Silbergras-Wiesen und schroffe Grate: Der Sinbulsan in Ulsan

Wandern · Veröffentlicht 18.7.2026 ·

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Auf einen Blick

KriteriumBewertung
Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken)★★☆☆☆
Schwierigkeitsgrad der Tour★★★☆☆
Wasserversorgung am Berg★☆☆☆☆
Übernachtung nötig?★★★☆☆ (bei einer Durchquerung)
Schwierigkeit: Frühling★★★☆☆
Schwierigkeit: Sommer★★★★☆
Schwierigkeit: Herbst★★☆☆☆
Schwierigkeit: Winter★★★★★

※ Quelle: Geodaten der Forstbehörde · Erreichbarkeit und saisonale Werte sind lediglich Richtwerte.

Überblick

개요 Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Sangbuk-myeon, Ulju-gun, Ulsan) · Gonggong Nuri

Der Sinbulsan liegt an der Grenze zwischen Ulju-gun in Ulsan und der Stadt Yangsan in Gyeongsangnam-do. Er ist einer der markanten Gipfel, die zusammen mit dem Gajisan, Ganwolsan und Yeongchuksan die berühmte Bergkette der „Yeongnam Alps“ bilden. Die offizielle Höhe auf den Hinweisschildern wird mit etwa 1159 m angegeben, doch wer mit dem GPS misst, landet je nach Route eher zwischen 1170 und 1220 m. Das liegt wohl an den unterschiedlichen Messpunkten – mal am Gipfelstein, mal an benachbarten Erhebungen wie dem Ganwolsan (1086 m) oder dem Baenaebong (993 m).

Was den Charakter des Berges angeht, so ist er eine interessante Mischung: Sanfte Grate und weite Silbergras-Ebenen wechseln sich mit schroffen Felsformationen ab. Man könnte sagen, er ist eine perfekte Kombination aus „sanftem“ Waldberg und felsigem Gelände. Die Schwierigkeit würde ich als moderat einstufen, aber man sollte sich nicht täuschen lassen: Je nach gewählter Route können die Wege bis zu sechs Stunden pro Strecke dauern, also ist eine gute Planung der Kräfte wichtig. Während die meisten Touren zum Gipfel als Tagestrip absolut machbar sind, sollte man für eine komplette Durchquerung des gesamten Wanderwegnetzes (insgesamt 73,11 km) definitiv eine Übernachtung einplanen.

Berglandschaft und Topografie

산세와 지형 Foto: Korea Tourism Organization Tourism Photo Gallery (Sangbuk-myeon, Ulju-gun, Ulsan) · Gonggong Nuri

Der Sinbulsan ist ein Gebirge, das durch den Wechsel zwischen sanften, bewaldeten Graten und felsigen Abschnitten am Gipfel besticht. Besonders bekannt ist der Grat, der vom Gipfel nach Westen führt: Dort breitet sich eine weite Graslandschaft aus – die sogenannte „Sinbulsan-Edelgras-Ebene“. Gerade im Herbst ist dieser Anblick mit den wehenden Gräsern absolut spektakulär. Während man am Gipfel durch die freiliegenden Felsen eine tolle Aussicht genießt, zeigen sich die Täler und unteren Hänge wieder von der typischen, dicht bewaldeten Seite eines „sanften“ Berges. Zu den wichtigsten Gipfeln laut Geodaten gehören der Gipfel des Ganwolsan (1086 m), der Baenaebong (993 m) und die verschiedenen Punkte des Sinbulsan-Gipfels (ca. 1170–1220 m). Diese Gipfel sind durch den Grat miteinander verbunden und bilden das Rückgrat der großen Sinbulsan–Ganwolsan-Querung.

