Am Seil hinauf zum Bubong-Felsgrat – der Juheulsan mit dem Mungyeong-Saejae-Pass

Wandern · Veröffentlicht 1.8.2026 ·

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Auf einen Blick

KriteriumBewertung
Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken)★★☆☆☆
Schwierigkeit der Route★★☆☆☆
Wasser/Quellen am Berg★☆☆☆☆
Übernachtung nötig?★☆☆☆☆ (Tagestour reicht)
Saison-Schwierigkeit – Frühling★★☆☆☆
Saison-Schwierigkeit – Sommer★★★☆☆
Saison-Schwierigkeit – Herbst★★☆☆☆
Saison-Schwierigkeit – Winter★★★★☆

※ Quelle: Geodaten der Wanderwege der koreanischen Forstbehörde · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten sind Richtwerte

Überblick

Der Juheulsan liegt in Mungyeong in der Provinz Gyeongsangbuk-do und ist ein Felsgratberg, dessen Hauptgipfel – der Juheul-Yeongbong – 1.132 m erreicht. Weil sich hier der Mungyeong Saejae befindet, in der Joseon-Zeit das Tor zur großen Yeongnam-Straße, ist der Berg weithin dafür bekannt, dass man historische Stätten und eine Bergtour gleichzeitig genießen kann. Insgesamt prägen ihn steile Felsgratabschnitte und weite Ausblicke von den Kämmen, doch die offiziell registrierten Wanderwege im Gebiet sind in den Daten mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad “leicht” eingestuft – der Einstiegsbereich ist also vergleichsweise sanft. Die tatsächliche Route bis in den Gipfelbereich hat allerdings eine beachtliche Länge und Höhendifferenz und kostet entsprechend Kraft; die meisten Routen lassen sich aber problemlos als Tagestour komplett gehen.

Bergstruktur und Gelände

산세와 지형 Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Sangcho-ri, Mungyeong-eup, Mungyeong-si, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Der Juheulsan ist eine Mischung aus bewaldeten Erdhängen und Felsgipfeln – kein einzelner spitzer Kegel also, sondern mehrere Gipfel, die über Grate miteinander verbunden sind. Rund um den höchsten Punkt, den Juheul-Yeongbong (1.132 m), erhebt sich südlich davon der eigenständige Hauptgipfel Juheulsan-Jubong (1.103 m), und auf der anderen Seite des Mungyeong-Saejae-Passes zieht sich der Grat des Bubong (釜峰) in die Länge. Der Bubong ist dabei kein einzelner Gipfel, sondern eine ganze Ansammlung von Felsköpfen, die sich spitz aneinanderreihen: Allein in den offiziellen Daten sind der sechste Bubong-Gipfel (942 m), Bubong (939 m), Bubong (942 m), der vierte Bubong, der dritte Gipfel (935 m) und der fünfte Gipfel (943 m) verzeichnet – und damit noch nicht alle. Auf diesem Bubong-Grat folgen bizarre Felsformationen und Felsrücken in dichter Folge, weshalb man an vielen Stellen auf Seile und Griffe angewiesen ist. Dafür entschädigt der Blick: Über die Schlucht des Mungyeong-Saejae hinweg schaut man direkt auf Juheulsan-Jubong und Juheul-Yeongbong. In den Wanderwegdaten ist außerdem “natürlich hervorstehendes Gestein” als Eigenschaft eines Gefahrenabschnitts hinterlegt – gemeint sind Felspartien, die naturgemäß in den Weg hineinragen, was sich vor allem im Bereich rund um den Parkplatz Mungyeong-Saejae bestätigt.

