Granitgrate direkt vor der Haustür – die Aussicht auf den Bukhansan in Seoul
Wandern · Veröffentlicht 5.7.2026 ·
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Auf einen Blick
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken) | ★★★★☆ |
| Schwierigkeitsgrad der Tour | ★★★☆☆ |
| Wasser/Trinkquellen am Berg | ★★★★☆ |
| Übernachtung nötig? | ★★★★★ (Tagestour reicht völlig aus) |
| Frühling | ★★★★★ |
| Sommer | ★★★☆☆ |
| Herbst | ★★★★★ |
| Winter | ★★☆☆☆ |
※ Quelle: Forstamt (Wanderweg-Daten) · Erreichbarkeit und Saisonalität sind lediglich Richtwerte
Überblick
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Jeongneung-dong, Seongbuk-gu, Seoul) · Gongguri
Der Bukhansan ist ein legendärer Berg mitten im Geschehen, der sich über das Stadtgebiet von Seoul bis hin nach Goyang erstreckt. Mit einer Höhe von etwa 834 Metern bildet der markante Granitgipfel Baegundae den höchsten Punkt. Obwohl er mitten in der Metropolregion liegt, bietet er mit seinen schroffen Felsformationen und tiefen Täldern eine fast schon wilde Kulisse. Und die Erreichbarkeit? Dank U-Bahn und Bus kommt man ganz unkompliziert direkt zum Wanderstart.
In den offiziellen Beschreibungen wird der Schwierigkeitsgrad zwar als „mittel“ angegeben, aber wer die echten Pfade zum Gipfel hinaufwandert, muss mit einem Höhenunterschied von oft über 600 Metern rechnen – das geht also doch ganz schön in die Beine. Die Wanderwege insgesamt haben eine Gesamtlänge von 17,47 km. Da es keine Schutzhütten gibt, ist der Berg ideal für eine ausgiebige Tagestour.
Landschaft und Gelände
Foto: Korea Tourism Organization Foto-Galerie (Bulgwang-dong, Eunpyeong-gu, Seoul) · Gonggong Nuri
Der Bukhansan ist ein klassischer Granitberg. Das markanteste Merkmal sind die glatten, weißen Felsgipfel, die sich wie eine Kette entlang des Grates ziehen. Rund um den Gipfel Baegundae bilden die Spitzen Insubong und Manggyeongdae ein markantes Dreieck – weshalb der Berg schon seit jeher auch als „Samgaksan“ (Dreiberg) bekannt ist. Blickt man auf die in den öffentlichen Daten verzeichneten Hauptgipfel, sieht man sie überall am Grat: der Sidanbong (604 m), der Samobawi (548 m), der Samgakjeombong (545 m), der Uibong-Gipfel (539 m) und der Jingwanbong (531 m). Hinzu kommen weitere, niedrigere Gipfel zwischen 388 und 472 Metern, die die Nebengrate bilden. Das macht den Berg so reizvoll: Man läuft nicht einfach nur auf einen einzelnen Punkt zu, sondern erlebt das Abenteuer einer echten Gratwanderung zwischen verschiedenen Gipfeln und den alten Festungsmauern.
Das Gelände ist dabei klar zweigeteilt: Unten in den Tälern dominieren sanfte Waldpfade, während es im Gipfelbereich plötzlich zu freiliegenden Felsplatten und Abschnitten mit Geländern kommt. Wer den Pfaden im Tal folgt und schließlich auf den Grat trifft, erlebt einen plötzlichen Weitblick, wenn die Granitgipfel vor ihm auftauchen. Es ist faszinierend, wie sich das Gelände mit zunehmender Höhe so dramatisch verändert.
