Der Baekdudaegan-Kammweg, der den Jikjisa-Tempel umarmt: Hwangaksan in Gimcheon
Wandern · Veröffentlicht 29.7.2026 ·
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Auf einen Blick
| Kennzahl | Bewertung |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken) | ★★☆☆☆ |
| Streckenschwierigkeit | ★★☆☆☆ |
| Wasser/Quellen am Berg | ★☆☆☆☆ |
| Übernachtung nötig? | ★☆☆☆☆ (an einem Tag machbar) |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Frühling | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Sommer | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Herbst | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Winter | ★★★☆☆ |
※ Quelle: Geodaten der Forstbehörde (Korea Forest Service) zu Wanderwegen · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten sind Richtwerte
Überblick
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hangdae-myeon, Gimcheon, Gyeongsangbuk-do) · Public Nuri
Der Hwangaksan liegt an der Grenze zwischen der Stadt Gimcheon in Gyeongsangbuk-do und dem Kreis Yeongdong in Chungcheongbuk-do und bildet einen Teil des Baekdudaegan-Höhenzugs. Je nach Wanderweg-Datenquelle wird die Gipfelhöhe mit 1.132 bis 1.142 Metern angegeben. Am Fuß des Berges liegt der Jikjisa-Tempel (直指寺), ein altehrwürdiges Kloster aus der Silla-Zeit – weshalb der Berg vor allem dafür bekannt ist, dass man Wandern und Tempelbesuch wunderbar miteinander verbinden kann. Insgesamt handelt es sich eher um einen sanften „Erdberg” ohne schroffe Felspartien, weshalb der höchste Schwierigkeitsgrad in den offiziellen Wanderweg-Geodaten mit „leicht” eingestuft ist. Die tatsächlichen Routen bis zum Gipfel sind allerdings meist recht lange Strecken mit beachtlichem Höhenunterschied, die einiges an Kondition abverlangen. Wählt man eine der kürzeren Routen, ist ein Tagesausflug hin und zurück problemlos machbar – entscheidet man sich hingegen für eine längere Route entlang des Baekdudaegan-Kamms, kann es knapp werden, alles an einem Tag zu schaffen. Bei der Routenwahl lohnt es sich also, genau hinzuschauen.
Bergform und Gelände
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Hangdae-myeon, Gimcheon-si, Gyeongsangbuk-do) · KOGL
Der Hwangaksan zeigt sich weniger als schroffer Felsgipfel, sondern eher als klassischer „Erdberg” (Yuksan) mit sanft geschwungenen Graten und weichen Hangflächen. In der Umgebung reihen sich entlang des Baekdudaegan-Kammes mehrere Gipfel aneinander – der Hwangaksan selbst (1132 m), die Hwangaksan-Zwillingsgipfel Hyeongjebong (mit zwei erfassten Punkten von 1082 m und 1065 m), der Yeojeongbong (1055 m), der Goncheonsan (1058 m), der Unsubong (674 m) und der Hwangaksan-Mangbong (596 m). Insgesamt handelt es sich also weniger um einen einzelnen markanten Gipfel als um einen ganzen Grat, der das Bergbild prägt. Die Höhenangaben für den Gipfelbereich schwanken je nach Quelle zwischen 1125 m und 1142 m – das dürfte an unterschiedlichen Messpunkten oder Erhebungszeitpunkten liegen und passt ganz gut dazu, dass der Gipfel selbst eher ein sanft geformter Punkt auf dem Grat ist als eine markante Spitze. Schaut man sich die detaillierten Wegweiser der einzelnen Routen an, tauchen immer wieder Nebeneremitagen wie Baengnyeonam, Unsuam und Myeongjeogam auf, dazu Erosionsschutzdämme und Grenzsteine des Staatswaldes – typische Merkmale eines Bergpfads am Fuß des Baekdudaegan, der durch Taleinschnitte und Klosterwälder gleichermaßen führt.
