Bizarre Felsschluchten und versteckte Höhlen: der Juwangsan in Cheongsong, Gyeongbuk

Wandern · Veröffentlicht 1.8.2026 ·

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Auf einen Blick

KennzahlSterne
Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken)★☆☆☆☆
Schwierigkeit der Route★★☆☆☆
Wasser/Quellen am Berg★☆☆☆☆
Übernachtung nötig?★★★☆☆ (bei Komplettdurchquerung eine Nacht)
Schwierigkeit nach Jahreszeit – Frühling★★☆☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit – Sommer★★★☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit – Herbst★★☆☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit – Winter★★★★☆

※ Quelle: Geodaten zu Wanderwegen der koreanischen Forstbehörde (Korea Forest Service) · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten sind Richtwerte

Überblick

개요 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Juwangsan-myeon, Cheongsong-gun, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Der Juwangsan ist ein Nationalpark im Landkreis Cheongsong in der Provinz Gyeongsangbuk-do, und was ihn ausmacht, sind seine bizarren Felswände und die Schluchtenlandschaft. In den Geodaten der Wanderwege sind gleich zwei Gipfelpunkte verzeichnet, einer mit 754 m und einer mit 740 m; die tatsächlich gemessene GPX-Spur weist als höchsten Punkt im Gipfelbereich 747 m aus. Weil insgesamt viele flache Abschnitte dabei sind, führen die Daten den Schwierigkeitsgrad als „leicht” – die Route zum Gipfelbereich bringt es aber auf 449 m reine Höhendifferenz bei 5,84 km Länge und rund 2 Stunden 13 Minuten für den Hinweg, und damit fühlt sie sich dann doch eher mittelschwer an. Die Hauptroute lässt sich an einem Tag hin und zurück gehen, und der Berg gilt als abwechslungsreich: Schluchten, bizarre Felsformationen, Wasserfälle und Höhlen.

Bergformen und Gelände

산세와 지형 Foto: Korea Tourism Organization, Tourismus-Fotogalerie (Juwangsan-myeon, Cheongsong-gun, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Der Juwangsan fällt vor allem durch bizarre Felsformationen und enge Schluchten auf, die durch die Erosion vulkanischen Geländes entstanden sind – man zählt ihn üblicherweise zu den Felsbergen (암산, Amsan). Steilwände reihen sich wie ein Wandschirm aneinander, dazu ziehen sich schroffe Felsgrate am Tal entlang; je weiter man ins Tal hineingeht, desto enger wird es, und genau diese Klammabschnitte sind das Charakteristische. Der Gipfelbereich ist mit zwei Erhebungen verzeichnet (754 m und 740 m), die höchste gemessene Stelle auf der Route liegt bei 747 m. Unterwegs gibt es außerdem Höhlen wie die Mujanggul und die Juwanggul, was dem Ganzen eine Geländeerfahrung verleiht, die sich deutlich von einer schlichten Gratwanderung unterscheidet. Insgesamt mischen sich sanfte Waldwege mit eher erdigem Charakter und die Fels- und Aussichtspassagen rund um den Gipfel.

Das Gefühl beim Aufstieg

Das Gefühl beim Aufstieg Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Jubang-san-myeon, Cheongsong-gun, Provinz Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Der Anfang der Route führt gemächlich durch dichten Wald, doch nach dem ersten, zweiten und dritten Aussichtspunkt in schneller Folge ändert sich der Charakter: Plötzlich hat man die Schlucht und die Felsgipfel vor sich. An den Aussichtspunkten öffnet sich der Blick so weit, dass man die Dimensionen der gesamten Schlucht wirklich begreift, und hinter dem Gipfel reihen sich auf dem Abstieg der Adeulbawi-Felsen, die Juwang-am-Klause, die Mujang-Höhle und die Juwang-Höhle nacheinander auf — es hört einfach nicht auf, sehenswert zu sein. Im Frühling verbinden sich frisches Grün und Bachwasser, im Sommer bleibt es durch den Schatten der Schlucht und den Wind vom Bach vergleichsweise kühl, und im Herbst färbt das Laub die ganze Schlucht — dann ist hier die betriebsamste Zeit des Jahres. Im Winter bildet sich auf den schattigen Felspassagen und rund um den Bach Eis, was die Stimmung einer Tour hier grundlegend verändert.

