Wanderstöcke richtig benutzen: Griff- und Schlaufentechnik

Alltag · Veröffentlicht 18.1.2023 ·

INFO

Wanderstöcke sollte man meiner Meinung nach benutzen – egal ob auf kurzen oder langen Touren. Sie verwandeln den Zweibeiner gewissermaßen in einen Vierbeiner und nehmen den Gelenken, also Knien und Knöcheln, einen erheblichen Teil der Last ab. Und weil man Ober- und Unterkörpermuskulatur gleichmäßig einsetzt, ermüden die Beine deutlich weniger.

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Es gibt ja verschiedene Arten von Wanderstöcken, aber die meisten lassen sich so zusammenfalten wie hier. Der Grund ist natürlich die Transportierbarkeit ^^ Meiner lässt sich obendrein noch kürzer zusammenklappen, dafür kann man die Länge aber nicht extra verstellen. Es ist ein wirklich leichtes Modell, und weil ich beim Auf- und Absteigen die Angewohnheit habe, die Stöcke einfach zu werfen, sieht er schon nach kurzer Zeit so verkratzt aus. Bei diesem Modell sichert man ihn mit einer Schnur.

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Dann wollen wir mal lernen: die richtige Benutzung von Wanderstöcken

Zuerst stellt man den Stock fest ein. Je nach Bauart gibt es kleine Unterschiede, aber normalerweise stellt man die Höhe auf einen Wert zwischen 100 und 120 ein und fixiert ihn dort. Danach passt man die Schlaufe des Stocks auf eine passende Länge an. Bei meinem Modell lässt sich allerdings auch die Schlaufenlänge nicht verstellen. Bei Produkten von Leki oder Black Diamond hingegen gibt es Modelle, bei denen sich die Schlaufe einstellen lässt. Üblicherweise stellt man sie so ein, dass etwas mehr Platz bleibt, als die Hand braucht. Warum, erkläre ich gleich.

Bei meinem ist die Schlaufe so großzügig bemessen, dass ich auch mit Handschuhen noch hineingreifen kann. Jetzt schiebt man also das Handgelenk hindurch und spreizt die Finger so weit wie möglich. Dann knickt man das Handgelenk ganz natürlich nach unten ab und legt die Hand so um den Stock.

Man führt das Handgelenk durch die Schlaufe, knickt es nach vorne unten ab und legt dabei die Hand um den Stock.

Wichtig dabei: Man greift nicht den Stock mit der Hand, sondern hält die Schlaufe und merkt sich das Gefühl, sie senkrecht nach unten zu ziehen. Es geht nicht darum, den Stock festzuhalten.

Also noch einmal … die Hand in die Schlaufe stecken und einhängen ~

Dann genau so nach unten und locker um den Stock legen. Für das Greifen des Stocks setzt man überhaupt keine Kraft ein, und auch beim Nachuntenziehen der Schlaufe stützt man sich allein auf das natürliche Gewicht des Arms und die Schwerkraft.

So hängt man sich einfach in die Schlaufe und lässt das Gewicht hängen.

Ich habe das Ganze unten auch als Video aufgenommen.

Wie im Video gezeigt, belastet es sowohl das Handgelenk als auch die Hand enorm, wenn man den Stock mit der Hand umklammert und ihn beim Gehen in den Boden stößt. Beim Gehen schwingen die Arme doch ganz von selbst vor und zurück, oder? Genau in diesem Maße hält man die Schlaufe und geht einfach. Wenn man so greift und geht, mag man im ersten Moment das Gefühl haben, dass man den Stock nur so weit nutzt, wie die Schlaufe das Gewicht trägt – aber ein Wanderstock kann ohnehin keine allzu großen Lasten abstützen. Und weiter? Wenn man ihn mit der Hand umklammert und immer wieder in den Boden stößt, ist das unglaublich ermüdend. Hält man ihn dagegen an der Schlaufe und geht so bergab, bekommt man mit der Zeit ein Gefühl von etwa 60:40 – als würde man beim Wandern etwa 40 Prozent des Drucks auf den Stock geben. Ich wünsche euch mit dem richtigen Stockgebrauch sichere Wanderungen.

Vielen Dank.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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