Die Wanderwege im Gebiet sind nach Verwaltungsbezirken in insgesamt sechs Abschnitte unterteilt. Ein kleiner Hinweis dazu: Dies sind keine offiziellen Namen für einzelne Wanderrouten, sondern lediglich die geografische Einteilung nach den jeweiligen Verwaltungsgebieten. Man sollte sie also nicht mit festen Wanderwegen verwechseln. Hier ist die Übersicht der registrierten Abschnitte und ihrer Gesamtlängen:

Abschnitt (nach Verwaltungsbezirk)EntfernungSchwierigkeitBeschaffenheit
(Kein Name angegeben)34,44 kmLeicht-
Deogeok-Alps-ri-Abschnitt14,31 kmLeicht/Mittel-
Gacheon-ri-Abschnitt11,93 kmLeicht/Mittel-
Icheon-ri-Abschnitt5,31 kmLeicht-
Banggi-ri-Abschnitt5,05 kmLeicht-
Seon-ri-Abschnitt2,07 kmLeicht-

※ Die obigen Werte geben die kumulative Länge pro Verwaltungsbezirk an, wie sie in den Geodaten des Forstamtes hinterlegt sind. Es handelt sich also nicht um die Länge einzelner Wanderrouten. Die Gesamtlänge aller Wege im Gebiet beträgt 73,11 km.

Das Gefühl beim Wandern

등산의 느낌 사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (울산광역시 울주군 상북면) · 공공누리

Die Wanderung auf den Sinbulsan hat einen ganz eigenen Rhythmus: Man startet durch dichte, schattige Waldwege und arbeitet sich langsam hoch auf den Grat, wo der Blick nach und nach immer weiter wird. In den unteren Etagen folgt man meist dem Verlauf der Täler – im Sommer ist das ideal, um etwas Schatten und das Plätschern der Bäche zu genießen. Je näher man dem Gipfel kommt, desto abwechslungsreicher wird es: Die Landschaft wechselt zwischen felsigen Abschnitten und weiten Flächen mit Silbergras. Besonders am Grat nahe dem Gipfel entfaltet sich das Panorama der Yeongnam-Alpen vor einem – eine Anstrengung, die durch diesen Ausblick am Ende definitiv belohnt wird. Im Frühling locken das frische Grün und die Azaleen, im Herbst hingegen ist es das glänzende Silbergras. Aber man sollte wissen: Im Winter können der schneidende Wind am Grat und vereiste Stellen die Tour für Anfänger durchaus knackig machen.

Die wichtigsten Routen (je nach Startpunkt)

주요 코스(들머리별) Foto: Korea Tourism Organization Fotogalerie (Sangbuk-myeon, Ulju-gun, Ulsan) · Public Nuri

Die folgenden Gipfelrouten basieren auf den GPX-Messdaten der „100 berühmtesten Berge“ des Korea Hiking & Trekking Support Center. Die Angaben zu Distanz, Höhenunterschied, geschätzter Dauer und Schwierigkeitsgrad sind das Ergebnis von Messungen und Berechnungen. Die Beliebtheit ist hingegen ein Schätzwert, der sich an der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und der tatsächlichen Nutzung orientiert.

Route (Start → Gipfel)DistanzHöhenunterschiedDauer (einfach)SchwierigkeitBeliebtheit
Toilette → Gipfel16,99 km↕ 1041 mca. 5 Std. 59 Min.★★★★★★★★☆☆
Einstieg → Gipfel12,27 km↕ 992 mca. 4 Std. 43 Min.★★★★★★★★★☆
Eingang → Gipfel Seokjeongbong12,61 km↕ 857 mca. 4 Std. 35 Min.★★★★★★★★★★
Einstieg → Gipfel Gojangsan5,54 km↕ 899 mca. 2 Std. 53 Min.★★★★★★★★★☆
Rastplatz → Gipfel2,87 km↕ 777 mca. 2 Std. 1 Min.★★★★☆★★☆☆☆
Sicherheitspfosten → Gipfel7,88 km↕ 901 mca. 3 Std. 28 Min.★★★★★★★☆☆☆
Bushaltestelle → Gipfel Odusan17,01 km↕ 1068 mca. 6 Std. 2 Min.★★★★★★★☆☆☆
Weggabelung 34 → Gipfel3,07 km↕ 881 mca. 2 Std. 14 Min.★★★★☆★★☆☆☆

※ Quelle: Korea Hiking & Trekking Support Center 100 berühmteste Berge GPX (Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeitsgrad) · Beliebtheit ist ein Schätzwert

