Messerscharfe Felsgrate: die Überschreitung des Hwangseoksan in Geochang

Wandern · Veröffentlicht 4.8.2026 ·

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Auf einen Blick

KennzahlSterne
Erreichbarkeit (ÖPNV · Parken)★★☆☆☆
Schwierigkeit der Route★★★★☆
Wasser · Quellen am Berg★☆☆☆☆
Übernachtung nötig?★★★☆☆ (bei der Gesamtüberschreitung eine Nacht)
Schwierigkeit je Jahreszeit — Frühling★★★☆☆
Schwierigkeit je Jahreszeit — Sommer★★★★☆
Schwierigkeit je Jahreszeit — Herbst★★★☆☆
Schwierigkeit je Jahreszeit — Winter★★★★★

※ Quelle: Geodaten zu Wanderwegen der koreanischen Forstbehörde (Korea Forest Service) · Erreichbarkeit und Jahreszeiten sind Richtwerte

Überblick

개요 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Sangcheon-ri, Wicheon-myeon, Geochang-gun, Gyeongsangnam-do) · KOGL

Der Hwangseoksan liegt im Landkreis Geochang-gun in der Provinz Gyeongsangnam-do. Für den Gipfelbereich sind in den Daten 1202 m verzeichnet, je nach Messpunkt in der Umgebung finden sich aber auch Werte zwischen 1192 und 1216 m. Im Norden ragt der Bukbong mit 1215 m auf, im Westen verbindet ein Grat den Berg mit Geumwonsan, Gibaeksan und Geomangsan zu einer zusammenhängenden Gebirgsgruppe — deshalb ist der Hwangseoksan nicht nur als Einzelbesteigung bekannt, sondern auch als Teil längerer Gratüberschreitungen über die Nachbargipfel. Das Gelände mischt insgesamt Felsgrate und bewaldete Erdhänge und fällt eher schwer aus. Für die klassische Hin-und-zurück-Tour auf den Hauptgipfel reicht ein Tag problemlos, bei der Gratüberschreitung von Geumwonsan über Gibaeksan bis Geomangsan sollte man angesichts von Distanz und Zeitbedarf aber besser mindestens eine Übernachtung einplanen.

Bergprofil und Geländeform

산세와 지형 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization · KOGL (Korea Open Government License)

Das Massiv des Hwangseoksan ist von markanten Felsgipfeln und klar ausgeprägten Graten geprägt; im Gipfelbereich reihen sich scharfkantige Felsgrate aneinander, was ihm den Charakter eines typischen „Golsan” (骨山, wörtlich „Knochenberg”) verleiht – eine Form, die für die Region Geochang geradezu sinnbildlich ist. Schaut man in die öffentlichen Datensätze zu den einzelnen Gipfelpunkten, findet man neben dem Hauptgipfel des Hwangseoksan (1202 m) noch weitere, leicht abweichende Höhenangaben an benachbarten Messpunkten: 1192 m, 1210 m, 1216 m. Der Grund dürfte darin liegen, dass der Gipfelbereich aus einer ganzen Gruppe von Felskuppen besteht und die Werte je nach Messpunkt minimal auseinandergehen. Der nach Norden anschließende Nordgipfel ist mit 1215 m separat erfasst – Hauptgipfel und Nordgipfel bilden also gemeinsam eine durchgehende Gratachse. Blickt man nach Westen, setzt sich der Kamm über Geumwonsan und Gibaeksan fort; für den Gipfelbereich des Gibaeksan verzeichnen die Daten Werte zwischen 1357 und 1369 m, er ist damit deutlich höher als der Hwangseoksan. Dass die tatsächlich vermessenen Routendaten im Gipfelbereich Höhen von bis zu 1419 m ausweisen, passt gut zum Geländecharakter dieses gesamten Kammverlaufs. Insgesamt gilt: In den Talbereichen zeigt sich der Berg noch von seiner sanften, bewaldeten Seite, doch je näher man dem Gipfel kommt, desto abrupter schlägt das Gelände in Felsgrate und Blockzonen um – genau darin liegt die geländekundliche Eigenart dieses Massivs.