Die wichtigsten Routen (nach Einstieg)

Die wichtigsten Routen (nach Einstieg) Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Juwangsan-myeon, Cheongsong-gun, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Route (Einstieg → Gipfel)DistanzNetto-HöhendifferenzGeschätzte Dauer (einfach)SchwierigkeitBeliebtheit
Abzweigung 4 → Aussichtspunkt5,84 km↕449 mca. 2 Std. 13 Min.★★★☆☆★★★★☆

※ Quelle: GPX-Daten der 100 berühmten Berge vom Korea Hiking & Trekking Support Center (Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit als Richtwert

Route 1 — Wegkreuzung 4 → Aussichtsplattform

📏 5.84km ⛰️ 449m Höhenmeter ⏱️ 2:13 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★☆☆ ⤓ GPX
739m 299m 5.84km

Wegpunkte: Wegkreuzung 4 → Aussichtsplattform → 2. Aussichtsplattform → 3. Aussichtsplattform → Gipfel → Adeulbawi (Sohnesfelsen) → Schluchtrastplatz → Toilette Jahagyo → Getränkeautomat → Wegkreuzung 14 → Wegkreuzung 15 → Toilette Juwangam → Mujanggul-Höhle → Namenloser Wasserfall → Juwanggul-Höhle

Anfahrt zum Einstieg: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln steigt man üblicherweise am Überlandbusterminal Cheongsong in einen Kreisbus Richtung Juwangsan (Daejeonsa) um. Aus größeren Städten wie Seoul oder Daegu fährt man zunächst mit dem Fernbus oder Überlandbus nach Cheongsong und muss dort umsteigen — mit der U-Bahn ist die Gegend nicht erreichbar. Wer mit dem eigenen Auto kommt, nutzt meist den öffentlichen Parkplatz am Eingang des Juwangsan-Nationalparks (nahe Daejeonsa); zur Laubfärbungszeit ist dort allerdings ziemlich viel Gedränge.

Charakter & für wen geeignet: Das Herzstück der ersten Streckenhälfte sind drei unmittelbar aufeinanderfolgende Aussichtsplattformen mit Blick über die Schlucht und die Felsgipfel. Hinter dem Gipfel wird es dann zu einer Rundtour, die eine ganze Reihe von Höhlen- und Felssehenswürdigkeiten mitnimmt: Adeulbawi, Juwangam, Mujanggul und Juwanggul. Mit 5,84 km einfacher Strecke und 449 m Netto-Höhendifferenz ist das eine Größe, die sich als Hin- und Rückweg an einem Tag machen lässt — passend für alle, die Schluchtpanoramen und gleichzeitig abwechslungsreiche Ziele wie Höhlen und Wasserfälle erleben wollen.

Schwierigkeit, Untergrund, Hinweise

난이도·노면·주의 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Juwangsan-myeon, Cheongsong-gun, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

In den Geodaten zu Wanderwegen ist der schwierigste registrierte Abschnitt im Gemeindegebiet als “leicht” eingestuft. Die tatsächlich vermessene Route zum Gipfelbereich kommt mit 449 m Netto-Höhendifferenz auf 5,84 km aber gefühlt eher auf drei Sterne (★★★☆☆). Zum Untergrund gibt es keine separaten Angaben, aber bei diesem Gelände aus bizarren Felsen und Schluchten dürften freiliegende Felspartien mit Treppen- und Holzstegabschnitten abwechseln – bei Regen also aufpassen, dass man nicht wegrutscht. Gefahrenstellen sind keine eingetragen, Aussichtspunkte ebenfalls nicht, doch auf der vermessenen Route übernehmen die drei Aussichtsplattformen 1, 2 und 3 offenbar genau diese Funktion. An Ein- und Ausstiegen sind vier Punkte verzeichnet, und unterwegs liegen die Toilette an der Jaha-Brücke, die Toilette am Juwangam sowie ein Getränkeautomat – durchaus brauchbare Infrastruktur. Trinkwasserstellen und Schutzhütten sind allerdings keine registriert. Im Winter ist deshalb bei Eisstellen besondere Vorsicht geboten, im Sommer bei Starkregen wegen des schnell steigenden Wasserstands im Tal.

