Bergsteigen: 5 Gründe für Körper, Seele und Erfolgserlebnis

Alltag · Veröffentlicht 10.1.2023 ·

Bergsteigen ist ein hervorragender Sport.

Egal ob aerob oder anaerob – es ist Training für den ganzen Körper!!

Lass mich mal analysieren, wie viel man dabei eigentlich tut.

Beim Bergsteigen läuft man meistens lange Strecken.

Man legt die Distanz, die man sonst über einen ganzen Tag verteilt geht, in kurzer Zeit zurück, oft auch als Rundtour, sodass einiges zusammenkommt. Vom Seongsamjae-Pass, dem Einstieg in den Jirisan, bis zur Seseok-Schutzhütte sind es 25,24 km, und man ist über 13 Stunden unterwegs. Schon allein deshalb ist es ein wirklich gutes Ausdauertraining.

Ein Waldbad ist eines der schönsten Bäder überhaupt.

Je nach Jahreszeit gibt es Unterschiede, aber weil man tief im Wald wandert, ergibt sich das Waldbaden ganz von selbst. Selbst ich, der ich unter starken Allergien leide, spüre nach einer Wanderung im Wald eine spürbare Besserung – sogar meine Neurodermitis beruhigt sich. An Orten wie dem Jirisan bewegt man sich auf über 1.000 m Höhe, und mir kommt es vor, als würde der Feinstaub, den die Bodenverhältnisse erzeugen, dort weitgehend herausgefiltert. Für den modernen Menschen, der so wenig Zeit im Freien verbringt, ist es – ob ein- bis zweimal die Woche oder auch nur einmal im Monat – schon erfrischend für Körper und Seele, ein wenig Sonnenlicht abzubekommen.

Bergsteigen macht schlank. Und zwar ga~nz gewaltig.

Wer schon mal eine Diät gemacht hat, weiß es: Wie viel muss man sich bewegen, um 100 kcal loszuwerden? Mindestens 15–20 Minuten muss man gehen. Hier sind die Daten von der Tour vom Seongsamjae-Pass am Jirisan bis zur Seseok-Schutzhütte. Der Kalorienverbrauch liegt bei sage und schreibe über 4.000 kcal. Der geschätzte Flüssigkeitsverlust beträgt rund 8 Liter, und im Schnitt habe ich einen Kilometer in 30 Minuten zurückgelegt. Das ist der Durchschnitt, unabhängig vom Höhenunterschied. Ein wirklich guter Abnehmeffekt. Die obigen Daten habe ich mit einer Garmin Fenix 7X am Handgelenk aufgezeichnet. Die Daten landen in der Cloud und werden dort schön aufbewahrt.

Bergsteigen ist Balsam für die Seele.

Man kann sich kaum vorstellen, was für eine Freude es ist, mit eigenen Augen so eine grandiose Landschaft zu sehen, während man läuft. Die Sorgen des Alltags verschwinden für einen Moment aus dem Kopf, weil man beim Hinaufsteigen ganz im Hier und Jetzt aufgeht. Auch Psychiater empfehlen das Bergsteigen. Wenn man läuft und dabei ganz mit dem eigenen Körper im Zwiegespräch ist, wird der Kopf klar und man kommt zur Ruhe.

Bergsteigen schenkt einem Erfolgserlebnisse.

Wir leben in einer wahrhaft komplizierten Welt, in der wir ständig im Wettbewerb stehen. Auch wenn man nicht konkurrieren will, muss man es, und man muss Ergebnisse, muss Leistung liefern. Das bedeutet wahnsinnig viel Stress. Man kann nicht immer gewinnen. Aber mit dem Erlebnis einer Niederlage im Kopf weiterzuleben, ohne es loswerden zu können, ist wirklich quälend. Beim Bergsteigen aber kommt man, wenn man nur immer weiter hinaufsteigt, irgendwann am Gipfel an. Wie sehr dieser Moment des Ankommens für einen selbst ein freudiger Erfolg ist – wer es erlebt hat, wird fast süchtig danach. Mir geht es genauso. Und es macht auch nichts, wenn man es nicht schafft. Der Berg läuft nicht weg. Er gibt einem immer wieder eine Chance. Auch den Jirisan, dessen Überschreitung als so schwierig gilt, habe ich erst über mehrere Anläufe kennengelernt und mich dann herangewagt – nach zwei Versuchen hat es geklappt. Schaffe ich es diesmal nicht, steige ich eben das nächste Mal hinauf. Wenn der Grund fürs Scheitern diesmal ein zu schwerer Rucksack und zu viel Gepäck war, dann überlege ich mir fürs nächste Mal eine andere Strategie und probiere es erneut. Klar, die Jahreszeit ist nicht immer auf meiner Seite ^^;

#Trainingseffekt_Bergsteigen #Bergsteigen_Diät #Waldbaden #Erfolgserlebnis_Bergsteigen #GarminFenix7X #Jirisan #Seongjung-Überschreitung #Cheonwangbong


Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

Kommentare

  1. Schreibe den ersten Kommentar.