Ein Gratweg, der das Okcheonsa-Tal umarmt: der Yeonhwasan in Goseong
Wandern · Veröffentlicht 3.8.2026 ·
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Auf einen Blick
| Kennzahl | Sterne |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV · Parken) | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit der Route | ★★☆☆☆ |
| Wasser · Quellen am Berg | ★☆☆☆☆ |
| Übernachtung nötig? | ★☆☆☆☆ (Tagestour reicht) |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Frühling | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Sommer | ★★★☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Herbst | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Winter | ★★★☆☆ |
※ Quelle: Geodaten zu Wanderwegen der koreanischen Forstbehörde (Korea Forest Service) · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten sind Richtwerte
Überblick
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Deokjin-gu, Jeonju, Sonderselbstverwaltungsprovinz Jeonbuk) · KOGL
Der Yeonhwasan (蓮花山) liegt im Landkreis Goseong in der Provinz Gyeongsangnam-do. Seine Gipfelkuppen bilden einen sanft geschwungenen Kamm auf Höhen im späten 500-Meter-Bereich – ein Berg mit dem Status eines Provinzparks. Die registrierten Wanderwegabschnitte im Gebiet haben überwiegend Erdböden, und laut Datenlage sind alle Abschnitte als leicht eingestuft. Insgesamt gilt der Berg damit als gut zugänglich, ohne große Hürden. Allerdings sind die Hin-und-zurück-Routen bis in den Gipfelbereich (Sirubong und Yeonhwa-Gipfel 1) sowohl in der Länge als auch im Höhenunterschied durchaus beachtlich – gefühlt bewegt man sich hier eher auf mittlerem Niveau. Am Fuß des Berges liegt der tausend Jahre alte Tempel Okcheonsa (玉泉寺), weshalb viele Besucher Tempelbesichtigung und Wanderung miteinander verbinden. Auch als Rundtour hin und zurück ist der Berg problemlos an einem Tag zu schaffen.
Bergprofil und Gelände
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Deokjin-gu, Jeonju, Provinz Jeollabuk-do) · KOGL
Der Yeonhwasan ist kein Berg mit einem einzelnen spitzen Gipfel, sondern besteht charakteristischerweise aus mehreren Kuppen, die über einen Grat miteinander verbunden sind. In den öffentlichen Daten sind unter anderem folgende Erhebungen verzeichnet: Yeonhwa-Gipfel 1 (518 m), Yeonhwa-Gipfel 1 (505 m, separater Messpunkt), Yeonhwasan 524 m (korrigierte Höhe 539 m), Namsan 427 m (korrigierte Höhe 443 m), Seonyubong (405 m), Ongnyeobong (404 m), Sirubong (576 m) und Yeonhwasan (561 m). Nach meiner eigenen GPX-Aufzeichnung liegt die höchste gemessene Höhe im Gipfelbereich bei 574 m. Dass die angegebenen Höhen je nach Gipfel leicht voneinander abweichen, dürfte an den Unterschieden zwischen Kartenmaterial und tatsächlichen Messwerten (GPS/DEM) liegen. Insgesamt wirkt der Berg weniger wie ein schroffer Felsgipfel, sondern eher wie ein Erdberg mit mächtiger Bodenauflage, und entlang des Grats zieht sich ein sanftes Auf und Ab. Allerdings sind rund um den Gipfelbereich und beim Aussichtspunkt stellenweise Felspartien eingestreut — man sollte sich das Gelände also nicht als reinen Erdberg vorstellen, sondern als Mischung aus Erdberg und Felsgrat.
Der Charakter der Tour
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Deokjin-gu, Jeonju, Sonderselbstverwaltungsprovinz Jeonbuk) · KOGL
Die Stimmung der Strecke wandelt sich im Verlauf: Am Anfang geht es durch Bachläufe und Tempelwald, und je höher man zum Grat kommt, desto weiter öffnet sich der Blick. Im Talabschnitt bei Okcheonsa hat man dichten Wald und das Rauschen des Baches gleichzeitig, und oben auf dem Grat folgen mehrere Aussichtsstellen, von denen aus man das Tiefland rund um Goseong und die benachbarten Gipfel überblickt. Der überwiegend erdige Untergrund macht das Gehen recht angenehm, doch die Runde bis zum Gipfel und zurück ist lang — die Kräfte lassen gegen Ende merklich nach. Im Frühling passen frisches Grün und die Blüten rund um den Tempel gut zusammen, im Herbst das Laub am Gratweg; im Sommer treiben die Feuchtigkeit im Talabschnitt und das wuchernde Unterholz die gefühlte Schwierigkeit nach oben, im Winter die Eisstellen auf den Schattenseiten des Grats.