Wie sich der Aufstieg anfühlt

Die meisten Einstiege beginnen als Erdpfad durch Kiefernwald und Bestände der Koreakiefer – anfangs also flach und angenehm schattig. Schaut man sich die tatsächlichen Wegpunkte der Route an, tauchen mehrfach kleine Bachquerungen auf, etwa an den Stellen namens Mulgeonneom oder Gyegokgeonneom. Weiter oben folgen dann Blockhalden (Hänge voller aufgeschichteter Steine) und kurze Felspassagen, sodass die gefühlte Schwierigkeit Stück für Stück zunimmt. Je näher man dem Gipfelbereich kommt, desto häufiger stehen Felsgrate an, an denen Sicherungsseile nötig sind. An Punkten, die Namen wie Gwanbong-Aussicht, Felsplattform, Aussichtsfelsen oder einfach Aussichtspunkt tragen, öffnet sich der Blick über die Stadt Mungyeong und die umliegenden Bergketten. Jahreszeitlich zeigt sich das Ganze im Frühling mit frischem Grün und Alpenrosen, im Herbst mit Laubfärbung, die an vielen Stellen des Grats deutlich hervortritt. Im Sommer führen die Bäche mehr Wasser, an den Querungen werden die Füße also leicht nass, und im Winter sorgt Eis auf dem Fels für eine ganz andere Stimmung.

Die wichtigsten Routen (nach Einstieg)

Route (Einstieg → Gipfel)DistanzHöhendifferenzGeschätzte Dauer (einfach)SchwierigkeitBeliebtheit
Toilette neben der Haltestelle → Gipfel4,42 km↕830 mca. 2 Std. 29 Min.★★★★☆★★★☆☆
Ticketschalter der Bergbahn → Felsaussichtspunkt14,78 km↕886 mca. 5 Std. 10 Min.★★★★★★★★★★
Dorfgemeinschaftshaus Pyeongcheon 2-ri → Gipfel4,8 km↕757 mca. 2 Std. 28 Min.★★★★☆★★☆☆☆
Toilette am Eingang des Labyrinthparks → Hauptgipfel des Juheulsan15,1 km↕850 mca. 5 Std. 12 Min.★★★★★★★★★☆
Einstieg Mungyeong Tourist Hotel → Kiefernbestand8,99 km↕869 mca. 3 Std. 42 Min.★★★★★★★☆☆☆
Schädlingsbekämpfung an Eichen → Aussichtsfelsen am 6. Gipfel des Bubong11,66 km↕715 mca. 4 Std. 6 Min.★★★★★★☆☆☆☆

※ Quelle: 100-Berge-GPX-Daten des Korea Hiking and Trekking Support Center (Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit als Richtwert

Route 1 — Toilette an der Haltestelle → Gipfel

📏 4.42km ⛰️ 830m Höhenmeter ⏱️ 2:29 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★☆ ⤓ GPX
1128m 300m 4.42km

Wegpunkte: Toilette an der Haltestelle → Haltestelle Jigok 2-ri → Tempel Wolboksa → kleiner Parkplatz → Aussicht auf den Gwanbong → Beginn des unbefestigten Wegs → weiter auf dem unbefestigten Weg → Panorama des Hauptgipfels Gwanbong → Ende des unbefestigten Wegs → Beginn des Bergpfads → Bachquerung → kurze Treppe → Wegweiser → Kiefernwaldpfad → umgestürzter Baum (Durchgang) → Sicherungsseil

Anfahrt zum Einstieg: Die Haltestelle Jigok 2-ri liegt direkt in der Nähe des Einstiegs, man kommt also mit dem Bus aus der Innenstadt von Mungyeong hin. Zu Beginn der Route gibt es zwar einen kleinen Parkplatz, aber der ist wirklich nicht groß — deshalb würde ich die öffentlichen Verkehrsmittel klar vorziehen.

Charakter · für wen geeignet: Los geht es über ein unbefestigtes Stück, dann vorbei am Tempel Wolboksa auf einem sanft ansteigenden Bergweg. Ab der Hälfte folgen Kiefernwaldpfad, eine kurze Treppe und ein Abschnitt mit Sicherungsseil — im Grunde eine Direktroute hinauf zum Gipfel. Kurz vor dem Gipfelbereich lässt sich vom Aussichtspunkt auf den Gwanbong der umliegende Grat überblicken. Damit ist die Route ideal für alle, die auf relativ kurzer Distanz trotzdem echtes Gipfelgefühl mitnehmen wollen.

