Garmin Edge 840 Solar am Brompton: Lohnt sich der Fahrradcomputer?

Ausrüstung · Veröffentlicht 31.7.2023 ·

Warum braucht man überhaupt einen Fahrradcomputer?

Ich nutze bislang eine Sportuhr namens Garmin Enduro 2. Die kann eigentlich fast alles, was auch ein Fahrradcomputer kann. Aber das Display ist nun mal nicht groß genug, um während der Fahrt eben kurz das Handgelenk zu heben und Tempo oder Karte abzulesen. Und vor allem: das Handgelenk hochzunehmen, um etwas abzulesen, ist beim Radfahren schlicht gefährlich.

Schon klar … aber warum braucht man jetzt konkret einen Fahrradcomputer?

So ein Fahrradcomputer zeigt einem in erster Linie das Tempo an, liefert aber überraschend viele Daten. Für die einen ist das Rad ein Fortbewegungsmittel, für die anderen ein Hobby, für wieder andere ein Sportgerät für die Gesundheit.

War der heutige Ausflug anstrengend? Wie viel Erholung brauche ich heute, damit ich morgen wieder aufs Rad steigen kann? Wie viel sollte ich eigentlich täglich trinken? Beim Radfahren braucht man mehr Flüssigkeit, als man denkt. Aber wie viel genau? Solche Informationen sammelt und analysiert das Gerät, sodass man effizienter trainieren kann – ein bisschen so, als hätte man sich einen Personal Trainer engagiert. Wenn man den Garmin Edge so nutzt, ist er sein Geld ehrlich gesagt durchaus wert.

Preis-Leistung … na ja …

Besonders gut ist das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. Aber gibt es auf der Welt überhaupt etwas, das billig und gut zugleich ist …? Klar, es gibt auch Bryton und jede Menge günstigere Tachos, und es gibt viele Geräte, die Daten ausspucken. Und mit einer Analyse-Website oder einem kostenpflichtigen Strava-Abo ließe sich vieles erschlagen … Aber … ich bin ein Mann Anfang 40, und selbst die Zeit für diesen Blogeintrag knapse ich mir mühsam zusammen. Sprich: Mir fehlt schlicht die Zeit, mich durchzuwühlen, was gut und was günstig ist … Was also tun?? Es gibt einen Weg. Man trifft eine Wahl, mit der man nirgendwo etwas falsch machen kann.

Nehmen wir zum Beispiel Autos … Es gibt Modelle wie den Hyundai Sonata, die BMW 5er-Reihe oder die Mercedes E-Klasse, die quasi Weltstandard sind und sich in riesigen Stückzahlen verkaufen. Egal welches Problem auftaucht – es gibt eine große Nutzerbasis und jede Menge Daten, also findet man leicht einen Zugang und eine Lösung. Und das wird dann von selbst auch an Leute weitergegeben und angewendet, die sich eigentlich nicht auskennen.

Genauso hat man bei Optionen, mit denen auch Ahnungslose nichts falsch machen, schon mal die halbe Miete drin. Und nur weil ein Fahranfänger nicht mal 10 % der Leistung einer E-Klasse nutzt, verkauft Mercedes die E-Klasse ja nicht mit nur 10 % der Leistung – das ist Sache des Fahrers … Im Gegenteil, wer die Leistung nur sparsam nutzt, schont dabei sogar relativ die Lebensdauer.

Zurück zum Thema …

Man sagt, Garmin sei preislich nicht das Gelbe vom Ei. Da ich mich in vielerlei Hinsicht nicht auskenne, habe ich auf das „am Ende landet sowieso jeder bei Garmin” gehört und mich dafür entschieden. Wenn man keine Ahnung hat … wählt man eben das Bekannte.

Der Mehrwert teurer Anschaffungen …

Die einzige Methode, den Mehrwert eines gekauften Gegenstands zu maximieren, ist, ihn wirklich oft zu benutzen. Geht er zwischendurch kaputt, ist sein Wert genau dort am Ende. Die einen packen ihr Handy in eine Hülle, die anderen nutzen es „nackt” – jeder so, wie er mag, aber der jeweilige Mehrwert ist eben unterschiedlich. Ich verzichte auf Schutzfolie und habe bei der Silikonhülle ein Drittanbieter-Produkt gewählt – meiner Meinung nach eine ganz vernünftige?? Entscheidung.

Garmin Edge 840 Solar – bringt mir das Solarpanel tatsächlich etwas?