Distanz und Zeitbedarf

거리와 소요시간 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Juwangsan-myeon, Cheongsong-gun, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Die vermessene Gipfelroute ist einfach 5,84 km lang, hat 449 m reine Höhendifferenz und dauert rund 2 Stunden 13 Minuten — hin und zurück also gut an einem Tag zu schaffen. Die Gesamtlänge aller Wanderwege im Gebiet summiert sich auf 33,68 km, wobei das eben die Summe mehrerer Routen ist und nicht die Distanz eines einzelnen Wegs. Aus den kumulierten Werten für das gesamte Gebiet — 747 Minuten bergauf, 525 Minuten bergab — ergibt sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 22 Minuten pro Kilometer; das lässt sich ganz gut als Anhaltspunkt nutzen, um den Zeitbedarf einzelner Routen abzuschätzen (die kumulierten Zahlen selbst darf man aber auf keinen Fall als Dauer einer einzigen Tour missverstehen). Auf den registrierten Abschnitten im Gebiet gibt es keine Schutzhütten. Für die hier vorgestellte Route reicht eine Tageswanderung völlig aus — wer allerdings über mehrere Zustiege hinweg die komplette Gesamtlänge ablaufen will, sollte eine Übernachtung in Cheongsong einplanen.

Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel · Parken)

가는 길(대중교통·주차) Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Juwangsan-myeon, Cheongsong-gun, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Der Juwangsan liegt im bergigen Hinterland von Gyeongsangbuk-do – mit der U-Bahn kommt man hier also nicht hin. Üblich ist die Kombination aus Fernbus und Regionalbus: von Seoul (etwa vom Dong-Seoul-Terminal oder dem Express Bus Terminal) oder von Daegu aus zunächst mit dem Überland- oder Fernbus nach Cheongsong, dort am Busbahnhof Cheongsong umsteigen in den Kreisbus Richtung Juwangsan (Daejeonsa). Welche Verbindung aktuell wirklich fährt und wie die Taktzeiten aussehen, prüft man am besten in KakaoMap oder Naver Map – einfach nach “주왕산국립공원” (Juwangsan-Nationalpark) oder “대전사” (Daejeonsa) suchen. Wer mit dem Auto anreist: Am Parkeingang beim Tempel Daejeonsa gibt es einen öffentlichen Parkplatz. In der Herbstlaubsaison wird es dort allerdings richtig voll, deshalb lohnt es sich, früh dran zu sein.

Jahreszeit, Wetter, Ausrüstung

시즌·날씨·장비 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Juwangsan-myeon, Cheongsong-gun, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Die bekannteste Reisezeit für den Juwangsan ist der Herbst (Ende Oktober bis Anfang November), wenn sich die gesamte Schlucht in Herbstfarben taucht. Im Sommer kann man Bachläufe und Wasserfälle gleich mitnehmen – dafür teilt man sich den Weg dann mit den Badegästen. In Phasen mit starkem Dauerregen können Teile der Wanderwege aus Sicherheitsgründen in den Schluchtabschnitten gesperrt werden; ein Blick auf die Hinweise des Nationalparks vor der Anreise lohnt sich also. Im Winter bilden sich auf den schattigen Felspartien und rund um die Bäche Eisflächen, was den Schwierigkeitsgrad gefühlt deutlich nach oben treibt – Grödel sind dann Pflicht. Zur Grundausstattung gehören in jedem Fall Wanderschuhe, Wechselkleidung und Stöcke. Und da keine Trinkwasserstellen bestätigt sind, sollte man ausreichend Wasser selbst mitbringen.

Tipps für internationale Reisende

Tipps für internationale Reisende Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Juwangsan-myeon, Cheongsong-gun, Provinz Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Der Juwangsan wird in lateinischer Schrift als Juwangsan geschrieben, der bekannteste Tempel in der Nähe des Einstiegs als Daejeonsa Temple. Die Eintrittsgelder für die Kulturgutzonen innerhalb der Nationalparks sind seit 2023 landesweit abgeschafft worden – so heißt es jedenfalls. Ob zum Zeitpunkt des Besuchs trotzdem irgendeine Gebühr anfällt, prüft man am besten noch einmal auf den Hinweistafeln vor Ort oder auf der Website des Nationalparks. Toiletten gibt es unterwegs an der Jahagyo-Brücke und beim Juwangam, dazu stehen dort Automaten; einen separaten Trinkwasserbrunnen konnte ich allerdings nicht bestätigen, Wasser muss man also unbedingt vorher mitbringen. Google Maps ist bei Wanderwegen in koreanischen Bergregionen häufig ungenau – ich empfehle, die tatsächliche Route mit KakaoMap oder Naver Map zu prüfen. Wegen der Schluchtenlandschaft besteht bei Regen Gefahr durch Steinschlag und reißendes Wasser, und in den Bergen kann der Handyempfang streckenweise schwach werden. Wer nicht allein unterwegs ist und sich an die Hinweise des Nationalparks hält, ist deutlich sicherer.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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