Das Gefühl beim Bergsteigen
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Bulgwang-dong, Eunpyeong-gu, Seoul) · Gongkonuri
Vom Wanderstart bis zur Mitte des Weges führt ein schattiger Pfad durch dichte Eichen- und Kieferwälder, was das Gehen recht angenehm macht. Auf der Route am Tal hört man immer wieder das Plätschern des Wassers, und die Begegnungen mit Wasserfällen oder Trinkbrunnen sind richtig erfrischend. Doch sobald man sich dem Gipfel nähert, schlägt die Stimmung komplett um: Plötzlich stehen felsige Anstiege an, bei denen man sich die Hände abstützen muss, sowie exponierte Felswände oder Abschnitte mit Stahlgeländern und Treppen. Wenn man dann aber oben am Grat steht, öffnet sich ein fantastischer Blick über die Stadt bis hin zum Dobongsan. Das ist das eigentliche Highlight beim Bukhansan: eine solche Aussicht so nah am urbanen Trubel zu finden. Im Frühling locken das frische Grün im Tal und die Azalien, im Herbst ist es das bunte Laub am Grat – und im Winter wird es durch die Felsen und Eisverhältnisse dann wieder so richtig knackig.
Die wichtigsten Routen (nach Startpunkten)
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Bulgwang-dong, Eunpyeong-gu, Seoul) · Gongkonuri
| Route (Start → Gipfel) | Distanz | Höhenunterschied | Geschätzte Dauer (einfach) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Eingang → Gipfel | 8,09 km | ↕745 m | ca. 3 Std. 16 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| Sagimakgol → Gipfel | 12,02 km | ↕670 m | ca. 4 Std. 07 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| Weggabelung → Gipfel | 8,38 km | ↕607 m | ca. 3 Std. 06 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| Bukhansanseong-Eingang → Bukhansan Baegundae Gipfel | 9,21 km | ↕671 m | ca. 3 Std. 25 Min. | ★★★★★ | ★★★★★ |
| Seonunsanjang → Dongjangdae | 9,66 km | ↕611 m | ca. 3 Std. 26 Min. | ★★★★★ | ★★★★☆ |
| Weggabelung → Gipfel | 7,83 km | ↕602 m | ca. 2 Std. 58 Min. | ★★★★☆ | ★★★★☆ |
| Weggabelung → Gipfel | 7,57 km | ↕601 m | ca. 2 Std. 54 Min. | ★★★★☆ | ★★★☆☆ |
| Referenzpunkt → Nahanbong Gipfel | 6,73 km | ↕654 m | ca. 2 Std. 46 Min. | ★★★★☆ | ★★☆☆☆ |
※ Quelle: Korea Hiking & Trekking Support Center – 100 berühmte Berge GPX (Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit ist als Richtwert zu verstehen.
Route 1 — Vom Einstieg zum Gipfel
Wegpunkte: Parkplatz → Guksadang → Toilette → Eingang → Weggabelung → Informationsplatz des Bukhansan-Nationalparks → Rastplatz → Notfallkontakt/119 bei Waldbrand oder Unfällen → Wegweiser → Sicherer Rastplatz zum Ausruhen → Notfallkontakt/119 bei Waldbrand oder Unfällen → Aussichtspunkt → Erste-Hilfe-Kasten (119) → Feuerlöscher für Waldbrände → Steinschlaggefahr
Anreise: Direkt am Startpunkt sind Parkplatz, Guksadang und Toiletten vorhanden – perfekt, um sich vor dem Aufstieg noch einmal kurz zu sammeln. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, fährt am besten mit dem Bus bis zur Haltestelle in der Nähe des Einstiegs und läuft von dort aus das letzte Stück. Den genauen Standort der Haltestelle am besten vorher kurz in der Karten-App prüfen.
Charakteristik & Empfehlung: Mit einem Höhenunterschied von 745 m ist dieser direkte Weg zum Gipfel ordentlich steil. Während der erste Teil mit seinen Waldpfaden und Rastplätzen noch recht angenehm ist, wird es im oberen Abschnitt wegen der Steinschlaggefahr etwas ernst. Dieser Kurs ist also eher was für Leute mit einer guten Portion Ausdauer, die den direkten Kampf zum Gipfel suchen.