Das Gefühl beim Wandern
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Hangdae-myeon, Gimcheon, Gyeongsangbuk-do) · Public Nuri
In den unteren Abschnitten führt der Weg über sanfte Erdpfade durch die dichten Wälder rund um den Jikjisa-Tempel und entlang der Täler, und je höher man kommt, desto mehr öffnen sich die typischen weiten Ausblicke der Kammwege. Auf den Wegweisern der verschiedenen Routen tauchen immer wieder Bezeichnungen wie „Aussichtspunkt”, „Hwangaksan-Aussichtsplatz” oder „Samseongsan-Aussichtspunkt” auf – ein Hinweis darauf, dass es entlang der Kämme etliche Stellen gibt, von denen aus sich der Blick über die Bergketten des Baekdudaegan erstreckt. Im Frühling verzaubern frisches Grün und wilde Bergkirschblüten, im Sommer spendet das Tal kühlen Schatten, im Herbst verschmilzt der Kammweg mit buntem Laub, und im Winter lässt sich die besondere Stimmung der schneebedeckten Baekdudaegan-Kämme spüren – so gesehen ist dieser Berg einer, der in jeder Jahreszeit ein anderes Gesicht zeigt. Allerdings finden sich auf manchen Abschnitten auch Warnschilder vor steilen Hängen sowie vor Stein- und Laubschlag, weshalb die Anstiege gegen Ende der Tour spürbar anspruchsvoller werden.
Hauptrouten (nach Einstiegspunkt)
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Daehang-myeon, Gimcheon-si, Gyeongsangbuk-do) · Public Nuri
| Route (Einstieg → Gipfel) | Distanz | Höhenunterschied | Geschätzte Dauer (einfache Strecke) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Kreuzung 4 → Aussichtspunkt nahe dem Gipfel | 10,88 km | ↕950 m | ca. 4 Std. 18 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Parkplatz Geungnakjeon → Aussichtspunkt am Gipfelbereich | 10,15 km | ↕945 m | ca. 4 Std. 7 Min. | ★★★★★ | ★★★★★ |
| Ogreukchon (Haepyeong) → Rastplatz Gipfel Goncheonsan | 12,4 km | ↕851 m | ca. 4 Std. 31 Min. | ★★★★★ | ★☆☆☆☆ |
| Parkplatz → Rastplatz Gipfel Samseongsan | 7,2 km | ↕376 m | ca. 2 Std. 26 Min. | ★★★☆☆ | ★★★☆☆ |
| Rastplatz Baramjae (Einstieg) → Gipfel | 10,5 km | ↕690 m | ca. 3 Std. 47 Min. | ★★★★★ | ★★★★☆ |
| Parkplatz Geungnakjeon → Mangwolbong | 6,92 km | ↕735 m | ca. 2 Std. 57 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
※ Quelle: GPX-Daten der 100 bekanntesten Berge Koreas, bereitgestellt vom Korea Trekking Support Center (Distanz·Höhe·Dauer·Schwierigkeit) · Beliebtheit ist ein Richtwert
Route 1 — Abzweigung 4 → Aussichtspunkt nahe dem Gipfel
Verlauf: Abzweigung 4 → Abzweigung 5 → Rastplatz → Pavillon → Abzweigung 17 → Abzweigung 19 → Abzweigung 20 → Abzweigung 21 → Abzweigung 23 → Aussichtspunkt nahe dem Gipfel → ein Paar Schwarzziegen → Abzweigung 33 → Aussichtspunkt → Abzweigung 51 → Abzweigung 56
Anfahrt zum Einstieg: Der Einstieg liegt an einer Weggabelung, für die sich kein eigener Name einer Bushaltestelle ermitteln ließ – man wird also wohl auf den örtlichen Dorfbus oder ein Taxi zurückgreifen und den Rest zu Fuß gehen müssen. Wer mit dem eigenen Wagen kommt, parkt in der Regel auf einem der Freiflächen in der Nähe oder am Straßenrand.
