Huiyangsan zwischen Mungyeong und Goesan: Wo ein weißer Granitfelsgipfel aufragt

Wandern · Veröffentlicht 29.7.2026 ·

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Auf einen Blick

KennzahlBewertung
Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken)★★☆☆☆
Streckenschwierigkeit★★☆☆☆
Wasser am Berg (Quelle)★☆☆☆☆
Übernachtung nötig?★☆☆☆☆ (Tagestour reicht)
Schwierigkeit je Jahreszeit – Frühling★★★☆☆
Schwierigkeit je Jahreszeit – Sommer★★★☆☆
Schwierigkeit je Jahreszeit – Herbst★★★☆☆
Schwierigkeit je Jahreszeit – Winter★★★★☆

※ Quelle: Geodaten zu Wanderwegen der Forstbehörde (Korea Forest Service) · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten sind Richtwerte

Überblick

Der Huiyangsan liegt an der Grenze zwischen der Stadt Mungyeong in Gyeongsangbuk-do und dem Landkreis Goesan in Chungcheongbuk-do, sein Gipfel misst nach bisherigem Kenntnisstand etwa 996 Meter über dem Meeresspiegel. Der Berg liegt auf dem Höhenkamm des Baekdu-daegan, und sein markantestes Merkmal ist der gewaltige, komplett aus weißem Granit bestehende Felsgipfel, der sich nahe dem höchsten Punkt erhebt. Am Fuß des Berges liegt zudem der Tempel Bongamsa, eine altehrwürdige Stätte des Jogye-Ordens – weshalb dieser Berg auch dafür bekannt ist, dass sich hier eindrucksvolle Landschaft und religiöse Bedeutung miteinander verbinden. Der Schwierigkeitsgrad schwankt je nach Route erheblich: Kürzere, sanft ansteigende Abschnitte sind auch für Anfänger machbar, während die Routen über den Felsgrat nahe dem Gipfel Kondition und Erfahrung verlangen und als anspruchsvoll gelten. Die meisten Strecken lassen sich problemlos an einem Tag bewältigen.

Bergform und Landschaft

Der Huiyangsan ist ein klassischer Felsberg – der gesamte Gipfelbereich wirkt wie ein einziger, riesiger Granitblock, was ihm eine ganz eigene Gestalt verleiht. Von Weitem sieht man den Gipfel wie von weißem Fels rund überzogen, und genau das unterscheidet ihn sofort von anderen Bergen. Am Gipfel gibt es zwei Markierungspunkte, einmal mit 995 m und einmal mit 997 m angegeben – die tatsächliche Höhe dürfte also irgendwo zwischen 996 und 997 m liegen. Nach GPS-Messung liegt der höchste Punkt bei 992 m; dass das von der Gipfelstein-Angabe leicht abweicht, ist die übliche Schwankung, die je nach Messzeitpunkt und Gerät eben vorkommt.

Auf dem umliegenden Grat reihen sich mehrere Gipfel aneinander. Auf der Baekdudaegan-Hauptlinie, die zum Guwangbong hinüberführt, liegt der Silubong, bei dem die Gipfelstein-Angaben ebenfalls zwischen 911 m und 919 m schwanken – man kann also von etwa 915 m ausgehen. Daneben zählen auch der Juchibong (mit Angaben zwischen etwa 703 und 722 m), der Tuguibong (663 m) sowie, auf einem benachbarten Grat weiterführend, der Akhwibong und der Makjangbong (888 m) zum Wandergebiet. Im Talabschnitt findet man außerdem einen über die Felsplatten fließenden Bach und einen kleinen Wasserfall (den Huiyang-Wasserfall) – ein Landschaftsbild, in dem das schroffe Felsgestein des Grats und der Wasserlauf im Tal einen reizvollen Kontrast bilden.

