Der Daehye-Wasserfall und die Felsgrate der Bergfestung – Geumosan in Gumi
Wandern · Veröffentlicht 31.7.2026 ·
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Auf einen Blick
| Kennzahl | Bewertung |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken) | ★★☆☆☆ |
| Streckenschwierigkeit | ★★★★☆ |
| Wasser/Quellen am Berg | ★☆☆☆☆ |
| Übernachtung nötig? | ★☆☆☆☆ (Tagestour reicht) |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Frühling | ★★★☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Sommer | ★★★★☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Herbst | ★★★☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Winter | ★★★★★ |
※ Quelle: Räumliche Wanderweg-Daten der Forstbehörde (Korea Forest Service) · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten sind Richtwerte
Überblick
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Namtong-dong, Gumi, Provinz Gyeongsangbuk-do, Yaksa-am) · Gonggongnuri
Der Geumosan (金烏山, Geumosan / Mt. Geumo) ist ein Berg von der Güte eines Provinzparks in der Stadt Gumi in der Provinz Gyeongsangbuk-do. Sein Gipfel, der Hyeonwolbong (玄月峰), wird in den Gipfeldaten mit rund 984 m angegeben (in derselben Datenquelle taucht daneben auch ein Wert von 981 m auf – die Höhenangabe kann je nach Erhebungszeitpunkt leicht schwanken, das Ganze also bitte nur als Orientierung verstehen). Entlang des Grats haben sich steil aufragende Felswände und markante Felsformationen ausgebildet, weshalb der Berg schon seit jeher für seine eindrucksvolle Landschaft bekannt ist. Die tatsächlich vermessenen Routen zum Gipfelbereich reichen von knapp über 6 km bis zu 11 km, wobei man für die einfache Strecke etwa 3 Stunden einplanen sollte – für die meisten reicht das locker als Tagestour. Allerdings beträgt der reine Höhenunterschied stattliche 750 bis 860 m, weshalb man das Ganze eher als mittelschwere bis anspruchsvolle Wanderung einstufen sollte, für die man Kondition und etwas Vorbereitung mitbringen sollte – ein gemütlicher Spaziergang ist das definitiv nicht.
Nach den Verwaltungsdaten der Stadt Gumi sind im Stadtgebiet insgesamt vier Wanderwegabschnitte registriert, deren Gesamtlänge zusammengerechnet 3,43 km beträgt. Dabei handelt es sich nicht um eine einzelne durchgehende Route bis zum Gipfel, sondern um die Summe mehrerer, nach Verwaltungsbezirken unterteilter Wegabschnitte – dieser Wert unterscheidet sich also der Natur nach von den unter “Hauptrouten” genannten, tatsächlich vermessenen Streckenlängen (6 bis 11 km), was ich hier vorab klarstellen möchte.
Gebirgszug und Geländeform
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Gumi-si, Gyeongsangbuk-do, Geumosan) · Public Nuri
Der Geumosan ist kein sanfter Erdrücken, sondern ein Berg, dessen Charakter von markanten Felsgipfeln und Felsgraten geprägt wird. Rund um den Gipfel Hyeonwolbong reihen sich mehrere Erhebungen entlang des Kamms aneinander – Seongan-jeonwibong (855 m), Kaldabong (734 m), Hyojabong (515 m) und Halttakbong (538 m) –, während im unteren Bereich niedrigere Kuppen wie der Gameunsan (241 m) und der Horyeongbong (268 m) die Ausläufer des Berges bilden. Besonders in Gipfelnähe sowie Richtung West- und Südgipfel tauchen immer wieder Aussichtsfelsen, Felsblöcke und plattenartige Felsformationen auf, die als Panoramapunkte dienen – dazu gehören auch steile Felsgratabschnitte, bei denen man sich unterwegs an Seilen oder Griffen festhalten muss. Auch die entlang des Kamms erhaltenen Reste der Geumosan-Festungsmauer gehören zu den Besonderheiten dieses Berges – das Zusammenspiel von Mauerwerk und Felsgrat taucht auch immer wieder auf den Wegweisern der einzelnen Routen auf. Da der Berg insgesamt als Provinzpark ausgewiesen ist, liegen bekannte Sehenswürdigkeiten wie der Daehye-Wasserfall und die Doseon-Höhle bereits am Fuß des Berges – weshalb er nicht nur für die Gipfelbesteigung, sondern auch für einen kurzen Spaziergang auf den unteren Wegen gern besucht wird.