Die Paketvarianten sind ziemlich verwirrend gewählt. Das 840er-Bundle kommt mit drei Sensoren: Geschwindigkeitssensor, Trittfrequenzsensor und Herzfrequenzsensor. Für Einsteiger ist das super, um direkt loszulegen. Ich hatte vor einer Weile kurz das Modell 530 in Gebrauch, das war ebenfalls ein Bundle-Pack. Diesmal habe ich mich für das Solar-Modell entschieden – den Herzfrequenzsensor kann ich mir über die Enduro 2 per ANT+ übertragen, und einen Trittfrequenzsensor eines Drittanbieters habe ich separat dazubestellt. Das Tempo wird ohnehin per GPS angezeigt, und die Genauigkeit ist besser, als man denkt. Damit war die Sache klar. Das Solar-Modell, das einen auch nur eine Stunde länger vom Akkudruck befreit, ist am Ende sogar das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Und auch Leute wie ich – nur ohne Garmin-Uhr – kommen ohne große Mehrkosten aus, wenn sie die Sensoren separat kaufen und sich auf Solar-Modell, Herzfrequenz- und Trittfrequenzsensor beschränken.

„Der Akku hält doch ewig, mehr als 1.000 km am Stück fährt man eh nicht, und laden tut man ohnehin – reicht da nicht auch das normale Modell?” Solche Stimmen gibt es, und sie haben recht. Auf Nachfrage beim Händler heißt es, dass beide Varianten etwa 50:50 rausgehen. Die Wahl liegt bei jedem selbst. Richtig oder falsch gibt es da nicht.

Kauft euch keine Produkte mehr, die nicht per USB-C laden ~

Wenn die Hersteller nicht reagieren, müssen eben die Verbraucher reagieren. Bis auf das verdammte iPhone 13 mini haben bei mir inzwischen alle Ladegeräte eine USB-C-Schnittstelle. Produkte mit so etwas wie Micro-USB (5-Pin) sollte man wirklich nicht mehr kaufen. Ich nutze so was nicht mal geschenkt – ich will mir den Ladestress nicht antun.

Die gesamte 840-Edge-Reihe nutzt USB-C. Reichlich spät dran, sagen viele.

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Was soll ein Tacho an einem Minivelo, das eh nicht schnell ist??

Das war die häufigste Frage – und ein Stichelei. „Was braucht so ein gemütliches Minivelo einen Tacho, und warum willst du sogar ein Rücklicht mit Radarfunktion dranschrauben?” … Stimmt teils, stimmt teils auch nicht. Es gibt Leute, die selbst mit einem Rennrad für über 10 Millionen Won keine 25er-Durchschnittsgeschwindigkeit hinkriegen. Mein Brompton der P-Line richte ich gerade so ein, dass es möglichst wenig Luftwiderstand bietet, und im Notfall kann ich es zusammenklappen und mitnehmen. Anders als beim Rennrad muss ich nicht umständlich Clickies parat haben, das Laufrad ausbauen und in den Kofferraum stopfen, mich in Montur werfen, ein Vital-Getränk kippen und das ganze Gedöns – ich kann es ganz locker genießen. Umgekehrt ist es deutlich langsamer als ein Rennrad, und mit nur 16-Zoll-Laufrädern ist das mögliche Tempo begrenzt … Aber die Schwächen des Rennrads sind die Stärken des Brompton, und die Schwächen des Brompton sind die Stärken des Rennrads. Mir reicht es, wenn ich aus dem Minivelo das Maximum an Effizienz heraushole, und genau dafür möchte ich Trainingsdaten checken, meine Kondition managen, die Ernährung steuern und allerlei Daten nutzen.

Viele, die ein Brompton oder ein anderes Minivelo fahren, zögern, ihren Rennrad-Tacho umzubauen oder einen neuen zu kaufen – mir ging es genauso. Aber letztlich investiert jeder seine eigene Zeit und sein eigenes Geld, um Sport zu treiben und Spaß zu haben – warum sollte da die Meinung anderer wichtig sein? Jeder verbraucht Tag für Tag seine kostbare Zeit, also kann doch jeder einfach das tun, worauf er Lust hat.

Im Text habe ich zwar vom „Maximum an Effizienz beim Minivelo” geschrieben … aber es wird mit der Zeit immer schwerer, hehe hehe.

Während ich diesen Beitrag schreibe, überlege ich gerade, das gerade reduzierte Varia-Rücklicht mit integrierter Dashcam zu kaufen … haha.

Vielen Dank.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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