Wichtige Routen (nach Ausgangspunkt)
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Deokjin-gu, Jeonju, Provinz Jeonbuk) · Public Nuri
| Route (Ausgangspunkt → Gipfel) | Distanz | Netto-Höhendifferenz | Geschätzte Dauer (einfach) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Parkplatz Yeonhwasan-Landespark → Sirubong | 7,98 km | ↕444 m | ca. 2 Std. 44 Min. | ★★★★☆ | ★★★★☆ |
| Parkplatz Okcheon-Rückhaltebecken → Yeonhwa-Gipfel 1 | 8,4 km | ↕408 m | ca. 2 Std. 47 Min. | ★★★★☆ | ★★★☆☆ |
※ Quelle: GPX-Daten zu den 100 berühmtesten Bergen des koreanischen Zentrums für Berg- und Trekkingförderung (Korea Hiking & Trekking Support Center) — Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeit · Beliebtheit ist ein Richtwert
Route 1 — Parkplatz Provinzpark Yeonhwasan → Sirubong
Wegpunkte: Parkplatz Provinzpark Yeonhwasan → Toilette am Parkplatz → Dinosaurierfußspuren im Tal beim Tempel Okcheonsa → Abzweig Richtung Maebong → Abzweig Richtung Yeonhwa-1-bong → eine Sitzbank → Sirubong → Aussichtsplattform Sirubong → Jeongmyeolbogung → Janggunbong → Wegkreuzung 26
Anfahrt zum Einstieg: Der Parkplatz des Provinzparks Yeonhwasan liegt nach vorliegenden Angaben in der Nähe des Tempels Okcheonsa in Gaecheon-myeon, Landkreis Goseong. Eine Anfahrt mit der U-Bahn ist nicht möglich; üblich ist der Weg vom Ortszentrum Goseong oder von einem der nahe gelegenen Überlandbusbahnhöfe per Taxi oder Regionalbus. Am Parkplatz gibt es eine ausgewiesene Toilette, die man vor und nach der Tour nutzen kann. Da der öffentliche Nahverkehr hier nur dünn getaktet ist, würde ich vorab in einer Karten-App die tatsächlichen Abfahrtszeiten und Verbindungen prüfen.
Charakter und für wen sich die Tour lohnt: Der Weg beginnt entlang des Tals von Okcheonsa, führt an Sehenswürdigkeiten wie der Fundstelle mit den Dinosaurierfußspuren vorbei, passiert die Abzweigungen Richtung Maebong und Yeonhwa-1-bong und zieht dann weiter bis zum Gipfel des Sirubong. Weil man die Aussichtsplattform am Sirubong und das Jeongmyeolbogung gleich mit einbauen kann, ist die Route ideal für alle, die Panorama und buddhistisches Kulturerbe in einem Rutsch erleben wollen. Der Zugangsweg zum Tempel macht den Anfang vergleichsweise bequem, doch für den Hin- und Rückweg kommt eine ordentliche Distanz zusammen — deshalb würde ich sie eher Wanderern mit etwas Kondition und mittlerer bis fortgeschrittener Erfahrung empfehlen.
Route 2 — Parkplatz Okcheon-Rückhaltebecken → Yeonhwa-Gipfel 1
Wegpunkte: Parkplatz Okcheon-Rückhaltebecken → Wandertafel des Provinzparks Yeonhwasan → Okcheon-Rückhaltebecken → Parkplatz → Weg zum Yeonhwa-Gipfel 1 → Abzweigung 6 → Yeonhwa-Gipfel 1 → Abzweigung 8 → Abzweigung 9 → Bank (1 Stück) → Weg zum Yeonhwa-Gipfel 2 → Yeonhwa-Gipfel 2 → Signalfeuerstelle → Abzweigung 14 → Abzweigung 15
Anfahrt zum Einstieg: Der Parkplatz am Okcheon-Rückhaltebecken liegt direkt neben dem Stausee, und weil dort eine Wandertafel steht, findet man sich auch beim ersten Besuch relativ leicht zurecht. Öffentliche Verkehrsmittel spielen hier kaum eine Rolle — üblich ist die Anfahrt mit dem eigenen Auto vom Ortszentrum Goseong aus und dann Parken vor Ort.
