Brompton P Line: Schaltstörung im 1. und 2. Gang beheben

Alltag · Veröffentlicht 10.10.2022 ·

Bei einem der beiden Brompton-P-Line, die ich aus Gwangju abgeholt hatte, trat eine Schaltstörung auf.

Das Problem

Beim Modell Brompton P Line mit Gepäckträger und Mittelstange ließen sich plötzlich der 1. und 2. Gang nicht mehr nutzen.

Mein Verdacht: Mit der Spannung des Zugs, der das hintere Schaltwerk anzieht und so die Position der Kette bestimmt, stimmte etwas nicht.

Als ich ein paarmal durchschaltete, war klar, wo das Problem lag.

Nur – wie ich es beheben sollte, wusste ich nicht so recht.

Das Symptom

Die Zugspannung hatte sich verstellt (war zu locker). Warum, kann ich nicht genau sagen, jedenfalls ließen sich gerade noch der 3. und 4. Gang einlegen.

Für ein Rad, auf dem ich wirklich oft im 1. und 2. Gang unterwegs bin, war das ein ernstes Problem.

Der Lösungsversuch

Ich wollte die Zugspannung nachstellen, zog also am Schalthebel das Kabelstück heraus, drehte daran und versuchte, etwas mehr Spannung herauszuholen.

Anfangs sprangen der 1. und der 2. Gang wieder sauber rein, und ich dachte: Ah, jetzt ist es behoben.

Als ich dem Zug weiter folgte, entdeckte ich eine Stelle, an der sich ein kleines Spiel justieren ließ.

Unten am Kabel des Schaltwerks schien man durch Drehen nachstellen zu können.

Einer hielt das Rad und kurbelte ununterbrochen die Pedale, der andere drehte am Kabel und justierte so lange, bis der 2. und schließlich auch der 1. Gang wieder einrastete.

Es kam zurück

Kaum dachte ich, es sei einigermaßen behoben, trat das Problem wieder auf.

Da war wohl doch die Hand eines Fachmanns nötig.

Ich telefonierte hier und da herum, aber es war gar nicht so leicht, einen Grundservice-Termin zu bekommen.

Also fuhr ich zu einem Laden in der Nähe. Dort hieß es: Komplett reparieren ist im Moment schwierig, das Teil dafür gibt es in Korea nicht.

Bei der P Line könne man davon ausgehen, dass es bislang so gut wie keine Ersatzteile auf Lager gebe.

Der Mechaniker hat es mir provisorisch gerichtet.

Fahren lässt es sich damit erst mal problemlos. Wenn ich es noch eine ganze Weile gefahren bin und das Problem wieder auftaucht, werde ich wohl zuerst das Teil tauschen und dann weiterfahren.

Zum Schluss

Alle beweglichen Teile gehen irgendwann kaputt. Der einzige Unterschied ist, wann das passiert und wie häufig – denn abnutzen tun sie sich alle. Gerade Fahrräder sind, dem geringen Gewicht zuliebe, eben nicht so gebaut, dass sie eine bombenfeste Einstellung dauerhaft halten.

Deshalb muss man beim Fahren immer wieder ein bisschen nachjustieren. Über die gelegentlichen Fehlfunktionen muss man sich nicht ärgern. Es ist nun mal normal, dass etwas kaputtgeht.

Geht etwas kaputt, repariert man es und fährt weiter – mehr ist es nicht. Das ist sicher von Mensch zu Mensch verschieden, und auch ich bin eigentlich jemand, der es liebt, wenn alles stets in Bestform ist – aber so langsam erkenne ich die Realität an und lerne loszulassen.

Ich wünsche euch allen, dass ihr rechtzeitig zur Wartung geht und sicher unterwegs seid.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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