Wie sich der Aufstieg anfühlt
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Gumi, Provinz Gyeongsangbuk-do) · Gongnuri (öffentliche Lizenz)
Vom Einstieg bis hinauf zum Kamm führt der Weg zunächst durch Kiefernwald und entlang eines Tals – entsprechend schattig und feucht ist dieser Abschnitt, und im Sommer begleitet einen das Rauschen des Bachs beim Aufstieg. Ab der Mittelhöhe häufen sich dann Felspartien und Aussichtsfelsen, und in Gipfelnähe geht es über einen Felsgrat, von dem aus man eine Rundumsicht genießen kann. Dass an mehreren Stellen der Routen Schilder mit der Warnung „Absturz- und Rutschgefahr“ auftauchen, zeigt schon: Im Gipfelbereich muss man auf dem Felsgrat wirklich auf jeden Tritt achten. Im Herbst ist die Kombination aus buntem Laub am Kamm und der Aussicht vom Felsgrat besonders beliebt, im Frühling lohnt sich der Weg durchs Tal und den Wald am Einstieg wegen des frischen Grüns. Im Winter dagegen vereist der Felsgrat häufig, wodurch der gefühlte Schwierigkeitsgrad deutlich steigt – das sollte man bei diesem Berg im Hinterkopf behalten.
Wichtigste Routen (nach Ausgangspunkt)
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Gumi, Provinz Gyeongsangbuk-do) · KOGL (Korea Open Government License)
| Route (Ausgangspunkt → Gipfel) | Distanz | Höhenunterschied | Geschätzte Dauer (einfach) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Eingang Wanderweg Busang-ri → Gipfelschild | 10,93 km | ↕754 m | ca. 3 Std. 59 Min. | ★★★★★ | ★★★★☆ |
| Eingang Ujang-Pass → Gipfelschild Geumosan | 7,4 km | ↕763 m | ca. 3 Std. 7 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| Oberer öffentlicher Parkplatz → Kaldabong | 9,25 km | ↕863 m | ca. 3 Std. 45 Min. | ★★★★★ | ★★★★★ |
| Rastplatz mit Holzbänken und Fitnessgeräten → Gipfelschild | 6,63 km | ↕802 m | ca. 3 Std. 0 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| Eingang Yeongmaesa → Geumosan Südgipfel | 10,26 km | ↕814 m | ca. 3 Std. 55 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Eingang Hotel Geumosan → Wegweiser Richtung Gipfel | 6,49 km | ↕845 m | ca. 3 Std. 2 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| Eingang Wanderweg → Aussichtspunkt Hyeonggok | 8,68 km | ↕834 m | ca. 3 Std. 34 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Eingang Wanderweg Guramsa → Gipfelschild | 7,94 km | ↕819 m | ca. 3 Std. 21 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
※ Quelle: GPX-Daten der 100 bekanntesten Berge Koreas des Korea Trekking Support Center (Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit als Richtwert
Kurs 1 — Eingang Wanderweg Busang-ri → Gipfel
Route: Abzweigung → Eingang Wanderweg Busang-ri → Gipfelschild → Aussichtsfelsen → Rastplatz mit Holzbank → Steinturm → Kiefer auf dem Felsen → Fotospot auf dem Felsen → Felswand am Aussichtspunkt → Aussichtspunkt 1 → Terrasse am Aussichtspunkt 1 → Felsblöcke → oberhalb des Aussichtsfelsens → Aussichtspunkt 2 → Galhangsa-Tempel
Anfahrt zum Ausgangspunkt: Für die Richtung Busang-ri nimmt man in der Regel einen Stadtbus aus Gumi, da es in der Nähe die Haltestellen Busang 1-ri und Busang gibt, sodass man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast bis zum Ausgangspunkt gelangt. Einen eigens ausgewiesenen Parkplatz gibt es soweit bekannt nicht – wer mit dem eigenen Auto anreist, wird also vermutlich auf den Seitenstreifen oder eine freie Fläche in Dorfnähe ausweichen müssen.
