazu
Damit das gleich klar ist: Diese Strecke ist nicht Teil des offiziellen Zertifizierungssystems für die koreanischen Fernradwege. Hier gibt es weder Stempelstellen noch Abschnitte, für die man Zertifizierungsaufkleber bekommt. Wer in Korea aber noch andere Strecken plant (etwa die Vier-Flüsse-Route), braucht die folgenden Infos genauso — deshalb halte ich sie hier fest.
- Zertifizierungsheft (Bike Passport): Am sichersten kauft man es direkt vor Ort in einer besetzten Zertifizierungsstelle (Verwaltungsbüro, Infozentrum o. Ä.). Die offizielle Website ist praktisch nur auf Koreanisch, und wegen im Ausland ausgestellter Karten und der koreanischen Identitätsprüfung (Handynummer, Personenkennziffer) ist ein Vorabkauf aus dem Ausland kaum machbar. Plant den Kauf also fest für die Zeit nach der Ankunft in Korea ein.
- So funktionieren die unbesetzten Zertifizierungsstellen: Die unbemannten Stationen sehen je nach Strecke etwas anders aus, sind aber meist kleine Stempelhäuschen am Straßenrand. Man öffnet die Tür, drinnen hängt ein Stempelkissen samt Stempel, man schlägt im Heft die passende Seite auf, drückt zu — fertig. Kein Personal, keine Bezahlung. Betriebsweise und Öffnungszeiten können sich allerdings von Station zu Station unterscheiden, also vorab die Hinweise zur geplanten Strecke prüfen.
- Abschluss der Tour: Sind alle Felder voll, lässt man sich das in einer besetzten Zertifizierungsstelle bestätigen und bekommt den Zertifizierungsaufkleber ins Heft geklebt. Wer Hauptstrecken wie die Fernroute quer durchs Land komplett fährt, kann sich eine Urkunde ausstellen lassen; auch eine Finisher-Medaille zu kaufen ist gang und gäbe.
③ Wenn man ohne eigenes Rad anreist
- An dieser Strecke selbst gibt es keine registrierten Einrichtungen speziell für Radfahrer. Am sichersten ist es deshalb, sich das Rad schon in einem Ballungsraum wie Seoul oder Chuncheon zu besorgen und damit anzureisen.
- Im Großraum Seoul gibt es das öffentliche Leihradsystem Ttareungi (Seoul Bike) mit englischsprachiger App und Zahlungsmöglichkeit per ausländischer Karte. Ttareungi funktioniert allerdings nur innerhalb der Rückgabezonen im Stadtgebiet Seoul — bis nach Hwacheon fahren kann man damit also nicht. Nutzt es nur, um euch in Seoul einzurollen.
- Am praktischsten für internationale Reisende ist ein Faltrad, das man in einer Tasche verstaut und im Überlandbus mitnimmt. Bei normalen Rädern liegt es im Ermessen von Busunternehmen und Fahrer, ob sie das Rad im Gepäckraum akzeptieren — ich würde das vorher klären.
- Wer vor Ort mieten will, fragt am besten vorab bei der Touristeninformation in Hwacheon nach. Verlasst euch nicht darauf, dass immer Leihräder verfügbar sind.
④ Karten-Apps (wichtig)
- Google Maps taugt in Korea nicht für die Fahrradnavigation. Wegen der Beschränkungen beim Export von Kartendaten gibt es keine brauchbare Radroutenführung — also bitte nicht als Hauptnavigation verwenden.
- Nehmt stattdessen den Fahrradmodus von KakaoMap oder Naver Map. Beide Apps haben eine englische Oberfläche und deutlich genauere Radwegdaten.
- In der Berg- und Seenregion gibt es Abschnitte mit schwachem Handyempfang. Vor dem Start also Karten offline speichern oder Screenshots machen — und wer die GPX-Datei schon auf dem Radcomputer hat, fährt entspannter.
- Notfallnummern: 119 (Rettungsdienst/Bergung), 112 (Polizei), 1330 (touristischer Dolmetscherdienst, u. a. auf Englisch, Japanisch und Chinesisch).
Andere Radwege in der Umgebung
- Bukhangang-Radweg: Chuncheon-Etappe & 4 Zertifizierungsstellen — rund 44 km Luftlinie von dieser Strecke
- Han-Fluss-Radweg: 56-km-Route mit Zertifizierungsstellen — rund 82 km Luftlinie von dieser Strecke
- Namhangang-Radweg: Strecke, Distanz & Zertifizierungsstellen — rund 90 km Luftlinie von dieser Strecke
📍 Hwacheon Paro-See: 100-ri Sauerstoffweg – Strecke und DistanzStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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