Route 2 — Sagimakgol → Gipfel
Etappen: Sagimakgol → Paju-jip → Supermarkt (Shindo Food) → Park-Wachstation → Toilette → Weggabelung → Richtung Sagimakgol (kein Wanderweg) → Distanzmarkierung Rundweg → Butim-Felsen → Wegweiser → Bachlauf/Tal → Nationales Koordinatenschild → Verstecktes Tal (unterer Wasserfall) → Rastplatz → Unterer Wasserfall des versteckten Falls
Zugang: Der Einstieg erfolgt in Sagimakgol. Laut den Daten gibt es dort in der Nähe auch eine Bushaltestelle, was den Start recht unkompliziert macht. Der Weg führt erst über die Läden im Dorf, vorbei an der Park-Wachstation und den Toiletten, bevor es am Bachlauf entlang bergauf geht.
Besonderheiten & Empfehlung: Mit 12,02 km ist dies die längste der Gipfel-Routen. Sie eignet sich hervorragend für alle, die das Wandern in Kombination mit ausgiebigen Passagen durch Täler und an Wasserfällen lieben. Da die Strecke ordentlich Länge hat, sollte man das Zeitmanagement im Blick behalten. Ich würde diesen Weg jedem empfehlen, der sich die Zeit nimmt, das Rauschen des Wassers und die Stille des Waldes so richtig auskosten möchte.
Kurs 3 — Weggabelung → Gipfel
Route: Weggabelung → Cheongsu-Wasserfall → Cheongsu-Toilette → Sohwagi-Rastplatz → Yeongcheon-Heilquelle → Ssangjulgi-Heilquelle → Bogukmun-Rastplatz → Winterlich vereiste Abschnitte → Induam → Aussichtspunkt Hyeongjebong → Dongryeong-Wasserfall → Namloser Rastplatz → Toilette am Pyeongchang-Park-Wächterhaus → Pyeongchang-Park-Wächterhaus → Gamramsan-Gebetshaus
Anfahrt: Dieser Kurs führt in Richtung Pyeongchang und Hyeongjebong. Üblicherweise nimmt man von den Wohnvierteln aus den Stadtbus und läuft dann das Stück in die Natur hinein. Im unteren Bereich befinden sich die Toiletten bei Cheongsu bzw. am Pyeongchang-Park-Wächterhaus.
Besonderheiten & Empfehlungen: Da die Strecke über die Quellen Yeongcheon und Ssangjulgi führt, ist sie besonders wasserreich; am Aussichtspunkt Hyeongjebong hat man zudem einen tollen Ausblick. Aber Vorsicht: Da in der Wegbeschreibung „winterlich vereiste Abschnitte“ vermerkt sind, sollte man im Winter wirklich besonders vorsichtig sein.
Route 4 — Bukhansanseong-Eingang → Gipfel des Baegundae (Bukhansan)
Route: Bukhansanseong-Eingang → Parkplatz am Bukhansanseong → Besucherzentrum → Toiletten am Bukhansanseong → Weggabelung 5 → Wildblumenwiese → Toiletten Su-gu-jeong → Seoamsa-Tempel → Weggabelung 9 → Toiletten am Bukhando-Historie-Museum → Borisa-Tempel → Gaeyeon-Wasserfall → Weggabelung 16 → Daedongsa-Quellwasserstelle → Tempel Daedongsa
Anreise: Der Bukhansanseong-Eingang ist der wohl bekannteste Einstieg am Berg. Alles, was man braucht – ein Besucherzentrum, Parkplätze und Toiletten – ist dort vorhanden. Da die Buslinien bis zum Anfang des Weges sehr gut ausgebaut sind, lässt sich der Start auch super mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
Besonderheiten & Empfehlung: Das ist die klassische Route, die direkt zum Gipfel des Baegundae führt. Mit ihren Festungsmauern, Tempeln, Bächen und Bergquellen bietet sie eine tolle Abwechslung – ideal für alle, die den Bukhansan zum ersten Mal erkunden möchten. Und da es unterwegs immer wieder Toiletten gibt, ist die Wanderung auch für Familien oder internationale Gäste absolut empfehlenswert.