Besonderheiten & für wen geeignet: Die Strecke führt an zahlreichen Abzweigungen, Rastplätzen und einem Pavillon vorbei, was den Weg auf den ersten Blick etwas unübersichtlich wirken lässt. Dass unterwegs sogar „ein Paar Schwarzziegen” als eigener Wegpunkt vermerkt ist, verrät schon, dass man hier auf einem stillen Kammweg durchaus mal wilden Tieren begegnen kann. Gerade weil die Wegweiser so dicht aufeinander folgen, muss man ständig nachschauen – da empfiehlt es sich, parallel eine Kartenapp mitlaufen zu lassen. Insgesamt eher etwas für erfahrene Wanderer, die ruhige, einsame Bergpfade zu schätzen wissen.
Kurs 2 — Parkplatz Geungnakjeon → Gipfel-Aussichtspunkt
Wegpunkte: Parkplatz Geungnakjeon → Infotafel → Zugangskontrollstation → Wegweiser → Weggabelung → Toilette Baengnyeonam → Baengnyeonam → Parkplatz Unsuam → Toilette Unsuam → Gabelung Unsuam/Hwangaksan → Rastplatz → Wegweiser Hwangaksan → nationale Standortnummer → Sperrgebiet → Sperrzone
Zugang zum Ausgangspunkt: Der Parkplatz Geungnakjeon ist mit der Zufahrt zum Tempel verbunden. Üblicherweise fährt man mit dem Stadtbus bis Richtung Jikjisa und geht den Rest zu Fuß. Wer mit dem Auto kommt, findet dort einen Parkplatz vor, sodass die Anfahrt vergleichsweise unkompliziert ist.
Merkmale & Zielgruppe: Dieser Wanderweg führt in klassischer Pilgermanier nacheinander an den Nebentempeln Baengnyeonam und Unsuam vorbei. Da gleich am Anfang die Zugangskontrollstation und eine Infotafel stehen, finden sich auch Erstbesucher recht gut zurecht. Im hinteren Teil gibt es Markierungen für Sperrzonen – hier ist es wichtig, den ausgewiesenen Wanderweg nicht zu verlassen. Insgesamt eignet sich die Route gut für alle, die Tempelkultur und Bergwandern miteinander verbinden möchten.
Kurs 3 — Ongnyeok-chon (Haepyeong) → Gonchonsan-Gipfelrastplatz
Wegverlauf: Ongnyeok-chon (Haepyeong) → Freifläche beim Mehrzwecklager → Bachüberquerung → Wegkreuzung → steiler Anstieg → Wegmarkierung → Steinmarkierung des Heeres → Militärzaun mit Wachposten → steile Hangflanke → Aussichtspunkt → Wegmarkierung → Markierung → Kiefer → Aussichtspunkt auf den Hwanggaksan → Achtung, Laub
Anfahrt zum Ausgangspunkt: Der Startpunkt liegt im Dorf Ongnyeok-chon (Haepyeong). Da es kaum öffentliche Verkehrsmittel dorthin gibt, ist die Anreise mit dem eigenen Auto oder per Anruftaxi die realistischere Option. Einen offiziell ausgewiesenen Parkplatz gibt es nicht, man muss sich also mit Platz am Dorfrand behelfen.
Merkmale und Zielgruppe: Mit 12,4 km ist das die längste der sechs Strecken. Man durchquert einen Bach, bewältigt einen steilen Anstieg und kommt schließlich an einem Militärzaun mit Wachposten vorbei – der Weg führt also ein Stück nah an militärischem Sperrgebiet entlang. Der Hinweis auf Laub am Ende der Wegbeschreibung deutet darauf hin, dass der Pfad im Herbst und Frühwinter unter Laub verborgen, rutschig und schwer erkennbar sein kann. Diese Strecke eignet sich daher eher für Wanderer mit guter Kondition und etwas Erfahrung.