Das Gefühl beim Wandern

Das Gefühl beim Wandern Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Jeokseok-2-gil 42, Yeonpung-myeon, Landkreis Goesan, Provinz Chungcheongbuk-do) · Gongnuri (Public Nuri)

Beim Aufstieg auf den Huiyangsan wechselt die Stimmung von Abschnitt zu Abschnitt spürbar. Am Einstieg führt der Weg meist durch Laubwald, schattig und angenehm ruhig, doch je näher man dem Grat kommt, desto mehr Fels tritt zutage – und im Gipfelbereich verwandelt sich alles in reines Felsgrat-Gelände. Vor allem der Moment, in dem einem der gewaltige weiße Felsgipfel nahe dem Gipfel gegenübersteht, mit diesem plötzlichen Gefühl von Weite, ist das, worüber die meisten Besucher am liebsten sprechen. Von Aussichtspunkten wie dem Grat-Aussichtspunkt oder dem Huiyangsan-Ausblick sieht man, wie sich die Kammlinie des Baekdudaegan Welle um Welle in die Ferne zieht – deshalb gilt der Berg als besonders aussichtsreich. Allerdings gibt es wegen der vielen Felsgratabschnitte auch Stellen, an denen man sich mit den Händen abstützen muss, und in den Bereichen mit Bambusgras-Bewuchs (Sasa) oder Rotkiefernwald finden sich Hinweise auf Wildtierspuren (etwa Wildschweine) – je nach Jahreszeit und Tageszeit ist also Vorsicht geboten. Im Frühling werden vor allem das frische Grün und das Plätschern des Bachs gelobt, im Herbst der Kontrast zwischen kahlem Fels und buntem Laub, und im Winter wirkt die vereiste Felslandschaft zwar besonders imposant, doch der gefühlte Schwierigkeitsgrad steigt dann deutlich.

Wichtigste Routen (nach Einstiegspunkt)

주요 코스(들머리별) Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Chungcheongbuk-do, Kreis Goesan, Yeonpung-myeon, Ipseok-1-gil 35) · Gonggongnuri (öffentliche Lizenz)

Für den Aufstieg zum Gipfelbereich sind insgesamt sechs real vermessene Routen bekannt. Distanz, reiner Höhenunterschied, Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad stammen aus GPX-Vermessungen und Berechnungen, während die Beliebtheit ein zusätzlicher Richtwert ist, der sich an der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und der Nutzungshäufigkeit orientiert.

Route (Einstieg → Gipfel)DistanzReiner HöhenunterschiedGeschätzte Dauer (einfach)SchwierigkeitBeliebtheit
Kleiner Rastplatz → Guwangbong (Baekdu-Daegan)8,54 km↕681 mca. 3 Std. 16 Min.★★★★★★★★★☆
Abzweigung → Gipfel Sirubong8,39 km↕663 mca. 3 Std. 12 Min.★★★★★★★☆☆☆
Einstieg → Gipfel14,24 km↕580 mca. 4 Std. 32 Min.★★★★★★★☆☆☆
Einstieg → Gipfel5,89 km↕650 mca. 2 Std. 33 Min.★★★★☆★★★★☆
Einstieg → Gipfel Akhwibong8,74 km↕632 mca. 3 Std. 14 Min.★★★★★★★★★☆
Einstieg → Juchibong6,88 km↕508 mca. 2 Std. 34 Min.★★★☆☆★★★☆☆

※ Quelle: GPX-Daten (Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeit) des koreanischen Zentrums für Berg- und Trekking-Unterstützung zu den „100 bedeutendsten Bergen” · Beliebtheit als Richtwert

Kurs 1 — Einfacher Rastplatz → Baekdudaegan Guwangbong

📏 8.54km ⛰️ 681m Höhenmeter ⏱️ 3:16 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
984m 308m 8.54km

Verlauf: Einfacher Rastplatz → Abzweigung → Wegpunkt 16 → Baekdudaegan Guwangbong → Aussicht auf den Huiyangsan → Wegpunkt 19 → Abzweigung Jireumtijae → Wegpunkt 21 → alte Kiefer → Wegpunkt 24 → Aussichtspunkt am Grat → Huiyangsan-Gipfel → kleiner Aussichtspunkt am Felsgipfel → Reste der Bergfestung → Huiyang-Wasserfall

Anfahrt zum Einstiegspunkt: Dieser Abschnitt folgt direkt dem Hauptkamm des Baekdudaegan, und man startet dafür bekanntlich meist vom Dorf Euncheon in der Gemeinde Gaeun in Mungyeong aus. Eine U-Bahn-Anbindung gibt es nicht direkt vor Ort – üblich ist die Anreise mit Stadt- oder Überlandbussen Richtung Mungyeong bzw. Goesan und von dort weiter mit dem Dorfbus oder Taxi bis zum Einstieg. Da die offiziellen Daten in der Nähe keinen ausgewiesenen Parkplatz verzeichnen, empfiehlt es sich, vorab zu klären, ob man auf einem freien Platz im Dorf oder am Straßenrand parken kann.