Route 5 — Seonunsanjang → Dongjangdae
Verlauf: Seonunsanjang → Parkplatz Halelujah-Gebetkloster → Weggabelung → Rastplatz Weggabelung → Bukhansan Jongbawi (Glockenfels) → Rastplatz Butimbawi → Rastplatz Wegkreuzung → Doseon-Teehaus → Toilette am Ui-Platz → Baekundae Wanderzentrum → Hinweisschild Doseonsa-Tempel → Toilette am Doseonsa-Tempel → Yongammun-Parkwächterstation → Rastplatz im Tal → Kim-Sanggung-Reliquienschrein (Kim-Sanggungjeong Gwanghwa-Reliquienschrein)
Anreise: Die Strecke führt in Richtung Ui und Doseonsa, vorbei an der Toilette am Ui-Platz und dem Wanderzentrum Baekundae. Sie ist recht gut erschlossen und lässt sich von der Nordseite der Stadt aus unkompliziert mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
Besonderheiten & Empfehlungen: Der Weg führt hinauf zum Grat der historischen Stadtmauer in Richtung Dongjangdae, wobei man immer wieder auf kulturelle Highlights wie den Doseonsa-Tempel oder die Reliquienschreine stößt. Da es entlang der Strecke viele Rastplätze gibt, ist dieser Abschnitt ideal für alle, die gerne in kurzen Etappen aufsteigen oder einfach die Aussicht entlang der alten Festungsmauern genießen möchten.
Route 6 — Kreuzung → Gipfel
Wegstrecke: Kreuzung → Jeongneung Besucherzentrum → Cheongsulu → 1. Rastplatz → 2. Rastplatz → Cheongsuchen-Wasserstelle → Steinstapel → Sambongsa-Rastplatz → Fitnessplatz-Rastplatz → Yeongchwicheon → Yeongchwisa → Fünfstöckige Steinpagode von Yeongchwisa → Yeongchwisa-Quellwasser → Yeongchwisa-Toilette → Aussichtspunkt über Seoul
Anfahrt & Einstieg: Die Wanderung beginnt am Besucherzentrum in Richtung Jeongneung. Da der Startpunkt recht nah an den Wohngebieten liegt, lässt sich die Route wunderbar mit dem Bus erreichen. Unten am Anfang gibt es übrigens auch eine Toilette.
Besonderheiten & Empfehlungen: Mit einem Höhenunterschied von 602 m und einer Wanderzeit von unter drei Stunden (einfache Strecke) ist dieser Gipfelpfad vergleichsweise moderat – ideal, wenn man nicht gleich völlig außer Puste sein möchte. Dank der vielen Wasserstellen (wie die Cheongsuchen-Wasserstelle oder das Quellwasser am Yeongchwisa-Tempel) und dem abschließenden Blick über das gesamte Stadtpanorama ist die Tour eine klare Empfehlung für alle, die den urbanen Ausblick suchen.
Schwierigkeitsgrad · Untergrund · Sicherheitshinweise
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Bulgwang-dong, Eunpyeong-gu, Seoul) · Gongguri
Die folgenden Daten zeigen die registrierten Abschnitte innerhalb der Verwaltungsgrenzen. Hierbei handelt es sich um eine Gesamtlänge von 17,47 km, wobei die verschiedenen Abschnitte zusammengefasst sind. Jede Zeile stellt keinen einzelnen Wanderweg dar, sondern einen Abschnitt basierend auf den jeweiligen Stadtbezirken (Dongs).
| Abschnitt (nach Verwaltungseinheit) | Entfernung | Schwierigkeitsgrad | Untergrund |
|---|---|---|---|
| Abschnitt Hongen-dong | 8,33 km | Leicht/Mittel | Erdpfad |
| Seodaemun-gu Hongen 2-dong Abschnitt | 2,04 km | Leicht | Erdpfad |
| Seodaemun-gu Hongen 1-dong Abschnitt | 1,27 km | Leicht | Erdpfad |
| Seodaemun-gu Hongen-dong Punglim I-won Apartment – Hongen-dong Abschnitt | 1,22 km | Leicht | Zement |
| Seodaemun-gu Hongen-dong Pobangteo 1-gil Abschnitt | 0,97 km | Leicht/Mittel | Erdpfad |
| Seodaemun-gu Hongen-jungang 1-gil Abschnitt | 0,75 km | Leicht/Mittel | Erdpfad |
| Seodaemun-gu Hongen-dong, hinter dem Gebäude Hongen Keukdong Apartment (102) | 0,7 km | Leicht | Erdpfad |
| Seodaemun-gu Hongen-dong Hongen-jungang 3-gil Abschnitt | 0,42 km | Leicht | Zement/Erdpfad |
※ Die obige Tabelle zeigt die registrierten Abschnitte nach Verwaltungseinheiten und stellt keine einzelnen Wanderrouten dar, sondern die Gesamtlänge des Gebiets (Summe der Abschnitte).