Kurs 4 — Parkplatz → Samseongsan-Gipfelrastplatz
Wegpunkte: Parkplatz → Udu-ryeong → Udu-ryeong-Infotafel → Wegweiser → Rastplatz am Grat → Samseongsan-Gipfelrastplatz → Samseongsan → Yeojeongbong → Renaturierungsprojekt für geschädigte Baekdu-Daegan-Flächen → Natursteintreppe → Rastplatz → Landesstandortnummer
Zugang zum Einstieg: Dieser Kurs startet an einem Parkplatz in der Nähe des Udu-ryeong-Passes. Da hier der Grat des Baekdu-Daegan verläuft, kommt man üblicherweise mit dem eigenen Auto, und es stehen entsprechende Parkflächen zur Verfügung. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte vorher in der nächstgelegenen Kleinstadt die Busverbindungen Richtung Udu-ryeong checken.
Besonderheiten und Zielgruppe: Mit 7,2 km Länge und 376 m Höhenunterschied ist das der kürzeste und sanfteste der sechs Kurse – und damit für Einsteiger und Fortgeschrittene mit wenig Erfahrung am leichtesten zugänglich. Der Weg führt durch gut instand gehaltene Abschnitte wie das Renaturierungsprojekt für geschädigte Baekdu-Daegan-Flächen und über eine Natursteintreppe, dabei kann man dem Grat bis zum Yeojeongbong folgen. Wer also in kurzer Zeit einen Eindruck vom Flair des Baekdu-Daegan-Grats bekommen möchte, ist hier gut aufgehoben.
Kurs 5 — Baramjae-Rastplatz (Einstieg) → Gipfel
Wegpunkte: Baramjae-Rastplatz → Baramjae-Rastplatz (Einstieg) → Baramjae-Einstieg → Weggabelung → Infowache → Samseongsan-Aussichtspunkt → Parkfläche und Wendepunkt → Park- und Wendefläche → Aussichtspunkt → Parkfläche und Wendepunkt → Achtung Steinschlag → Parkfläche und Wendepunkt → Grenzstein des Staatswald-Pachtgebiets → Hinweisschild Erdrutschrisikogebiet → Geschiebesperre
Zugang zum Einstieg: In der Nähe des Einstiegs liegt die Bushaltestelle „Baramjae”, weshalb dieser Abschnitt im Vergleich zu den anderen fünf Kursen mit öffentlichen Verkehrsmitteln relativ gut erreichbar ist. Am Straßenrand sind mehrere Park- und Wendeflächen ausgewiesen, sodass auch die Anreise mit dem eigenen Auto problemlos möglich ist.
Besonderheiten und Empfehlung: Infowachen und Aussichtspunkte reihen sich hier mehrfach aneinander, sodass es viele Abschnitte mit freiem Blick gibt. Wegen der Geschiebesperre und des Hinweisschilds zum Erdrutschrisikogebiet sollte man bei Regenwetter besonders auf die Sicherheit im Talbereich achten. Auch ein Schild warnt vor Steinschlag, weshalb man sich in der Regenzeit und zur Tauwetterperiode besonders vorsichtig bewegen sollte. Insgesamt eignet sich dieser Kurs gut für Wanderer, die eine Tageswanderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen.
Kurs 6 — Parkplatz Geungnakjeon → Mangwolbong
Route: Parkplatz Geungnakjeon → Kontrollstation für Bergsteiger → Wegweiser Hwangaksan → Mangwolbong → Rastplatz Mangwolbong → Weggabelung → Nationaler Standortpunkt → Rastplatz an der Weggabelung → Rastplatz → Sinseonbong → Wegweiser → Zusammentreffen mit dem Wanderweg am Naewon-Tal → Wasserfall Naewon-Tal → Parkplatz Myeongjeogam → Infotafel Baekdudaegan und Wanderweg-Hinweistafel Hwangaksan
Zugang zum Ausgangspunkt: Der Start erfolgt am selben Parkplatz Geungnakjeon wie bei Kurs 2, doch hier zweigt die Route in Richtung Mangwolbong und Sinseonbong ab. Was öffentliche Verkehrsmittel und Parkmöglichkeiten angeht, gelten dieselben Bedingungen wie bei Kurs 2.