Das Bergsteige-Erlebnis

Das Bergsteige-Erlebnis Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Geumwonsan-gil 471-27, Wicheon-myeon, Geochang-gun, Gyeongsangnam-do) · KOGL

Der Einstieg führt größtenteils über sanft ansteigende Waldwege entlang eines Bachlaufs – dichter Baumbestand, weicher Boden, man kommt leicht voran. Wer vom Erholungswald Geumwonsan aus startet, passiert Talformationen wie den Munbawi-Felsen und den Yuancheong-Wasserfall; im Sommer gilt dieser Abschnitt als angenehm kühl, weil das Rauschen des Bachs und der Schatten die Hitze erträglich machen. Je näher man aber dem Gipfelbereich kommt, desto grundlegender ändert sich der Charakter: exponierte Felsgrate und steile Passagen wechseln sich ab, teilweise muss man die Hände zu Hilfe nehmen. Oben angekommen öffnet sich der Blick in alle Richtungen, und man überschaut den gesamten Kamm, der weiter zum Geumwonsan, Gibaeksan und Geomangsan verläuft – unter koreanischen Freunden von Felsgrat-Touren gilt die Route deshalb als besonders aussichtsreich. Im Herbst ist es das Zusammenspiel von Laubfärbung und Felszacken am Kamm, im Winter der schnee- und eisbedeckte Grat, was besonders beeindruckt – und genau damit steigt eben auch das Risiko. Das ist typisch für diesen Berg.

Die wichtigsten Routen (nach Ausgangspunkt)

Die wichtigsten Routen (nach Ausgangspunkt) Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Sinan-ri, Anui-myeon, Hamyang-gun, Gyeongsangnam-do) · KOGL

Route (Ausgangspunkt → Gipfel)DistanzHöhendifferenzGeschätzte Dauer (einfach)SchwierigkeitBeliebtheit
Sumangnyeong → Weg zum Gipfel des Geumwonsan7,11 km↕481 mca. 2 Std. 35 Min.★★★★☆★★★☆☆
Verwaltungsbüro Geumwonsan → Gipfel11,06 km↕889 mca. 4 Std. 15 Min.★★★★★★★★★★
Toilettenhäuschen am Eingang → Gipfel12,85 km↕918 mca. 4 Std. 45 Min.★★★★★★★★☆☆
Parkplatz Waldhütten (Supsogui Jip) → Weg zum Gipfel des Geumwonsan6,29 km↕717 mca. 2 Std. 46 Min.★★★★☆★★★★☆
Waldkulturzentrum → Weg zum Gipfel des Gibaeksan4,22 km↕858 mca. 2 Std. 29 Min.★★★★☆★★★★☆
Parkplatz am Iljumun-Tor des Yongchusa → Weg zum Gipfel des Gibaeksan11,3 km↕878 mca. 4 Std. 17 Min.★★★★★★★★★☆
Weg zum Geomangsan → Gipfel7,73 km↕797 mca. 3 Std. 16 Min.★★★★★★★☆☆☆
Eingang Cheongnyangsa → Nordgipfel (Bukbong)4,7 km↕717 mca. 2 Std. 22 Min.★★★★☆★★★☆☆

※ Quelle: GPX-Daten zu den 100 berühmtesten Bergen Koreas vom Korean Hiking and Trekking Support Center (Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit nur als Anhaltspunkt

Route 1 — Sumangnyeong → Weg zum Gipfel des Geumwonsan

📏 7.11km ⛰️ 481m Höhenmeter ⏱️ 2:35 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★☆ ⤓ GPX
1417m 941m 7.11km

Wegpunkte: Sumangnyeong → Infotafel Wanderweg Yongchu-Tal → Abzweigung 3 → Weg zum Gipfel des Geumwonsan → Abzweigung 14 → Pavillon Sumangnyeong

Anfahrt zum Einstieg: Sumangnyeong ist ein Pass, der Geochang und Hamyang verbindet – und für die Anfahrt gilt allgemein, dass man mit dem eigenen Auto oder einem Taxi besser fährt als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf der Passhöhe scheint es einen kleinen freien Platz zu geben, auf dem man das Auto abstellen kann, aber als offizieller Parkplatz ist er in den Daten nicht erfasst. Vorher also lieber die tatsächliche Route noch einmal prüfen.

Charakter und für wen sich die Route eignet: Der reine Höhenunterschied ist im Vergleich zu den anderen Routen relativ gering, entsprechend fällt die Kammwanderung weniger anstrengend aus. Und weil man schon auf einer gewissen Höhe startet, kommt man vergleichsweise schnell zu den Ausblicken vom Grat. Eine gute Wahl für alle, die eine Kammwanderung erleben wollen, ohne sich dabei völlig zu verausgaben.