Merkmale und Empfehlung: Von den acht Kursen ist dieser mit Abstand der längste, und sein Kennzeichen ist die Abfolge gleich mehrerer Aussichtspunkte, darunter Aussichtspunkt 1 und 2. Der lange Weg entlang des Grats kostet einiges an Kondition, dafür lässt sich das Tempo immer wieder drosseln, um die Aussicht zu genießen – ideal also für alle, die konditionell gut in Form sind.
Etappe 2 — Eingang Ujang-gogae → Gipfel des Geumosan
Streckenverlauf: Eingang Ujang-gogae → Rastplatz mit Holzbänken → Gipfel-Wegweiser → Weggabelung → Absturz- und Rutschgefahr-Abschnitt → Landesweiter Standortmarker → Aussichtsfelsen → Panoramafelsen → Westgipfel des Geumosan → Kiefernwald → Felsen-Rastplatz → Rastplatz mit Holzpritsche → Gipfel-Wegweiser Geumosan
Zustieg zum Wanderweg: Der Ujang-gogae liegt am Stadtrand von Gumi, weshalb man meist erst noch die Buslinie wechseln muss. Es lohnt sich also, vorab per Karten-App die genaue Lage der Haltestelle zu checken.
Charakter & wem die Route liegt: Diese Kammroute führt über den Westgipfel zum Hauptgipfel hinauf. Unterwegs gibt es einen Abschnitt mit der Warnung „Absturz- und Rutschgefahr” – bei Regen oder im Winter sollte man hier besonders vorsichtig sein. Ideal für alle, die sich zusätzlich zur Gipfeltour auch den Ausblick vom Westgipfel gönnen wollen.
Route 3 — Oberer öffentlicher Parkplatz → Kaldabong
Wegpunkte: Oberer öffentlicher Parkplatz → Besucherzentrum → Unterhalb der Seilbahn → Toiletten → Wegkreuzung → Haeunsa-Tempel → Daehye-Wasserfall → Rastplatz → Geumosan (Seonganjeonwibong) → Kaldabong
Zustieg zum Einstieg: Als das zentrale Tor zum Geumosan-Provinzpark liegen hier der obere öffentliche Parkplatz, das Besucherzentrum und die Seilbahnstation direkt beieinander – der am besten erreichbare Einstiegspunkt überhaupt. Wer mit dem eigenen Auto anreist, ist mit diesem Parkplatz am besten beraten.
Besonderheiten und Empfehlung: Diese Route führt an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Provinzparks vorbei, dem Daehye-Wasserfall und dem Haeunsa-Tempel. Da sich gleich am Anfang das Besucherzentrum und Toiletten befinden, lässt sich die Tour auch für Einsteiger oder Familien mit Kindern gut planen. Allerdings ist der Höhenunterschied bis hinauf zum Gipfelbereich Kaldabong beträchtlich, weshalb man sich die Kräfte für die zweite Hälfte gut einteilen sollte.
Kurs 4 — Holzbank-Rastplatz und Fitnessgeräte → Gipfel
Wegpunkte: Holzbank-Rastplatz und Fitnessgeräte → Weggabelung → Holzbank-Rastplatz → Wegweiser zum Gipfel → Felsen → Infotafel zum Naturlehrpfad des Geumosan → Bachtal → Steinschlag-Gefahrenzone → Wegweiser Geumosan-Gipfel → Geumosan-Festung → Aussichtsfelsen → Hubschrauberlandeplatz → Absturz- und Rutschgefahrenabschnitt
Zugang zum Einstieg: Dieser Kurs startet an einem Nachbarschafts-Rastplatz mit Fitnessgeräten und ist von der Innenstadt Gumis aus vergleichsweise schnell zu erreichen.
Besonderheiten & Empfehlung: Von den acht Kursen ist dieser mit der kürzesten Strecke, hat aber mit über 800 Höhenmetern den steilsten Anstieg pro Distanzeinheit. Da man dabei sowohl an der Geumosan-Festung als auch am Hubschrauberlandeplatz vorbeikommt, passt dieser Kurs gut zu allen, die sich für historische Spuren interessieren und lieber kurz und knackig bergauf gehen, statt lange gemütlich zu wandern.