Route 1 — Von der Toilette zum Gipfel

📏 16.99km ⛰️ 1041m Höhenmeter ⏱️ 5:59 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1143m 165m 16.99km

Zwischenstationen: Toilette → Touristenattraktion → Quelle → Rastplatz → Wanderkarte → Parkplatz → Naturlandschaft → Weggabelung 13 → Weggabelung 17 → Infostelle → Aussichtspunkt → Weggabelung 20 → Weggabelung 21 → Weggabelung 23 → Weggabelung 24

Anfahrt & Einstieg: Da am Anfang direkt die Toilette, der Parkplatz und eine Infostelle nebeneinander liegen, scheint dies ein recht gut erschlossener Startpunkt zu sein. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, nutzt üblicherweise die nahegelegene Bushaltestelle und folgt dann einfach den Wegweisern. Den genauen Namen der Haltestelle und die Abfahrtszeiten solltet ihr aber vorab sicherheitshalber nochmal in einer Karten-App checken.

Besonderheiten & Empfehlung: Mit rund 17 km ist das hier die längste einseitige Strecke der gesamten Tour – also ein ordentliches Langstrecken-Stück. Da es unterwegs aber immer wieder Quellen, Rastplätze und Infostellen gibt, lässt sich auch bei einer längeren Wanderung problemlos immer mal wieder ein Plätzchen zum Verschnaufen finden. Die Route ist also ideal für alle, die sich ihrer Ausdauer sicher sind und bereit sind, den kompletten Tag in der Natur zu verbringen. Wer die Strecke als Tagesausflug hin und zurück bewältigen möchte, sollte definitiv schon früh am Morgen losziehen.

Route 2 — Einstieg → Gipfel

📏 12.27km ⛰️ 992m Höhenmeter ⏱️ 4:43 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1189m 201m 12.27km

Auf dem Weg: Shinbulsan-Tunnel (Abschlussphase der Bauarbeiten) → Sinbulsa-Tempel → Gefahrenstelle → Weggabelung 6 → Tal/Bachlauf → Weggabelung 9 → Naturkulisse → Sicherheitsmarkierung → Aussichtspunkt → Weggabelung 27 → Bokunsa-Tempel → Einstieg

Anfahrt: Da die Route über Tempel wie Sinbulsa und Bokunsa führt, ist davon auszugehen, dass es sich um den Zugang über das Baenaegol-Tal handelt. Dieser Abschnitt lässt sich mit dem Auto relativ bequem erreichen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, nimmt am besten einen Bus in Richtung der umliegenden Dörfer und läuft das letzte Stück dann zu Fuß.

Besonderheiten & Empfehlung: Die Strecke bietet durch den ständigen Wechsel zwischen Tälern, Tempeln und Aussichtspunkten eine wirklich schöne Abwechslung. Da auf dem Weg jedoch auch „Gefahr“-Schilder auftauchen, sollte man bei Regen oder Frost besonders vorsichtig sein. Der Weg eignet sich ideal für alle, die eine Mischung aus Tempelkultur und der besonderen Stimmung im Tal erleben möchten.

Route 3 — Eingang → Gipfel des Seokjeongbong

📏 12.61km ⛰️ 857m Höhenmeter ⏱️ 4:35 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1179m 324m 12.61km

Route: Gebührenpflichtiger Parkplatz → Naturlandschaft → Toilette → Sehenswürdigkeiten → Café → Restaurant → Bushaltestelle → Eingang → Rastplatz → Weggabelung 10 → Aussichtspunkt → Gipfel des Seokjeongbong

Der Einstieg: Da Parkplatz, Café, Restaurant und Bushaltestelle hier quasi alle am selben Fleck liegen, handelt es sich vermutlich um den Zugang in der Nähe des Deungeok-Alps-Onsen-Komplexes. Von allen Routen am Shinbulsan ist dies wohl die am einfachsten erreichbare – egal, ob man mit dem Auto oder dem Bus anreist.