Route 2 — Elektroauto-Ticketschalter → Felsen-Aussichtspunkt

📏 14.78km ⛰️ 886m Höhenmeter ⏱️ 5:10 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1119m 247m 14.78km

Wegpunkte: Elektroauto-Ticketschalter → Freilichtstudio Mungyeong Saejae → Jogok-Heilquelle → Toiletten → Infostein Bubong-Wanderweg → Rastplatz Mungyeong Saejae Arirang → Rastplatz Felsenhöhle → Zirbelkiefern-Bestand → Wegverzweigung → Pavillon-Rastplatz → Wegweiser Ijinteo → Holzliege → Holzliege mit Bänken → Bachquerung → Wegpunkt 22

Zugang zum Einstieg: Der Einstieg liegt am Elektroauto-Ticketschalter in der Nähe der Haltestelle Mungyeong-Saejae-Landespark — der klassischste Zugang, der über den Parkplatz und den Ticketschalter des Ausflugsgebiets Mungyeong Saejae führt. Weil hier die komplette Tourismus-Infrastruktur steht, findet man den Einstieg auch beim ersten Besuch problemlos.

Charakter und für wen sich die Route lohnt: Der Weg beginnt an Sehenswürdigkeiten wie dem Freilichtstudio Mungyeong Saejae (Drehort für historische Serien) und der Jogok-Heilquelle, entsprechend ist der Anfang eher ein gemütlicher Spaziergang auf sanftem Terrain. Ab dem Infostein zum Bubong-Wanderweg wird daraus dann richtiger Bergpfad. Die Gesamtstrecke ist lang und es gibt viel zu sehen — Rastplatz Felsenhöhle, Felsen-Aussichtspunkt und mehr —, weshalb sich die Route vor allem für Langstrecken-Wanderer eignet, die die Geschichte von Mungyeong Saejae und die Aussicht vom Bubong-Grat in einem Zug erleben wollen.

Route 3 — Dorfgemeinschaftshaus Pyeongcheon 2-ri → Gipfel

📏 4.8km ⛰️ 757m Höhenmeter ⏱️ 2:28 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★☆ ⤓ GPX
1122m 379m 4.8km

Wegpunkte: Dorfgemeinschaftshaus Pyeongcheon 2-ri → Pavillon vor dem Gemeinschaftshaus → Wegkreuzung → Pavillon → Kiefernwaldweg → Einmündung in den Forstweg → Übergang in Asphalt → Einmündung in den Dorfweg → Weg durch das Dorf → Ende der Asphaltstraße → eigentlicher Beginn des Wanderwegs → Blockschutthalde → links Richtung Tal → Bachquerung → befestigter Wanderweg

Zugang zum Einstieg: Die Haltestelle Pyeongcheon 2-ri liegt in der Nähe des Gemeinschaftshauses, die Anfahrt mit dem Bus ist also möglich. Es handelt sich aber vermutlich um eine ländliche Linie ohne dichten Takt — ein Blick in den Fahrplan im Voraus lohnt sich. Bis zum eigentlichen Wegbeginn muss man erst noch die Dorfzufahrt entlanglaufen.

Charakter und für wen geeignet: Erst nach einer ganzen Weile über Dorfwege, Forstweg und Asphalt beginnt der richtige Wanderweg — der Anfang fühlt sich weniger nach Bergpfad als nach Dorfspaziergang an. Ab dem eigentlichen Einstieg folgen dann Blockschutt und ein Anstieg Richtung Tal, das kostet deutlich mehr Kraft. Passt gut für alle, die ruhige Dorfansichten mitnehmen und danach auf kurzem Weg zum Gipfel wollen.

Route 4 — Toilette am Eingang des Labyrinth-Parks → Hauptgipfel des Juheulsan

📏 15.1km ⛰️ 850m Höhenmeter ⏱️ 5:12 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1052m 253m 15.1km

Wegpunkte: Verwaltungsbüro Mungyeong Saejae → Gelehrtenstatue → Ticketschalter Elektrobahn → Toilette am Eingang des Labyrinth-Parks → Touristeninformation Mungyeong Saejae → Infotafel Mungyeong Saejae → Alter Prüfungsweg von Mungyeong Saejae → Erstes Tor von Joryeong → Pavillon → Wanderkarte → Provisorische Toilette → Zwei Bänke → Koreakiefernwald → Zweiter Aufstieg → Ruheplatz

Zugang zum Einstieg: Die Route beginnt am Anfang des Naturparks Mungyeong Saejae, wo sich das Verwaltungsbüro und der Ticketschalter der Elektrobahn befinden, und ist von der Bushaltestelle Mungyeong Saejae Provinzpark zu Fuß erreichbar. Da es sich um den Eingangsbereich eines Touristenziels handelt, sind Toiletten und Informationseinrichtungen relativ gut ausgebaut.