Route 5 — Yeongmaesa-Eingang → Geumosan Nambong (Südgipfel)
Streckenverlauf: Freifläche/Parkplatz → Jangsanje-Stausee → Yeongmaesa → Aussichtsfelsen → Wegkreuzung → Felswand → Geumosan Nambong (Südgipfel) → Sansindang (Berggott-Schrein) → markanter Fels → Vorsicht, Absturz-/Rutschgefahr → Gebetsstätte → Sorimsa → Seogamsa
Zugang zum Einstieg: Ein ruhiger Einstiegspunkt, der am Jangsanje-Stausee und an Yeongmaesa vorbeiführt. Es gibt zwar eine Art Parkfläche, aber keinen richtig ausgebauten, asphaltierten Parkplatz – man sollte also lieber etwas mehr Zeit einplanen und entspannt anfahren.
Besonderheiten & für wen geeignet: Das Besondere an dieser Route ist, dass man gleich an mehreren Tempeln vorbeikommt – Yeongmaesa, Sorimsa und Seogamsa. In der stillen Bergatmosphäre begegnet man außerdem Spuren volkstümlichen Glaubens wie dem Sansindang-Schrein und markanten Felsformationen. Ich kann diese Route allen empfehlen, die dem Trubel entgehen und es lieber ruhig angehen möchten.
Route 6 — Eingang Hotel Geumosan → Wegweiser Richtung Gipfel
Streckenverlauf: Abzweigung → Tal → Felsen → Aussichtspunkt auf dem Felsgrat → Wegweiser Richtung Gipfel → Aussichtsfelsen → Erste-Hilfe-Kasten → Aussichtsfelsen mit Kiefer → Felswand → Rastplatz mit Holzbank → Geumosanseong-Festung → Steinturm → Restaurant „Sagyejeol” → Eingang Hotel Geumosan
Zustieg: Der Startpunkt liegt in der Nähe des Hotels Geumosan und damit dicht an der Zufahrt zum Provinzpark, sodass der Zugang vergleichsweise unkompliziert ist. Gleich am Anfang gibt es eine kleine Restaurantmeile, sodass sich vor oder nach der Wanderung bequem etwas essen lässt.
Besonderheiten / Für wen geeignet: Auffällig ist, dass an einem der Wegpunkte ein Erste-Hilfe-Kasten eingezeichnet ist. Die Route führt mehrfach über Aussichtspunkte auf dem Felsgrat, sodass man immer wieder Ausblicke genießen kann. Sie eignet sich gut für alle, die nach der Wanderung gleich noch einkehren möchten, ohne einen Umweg machen zu müssen.
Schwierigkeit, Untergrund und Vorsicht
사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (경상북도 구미시) · 공공누리
Aufgeschlüsselt nach Verwaltungsbezirk sehen die im Zuständigkeitsbereich registrierten Wanderweg-Abschnitte (Gesamtlänge 3,43 km) im Detail so aus:
| Abschnitt | Distanz | Schwierigkeit | Untergrund |
|---|---|---|---|
| (kein Abschnittsname) | 1,95 km | leicht | - |
| Hyangcheon-ri-Abschnitt | 0,7 km | leicht | - |
| Yesan-ri-Abschnitt | 0,48 km | leicht/mittel/schwer | - |
| Sanseong-ri-Abschnitt | 0,3 km | mittel | - |
Diese Tabelle listet kurze Wanderweg-Abschnitte auf, unterteilt nach Verwaltungsbezirken. Wie beim Yesan-ri-Abschnitt zu sehen, kann innerhalb eines einzigen Abschnitts die Schwierigkeit von leicht bis schwer variieren – das gefühlte Niveau kann also selbst innerhalb eines Abschnitts schwanken. Der höchste Schwierigkeitsgrad, der sich über sämtliche Wanderwege im Zuständigkeitsbereich findet, ist „schwer”, Angaben zum Untergrundmaterial fehlen dagegen komplett.
