Wo der Erdweg endet, beginnt der Felsgrat: Baekdeoksan in Gangwon

Wandern · Veröffentlicht 11.8.2026 ·

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Auf einen Blick

KennzahlBewertung
Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken)★☆☆☆☆
Streckenschwierigkeit★★☆☆☆
Wasser/Quellen am Berg★☆☆☆☆
Übernachtung nötig?★☆☆☆☆ (Tagestour reicht)
Schwierigkeit nach Jahreszeit – Frühling★★☆☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit – Sommer★★★☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit – Herbst★★☆☆☆
Schwierigkeit nach Jahreszeit – Winter★★★★☆

※ Quelle: Geodaten zu Wanderwegen der Koreanischen Forstverwaltung · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten dienen nur als Anhaltspunkt

Übersicht

Der Baekdeoksan liegt an der Grenze zwischen Sujoo-myeon im Landkreis Yeongwol und Baengnim-myeon im Landkreis Pyeongchang, beide in der Provinz Gangwon. Je nach Geodatenquelle schwankt die Gipfelhöhe zwischen 1.327 und 1.345 Metern, laut Vermessung entlang der Wanderwege reicht der höchste erreichbare Punkt sogar bis auf 1.364 Meter. Über einen Grat ist der Berg mit dem benachbarten Sajasan (1.183 m) verbunden, weshalb eine Kammwanderung über beide Gipfel hinweg recht bekannt ist. Insgesamt handelt es sich um einen eher erdigen, sanften Berg ohne große Felspartien – allerdings mischen sich im Gipfelbereich doch einige Felsabschnitte hinein, sodass der gefühlte Schwierigkeitsgrad zur zweiten Hälfte der Tour hin merklich ansteigt. Die Gesamtlänge der offiziell erfassten Wanderwege (über mehrere Abschnitte summiert) beträgt mit 16,42 km eher wenig, und die bekanntesten Routen liegen bei einer Strecke von 4 bis 11 km (einfache Richtung) – Tagestouren sind also gut machbar. Allerdings kommen die Routen im Gipfelbereich auf einen Höhenunterschied von 700 bis 860 Metern, weshalb der Berg im Verhältnis zur Streckenlänge als recht kräftezehrend gilt.

Berggestalt und Gelände

Berggestalt und Gelände Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (142 Baengnyeongyegok-gil, Muryeongdowon-myeon, Yeongwol-gun, Provinz Gangwon) · Public Nuri

Der Baekdeoksan zeigt ziemlich typisch, wie die Bergrücken im westlichen Gangwon-Gebiet aufgebaut sind: größtenteils ein Erdboden-Berg mit vielen weichen, bewaldeten Pfaden, doch kurz vor dem Gipfel mischen sich plötzlich Felsgrate und Geröllfelder hinein. Schaut man sich die in den öffentlichen Daten erfassten Gipfelpunkte an, bilden der Gipfel des Jasan (1.183 m), der Gipfel des Baekdeoksan (je nach Messpunkt mit 1.327 m, 1.337 m oder 1.345 m angegeben) sowie der Gubongdaesan (907 m) und dessen Gipfel (922 m) zusammen eine einzige Kammlinie – der gesamte Höhenzug von Baekdeoksan über Jasan bis Gubongdaesan ist groß genug, dass er sich durchaus als komplette Durchquerung eignet. Entlang der tatsächlich vermessenen Route tauchen benannte Felsblöcke wie der Seoltong-Fels, der Kamelfels und der Drachenfels auf – ein Hinweis darauf, dass der obere Bereich des Baekdeoksan eben kein simpler Erdgipfel ist, sondern durchaus größere und kleinere Felsformationen enthält. In Gipfelnähe gibt es außerdem einen Aussichtspunkt, der als „Kamelfels-Aussicht” bekannt ist und von dem aus man sowohl den Grat als auch das Tal überblicken kann. Richtung Tal findet sich der Flurname Binesogol, und dieser Abschnitt ist als erdrutschgefährdetes Gebiet ausgewiesen – man kann also davon ausgehen, dass hier die für Taleinschnitte typische Hangunstabilität besonders ausgeprägt ist.

Das Gefühl beim Wandern

Der Baekdeoksan bietet ein Wandererlebnis, das von einem deutlichen Kontrast lebt: sanfte Waldwege am Anfang, die sich zum Gipfel hin in zunehmend steile Anstiege und Felsgrate verwandeln. Startet man vom Tempel Heungwonsa aus, beginnt die Tour in der stillen Atmosphäre des Klosterwalds – und die Streckenführung wechselt je nach Jahreszeit ihr Gesicht, etwa mit dem Abschnitt, in dem ein umgestürzter, uralter Baum einen tunnelartigen Durchgang bildet (die Meokgol-Route), oder mit den Hinweisschildern zum Rhododendron-Bestand. Näher am Gipfel führt der Weg über die Felsabschnitte am Aussichtspunkt Nakta-bawi (Kamelfelsen) und am Yong-bawi (Drachenfelsen), wo Warnschilder vor Absturzgefahr auftauchen – hier bekommt man die Anspannung eines echten Felsgrat-Aufstiegs zu spüren, bei dem man sich mit den Händen hochziehen muss. Der Weg vom Einstieg Munjae hinauf zum Sajasan verläuft dagegen über einen vergleichsweise sanften Kammweg vorbei an einem Hubschrauberlandeplatz – ein schönes Beispiel dafür, wie unterschiedlich der Charakter ein und desselben Berges ausfallen kann, je nachdem, welchen Einstieg man wählt. Im Herbst sorgt die Laubfärbung entlang des Kamms, im Frühsommer der blühende Rhododendron-Bestand für das jahreszeitliche Flair dieses Berges.