Charakter der Tour & Empfehlung: Die Strecke führt zunächst durch einen touristisch gut erschlossenen Bereich, bevor sie in den eigentlichen Wanderpfad übergeht. Das macht die Tour auch für Familien oder Leute, die nur einen kurzen Ausflug machen wollen, sehr attraktiv. Aber Achtung: Sobald man den Aussichtspunkt passiert hat, folgt der richtige Anstieg zum Gipfel des Seokjeongbong. Wer die Wanderung bis zum Ziel durchziehen will, sollte seine Kräfte also klug einteilen.

Route 4 — Einstieg → Gipfel des Gojang-Bergs

📏 5.54km ⛰️ 899m Höhenmeter ⏱️ 2:53 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1182m 282m 5.54km

Route: Parkplatz → Café → Rastplatz → Naturlandschaft → Gefahrenzone → Aussichtspunkt → Hubschrauberlandeplatz → Weggabelung 40 → Weggabelung 41 → Sperrung → Informationstafel → Gipfel des Gojang-Bergs → Einstieg → Angelplatz

Einstiegszugang: Da Parkplatz und Café direkt nebeneinander liegen, scheint der Startpunkt recht unkompliziert mit dem Auto erreichbar zu sein. Da zudem ein Angelplatz auf der Karte verzeichnet ist, liegt die Vermutung nahe, dass dieser Weg in Richtung eines Dorfes am Stausee oder einem Bachlauf führt.

Besonderheiten & Empfehlungen: Bei einer Einwegstrecke von 5,5 km und einem Höhenunterschied von 899 m ist die Route im Verhältnis zur Distanz doch recht knackig. Zwar bieten der Hubschrauberlandeplatz und die Aussichtspunkte herrliche Ausblicke, aber Vorsicht: Es gibt Abschnitte mit „Verbot“-Schildern. Man sollte vor Ort unbedingt prüfen, ob bestimmte Bereiche tatsächlich gesperrt sind.

Route 5 — Schutzhütte → Gipfel

📏 2.87km ⛰️ 777m Höhenmeter ⏱️ 2:01 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★☆ ⤓ GPX
1181m 400m 2.87km

Etappen: Schutzhütte → Aussichtspunkt → Naturlandschaft → Weggabelung 19

Zugang: Da die Beschilderung recht spartanisch ausfällt, handelt es sich wohl um einen kurzen Verbindungsweg, der von einem bestehenden Wanderpfad direkt zum Gipfel hinaufstürmt. Da es keine direkten Haltestellen gibt, wird dieser Abschnitt am besten in Kombination mit anderen Routen genutzt.

Highlights & Empfehlungen: Mit einer Einwegstrecke von 2,87 km und einem Höhenunterschied von 777 m ist das zwar der kürzeste Weg des gesamten Parcours, aber dafür auch einer der steilsten. Wer also den Panorama-Blick vom Gipfel in kurzer Zeit „ernten“ möchte, ist hier genau richtig. Aber Vorsicht: Der Anstieg ist knackig und beim Abstieg sollten die Knie nicht vergessen werden – Rutschgefahr ist hier definitiv ein Thema.

Route 6 — Sicherheitsabsperrung → Gipfel

📏 7.88km ⛰️ 901m Höhenmeter ⏱️ 3:28 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1167m 278m 7.88km

Verlauf: Sicherheitsabsperrung → Weggabelung 21 → Gefahrenstelle → Sicherheitsvorrichtung & Erste-Hilfe-Kasten → Panorama → Weggabelung 25 → Weggabelung 27 → Aussichtspunkt → Sicherheitsvorrichtung → Schwieriger Pfad → Panorama

Einstieg: Da der Startpunkt in den Aufzeichnungen lediglich als „Sicherheitsvorrichtung“ (Sicherheitsabsperrung) geführt wird, handelt es sich vermutlich um einen Zugang ohne offiziellen Namen. Ich würde daher empfehlen, den tatsächlichen Einstiegspunkt vorab mit einer Wanderkarte vor Ort oder einer App zu verifizieren. Sicher ist sicher.

Besonderheiten & Empfehlungen: Da die Wegweiser immer wieder auf „Gefahren“ und „schwierige Pfade“ hinweisen, ist das Gelände insgesamt recht unwegsam und es gibt viele Passagen, die volle Aufmerksamkeit erfordern. Dieser Abschnitt ist eher nichts für einen gemütlichen Spaziergang, sondern eher was für Wanderer mit etwas Erfahrung. Nach Regenfällen oder bei Frost solltet ihr diesen Weg besser meiden.