Bei den Einrichtungen zeigt die POI-Datenbank der Wanderwege durchweg null Einträge – weder Gefahrenzonen noch Aussichtspunkte, Trinkwasserstellen, Schutzhütten oder offizielle Ein- und Ausstiege sind verzeichnet. Allerdings tauchen in den GPX-Wegmarken der zuvor vorgestellten, tatsächlich begangenen Route mehrfach Hinweise wie „Absturz- und Rutschgefahr”, „Steinschlaggefahr”, „Aussichtspunkt” oder „Aussichtsfelsen” auf. Zwischen der offiziellen Einrichtungsstatistik und der tatsächlichen Geländebeschaffenheit bzw. den Sicherheitshinweisen vor Ort kann also durchaus eine Lücke bestehen. Achtet beim Wandern daher unbedingt auf die vor Ort aufgestellten Schilder und Markierungen – besonders auf Felsgratabschnitten ist bei und nach Regen sowie im Winter bei Vereisung erhöhte Vorsicht geboten.
Wie schon so oft, wenn ich mir eine Zahl aus einer amtlichen Tabelle zu genau anschaue, entpuppt sie sich als etwas ganz anderes, als ich zuerst dachte – auch hier lohnt sich also ein zweiter Blick.
Distanz und Zeitaufwand
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Gumi-si, Provinz Gyeongsangbuk-do) · Public Nuri
Der Geumosan bringt es je nach Route auf etwa 6 bis 11 km, mit einer einfachen Gehzeit von rund drei Stunden – selbst für die Hin- und Rückstrecke lässt sich die Tour also gut an einem Tag bewältigen. Die Wanderweg-Daten der Gemeinde weisen 60 Minuten für den Aufstieg und 43 Minuten für den Abstieg aus, doch Vorsicht: Das sind aufsummierte Werte für den gesamten, weiter oben beschriebenen Verwaltungsbezirksabschnitt (3,43 km Gesamtlänge) – man sollte sie nicht mit der tatsächlichen Gehzeit einer einzelnen Route bis zum Gipfel verwechseln. Rechnet man diese Summenwerte auf die Distanz um, ergibt sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 17 Minuten pro Kilometer, was sich immerhin als grober Anhaltspunkt eignet, um beim Planen der Tour das eigene Tempo einzuschätzen. Da die eigentlichen Gipfelrouten aber einen Höhenunterschied von 750 bis 860 Metern überwinden, dürfte es in der Praxis etwas länger dauern als dieser Durchschnittswert vermuten lässt – für die Hin- und Rücktour empfiehlt es sich daher, großzügig 6 bis 8 Stunden einzuplanen und sich vorab eine feste Uhrzeit für den Abstieg zu setzen. Da der Gipfel an einem Tag hin und zurück erreichbar ist, braucht man keine Übernachtung einzuplanen – allerdings sollte man in den kürzeren Tagen von Spätherbst bis Winter früh genug losgehen.
Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel · Parken)
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Gumi-si, Provinz Gyeongsangbuk-do) · Korea Open Government License
Der Geumosan liegt in Gumi-si in der Provinz Gyeongsangbuk-do. Von Seoul und dem übrigen Hauptstadtraum aus fährt man üblicherweise mit dem KTX bis zum Bahnhof Gimcheon-Gumi oder Gumi und steigt dort auf den Stadtbus um. Am gebräuchlichsten ist die Linie Richtung Kartenhäuschen des Provinzparks bzw. Seilbahn (in der Nähe des oberen öffentlichen Parkplatzes von Route 3). Wer stattdessen den Einstieg bei Busang-ri (Route 1) ansteuert, kann an der Haltestelle Busang 1-ri oder Busang aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. Da sich Linienführung und Taktung der Busse in Gumi immer wieder ändern können, sollte man vor der Abfahrt unbedingt die aktuelle Verbindung über KakaoMap oder Naver Map prüfen. Google Maps liefert für öffentliche Verkehrsmittel und Fußwege in Korea nur eingeschränkte Informationen und ist hier oft ungenau. Zum Parken empfiehlt sich am ehesten der obere öffentliche Parkplatz beim Kartenhäuschen des Provinzparks – für die übrigen Einstiege (Ujang-Pass, Yeongmaesa, Hotel Geumosan) gibt es keinen bestätigten großen offiziellen Parkplatz, weshalb man dort besser gleich auf öffentliche Verkehrsmittel setzt.