Merkmale und Zielgruppe: Dies ist eine klassische Kammroute, die bei Baekdudaegan-Durchquerern beliebt ist. Auf dem Weg über den Guwangbong bis zum Huiyangsan-Gipfel bieten sich an der Aussicht auf den Huiyangsan und am Aussichtspunkt am Grat immer wieder neue Blickwinkel auf den gewaltigen Felsgipfel. Der Weg führt auch über einen von alten Kiefern gesäumten Grat und vorbei an den Spuren einer alten Bergfestung, und beim Abstieg wartet zudem der Huiyang-Wasserfall. Da sowohl die Distanz als auch der Höhenunterschied beträchtlich sind, zehrt die Tour ordentlich an der Kondition – geeignet also für Wanderer mit reichlich Erfahrung.

Kurs 2 — Abzweigung → Gipfel des Siruong-bong

📏 8.39km ⛰️ 663m Höhenmeter ⏱️ 3:12 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
946m 295m 8.39km

Route: Abzweigung → kleine Rastmöglichkeit → Totenkopf-Fels → Zwergbambus-Habitat → Wildschwein-Bereich → Gipfel des Siruong-bong → Rastplatz Siruong-bong

Zustieg: Auch für die Route zum Siruong-bong bietet sich der Zugang über die Bergdörfer an der Grenze zwischen Mungyeong und Goesan an. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man am besten mit dem Bus bis zum nächstgelegenen Kreisstädtchen und legt den Rest bis zum Einstieg zu Fuß oder mit dem Taxi zurück.

Besonderheiten & Zielgruppe: Beeindruckend ist der Abschnitt, der an der Felsformation namens „Totenkopf-Fels” vorbeiführt und durch einen dicht mit Zwergbambus bewachsenen Wald verläuft. Da hier Spuren von Wildschweinen markiert sind, sollte man besonders früh morgens und spät nachmittags durch Geräusche auf sich aufmerksam machen. Da diese Strecke im Vergleich zu anderen Routen weniger begangen wird, eignet sie sich gut für alle, die die Berge in vergleichsweiser Ruhe genießen möchten.

Als Gedicht Nr. 3 – Zustieg → Gipfel

Zustieg: Mit 14,24 km ist das die längste der sechs Strecken – im Grunde ein Kammweg, der eher als große Durchquerung zwischen mehreren umliegenden Dörfern genutzt wird, statt dass man ihn über einen einzigen Zustieg kurz anpackt.

Merkmale und Zielgruppe: Der reine Höhenunterschied liegt bei 580 m und ist damit vergleichsweise moderat, doch durch die schiere Länge kommt man rechnerisch auf eine Gesamtzeit von über viereinhalb Stunden. Da man lange auf dem Kamm bleibt und dabei den Blick auf zahlreiche Gipfel genießen kann, eignet sich diese Route für konditionsstarke Wanderer, die vorhaben, den ganzen Tag am Berg zu verbringen. Ein Tagesausflug ist machbar, erfordert aber einen frühen Start.

Route 4 — Einstieg → Gipfel

📏 14.24km ⛰️ 580m Höhenmeter ⏱️ 4:32 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
925m 346m 14.24km

Verlauf: Einstieg → Spuren einer während der japanischen Kolonialzeit durchtrennten Erdader → Abzweigung → Ausstieg → Ojak-gyo-Fels

Anfahrt zum Einstieg: Mit 5,89 km eine vergleichsweise kurze Strecke, bei der man offenbar direkt von der Ortschaft aus in den Einstieg gelangt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man üblicherweise zum Busbahnhof der nächstgelegenen Kleinstadt (Eup) und legt den Rest zu Fuß zurück.

Besonderheiten & Empfehlung: Kennzeichnend für diese Strecke ist eine Stelle, an der noch Spuren davon zu sehen sind, wie während der japanischen Kolonialzeit die Erdader (Jimaek) des Berges durchtrennt wurde – ein Abschnitt mit geschichtlichem Hintergrund. Auch die eigentümliche Felsformation namens Ojak-gyo-Fels (“Elstern-Brücken-Fels”) bekommt man hier zu sehen. Da die Strecke im Verhältnis zum Höhenunterschied von 650 m recht kurz ist, wirkt die Steigung gefühlt ziemlich knackig – ideal also für alle, die eine kurze, aber intensive Wanderung suchen.