Schwierigkeitsgrad · Untergrund · Sicherheitshinweise

난이도·노면·주의 Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Sangbuk-myeon, Ulju-gun, Ulsan Metropolitan City) · Gongguri

Laut den offiziellen Wanderweg-Daten des Forstministeriums wird die Schwierigkeit am Sinbulsan als „mittelschwer“ eingestuft; Angaben zum Bodenbelag sind nicht separat registriert. Wer sich jedoch die GPX-Messdaten der „Top 100 Berge“ ansieht, erkennt schnell: Viele Routen zum Gipfel beinhalten einen Höhenunterschied von über 800 Metern und erfordern eine Wanderzeit von etwa 3 bis 6 Stunden pro Weg. Man sollte also nicht darauf vertrauen, dass „mittelschwer“ in der Praxis auch wirklich nur so anstrengend ist – die reale Belastung dürfte deutlich höher liegen.

In den offiziellen Statistiken sieht es so aus, als gäbe es gar keine Infrastruktur: Aussichtspunkte, Trinkwasserstationen, Schutzhütten oder Gefahrenzonen werden mit „0“ geführt. Ein Blick auf die GPX-Wegweiser lässt jedoch vermuten, dass die Realität anders aussieht: Auf den Routen 2, 3, 4 und 6 tauchen die Bezeichnungen „Aussichtspunkt“ und „Gefahr“ immer wieder auf. Das deutet darauf hin, dass es vor Ort durchaus Hinweisschilder gibt, die lediglich nicht in der offiziellen Datenbank erfasst wurden. An den Graten und felsigen Abschnitten ist besondere Vorsicht geboten – besonders bei Regen (Rutschgefahr!) oder im Winter (Eis und starker Wind). Wenn irgendwo ein Hinweis auf „schwieriges Gelände“ oder „Gefahr“ steht, sollte man nicht versuchen, den Überflieger zu spielen, sondern lieber vernünftig agieren.

Distanz und Zeitaufwand

거리와 소요시간 Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Sangbuk-myeon, Ulju-gun, Ulsan) · Gongkonuri

Die kumulierte Gehzeit für alle Wanderwege in diesem Gebiet beläuft sich auf 1389 Minuten im Aufstieg und 962 Minuten im Abstieg. Wichtig zu wissen: Das ist nicht die Zeit für eine einzelne Route, sondern die Summe aller registrierten Abschnitte. Umgerechnet ergibt das eine durchschnittliche Aufstiegs-Pace von etwa 19 Minuten pro Kilometer – was verdeutlicht, dass die Wege am Sinbulsan eher aus knackigen Anstiegen als aus gemütlichen Pfaden bestehen.

Für die tatsächlichen Zeiten der einzelnen Routen solltet ihr euch am besten an die zuvor angegebene GPX-Tabelle halten. Nur zur Orientierung: Die gut zugängliche Strecke vom Eingang zum Gipfel des Seokjeongbong dauert etwa 4 Stunden und 35 Minuten (einfache Strecke), während die kürzeste Verbindung vom Rastplatz zum Gipfel mit rund 2 Stunden zu Buche schlägt. Die meisten Wege lassen sich problemlos als Tagestouren bewältigen, aber wer die gesamte Distanz von 73,11 km am Stück wandern möchte, sollte das sicherheitshalber als Mehrtageswanderung mit mindestens einer Übernachtung planen.

Anreise (ÖPNV & Parken)

가는 길(대중교통·주차) Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Ulju-gun, Ulsan) · Gonggonuri

In der Umgebung des Sinbulsan gibt es eine ganze Reihe von Haltestellen, darunter Tongdosa Jeongmun, Sujeongbeopbok, Jangjehoegwan sowie die Dörfer Baekryeon, Taebong und Jangje. Wenn man von der Richtung Yangsan her kommt, eignet sich die Haltestelle „Tongdosa Jeongmun“ hervorragend als Orientierungspunkt. Üblicherweise nimmt man aus Ulsan oder Yangsan den Stadt- oder Überlandbus zu dieser Haltestelle und läuft von dort aus zum jeweiligen Startpunkt der Wanderwege. Wer die Route 3 in Richtung des Deongeok Alps Onsen-Gebiets plant, sollte am besten die Buslinie nutzen, die direkt zum Thermalbad führt – das ist wohl am praktischsten.