Saison, Wetter und Ausrüstung
사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (경상북도 구미시) · 공공누리
Am angenehmsten lässt sich die Tour im Frühling (April bis Mai) und im Herbst (September bis November) angehen. Im Frühling kann man das frische Grün der Täler am Einstieg und der Waldwege genießen, im Herbst dann die Herbstfärbung entlang der Grate zusammen mit dem Ausblick von den Felsgraten. Im Sommer zehren die Feuchtigkeit in den Tälern und die drückende Hitze deutlich an der Kondition, und bei lokalen Starkregenfällen sollte man bei den Talabschnitten besonders vorsichtig sein. Im Winter vereisen die Felsgrate und die Aussichtsfelsen leicht, wodurch sich der gefühlte Schwierigkeitsgrad noch einmal spürbar erhöht – Grödel, Gamaschen und entsprechende Kälteausrüstung sind hier ein Muss. Da sich auf der gesamten Strecke keine Trinkwasserstellen finden lassen, sollte man unabhängig von der Jahreszeit ausreichend eigenes Trinkwasser mitnehmen (gefühlt mindestens 1 bis 1,5 Liter pro Person), und auch sonst nicht ohne die übliche Grundausstattung losgehen: Wanderschuhe, Stöcke, Stirnlampe (für den Notfall) und etwas Proviant als Reserve.
Tipps für ausländische Reisende
사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (경상북도 구미시) · 공공누리
Die romanisierte Schreibweise für Geumosan ist „Geumosan” (der Gipfel Hyeonwolbong heißt entsprechend „Hyeonwolbong”). Da es sich um einen Provinzpark und nicht um einen Nationalpark handelt, gibt es in der Regel keine gesonderte Anmeldepflicht oder teure Eintrittsgebühren wie bei Nationalparks – trotzdem kann eine Parkgebühr oder Parkplatzgebühr anfallen, weshalb man das am besten direkt am Infopunkt vor Ort erfragt. Toiletten gibt es in der Nähe des oberen öffentlichen Parkplatzes bzw. des Besucherzentrums (Route 3); an den übrigen Ausgangspunkten sind keine gesonderten Toiletten bekannt, daher empfiehlt es sich, diese vorher an einer Umstiegsstelle im öffentlichen Verkehr oder noch in der Stadt zu erledigen. Wie schon erwähnt gibt es auf diesem Berg keine Trinkwasserstellen, weshalb man unbedingt vorher Wasser kaufen und mitnehmen sollte. Bei der Kartenapp lohnt sich KakaoMap oder Naver Map deutlich mehr als Google Maps, da Wanderwege und ÖPNV-Infos dort viel genauer angezeigt werden. Im Gratkamm rund um den Gipfel gibt es mehrfach Felsgrate und Abschnitte mit Warnhinweisen wie „Absturz- und Rutschgefahr” – wer wenig Wandererfahrung hat, für den kann es eine gute Alternative sein, nur den Anfangsabschnitt von Route 3 (oberer öffentlicher Parkplatz → Kaldabong), also vom Besucherzentrum bis zum Daehye-Wasserfall, zu gehen, da dieser gut zugänglich und mit Einrichtungen ausgestattet ist. Der Handyempfang ist meist recht gut, trotzdem empfiehlt es sich, Begleitpersonen oder der Unterkunft vorher die geplante Abstiegszeit mitzuteilen, nur zur Sicherheit.
Andere Berge in der Nähe
- Granitgrat mit buddhistischen Relikten, Palgongsan bei Daegu — Luftlinie ca. 36 km
- Eistal und die Silberrasen-Hochebene von Sajapyeong, Jaeyaksan bei Miryang — Luftlinie ca. 85 km
- Silberrasen-Ebene mit Felsgrat-Aussicht, Sinbulsan bei Ulsan — Luftlinie ca. 91 km
📍 Der Daehye-Wasserfall und die Felsgrate der Bergfestung – Geumosan in GumiStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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