Kurs 5 — Einstieg → Akhwibong-Gipfel

📏 5.89km ⛰️ 650m Höhenmeter ⏱️ 2:33 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★☆ ⤓ GPX
910m 280m 5.89km

Route: Parkplatz Ipseok-Dorf → kleiner Kiosk → Parkplatz-Toilette → Weggabelung → Rastplatz im Dorf → Einstieg → Jipbawi-Fels → Bambusgras-Bestand → Felslandschaft → Felsbach → Ipseokbawi-Fels → Aussichtsfelsen → Seonbawi-Fels → Akhwibong-Gipfel → Gipfelaussicht

Anfahrt zum Einstieg: Diese Route startet am Parkplatz des Ipseok-Dorfes. Da sich in der Nähe des Dorfes die Bushaltestelle Ipseok befindet, ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln hier vergleichsweise unkompliziert. In Parkplatznähe gibt es nachweislich einen kleinen Kiosk und Toiletten – damit ist dies von den sechs Routen diejenige mit der besten Infrastruktur am Ausgangspunkt.

Besonderheiten und Empfehlung: Die Route führt an einer ganzen Reihe markanter, namentlich benannter Felsen vorbei – Jipbawi, Ipseokbawi, Seonbawi – und bietet mit dem Bambusgras-Bestand sowie dem über die Felsen fließenden Bach (Felsbach) noch zusätzliche Abwechslung. Am Gipfel, dem Akhwibong-Gipfel, gibt es einen eigens ausgewiesenen Aussichtspunkt, sodass man hier mit einer schönen Aussicht rechnen kann. Zieht man die gute Infrastruktur am Einstieg und die bequeme Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel in Betracht, eignet sich diese Route gut als Einstiegstour für alle, die diesen Berg zum ersten Mal besuchen.

Kurs 6 — Einstieg → Juchibong

📏 8.74km ⛰️ 632m Höhenmeter ⏱️ 3:14 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
853m 225m 8.74km

Route: Abzweigung → Juchibong → Rotkiefernbestand → Sansanje-Platz → Infotafel Waldgenressourcen-Schutzgebiet → Aussichtsfelsen → Mabunbong im Hintergrund → Spuren von Wildschweinen → einfacher Rastplatz → Ausstieg → Einstieg

Zugang zum Einstieg: Diese fast rundenförmige Strecke beginnt an einer Abzweigung im Dorf. Üblicherweise fährt man mit dem Bus bis zur nahegelegenen Dorfhaltestelle und geht von dort zu Fuß weiter zum Einstieg.

Besonderheiten und Zielgruppe: Kennzeichnend für diesen Kurs ist der Weg durch einen ökologisch geschützten Wald mit einem Rotkiefernbestand und einer Infotafel zum Waldgenressourcen-Schutzgebiet. An manchen Stellen bietet sich zudem ein schöner Ausblick mit dem Mabunbong im Hintergrund, was für abwechslungsreiche Landschaftsbilder sorgt. Allerdings gibt es Hinweise auf Wildschweinspuren – wer allein unterwegs ist, sollte deshalb bewusst Geräusche machen oder eine Glocke mitführen. Mit 508 Höhenmetern Gesamtanstieg ist dies der sanfteste der sechs Kurse, den man ab mittlerem Niveau problemlos bewältigen kann.

Schwierigkeit, Untergrund, Vorsicht

난이도·노면·주의 Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Chungcheongbuk-do, Landkreis Goesan, Yeonpung-myeon, Jungang-ro Hongmun 2-gil 14) · Public Nuri

Nach den Wanderweg-Geodaten der Forstbehörde ist für den Abschnitt des Huiyangsan im Gebiet Jujin-ri folgender Schwierigkeitsgrad hinterlegt.

AbschnittGesamtlängeSchwierigkeitHauptuntergrund
Jujin-ri-Abschnitt5,6 kmLeicht

※ Die genannten 5,6 km sind die Gesamtlänge aller Wanderwege im Gebiet (Summe mehrerer Teilstrecken) und nicht die Distanz einer einzelnen Route.