In den offiziellen Datenbanken werden zwar null Parkplätze aufgeführt – das liegt aber vermutlich an der Art und Weise, wie die Forstdienststelle solche Informationen erfasst. In der Realität gibt es jedoch durchaus gebührenpflichtige Parkplätze in der Nähe des Thermalbad-Komplexes und der Tempel (ein Hinweis darauf findet sich auch auf den Wegweisern zu Route 3). Für die exakten Abfahrtszeiten und die aktuellste Routenplanung empfehle ich dringend, KakaoMap oder Naver Map zu nutzen. Beide Apps sind in Korea für den Nahverkehr und die Navigation zu Fuß einfach am zuverlässigsten.

Jahreszeit · Wetter · Ausrüstung

시즌·날씨·장비 Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Sangbuk-myeon, Ulju-gun, Ulsan) · Gongkonuri

Die ideale Zeit für eine Wanderung ist der Frühling (April bis Mai) oder der Herbst (September bis Oktober). Während im Frühling das frische Grün und die Azalien locken, ist es im Herbst der Anblick des silbernen Grases auf den Bergkämmen. Im Sommer müsst ihr hingegen mit Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit in den Tälern und plötzlichen Regenschauern rechnen. Und ein kleiner Tipp vorab: Da es keine öffentlichen Trinkwasserstellen gibt, solltet ihr auf jeden Fall genug eigenes Wasser einpacken.

Im Winter können auf den Graten starke Winde und vereiste Abschnitte die Tour zur Herausforderung machen. Hier sind Steigeisen, Gamaschen und eine winddichte Jacke unverzichtbar. Da einige Abschnitte mit Hinweisen wie „schwieriger Weg“ oder „Gefahr“ markiert sind, rate ich Anfängern dringend davon ab, im Winter alleine loszuziehen. Zur Grundausstattung gehören natürlich Wanderschuhe, Wechselkleidung, eine Stirnlampe, Notproviant und die Wander-App auf dem Smartphone.

Tipps für Reisende aus dem Ausland

외국인 여행자 팁 Foto: Korea Tourism Organization Gallery (Sangbuk-myeon, Ulju-gun, Ulsan) · Gonggong Nuri

Der Berg wird als Sinbulsan geführt, der Gipfel ist das „Sinbulsan-jeongsang“ (Sinbulsan Peak), während die benachbarten Gipfel Ganwolsan und Baenaebong ebenfalls als Orientierungspunkte dienen können. Ein offizielles Eintrittsgeld oder eine Genehmigung ist zwar nicht erforderlich, aber wenn der Weg durch die Tempelgelände (wie etwa Sinbulsa oder Bokunsa) führt, sollte man sich natürlich an die dortige Etikette halten.

Was die Ausstattung angeht: Toiletten findet man an einigen der Einstiegspunkte (Weg 1 und 3), am Gipfel selbst gibt es jedoch nichts. Also: Vor dem Aufstieg lieber nochmal nutzen! Auch Wasserstellen sind offiziell nicht ausgewiesen, daher ist ausreichend eigenes Trinkwasser ein absolutes Muss.

Ein wichtiger Tipp zur Navigation: Verlasst euch nicht auf Google Maps, da die Wanderwege in Korea dort oft ungenau dargestellt werden. Nutzt für den tatsächlichen Pfad lieber KakaoMap oder Naver Map. Da der Handyempfang an den Graten manchmal schwanken kann, empfiehlt es sich, die Route vorab offline zu speichern und jemandem mitzuteilen, in welcher Gruppe man unterwegs ist und wann man etwa wieder am Ziel ankommt.

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📍 Silbergras-Wiesen und schroffe Grate: Der Sinbulsan in UlsanStandort

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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