Merkmale und Empfehlung: Diese Route führt über Mangwolbong und Sinseonbong, vorbei am Wasserfall im Naewon-Tal, hinunter zum Parkplatz Myeongjeogam – ein fast rundwegartiger Verlauf, bei dem man sowohl den Wasserfall als auch die Tallandschaft zu Gesicht bekommt. Mit 6,92 km ist die Strecke zwar vergleichsweise kurz, doch mit 735 Höhenmetern im Saldo ballt sich das Auf und Ab auf engem Raum – die Route eignet sich also für Wanderer, die zwar die Talkulisse genießen möchten, dabei aber auch ein gewisses Maß an Kondition mitbringen.
Schwierigkeit, Untergrund und Vorsicht
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hangdong-myeon, Gimcheon-si, Gyeongsangbuk-do) · Public Nuri
Die im Bezirk registrierten Wanderwege sind in zwei Verwaltungsabschnitte unterteilt, den Abschnitt Heungdeok-ri und den Abschnitt Gungchon-ri. Die Daten der beiden Abschnitte sehen wie folgt aus:
| Abschnitt (nach Verwaltungsbezirk) | Distanz | Schwierigkeit | Untergrund |
|---|---|---|---|
| Abschnitt Heungdeok-ri | 4,29 km | leicht | - |
| Abschnitt Gungchon-ri | 1,05 km | leicht | - |
※ Bei den obigen Werten handelt es sich um die Gesamtlänge der Wanderwege je Verwaltungsbezirk, die mehrere Routen umfasst – nicht um die Länge einer einzelnen Wanderstrecke. Angaben zum Untergrund sind nicht separat erfasst.
Laut den räumlichen Wanderweg-Daten des Bezirks ist die höchste erfasste Schwierigkeitsstufe „leicht” – tatsächlich wirken die GPX-basierten Routen der „100 bedeutendsten Berge”, die bis zum Gipfel führen, in der Praxis deutlich anspruchsvoller: Sie kommen meist auf über 700 Höhenmeter Nettoanstieg und rund 10 km Distanz. Das lässt sich wohl so erklären, dass die im Bezirk registrierten Wanderwege vor allem die tiefer gelegenen Abschnitte abdecken, während die Routen im Gipfelbereich sich über weite Strecken entlang des Baekdudaegan-Grats ziehen. Offiziell sind zwar null Gefahrenstellen erfasst, doch an den Wegweisern der einzelnen Routen finden sich tatsächlich Hinweisschilder zu Steilhängen, Steinschlaggefahr, rutschigem Laub und erdrutschgefährdeten Bereichen – gerade direkt nach Regen oder in der Frostperiode ist in diesen Abschnitten besondere Vorsicht geboten. Offiziell sind zwar ebenfalls null Aussichtspunkte registriert, in den Routendetails finden sich aber tatsächlich etliche brauchbare Aussichtspunkte wie „Aussichtspunkt nahe dem Gipfel”, „Aussichtspunkt am Gipfelbereich”, „Aussichtsplatz Hwanggaksan” oder „Aussichtspunkt Samseongsan” – auf den Kammabschnitten darf man also durchaus mit schöner Aussicht rechnen. Trinkwasserstellen (Quellen) sind keine registriert, weshalb man am Berg kaum an Trinkwasser kommt und unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen sollte; auch Schutzhütten fehlen, sodass bei plötzlichem Wetterumschwung keine geeignete Unterstellmöglichkeit vorhanden ist – auch das sollte man im Hinterkopf behalten. Ein- und Ausstiegspunkte sind an drei Stellen registriert, was darauf hindeutet, dass hier eher Durchquerungstouren mit unterschiedlichem Ein- und Ausstieg üblich sind als Rundwege zum Ausgangspunkt zurück.