Laut den Daten liegt der höchste Schwierigkeitsgrad bei „Mittel“. Als Untergrund sind primär Erdpfade, Zement sowie eine Mischung aus beidem zu finden. Die Wege im unteren Bereich (Erde/Zement) lassen sich zwar recht gut gehen, aber Vorsicht: Bei Regen wird der Erdboden rutschig und der Granit im Gipfelbereich kann extrem glatt werden. In den Daten ist ein Felsbereich als Gefahrenzone markiert. Zudem sind innerhalb der Strecke fünf Gefahrenpunkte (POI) verzeichnet (z. B. Warnschilder, gefährliche Holzbrücken/Bäume etc.) – achtet also bitte unbedingt auf die Beschilderung. Für die Aussicht ist bestens gesorgt: Mit 36 Aussichtspunkten kann man entlang des Grats immer wieder tolle Panoramen genießen. Für die Erfrischung gibt es 5 Brunnen (Trinkwasserstellen). Da es jedoch null Schutzhütten gibt, solltet ihr eure Planung so gestalten, dass ihr nicht bei Nacht oder schlechtem Wetter auf eine wetterfeste Unterkunft angewiesen seid.
Distanz und Zeitaufwand
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Bulgwang-dong, Eunpyeong-gu, Seoul) · Gongkonuri
Da es am Bukhansan keine Schutzhütten gibt und die Gesamtlänge bei 17,47 km liegt, ist jede Route problemlos als Tagestour machbar. Die gemessenen Zeiten für die Wege zum Gipfel variieren je nach Strecke zwischen etwa 2 Stunden und 46 Minuten (vom nationalen Koordinatenpunkt zum Nahanbong) und rund 4 Stunden und 7 Minuten (von Sagimakgol zum Gipfel). Wenn man den Rückweg und die nötigen Pausen einplant, lässt sich das Ganze fast immer an einem Tag erledigen.
Nur zur Info: Die in den Daten aufgeführten Zeiten von 342 Minuten für den Aufstieg und 204 Minuten für den Abstieg sind die kumulierten Werte aller Abschnitte – das ist also keine Zeitangabe für eine einzelne Route. Man kann daraus jedoch eine durchschnittliche Aufstiegsgeschwindigkeit von etwa 20 Minuten pro Kilometer ableiten. Diesen Wert kann man gut als Anhaltspunkt nutzen, um die ungefähre Dauer für den Aufstieg der gewählten Strecke zu überschlagen. Bei einer Route von etwa 8 km kann man also mit einem Aufstieg von zirka 2,5 bis 3 Stunden rechnen. Natürlich hängt die tatsächliche Zeit immer von der eigenen Kondition und dem Andrang im felsigen Gipfelbereich ab.
Anfahrt (Öffentliche Verkehrsmittel & Parken)
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Der Bukhansan lässt sich durch das U-Bahn- und Busnetz in Seoul eigentlich sehr gut erreichen. Der Klassiker ist die Anreise mit der U-Bahn in die Stadt und der anschließende Umstieg in einen Bus, der Richtung Wanderstart führt. Laut den verfügbaren Daten gibt es in der Nähe des Einstiegs die Haltestellen Hyojatong 2, Sagimakgol, den Trainingsplatz Bukhansan-Dongwon sowie die Hyojai-Polizeistation. Besonders praktisch: Die Haltestelle Sagimakgol ist direkt mit dem Start von Route 2 verbunden.
