GoPro-Halterung am Brompton: Rixen & Kaul im Test

Radfahren · Veröffentlicht 27.11.2022 ·

Mein bisher mehrfach gescheiterter Versuch, eine GoPro zu montieren.

Ehrlich gesagt weiß ich an diesem Punkt selbst nicht mehr so genau, worum es eigentlich geht. Will ich die GoPro dranhaben oder will ich eigentlich was ganz anderes? ^^;;

Wie dem auch sei – ich probiere ein Teil von Rixen & Kaul aus, das mir ein Freund empfohlen hat.

Mein Lenker ist einer dieser geschwungenen Lenker, die jetzt unter dem schicken neuen Namen „M-Bar” bzw. „Mid-Bar” laufen.

Die Strecke vom Vorbau bis zu den Lenkerenden links und rechts ist extrem kurz. Und – das ist mir erst diesmal aufgefallen …

Da ist nichts waagerecht. Es gibt schlicht keinen einzigen waagerechten Abschnitt.

Mein heutiger Star: Rixen & Kaul.

Bombenfeste Klemmkraft und die Möglichkeit, das Ding überall zu montieren – das sind die Pluspunkte.

Und es ist tatsächlich „Made in Germany”, die Verpackung ist erstklassig.

Ein Ausschnitt aus der Anleitung. Im Grunde: Es liegen Teile für verschiedene Längen bei.

Mit der Montageanleitung kann man allein anhand der Bilder direkt loslegen.

Hier das Trigo-Teil, über das ich mich beschwert hatte. Und auch hier eine neue Erkenntnis … Trigo trifft überhaupt keine Schuld.

Ich begehe nämlich den Fehler, dieses eine Teil einfach wegzuwerfen. Das Lustige ist: Man muss erst alles Mögliche durchprobieren, um wirklich zu kapieren, was passt.

Trigo trifft keine Schuld ㅜㅜ

Beim Montieren des Rixen-&-Kaul-Teils zerkratze ich natürlich wieder fleißig den Lenker.

Nach den Griffen mache ich also exakt dasselbe wie immer. ^^;;

Mit dem beiliegenden Inbusschlüssel ein paar Mal gedreht, und schon sitzt es bombenfest.

Ich komme nicht umhin, es nah an der linken Vorbau-Klemmung anzubringen. Aber … genau da fängt das Problem an.

Es kommt nämlich zu Kollisionen.

Ich habe das Rixen-&-Kaul-Teil an der GoPro befestigt und sie dann eingeklinkt.

Auf den ersten Blick sah alles problemlos aus – jedenfalls bis zu diesem Moment.

Man kann sogar laden, ohne die Halterung abzunehmen – alles gefällt mir.

Die GoPro ist ein Gerät mit wirklich brutalem Akkuverbrauch. Da ich nur einen einzigen Akku habe, ist das Durchhalten umso schwieriger ^^

Man muss ständig nachladen.

Das ist die Rixen-&-Kaul-Halterung. Sie wird an vier Punkten fixiert – ein wirklich solides Prinzip.

Drückt man den äußeren roten Hebel auf dem Foto fest mit dem Finger zusammen, löst sich die Verriegelung und man kann sie ganz bequem abnehmen.

Jetzt will ich den Seitenständer montieren.

Bei einem Lastesel mache ich mir über die Links-rechts-Balance ohnehin nicht den geringsten Kopf.

Ich hatte extra eine Ratsche bereitgelegt … aber die brauche ich überhaupt nicht.

Das Teil stammt offenbar von einer Firma namens Mr. T-Parts.

Genau – man löst es einfach mit dem Inbusschlüssel, den man beim Kauf des Bromptons bekommen hat.

Ein langer Schaft kommt zum Vorschein … und links sieht man eine Unterlegscheibe.

Bei der Montage des Seitenständers lässt man genau diese eine Unterlegscheibe weg und baut dann zusammen – dann passt es perfekt.

So, aufgestellt. Hm? Steht zwar ganz ordentlich, aber …

der Winkel ist irgendwie viel zu knapp.

Von hinten betrachtet hat man das Gefühl, das Rad neigt sich nicht mal um 10 Grad.

Ich hätte mir eine stabile Neigung von etwa 15 bis 20 Grad gewünscht, aber das war wohl zu viel verlangt.

Ich werde wohl das Metallstück, das die Halterung hält, packen und noch weiter einklappen müssen – oder die Stange kürzen.

Ich habe für die GoPro-Halterung und das Cockpit insgesamt schon über 100.000 Won ausgegeben, und trotzdem kommt noch immer keine Konstellation heraus, die mir wirklich gefällt.

Ich muss wohl noch ein bisschen weiter herumbasteln. Ich würde gern Tacho, GoPro, Dashcam und Co. alle dranhängen, aber ein Brompton lebt nun mal davon, gefaltet zu werden – also darf beim Zusammenklappen nichts kollidieren, und so kommt man aus diesem und jenem Grund nur schwer zu einer wirklich befriedigenden Konfiguration.

Bei allem gibt es eben Dinge, die gehen, und Dinge, die nicht gehen.

Beim Rennrad kann man einen Garmin-Computer anbauen, vorderes und hinteres Licht steuern, sogar ein Radar nutzen und stilvoll fahren.

Dafür lässt es sich nicht falten, an Werktagen darf man es nicht in die U-Bahn mitnehmen, und es ist enorm sperrig.

Der größte Vorteil des Bromptons: Ein Faltrad darf man auch werktags zusammengefaltet in der U-Bahn mitführen.

Natürlich sollte man es während des Berufsverkehrs zur Rushhour, wenn man andere belästigen würde, nicht nutzen – und ich tue das auch nicht.

Ich stecke Köpfchen, Zeit und Geld hinein, um mit einem einzigen Brompton all das zu vereinen, was ich bisher mit dem Rennrad und mit dem Brompton getrennt gemacht habe. Natürlich empfinde ich diesen Prozess nicht als lästig oder als Zeitverschwendung – ich mache es einfach zum Spaß.

Ich werde wohl noch ein bisschen weiterbasteln und mich dann entscheiden.

Es sieht ganz danach aus, als ob es eher darauf hinausläuft, dass ich die Sache loslasse.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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