Entfernung und Gehzeit
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Hangdae-myeon, Gimcheon-si, Gyeongsangbuk-do) · Gonggongnuri
Rechnet man mit den Daten für die insgesamt 5,34 km langen Wanderwege im Verwaltungsgebiet – 96 Minuten aufwärts, 66 Minuten abwärts –, ergibt sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 18 Minuten pro Kilometer. Dabei handelt es sich um die aufsummierte Gehzeit über mehrere Abschnitte im Gebiet, die man nicht mit der Hin- und Rückweg-Dauer einer einzelnen bestimmten Route verwechseln sollte. Für die eigentliche Gipfeltour sind die auf GPX-Daten der „100 bedeutendsten Berge” basierenden Streckenschätzungen aussagekräftiger, und deren Spannweite ist beträchtlich: von Route 4 (Parkplatz → Rastplatz Samseongsan-Gipfel, etwa 2 Stunden 26 Minuten einfach) bis zu Route 3 (Okreukchon (Haepyeong) → Rastplatz Gokcheonsan-Gipfel, etwa 4 Stunden 31 Minuten einfach). Für eine Hin- und Rücktour rechnet man üblicherweise mit dem 1,8- bis 2-Fachen der einfachen Gehzeit. Bei den kürzeren Routen lässt sich das gut an einem Vormittag bis Nachmittag bewältigen, bei den längeren Routen (Route 1, 2, 3, 5) sollte man für Hin- und Rückweg dagegen mit rund 8 bis 9 Stunden rechnen – hier empfiehlt sich ein früher Start am Morgen und ausreichend zeitlicher Puffer. Insgesamt betrachtet bietet sich der Hwangaksan, da die Wanderwege im Gebiet zusammen nur gut 5 km messen und es keine Schutzhütte gibt, eher für eine Tagestour an als für eine Übernachtung im Gebirge. Nur wenn man mehrere Routen verbindet, um einen Abschnitt des Baekdu-Daegan-Kamms durchzuwandern, kommt eine Übernachtung in einer Berghütte oder einer nahegelegenen Unterkunft überhaupt in Betracht.
Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel · Parken)
Foto: Korea Tourism Organization, Foto-Galerie (Hangyeong-buk-do, Gimcheon-si, Hangdong-myeon) · Public Nuri
In der Nähe des Einstiegs zum Hwangak-san finden sich die Bushaltestellen Baramjae und Hwagok, wobei sich Route 5, die zur Baramjae-Schutzhütte (Einstieg) führt, über die Haltestelle Baramjae vergleichsweise gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen lässt. Üblicherweise nimmt man vom Zentrum Gimcheons aus einen Stadtbus Richtung Jikji-sa oder Udu-ryeong, steigt an der passenden Haltestelle aus und legt den Rest bis zum Einstieg zu Fuß zurück. Wer mit dem KTX oder einem regulären Zug anreist, muss am Bahnhof Gimcheon-Gumi oder Gimcheon in einen Stadtbus umsteigen. Da sich genaue Linienführung und Taktzeiten ändern können, empfiehlt es sich, in KakaoMap oder Naver Map “Jikji-sa” oder “Udu-ryeong” als Ziel einzugeben und die aktuelle ÖPNV-Route in Echtzeit zu prüfen. Laut den offiziellen Wanderweg-Daten der Region gibt es zwar keinen eingetragenen offiziellen Parkplatz, doch in den detaillierten Wegbeschreibungen der Routen tauchen mehrere tatsächlich nutzbare Parkmöglichkeiten auf – etwa der Parkplatz an der Geungnak-jeon-Halle, der Parkplatz am Unsu-am, der Parkplatz am Myeongjeok-am sowie ein Parkplatz in der Nähe von Udu-ryeong. Wer mit dem Auto unterwegs ist, fährt also realistischerweise am besten einen dieser Punkte als Ziel an. Da die Parkflächen allerdings nicht allzu großzügig bemessen sind, empfiehlt sich an Wochenenden zur Hauptsaison eine frühe Anreise.