Dieser registrierte Abschnitt ist zwar als „leicht” eingestuft, doch die zuvor vorgestellten, tatsächlich per GPX vermessenen Routen liegen größtenteils bei ★★★★☆ bis ★★★★★ – die reale Route zum Gipfel ist gefühlt also deutlich anstrengender. Das deutet darauf hin, dass die registrierten Abschnittsdaten wohl nur einen Teil der gesamten Wanderwege am Berg abdecken (etwa den Einstiegsbereich). Wer eine Route bis zum Gipfel plant, sollte sich daher besser an der Tabelle mit den real vermessenen GPX-Routen orientieren als an diesen offiziellen Angaben.

Laut den Sicherheitseinrichtungsdaten sind 0 Aussichtspunkte, 0 Trinkwasserstellen (Bergquellen), 0 Schutzhütten und 0 als Gefahrenzone ausgewiesene Bereiche registriert, während es 2 Ein-/Ausstiegspunkte gibt. Allerdings sind in den tatsächlichen Wegweiser-Daten der Route separat Punkte mit guter Aussicht verzeichnet – etwa „Huiyangsan-Aussicht”, „Grat-Aussichtspunkt”, „Gipfel-Aussicht” und „Aussichtsfelsen”. Unabhängig von den offiziellen Zahlen zu registrierten Einrichtungen gibt es also durchaus mehrere Stellen, an denen man vor Ort die Aussicht genießen kann. Der Untergrund besteht Richtung Gipfel zunehmend aus blankem Granitgestein, das bei Regen sehr rutschig wird und im Winter ein erhöhtes Vereisungsrisiko birgt. An den Felsgratabschnitten muss man teils mit den Händen zugreifen, um hochzukommen – direkt nach Regen oder in der Frostperiode sollte man bei der Routenwahl also besonders vorsichtig sein.

Distanz und Wanderzeit

거리와 소요시간 사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (충청북도 괴산군 연풍면 향교로 40-2) · 공공누리

Eine Besteigung des Gipfelbereichs des Huiyangsan lässt sich in aller Regel gut an einem Tag bewältigen, und da auch keine Schutzhütte im System hinterlegt ist, muss man keine Übernachtungstour einplanen. Trotzdem sollte man aufpassen: Die offiziellen Werte von 140 Minuten Aufstieg und 98 Minuten Abstieg sind kumulierte Angaben über mehrere Abschnitte im Gebiet und dürfen nicht als Zeit für eine einzelne bestimmte Route missverstanden werden. Teilt man diesen kumulierten Wert durch die Distanz, ergibt sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 25 Minuten pro Kilometer – und das liegt ziemlich genau in dem Bereich, den auch die zuvor vorgestellten, per GPX tatsächlich vermessenen Routen zeigen (dort meist umgerechnet 22 bis 26 Minuten pro Kilometer). Das macht diesen Wert zu einer brauchbaren Orientierung, wenn man die Zeit für die einzelnen Routen abschätzen will. Route 4 etwa, die kürzeste mit 5,89 km, dürfte für Hin- und Rückweg rund 5 Stunden brauchen, während Route 3, die längste mit 14,24 km, hin und zurück über 9 Stunden in Anspruch nehmen kann – da lohnt sich ein früher Start am Morgen.

Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel · Parken)

Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel · Parken) Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (44 Jungang-ro, Yeonpung-myeon, Kreis Goesan, Chungcheongbuk-do) · Public Nuri

Der Huiyangsan gehört zu den Bergen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln allein nur ziemlich umständlich zu erreichen sind. Es gibt keine U-Bahn, die den Berg direkt anbindet – üblicherweise fährt man zunächst zum Überland-Busbahnhof Richtung Mungyeong oder Goesan und steigt dort in einen der lokalen Überland- oder Dorfbusse um, mit denen man bis in die Nähe des Einstiegspunkts kommt. Laut öffentlichen Daten gibt es in der Nähe des Einstiegs zwei Bushaltestellen, Jinchon und Ipseok. Vor allem die Haltestelle Ipseok liegt praktisch, da sie sich in der Nähe des Parkplatzes im Dorf Ipseok befindet, dem Ausgangspunkt der Route zum Gipfel des Akhwibong (Route 5) – ein nützlicher Orientierungspunkt, wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Die tatsächlichen Taktzeiten und Linienführungen der einzelnen Haltestellen sollte man aber unbedingt vorher noch einmal prüfen.