Charakter und für wen sich die Route lohnt: Eine Überschreitung entlang des Grats: Sie beginnt mit dem Blick über den Stausee, führt über Yeonhwa-Gipfel 1 und Yeonhwa-Gipfel 2 und endet an der alten Signalfeuerstelle. Man passiert mehrere Abzweigungen und nimmt einen Gipfel nach dem anderen mit — genau das macht den Reiz aus. Mit der Signalfeuerstelle kommt außerdem ein Stück Geschichte dazu, was die Route für alle interessant macht, die mehr wollen als bloßes Bergsteigen, oder die einfach gern mehrere Gipfel in einem Zug aneinanderreihen. Es gibt hier deutlich mehr Abzweigungen als auf Route 1 — also besser jedes Schild genau lesen, dann bleibt man auf der sicheren Seite.
Schwierigkeit, Untergrund und Gefahrenstellen
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Deokjin-gu, Jeonju, Provinz Jeonbuk) · KOGL
Alle im Gemeindegebiet registrierten Abschnitte sind in den Daten als “leicht” eingestuft. Zum Untergrund gibt es außer beim Abschnitt Yeongdae-ri keine Angaben, insgesamt dominiert aber offenbar Erdboden.
| Abschnitt (nach Verwaltungsbezirk) | Gesamtlänge | Schwierigkeit | Untergrund |
|---|---|---|---|
| (ohne Abschnittsnamen) | 11,98 km | leicht | - |
| Abschnitt Bukpyeong-ri | 3,96 km | leicht | - |
| Abschnitt Yeongdae-ri | 2,75 km | leicht | Erdboden |
| Abschnitt Oseo-ri | 1,68 km | leicht | - |
| Abschnitt Yeonhwa-ri | 1,57 km | leicht | - |
※ Die Zahlen sind die Summe der nach Verwaltungsbezirk registrierten Abschnitte, nicht die Länge einer einzelnen Wandertour (Gesamtlänge aller Wanderwege im Gemeindegebiet: 21,94 km).
Die Gipfelrouten (Richtung Sirubong und Yeonhwa-Gipfel 1) liegen allerdings nach eigener Messung bei ★★★★☆ und fühlen sich damit deutlich anstrengender an als der lokale Durchschnitt. Weil der Untergrund überwiegend aus Erde besteht, ist die Rutschgefahr bei trockenem Wetter gering – bei Regen wird daraus jedoch schnell ein schlammiger, glitschiger Pfad, und in den Schattenlagen muss man im Winter mit Eis rechnen. An Einrichtungen sind fünf Aussichtspunkte und ein Parkplatz registriert, es gibt also mehrere Stellen, an denen man die Aussicht genießen kann. Zwei Gefahrenstellen sind ebenfalls erfasst, ausgewiesen als “Gefahrenstelle” und “Gefahr im Bachtal” – dort ist besondere Vorsicht angebracht. Trinkwasserstellen sind hingegen keine registriert; man sollte also davon ausgehen, dass es unterwegs praktisch keine Möglichkeit gibt, Wasser nachzufüllen.
Distanz und Gehzeit
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Deokjin-gu, Jeonju, Sonderselbstverwaltungsprovinz Jeonbuk) · KOGL
Für die Runde zum Gipfelbereich und zurück gibt es zwei Routen mit einer Gehzeit von rund 2 Stunden 40 bis 50 Minuten pro Richtung – hin und zurück also etwa 5 bis 6 Stunden, was eine Tagestour ohne Weiteres möglich macht. Bezogen auf alle Wanderwege im Gebiet (21,94 km Gesamtlänge) sind kumuliert 440 Minuten für den Aufstieg und 305 Minuten für den Abstieg erfasst. Das ist allerdings die Summe über sämtliche Abschnitte im Gebiet – bitte nicht als Gehzeit einer einzelnen Route missverstehen. Aus dieser Summe ergibt sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 20 Minuten pro Kilometer, was ungefähr dem entspricht, was man für die Gipfelrouten pro Richtung aus dem Verhältnis von Distanz zu Zeit schätzen würde. Schutzhütten sind keine registriert, deshalb empfehle ich, die Tour eher als Tagesrunde zu planen als mit Übernachtung.
Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel & Parken)
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Deokjin-gu, Jeonju, Sonderselbstverwaltungsprovinz Jeonbuk) · Public Nuri
Der Yeonhwasan liegt im Landkreis Goseong in der Provinz Gyeongsangnam-do. Üblicherweise fährt man von Seoul, Busan oder Jinju zunächst zum Busbahnhof Goseong und steigt dort auf einen Regionalbus oder ein Taxi in Richtung Okcheonsa-Tempel bzw. Provinzpark Yeonhwasan um. Eine registrierte Bushaltestelle in der Nähe des Einstiegs ließ sich nicht finden, rein mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Ausgangspunkt zu kommen dürfte also etwas mühsam werden – realistischer ist, im Ortszentrum von Goseong ein Taxi zu nehmen oder gleich mit dem eigenen Auto anzureisen. Verzeichnet ist ein Parkplatz, nämlich der des Provinzparks Yeonhwasan; mit dem Auto startet man die Tour also am besten von dort. Für die genauen Fahrpläne und aktuelle Routen ist KakaoMap oder Naver Map die zuverlässigere Quelle (Google Maps liefert für Korea bei Nahverkehr und Fußwegen teils unpräzise Informationen).
Saison, Wetter und Ausrüstung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Deokjin-gu, Jeonju, Provinz Jeollabuk-do) · KOGL
Als beste Zeit gelten Frühling (April bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) – dann lassen sich frisches Grün beziehungsweise Laubfarben gleich mit erleben. Im Sommer ist die Luftfeuchtigkeit in den Talabschnitten hoch und das Unterholz wuchert, was den Weg subjektiv etwas anstrengender macht; bei Regen kann der lehmige Untergrund rutschig werden, also aufpassen. Im Winter bildet sich auf den schattigen Gratabschnitten manchmal Eis – Steigeisen und andere Ausrüstung gegen Kälte und Glätte sind dann die sichere Wahl. An Pflichtausrüstung empfehle ich: Wanderschuhe, ausreichend Wasser (es gibt keine Trinkbrunnen, also unbedingt genug mitnehmen), Regenzeug für den Fall der Fälle und im Winter Steigeisen sowie Gamaschen.
Tipps für ausländische Reisende
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Der Yeonhwasan wird in lateinischer Schrift als Yeonhwasan (oder Mt. Yeonhwa) geschrieben; die Gipfel im Bereich des Hauptgipfels lassen sich als Sirubong (시루봉), Yeonhwa-1bong (연화1봉) usw. angeben. Der Tempel am Fuß des Berges heißt Okcheonsa Temple (옥천사). Da es sich um ein Provinzparkgebiet handelt, ist nach allem, was bekannt ist, keine gesonderte Bergsteigegenehmigung nötig – für die Besichtigung des Tempelgeländes kann allerdings ein kleines Eintrittsgeld für Kulturgüter anfallen, also am besten die Hinweistafeln vor Ort beachten. Toiletten sind auf dem Parkplatz des Provinzparks Yeonhwasan registriert, unterwegs auf dem Berg gibt es jedoch keine Trinkwasserstellen – nehmen Sie also vor dem Start genügend Wasser mit. Bei Karten-Apps liefern KakaoMap oder Naver Map für Wanderwege und öffentliche Verkehrsmittel in Korea deutlich genauere Informationen als Google Maps; ich empfehle dringend, sie parallel zu nutzen. In dem Abschnitt mit den vielen beschilderten Abzweigungen (Route 2) hilft die GPS-Track-Funktion der Karten-App, nicht vom Weg abzukommen, und in der Jahreszeit mit kurzen Tagen sollten Sie den Abstieg großzügig einplanen und entsprechend früh losgehen.
Andere Berge in der Umgebung
- Muhaksan in Changwon, der wie ein tanzender Kranich über die Bucht von Masan blickt — ca. 29 km Luftlinie
- Hwangmaesan in Hapcheon und Sancheong mit Hochplateau-Grat aus Alpenrosen und Silbergras — ca. 51 km Luftlinie
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