Saison, Wetter und Ausrüstung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Daehang-myeon, Gimcheon-si, Gyeongsangbuk-do) · KOGL
Am angenehmsten lässt sich der Hwangaksan im Frühling (April/Mai) und im Herbst (Oktober/November) besteigen – die Temperaturen sind mild, und man kann gleichzeitig Herbstlaub oder frisches Grün genießen. Im Sommer punktet der Talabschnitt mit angenehmer Kühle, allerdings sollte man bei Regen unbedingt den Wetterbericht checken: An den Stellen mit Hinweisschildern zu Sperrdämmen und erdrutschgefährdeten Zonen kann das Risiko durch reißende Bäche oder Steinschlag deutlich steigen. Im Winter vereisen die Kammabschnitte und steilen Hänge leicht, weshalb Grödel und Gamaschen zur Pflichtausrüstung gehören – der gefühlte Schwierigkeitsgrad ist im Winter ohnehin am höchsten. An grundlegender Ausrüstung sollte man generell dabeihaben: knöchelstützende Wanderschuhe, ausreichend Trinkwasser (je nach Route mindestens 1,5–2 Liter, da es auf dem Berg keine Trinkwasserstellen gibt), Trekkingstöcke, eine wind- und wasserdichte Jacke, Snacks bzw. Notverpflegung sowie eine Kopflampe (für den Fall, dass sich der Abstieg auf längeren Routen verzögert) und ein Smartphone mit installierter Karten-App.
Tipps für ausländische Reisende
Foto: Bildergalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Gimcheon-si, Gyeongsangbuk-do, Hangang-myeon) · Gongu-Nuri (öffentliche Lizenz)
Der Hwangaksan wird auf Englisch als „Hwangaksan” geschrieben, der bekannte Tempel Jikjisa als „Jikjisa Temple”. Der Gipfel ist auf Schildern oft als „Hwangaksan Summit” ausgewiesen, einer der wichtigsten Ausgangspunkte, der Udu-Pass, meist zweisprachig als „Udu-ryeong Pass”. Für den Aufstieg selbst braucht man in der Regel keine gesonderte Genehmigung und zahlt auch kein Eintrittsgeld – nimmt man allerdings eine Route, die durch das Gelände des Jikjisa-Tempels führt, kann eine separate Gebühr für die Besichtigung der dortigen Kulturschätze anfallen. Am besten informiert man sich vor Ort. Toiletten gibt es an Einrichtungen in Tempelnähe, etwa am Parkplatz der Geungnakjeon-Halle oder am Parkplatz des Unsuam-Klosters, oberhalb der halben Höhe des Berges sind jedoch keine mehr vorhanden – man sollte also besser vorher schon mal gehen. Auch offiziell erfasste Trinkwasserstellen (Bergquellen) gibt es entlang der Wanderwege keine, weshalb man sich vorab ausreichend Wasser zum Mitnehmen besorgen sollte. Kartenapps: Google Maps liefert für Fußwege und öffentliche Verkehrsmittel in Korea häufig ungenaue Angaben, sicherer ist es, vorab Kakao Maps oder Naver Maps zu installieren, um die tatsächlichen Wanderwege und Nahverkehrsverbindungen zu prüfen. Was die Sicherheit angeht: Im Gebiet gibt es weder ausgewiesene Notunterkünfte noch als Gefahrenzonen registrierte Abschnitte, gleichzeitig gibt es aber tatsächlich steile Passagen, Steinschlagbereiche und mit Laub bedeckte, rutschige Stellen. Deshalb empfiehlt sich eine Wanderung in Begleitung statt allein, außerdem sollte man für den Abstieg genug Zeitpuffer einplanen und die Tour so legen, dass man vor Einbruch der Dunkelheit wieder unten ist.
Andere Berge in der Umgebung
- Wasserfall Daehyepokpo und Bergfestungsgrat auf dem Geumosan bei Gumi — Luftlinie ca. 29 km
- Der Hwangseoksan-Rundweg mit seinen messerscharfen Felsgraten im Kreis Geochang, Gyeongnam — Luftlinie ca. 48 km
- Granitgrat mit buddhistischen Kulturstätten: der Palgongsan bei Daegu — Luftlinie ca. 64 km
📍 Der Baekdudaegan-Kammweg, der den Jikjisa-Tempel umarmt: Hwangaksan in GimcheonStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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