Route 2 — Verwaltungsbüro Geumwonsan → Gipfel

📏 11.06km ⛰️ 889m Höhenmeter ⏱️ 4:15 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1380m 505m 11.06km

Wegpunkte: Verwaltungsbüro Geumwonsan → Kiosk des Erholungswaldes Geumwonsan → Munbawi (Felsentor) → Toilette → Abzweigung 5 → Abzweigung 6 → Jijaemi-Rastplatz → Abzweigung 8 → Abzweigung 9 → Abzweigung 10 → Wanderkarte Geumwonsan → Abzweigung 12 → Pavillon → Abzweigung 18 → Quellfassung

Anfahrt zum Einstieg: Am Eingang des Erholungswaldes Geumwonsan gibt es eine Bushaltestelle (Geumwonsan Naturerholungswald) — einer der wenigen Einstiege also, die man auch ohne Auto erreicht. Rund um das Verwaltungsbüro des Erholungswaldes führt eine Zufahrt hinein, sodass das Parken hier als vergleichsweise unproblematisch gilt.

Charakter & für wen geeignet: Kiosk, Toiletten, Rastplätze — die Infrastruktur verteilt sich recht gleichmäßig über das erste und mittlere Drittel, weshalb sich auch Erstbesucher auf diesem regulären Wanderweg einigermaßen sorglos nach oben arbeiten können. Der Weg führt durch einen Talabschnitt mit Sehenswertem wie dem Felsentor Munbawi und zieht sich von dort in einem langen Anstieg bis zum Gipfel. Empfohlen für alle, die an einem Tag die klassische Route dieses Bergmassivs einmal komplett erleben wollen.

Route 3 — Toiletten am Eingang → Gipfel

📏 12.85km ⛰️ 918m Höhenmeter ⏱️ 4:45 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1377m 468m 12.85km

Wegpunkte: Abzweigung 2 → zwei Bänke → Felsgrat des Hyeonseongsan → Hyeonseongsan → Abzweigung 6 → Abzweigung 7 → Abzweigung 8 → Abzweigung 9 → Abzweigung 30 → Abzweigung 31 → Seonnyeodam → Toiletten am Eingang

Anfahrt zum Einstieg: Diese Route führt über einen Grat, der den Hyeonseongsan mitnimmt, weshalb man üblicherweise über einen der Talzugänge in der Nähe anreist. Mit dem eigenen Auto dürfte es unkomplizierter sein als mit öffentlichen Verkehrsmitteln; wie es genau um die Parkplätze steht, muss man allerdings vor Ort prüfen.

Charakter und für wen geeignet: Mit dem Felsgrat-Abschnitt am Hyeonseongsan gehört diese Route zu den längsten der acht — und der ständige Wechsel zwischen Grat und Fels sorgt dafür, dass es unterwegs nie langweilig wird. Da man Sehenswürdigkeiten im Tal wie den Seonnyeodam gleich mitnehmen kann, ist sie genau richtig für erfahrene Geher mit guter Kondition, die lange Touren mögen.

Route 4 — Parkplatz Waldhaus (Sutsogui-jip) → Aufstieg zum Geumwonsan-Gipfel

📏 6.29km ⛰️ 717m Höhenmeter ⏱️ 2:46 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★☆ ⤓ GPX
1373m 672m 6.29km

Wegpunkte: Parkplatz Waldhaus → Frauen-Sicherheitstoilette → Informationstafel im Erholungswald Geumwonsan → Abzweigung 4 → Toilette im Erholungswald → Wanderkarte Geumwonsan/Gibaeksan → Abzweigung 7 → Abzweigung 8 → Abzweigung 9 → Yuancheong-Wasserfall → Abzweigung 11 → Abzweigung 12 → Abzweigung 13 → Aufstieg zum Geumwonsan-Gipfel → Geumwonsan Dongbong (Ostgipfel)

Anfahrt zum Einstieg: Wie der Name „Parkplatz Waldhaus” schon vermuten lässt, gibt es hier eigene Stellplätze. Der Einstieg liegt im Gebiet des Naturerholungswaldes Geumwonsan und ist von der weiter oben erwähnten Bushaltestelle aus zu Fuß erreichbar.