Charakter und Empfehlung: Der Weg startet als historischer Erkundungspfad durch das Erste Tor von Joryeong (den alten Prüfungsweg) und geht dann allmählich in einen Bergpfad über — er zählt zu den längsten Strecken. Empfohlen für Wanderer, die das historische Wahrzeichen von Mungyeong Saejae mit eigenen Füßen durchqueren und dabei bis zum Hauptgipfel aufsteigen wollen, sowie für alle, die eine gemütliche Ganztagstour über eine lange Distanz suchen.

Route 5 — Einstieg Mungyeong Tourist Hotel → Kiefernzone

📏 8.99km ⛰️ 869m Höhenmeter ⏱️ 3:42 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1100m 244m 8.99km

Wegpunkte: Einstieg Mungyeong Tourist Hotel → Kiefernzone → Wegzustand → Abzweigung → Eichenbestand → Kiefern-Felszone → Wildschweinspuren → kurzes Blockfeld → Blockfeldweg → Felsüberquerung → Abzweigung Teulmok-gogae → Aussichtsfelsen Mungyeong → Juheul-Gwanbong → Aussichtspunkt Juheulsan → Aussichtspunkt Bubong

Zugang zum Einstieg: Die Route beginnt in der Nähe des Mungyeong Tourist Hotel — nimmt man das Hotel als Orientierungspunkt, findet man den Einstieg problemlos. Wer dort übernachtet, kann von hier aus auch gut zu einer frühmorgendlichen Tour aufbrechen.

Charakter und für wen sie sich lohnt: Der Weg führt durch Eichenbestände und eine Kiefern-Felszone, und weil sich hier Spuren von Wildtieren (Wildschweinen) finden, ist der Abschnitt vergleichsweise wenig frequentiert. Hinter der Abzweigung Teulmok-gogae reihen sich dann die Aussichtspunkte aneinander: Aussichtsfelsen Mungyeong, Juheul-Gwanbong, Aussichtspunkt Juheulsan und Aussichtspunkt Bubong. Genau richtig für alle, die auf einer einzigen Tour Ausblicke in möglichst viele Richtungen mitnehmen wollen.

Route 6 — Eichen-Schädlingsbekämpfung → Aussichtsfelsen Bubong-Gipfel 6

📏 11.66km ⛰️ 715m Höhenmeter ⏱️ 4:06 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
941m 241m 11.66km

Wegpunkte: Eichen-Schädlingsbekämpfung → Wegzustand → kurzer Felsabschnitt → umgestürzter Baum → Kiefernbestand → nationale Standortnummer → Wildschweinspuren → Aussichtsfelsen Bubong-Gipfel 6 → Bubong-Schild → Wegabzweigung → Felsen und Bäume → Felsabschnitt → Seilabschnitt → Passage neben dem Felsen → Absturzsicherungsseil

Zugang zum Einstieg: Der Einstieg ist nach der Stelle benannt, an der die Forstschutzmaßnahmen durchgeführt wurden — eine eigene Haltestelle oder ein deutliches Schild gibt es hier nicht, entsprechend wenig bekannt ist dieser Zugang. Wer zum ersten Mal hier ist, sollte den genauen Einstieg vorher mit einer Karten-App prüfen.

Charakter und für wen geeignet: Diese Route führt direkt auf den sechsten Gipfel des Bubong-Grats hinauf. In der zweiten Hälfte folgen Felsabschnitt, Seilabschnitt und Absturzsicherungsseil dicht aufeinander — der Felsanteil ist damit der höchste aller Routen. Geeignet für erfahrene Bergsteiger, die die markanten Felsformationen des Bubong-Grats aus der Nähe erleben wollen; Anfängern würde ich davon abraten.