Was das Parken angeht, so werden in den Daten des Forstamtes zwar keine registrierten Parkplätze im Bezirk angezeigt, aber auf dem Wegweiser von Route 4 wird der kostenpflichtige Parkplatz „Bukhansanseong“ aufgeführt. Falls Sie mit dem Auto unterwegs sind, sollten Sie die Situation vor Ort prüfen, da die Parkmöglichkeiten je nach Einstiegspunkt sehr unterschiedlich sein können. Für die Routenplanung und die Suche nach Parkplätzen empfehle ich dringend, KakaoMap oder Naver Map zu nutzen (Google Maps ist in Korea bei Fußgängern und dem ÖPNV oft nicht ganz präzise).
Saison, Wetter & Ausrüstung
Foto: Korea Tourism Organization (Bulgwang-dong, Eunpyeong-gu, Seoul) · Gongu-nuri
Am schönsten ist es im Frühling (April bis Mai), wenn die Natur erwacht und die Azaleen blühen, oder im Herbst (Oktober bis November), wenn das Laub in allen Farben leuchtet. Der Sommer lockt zwar mit kühlen Bächen, aber Hitze, plötzliche Schauer und reißende Strömungen in den Tälern können tückisch sein. Im Winter hingegen machen vereiste Felspartien am Gipfel und der schneidende Wind die Tour deutlich anspruchsvoller. Auf Route 3 gibt es sogar offizielle Hinweisschilder auf „winterliche Vereisungsstellen“ – man sollte also besonders vorsichtig sein, wenn es kalt ist.
Was die Ausrüstung angeht: Festes Schuhwerk mit ordentlich Grip ist ein absolutes Muss. Da der Weg über viele Granitfelsen und Geländer führt, sollte man auf rutschigen Untergrund vorbereitet sein. Es gibt zwar Wasserstellen, aber da diese je nach Jahreszeit mal laufen und mal versiegen können, nehmt lieber genug eigenes Trinkwasser mit. Für den Winter sind Steigeisen sowie wind- und kälteschützende Kleidung unverzichtbar, im Sommer solltet ihr an Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit denken. Und da die Aussichtspunkte einfach fantastisch sind, sind die Kamera und ein leichter Windbreaker definitiv eine gute Idee.
Tipps für Reisende
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Bulgwang-dong, Eunpyeong-gu, Seoul) · Gongkonuri
- Ortsnamen (lateinische Umschrift): Bukhansan · Gipfel Baegundae (ca. 834 m) · Haupteinstieg Bukhansanseong Ipgu · Sagimakgol · Richtung Ui/Doseonsa · Jeongneung.
- Genehmigungen & Eintritt: Eine Vorabgenehmigung ist nicht nötig, und die Wanderwege sind kostenlos. Aber Achtung: An einigen Einstiegspunkten kosten die Parkplätze Geld (wie zum Beispiel der Parkplatz am Bukhansanseong-Eingang bei Route 4).
- Toiletten & Trinkwasser: An den Haupteinstiegspunkten und entlang der Talwege gibt es immer wieder Toiletten (z. B. Bukhansanseong, Cheongsu, Pyeongchang-Park oder Yeongchusa). Es wurden zwar fünf Wasserstellen im Gebirge erfasst, aber da die ständige Wasserversorgung nicht garantiert ist, nehmt bitte genug eigenes Trinkwasser mit.
- Karten-Apps: Verlasst euch bei Wanderwegen oder dem Nahverkehr nicht auf Google Maps – das ist hier oft ungenau. Nutzt am besten KakaoMap oder Naver Map.
- Sicherheit: Die gefährlichsten Abschnitte sind die Felsbereiche (insgesamt sind fünf Gefahrenpunkte markiert). Achtet im felsigen Gipfelbereich auf Steinschlag oder Glatteis und folgt dort unbedingt der Beschilderung. Da es keine Schutzhütten gibt, solltet ihr eure Tour so planen, dass ihr rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit den Abstieg geschafft habt. Dafür gibt es 36 Aussichtspunkte, von denen aus man den Blick über ganz Seoul genießen kann – am besten sicher von den Pfaden aus.
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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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