Charakter und für wen sich die Route eignet: Mit der Frauen-Sicherheitstoilette und der Toilette im Erholungswald ist die Infrastruktur hier richtig gut ausgebaut. Dazu kommt der Yuancheong-Wasserfall als kleines Highlight auf der Strecke – man wandert also mit Bachlauf und Schluchtblick nach oben. Besonders empfehlenswert für Familien und für alle, denen ein bisschen Komfort unterwegs wichtig ist.

Route 5 — Waldkultur- und Erholungszentrum → Aufstieg zum Gipfel des Gibaeksan

📏 4.22km ⛰️ 858m Höhenmeter ⏱️ 2:29 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★☆ ⤓ GPX
1367m 509m 4.22km

Wegverlauf: Waldkultur- und Erholungszentrum → Abzweigung 8 → Aufstieg zum Gipfel des Gibaeksan → Abzweigung 10 → zwei Bänke → Gipfel des Gibaeksan

Anfahrt zum Einstieg: Das Waldkultur- und Erholungszentrum ist zugleich eine Übernachtungsmöglichkeit, gut mit dem Auto erreichbar, und in der Umgebung sollen Parkplätze vorhanden sein.

Charakter und für wen geeignet: Von den acht Routen ist diese die kürzeste, doch mit 858 m reinem Höhenunterschied presst sie den Aufstieg auf kurze Distanz zusammen – eine ausgesprochen steile Angelegenheit. Wer in kurzer Zeit auf den Gipfel des Gibaeksan will, ist hier gut bedient, sollte aber Kondition und Ausrüstung für die steilen Abschnitte mitbringen.

Route 6 — Parkplatz am Iljumun-Tor des Yongchusa → Weg zum Gipfel des Gibaeksan

📏 11.3km ⛰️ 878m Höhenmeter ⏱️ 4:17 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1354m 478m 11.3km

Wegpunkte: Parkplatz am Iljumun-Tor des Yongchusa → Wegweiser → Abzweigung 3 → Informationstafel zum Wandergebiet Yongchu-Tal → zwei Bänke → Weg zum Gipfel des Gibaeksan → drei Bänke → Abzweigung 10 → Aussichtspunkt → Felsen Nuruk-deom → Hinweistafel zum Schutzgebiet für forstgenetische Ressourcen → zweiter Nuruk-deom-Felsen → Aussichtsdeck → Abzweigung 18 → Abzweigung 19

Anfahrt zum Einstieg: Direkt vor dem Iljumun-Tor des Yongchusa gibt es einen Parkplatz, weshalb diese Route als bequem mit dem eigenen Auto erreichbar gilt. Die Zufahrtsstraße zum Tempel ist ausgebaut, die Erreichbarkeit also durchweg gut.

Charakter und für wen sich die Route lohnt: Aussichtspunkt, Nuruk-deom-Felsen, zweiter Nuruk-deom-Felsen, Aussichtsdeck — die Panoramastellen sind über die ganze Strecke verteilt, sodass man den Blick praktisch beim gesamten Aufstieg genießen kann. Das ist der große Vorzug dieser Route. Empfohlen wird sie allen, die sich neben der Wanderung auch den Tempel Yongchusa ansehen möchten, und generell jenen, denen die Aussicht wichtig ist.

Route 7 — Über den Zustieg zum Geomangsan zum Gipfel

Zugang zum Einstieg: Der Einstieg in Richtung Geomangsan wird üblicherweise mit dem eigenen Auto angefahren, öffentliche Verkehrsmittel spielen hier kaum eine Rolle. Daten zu einem offiziellen Parkplatz ließen sich nicht finden — es lohnt sich also, die Parksituation an den Straßenrändern der umliegenden Dörfer vorab zu klären.

Charakter und Zielgruppe: Von den acht Routen gehört diese zu den schwierigsten. Der Aufstieg verläuft über eine lange Strecke dem Grat folgend und kostet entsprechend viel Kraft. Geeignet ist sie für erfahrene Bergwanderer, die eine Überschreitung des Grats von Geumwonsan und Gibaeksan planen.

Route 8 — Eingang Cheongnyangsa → Bukbong

Zugang zum Einstieg: Den Eingang zum Cheongnyangsa erreicht man über die Tempelzufahrt, wo es üblicherweise einen kleinen Parkplatz für Tempelbesucher gibt. Öffentliche Verkehrsmittel scheinen hier nur eingeschränkt zu fahren, deshalb ist man mit dem eigenen Auto oder einem Taxi besser beraten.