Schwierigkeit, Untergrund und Warnhinweise

Im Verwaltungsbezirk sind drei Abschnitte registriert: einer ohne Namensangabe mit 11,4 km, der Abschnitt Sangcho-ri mit 2,43 km und der Abschnitt Parkplatz Mungyeong Saejae mit 1,18 km. Laut Datenlage sind alle drei Abschnitte als „leicht” eingestuft.

Abschnitt (nach Verwaltungsbezirk)LängeSchwierigkeitUntergrund
(kein Abschnittsname)11,4 kmleicht-
Abschnitt Sangcho-ri2,43 kmleicht-
Abschnitt Parkplatz Mungyeong Saejae1,18 kmleicht-

※ Die Tabelle oben gliedert die Gesamtlänge der Wanderwege nach Verwaltungseinheit auf – es sind keine tatsächlichen Namen von Wanderrouten.

Zum Untergrund gibt es keine gesonderten Angaben, allerdings ist für den Abschnitt Parkplatz Mungyeong Saejae „natürlich hervortretendes Felsgestein” als Gefahrenquelle vermerkt. Gemeint ist damit ein Gelände, in dem Fels von Natur aus aus dem Wegboden ragt – bei Regen entsprechend rutschig und im Winter besonders anfällig für Vereisung. In den Geodaten zum Wanderweg sind Gefahrenstellen, Aussichtspunkte und Einstiegs-POIs jeweils mit null Einträgen erfasst, aber das spiegelt nur den Registrierungsstand dieses Datensatzes wider. Tatsächlich lassen sich auf der per GPX gemessenen Route eine ganze Reihe von Aussichtspunkten nachweisen, wie schon bei den Wegweisern der einzelnen Routen erwähnt: Gwanbong-Aussicht, Felsen-Aussichtsplattform, Aussichtsfelsen, Mungyeong-Aussichtsfelsen, Juheulsan-Aussichtspunkt, Bubong-Aussichtspunkt und andere. Je näher man dem Gipfelbereich kommt, desto häufiger wiederholen sich am Bubong-Grat und rund um den Juheul-Yeongbong Felsgratpassagen, an denen man auf Seile angewiesen ist. Nach Regen oder in Zeiten, in denen Frost und Vereisung zu erwarten sind, ist es daher sicherer, den Aufstieg zu verschieben oder Steigeisen mitzunehmen.

Entfernung und Gehzeit

Entfernung und Gehzeit Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (932 Saejae-ro, Mungyeong-eup, Mungyeong-si, Gyeongsangbuk-do) · KOGL

Die Gesamtlänge aller Wanderwege im Gebiet beträgt 15,01 km, und die Angaben von 266 Minuten für den Aufstieg bzw. 186 Minuten für den Abstieg sind Summenwerte über sämtliche Abschnitte im Gebiet – nicht die Gehzeit einer einzelnen Route. Daraus ergibt sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 18 Minuten pro Kilometer, was sich gut als Anhaltspunkt für die vorher genannten geschätzten Gehzeiten der einzelnen Routen nutzen lässt. Die beiden Hauptrouten – Toilette neben der Haltestelle → Gipfel sowie Gemeindezentrum Pyeongcheon 2-ri → Gipfel – dauern jeweils rund 2,5 Stunden pro Richtung, ein Hin und Zurück an einem Tag ist damit problemlos machbar. Bei Routen, die an die 15 km herankommen, etwa Ticketschalter der Elektrobahn → Felsaussichtspunkt oder Toilette am Eingang des Irrgarten-Parks → Hauptgipfel des Juheulsan, braucht man allein für eine Richtung ungefähr fünf Stunden – hin und zurück plant man das üblicherweise als Tagestour mit möglichst frühem Start. Da keine Schutzhütten registriert sind, sollte man unabhängig von der gewählten Route ohnehin eher eine Tagestour mit Rückweg einplanen als eine Übernachtung am Berg.