Einen offiziell registrierten Parkplatz weisen die öffentlichen Daten nicht aus (der Parkplatz im Dorf Ipseok etwa taucht zwar in der Routenbeschreibung auf, findet sich aber nicht in der offiziellen Parkplatzstatistik wieder). Wer also mit dem Auto anreist, parkt am besten dort, wo es die örtlichen Hinweise vorsehen – etwa auf freien Flächen im Dorf oder am Straßenrand. Ich empfehle, die tatsächliche Route vorab noch einmal über KakaoMap oder Naver Map zu prüfen, indem man nach “Huiyangsan” oder den umliegenden Dorfnamen (Eunti-maeul, Ipseok-maeul usw.) sucht, um den Fuß- bzw. Fahrweg final abzugleichen.

Saison, Wetter & Ausrüstung

Die beste Zeit für eine Tour auf den Huiyangsan ist entweder das Frühjahr, wenn alles frisch grün austreibt, oder der Herbst mit seiner Laubfärbung. Im Sommer sind das Bachrauschen und die schattigen Anfangsabschnitte zwar angenehm, aber auf den Felsgraten gibt es kaum Deckung vor der Sonne – eine Wanderung in der prallen Mittagshitze würde ich hier nicht empfehlen. Im Winter wiederum vereist das Granitgestein rund um den Gipfel, was den gefühlten Schwierigkeitsgrad deutlich nach oben schraubt – Grödel und Gamaschen gehören dann einfach zur Pflichtausrüstung.

An unverzichtbaren Dingen würde ich empfehlen: feste Wanderschuhe mit gutem Grip (die Felsgrat-Passagen verlangen das regelrecht), genug Trinkwasser – da es unterwegs keine Wasserstellen gibt, muss man alles selbst mitschleppen –, Handschuhe für die Stellen, an denen man sich mit den Händen am Fels abstützt, Trekkingstöcke, eine wind- und wasserdichte Jacke sowie ein kleines Erste-Hilfe-Set. Da es auf dem Berg keine Schutzhütte gibt, sollte man die Tour unbedingt als Tagestour planen und einkalkulieren – und in der dunkleren Jahreszeit lieber nicht erst am späten Nachmittag den Abstieg antreten.

Ausländer-Tipps für Reisende

Der Huiyangsan ist auch unter koreanischen Wanderern vor allem für seine markanten Felsgipfel bekannt – für ausländische Reisende dürfte er allerdings noch ein eher unbekannter Berg sein. Der Hauptgipfel wird in lateinischer Umschrift als „Huiyangsan Peak” geführt, die wichtigsten Gratgipfel als Guwangbong (구왕봉), Sirubong (시루봉), Akhwibong (악휘봉), Juchibong (주치봉) und Makjangbong (막장봉). Für den Aufstieg selbst braucht man offenbar keine besondere Genehmigung und zahlt auch kein Eintrittsgeld. Zu beachten ist aber, dass der Tempelbereich von Bongamsa am Fuß des Berges normalerweise nicht zugänglich ist – außer an bestimmten Tagen (etwa Buddhas Geburtstag) dürfte eine Besichtigung des Tempelgeländes schwierig sein. Toiletten gibt es nur in der Nähe des Parkplatzes im Dorf Ipseok, also entlang Route 5 (der Route zum Akhwibong-Gipfel) – auf den anderen Routen gibt es keine eigenen Toiletten, weshalb man das besser schon vorher einplant. Auch Trinkwasserstellen (Quellen) sind für den gesamten Berg nirgendwo verzeichnet, weshalb man unbedingt genug Wasser mitnehmen sollte. Was Kartenapps angeht: Google Maps zeigt Wanderwege in koreanischen Bergregionen oft nicht korrekt an, daher empfiehlt es sich, die vor Ort gebräuchlichen Apps KakaoMap oder Naver Map zu installieren, um die tatsächlichen Wanderwege und ÖPNV-Verbindungen zu checken. Da der Berg viele Abschnitte mit Felsgrat hat, sollte man aus Sicherheitsgründen nicht allein, sondern in Begleitung wandern – und bei schlechtem Wetter die Tour lieber verschieben.

Andere Berge in der Umgebung

📏 6.88km ⛰️ 508m Höhenmeter ⏱️ 2:34 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★☆ ⤓ GPX
817m 313m 6.88km

📍 Huiyangsan zwischen Mungyeong und Goesan: Wo ein weißer Granitfelsgipfel aufragtStandort

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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