Charakter und für wen sich das lohnt: Die Route führt direkt zum Nordgipfel (Bukbong) des Hwangseoksan – erst durch das Tempelgelände, dann auf relativ kurzer Strecke recht zügig in die Höhe. Passend für alle, denen es weniger um den Felsgrat am Hauptgipfel geht als um die Aussicht vom Bukbong, oder die Tempelbesuch und Bergtour in einem erledigen wollen.

Schwierigkeit, Untergrund und Warnhinweise

Nach den Geodaten der koreanischen Forstbehörde (Korea Forest Service) zu den Wanderwegen liegt die höchste registrierte Schwierigkeitsstufe im Gebiet des Hwangseoksan bei „schwer”. Auch in den real gemessenen GPX-Kursdaten sind mehr als die Hälfte der acht Gipfelkurse in die höchste Schwierigkeitsstufe (★★★★★) eingeordnet. Angaben zum Untergrund sind nicht separat erfasst, aber schon die Bezeichnungen in den Kursdetails – „Felsgrat Hyeonseongsan”, „Nurukdeom-Felsen”, „Zweiter Nurukdeom-Felsen” – verraten, dass es rund um die Gipfelregion an vielen Stellen offenliegende Felsgrat- und Felsabschnitte gibt. Genau diese Passagen werden bei Regen deutlich rutschiger, und im Winter steigt das Risiko durch Eisbildung sprunghaft an – hier ist also besondere Vorsicht geboten. In den öffentlichen Daten sind zwar null POI als Gefahrenstellen, Aussichtspunkte oder Ein-/Ausstiege registriert, in den Kursdetails tauchen aber tatsächlich Punkte mit Aussicht auf: Aussichtsplattform, Nurukdeom-Felsen, Panoramadeck. Toiletten (inklusive der „Frauen-Sicherheitstoiletten”) finden sich ebenfalls an mehreren Stellen auf den Kursen im Bereich des Erholungswaldes Geumwonsan. Für den Berg als Ganzes werden allerdings null Trinkwasserstellen (Quellfassungen) gezählt – man muss also davon ausgehen, dass es unterwegs praktisch keine Möglichkeit gibt, Trinkwasser nachzufüllen.

Distanz und Zeitbedarf

Die Gesamtlänge der Wanderwege im Verwaltungsgebiet summiert sich über mehrere Routen hinweg auf 62,3 km – wichtig zu wissen: Das ist nicht die Länge einer einzelnen Tour, sondern die Summe des gesamten Wegenetzes im Gebiet des Hwangseoksan. Von den sieben erfassten Abschnitten (gegliedert nach Verwaltungsbezirken) ist der Großteil als “leicht” ausgewiesen. Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass es sich um eine Erhebung auf Bezirksebene handelt – mit dem tatsächlichen Schwierigkeitsgrad der Routen, die direkt zum Gipfelbereich führen, hat das wenig zu tun. Nach realen GPX-Messungen liegen die Gipfelrouten zwischen rund 2 Stunden 20 Minuten und maximal 4 Stunden 45 Minuten für eine Richtung. In den Daten summiert sich der Zeitbedarf über alle Abschnitte im Gebiet auf 1108 Minuten bergauf und 766 Minuten bergab, woraus sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 18 Minuten pro Kilometer errechnet. Auch dieser Summenwert bezieht sich nicht auf eine bestimmte Route, sondern auf das gesamte Wegenetz – für die konkrete Tourenplanung ist deshalb die Einzelzeit pro Richtung aus der obigen Routentabelle der verlässlichere Anhaltspunkt. Eine klassische Rundtour auf einen einzelnen Gipfel lässt sich problemlos an einem Tag machen; wer dagegen Geumwonsan, Gibaeksan und Geomangsan zu einer Überschreitung verbinden will, sollte angesichts der Gesamtdistanz und des Zeitbedarfs sicherheitshalber mindestens eine Übernachtung einplanen.

Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel und Parken)

Das Bergmassiv des Hwangseoksan liegt im Landkreis Geochang in der Provinz Gyeongsangnam-do und ist mit der U-Bahn nicht zu erreichen. Der üblich Weg führt laut Auskunft mit dem Überland- oder Schnellbus in Richtung Geochang – etwa vom Busterminal Seoul Nambu oder vom Westbusterminal Daegu – und dann in Geochang selbst weiter mit einem Regionalbus oder Taxi in Richtung des Erholungswalds Geumwonsan. In den öffentlichen Verkehrsdaten (TAGO) ist als Bushaltestelle in der Nähe des Einstiegs “Geumwonsan Erholungswald” verzeichnet; von dort erreicht man die Startpunkte der Routen im Gebiet des Erholungswalds – etwa die Verwaltungsstelle Geumwonsan oder den Parkplatz beim Waldhaus – zu Fuß. Allerdings sind in den öffentlichen Daten null offizielle Parkplätze erfasst, weshalb es sich lohnt, die tatsächliche Parksituation vor dem Besuch über KakaoMap oder Naver Map zu prüfen. Gerade für ausländische Reisende gilt: Google Maps ist bei koreanischen Straßen- und Nahverkehrsinformationen häufig ungenau. Ich empfehle deshalb dringend, Route und Fahrpläne noch einmal mit der KakaoMap- oder Naver-Map-App zu überprüfen.

Saison, Wetter und Ausrüstung

시즌·날씨·장비 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Gyeongsangnam-do, Hamyang-gun, Anui-myeon, Yongchugyegok-ro 623) · KOGL

Für das Bergmassiv des Hwangseoksan gelten Frühjahr und Herbst als vergleichsweise unkomplizierte Wanderzeit — besonders im Herbst, wenn sich das Laub mit den Felsgipfeln des Grats mischt, gilt die Landschaft als herausragend. Im Sommer lassen sich Schatten und Kühle im Talabschnitt genießen, doch Hitze und Luftfeuchtigkeit zehren an den Kräften, weshalb man reichlich Trinkwasser einplanen sollte. Im Winter vereisen die Felsgratpassagen im Gipfelbereich schnell, und der Schwierigkeitsgrad steigt deutlich an; ohne Winterausrüstung wie Grödel und Gamaschen verzichtet man besser auf die Tour. An Pflichtausrüstung empfehlen sich knöchelhohe Wanderschuhe, ausreichend Trinkwasser (es gibt unterwegs keine Wasserstellen, also die gesamte Menge selbst mitnehmen), eine wasserdichte Jacke gegen Regen und Auskühlung, im Winter Grödel und Gamaschen sowie — mit Blick auf die lange Gehzeit auf dem Grat — eine Stirnlampe samt Ersatzbatterien.

Tipps für internationale Besucher

Tipps für internationale Besucher Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (494-6 Yongchugyegok-ro, Anui-myeon, Hamyang-gun, Gyeongsangnam-do) · KOGL

Der Hwangseoksan wird in lateinischer Umschrift als Hwangseoksan geschrieben, die benachbarten Gipfel heißen Geumwonsan (금원산), Gibaeksan (기백산) und Geomangsan (거망산); der Nordgipfel taucht auf Hinweistafeln meist als Bukbong (북봉) auf. Der wichtigste Einstieg, der Erholungswald Geumwonsan, ist als Geumwonsan Natural Recreation Forest ausgeschildert – und es lohnt sich, auch die Tempelnamen Yongchusa (용추사) und Cheongnyangsa (청량사) im Kopf zu haben, das hilft bei der Orientierung. Eine besondere Genehmigung zum Betreten des Berges braucht man nicht, allerdings kann in Erholungswäldern der koreanischen Forstbehörde (Korea Forest Service) wie dem Geumwonsan ein kleiner Eintritt anfallen – am besten direkt am Ticketschalter vor Ort nachfragen. Toiletten gibt es im Bereich des Erholungswalds Geumwonsan an mehreren Stellen (etwa auf den Routen ab Verwaltungsgebäude und Parkplatz der Waldhütten), Trinkwasserstellen sind in den öffentlichen Daten dagegen mit null erfasst – also unbedingt vor dem Aufstieg genug Wasser einpacken. Bei Karten-Apps empfehle ich statt Google Maps eher KakaoMap oder Naver Map: beide liefern für koreanische Wanderwege und den öffentlichen Verkehr deutlich genauere Informationen. Die Felsgrate im Gipfelbereich bergen ein gewisses Unfallrisiko, deshalb würde ich nicht allein losgehen, sondern mit Begleitung – und Handyakku plus ein Notfall-Kommunikationsmittel gehören ebenfalls ins Gepäck.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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