Anreise (öffentliche Verkehrsmittel · Parken)

가는 길(대중교통·주차) Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization · KOGL

Der üblich Weg nach Mungyeong führt mit dem Überlandbus von Seoul, Ost-Seoul (Dong-Seoul) oder Cheongju zum Busterminal Mungyeong, wo man in einen Stadtbus in Richtung Mungyeong Saejae umsteigt. In der Nähe der Einstiegspunkte liegen die Haltestellen Jigok 2-ri, Pyeongcheon 2-ri, Provinzpark Mungyeong Saejae und Hacho-ri – je nach gewählter Route kann man also an der passenden Stelle aussteigen. Rund um den Provinzpark Mungyeong Saejae ist das Gebiet touristisch erschlossen, und es soll dort Parkplätze für Besucher geben; in den Wanderwegdaten für diese Tour ist allerdings kein Parkplatz eingetragen, weshalb die Parkplatzsuche in der Hochsaison und an Wochenenden knapp werden dürfte. Für genaue Busfahrpläne und Fußwege empfiehlt es sich, in KakaoMap oder Naver Map nach “문경새재” (Mungyeong Saejae) oder dem jeweiligen Haltestellennamen zu suchen und die Angaben in Echtzeit zu prüfen.

Jahreszeit, Wetter und Ausrüstung

Am angenehmsten wandert man hier im Frühling (April bis Mai) und im Herbst (September bis Oktober) – dann bekommt man frisches Grün beziehungsweise Herbstlaub zu sehen, und die Gefahr von Eis ist gering. Im Sommer führen die Bäche mehr Wasser, an den Furten und Bachübergängen werden die Füße also leicht nass, und nach der Regenzeit können die Blockschutthalden rutschig sein – wasserdichte Wanderschuhe zahlen sich hier aus. Im Winter kann es an den Abschnitten mit natürlich hervorstehendem Fels und am Felsgrat des Bubong-Kamms stark vereisen; Steigeisen, Gamaschen und warme Kleidung sind dann Pflicht. Da keine Trinkwasserstellen ausgewiesen sind, muss man unabhängig von der Jahreszeit unbedingt genug Wasser selbst mitnehmen. Wanderstöcke, Wechselkleidung und – auf den längeren Routen – eine Stirnlampe gehören ebenfalls ins Gepäck.

Tipps für internationale Wanderer

Tipps für internationale Wanderer Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Mireuk-ri, Suanbo-myeon, Chungju-si, Chungcheongbuk-do) · KOGL

In lateinischer Umschrift heißt der Berg Juheulsan, der höchste Gipfel Juheul-yeongbong, der Hauptgipfel Juheul-bong (oder Ju-bong), und der Felsgrat gegenüber wird als Bubong geschrieben. Für die Wanderwege selbst braucht man nach allem, was ich in Erfahrung bringen konnte, weder eine Aufstiegsgenehmigung noch Eintritt. Wer aber eine Route wählt, die durch das Gebiet des Mungyeong Saejae Provincial Park führt, sollte sich vor dem Besuch die aktuellen Hinweise der Parkverwaltung ansehen. Toiletten gibt es laut den Streckendaten an einigen Einstiegen – etwa die Toilette neben der Haltestelle, die Toilette am Eingang des Miro-Parks und eine einfache Toilette –, aber sie sind nicht gleichmäßig über die gesamte Route verteilt. Deshalb: besser vor dem Start noch einmal gehen. Beim Trinkwasser taucht an der Route über den Ticketschalter der Elektro-Bahn eine Quelle namens Jogok-yaksu auf, in den öffentlichen Daten zu Trinkwasserstellen an Wanderwegen ist dort aber kein Punkt registriert. Solange man vor Ort nicht selbst geklärt hat, ob das Wasser trinkbar ist, sollte man also eigenes Wasser mitnehmen. Bei Karten-Apps gilt: Google Maps gibt koreanische Wanderwege oft nur unzureichend wieder – für Echtzeit-Routen und Infos zum öffentlichen Verkehr sind KakaoMap oder Naver Map die bessere Wahl. Da sich an diesem Berg Felsgrate und Seilpassagen abwechseln, empfiehlt sich rutschfestes Schuhwerk, Handschuhe und Wanderstöcke. Und statt allein loszuziehen, geht man besser in Begleitung und plant für den Abstieg genug Zeit ein – das trägt am meisten zu einer sicheren Tour bei.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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