Wichtige Wanderrouten (nach Einstiegspunkt)

Wegeabschnitte im Überblick (Gesamtlänge nach Verwaltungsbezirk)

📏 8.18km ⛰️ 860m Höhenmeter ⏱️ 3:29 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1364m 505m 8.18km
AbschnittStreckeSchwierigkeitUntergrund
Ungyo-ri-Abschnitt12,48 kmLeicht-
(kein Abschnittsname)3,19 kmLeicht-
Beopheung-ri-Abschnitt0,75 kmLeicht-

※ Bei diesen Abschnitten handelt es sich nicht um Routennamen, sondern um Verwaltungseinheiten für die Wegepflege. Die Gesamtsumme von 16,42 km entspricht der gesamten Wanderweglänge im Gebiet. Für die tatsächlichen Wanderrouten siehe die folgende Tabelle.

Übersicht der Gipfelrouten

📏 11.19km ⛰️ 826m Höhenmeter ⏱️ 4:10 🔁 Rundweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1300m 517m 11.19km
Route (Einstieg → Gipfel)StreckeHöhenunterschiedGeschätzte Dauer (einfach)SchwierigkeitBeliebtheit
Eingang Baekdeoksan-Wanderweg, Heungwonsa → Aussichtspunkt8,18 km↕860 mca. 3 Std. 29 Min.★★★★★★★★☆☆
Eingang Baekdeoksan-Wanderweg, Meokgol → Gipfel11,19 km↕826 mca. 4 Std. 10 Min.★★★★★★★☆☆☆
Weg zum Baekdeoksan → kleine Lichtung vor dem Gipfel7,72 km↕691 mca. 3 Std. 5 Min.★★★★★★★☆☆☆
Einstieg Munjae → Gipfel Sajasan4,51 km↕427 mca. 1 Std. 50 Min.★★★☆☆★★★★☆

※ Quelle: GPX-Daten der 100 bedeutendsten Berge Koreas vom Koreanischen Zentrum für Bergsteigen und Trekking (Strecke, Höhe, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit als Richtwert

Route 1 — Heungwonsa-Tempel → Aussichtspunkt

📏 7.72km ⛰️ 691m Höhenmeter ⏱️ 3:05 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★★★ ⤓ GPX
1321m 650m 7.72km

Wegpunkte: Bushaltestelle des Yeongwol-Gemeindebusses (Haengbok-Bus) → einfache Toilette → Heungwonsa-Tempel → Eingang des Baekdeoksan-Wanderwegs, Heungwonsa → Seoltong-Fels → Wegkreuzung → ehemaliger Altarplatz → Aussichtspunkt → Aussichtspunkt Nakta-Fels (Kamelfelsen) → Absturzgefahr-Abschnitt → Yong-Fels (Drachenfelsen) → Felsen kurz vor dem Baekdeoksan-Gipfel

Anfahrt zum Einstieg: Die Route über den Heungwonsa-Tempel führt von der Gemeinde Suju im Landkreis Yeongwol aus in den Berg. In der Nähe des Wandereinstiegs soll es zwar eine Haltestelle des örtlichen Gemeindebusses (Haengbok-Bus) geben, doch da diese Überlandbusse nur in großen Abständen fahren, sollte man den Fahrplan unbedingt vorher checken. Wer mit dem eigenen Auto kommt, parkt meist auf einem freien Platz in der Nähe des Tempels – einen offiziellen Wanderparkplatz gibt es hier offenbar nicht.

Charakter & Zielgruppe: Die Tour beginnt gemütlich im Waldweg des Tempels, bevor sie im hinteren Abschnitt durch eine Reihe markanter Felsformationen führt – Seoltong-Fels, Nakta-Fels (Kamelfelsen), Yong-Fels (Drachenfelsen) und mehr. Man kann sie wohl als die Paradestrecke bezeichnen, auf der sich der Reiz der Felsgrate rund um den Baekdeoksan-Gipfel am besten erleben lässt. Die Aussicht vom Nakta-Fels ist grandios, allerdings ist auch ausdrücklich ein Absturzgefahr-Abschnitt vermerkt – diese Route eignet sich daher eher für Wanderer mit Erfahrung im Felsgrat-Gelände.

Route 2 — Meokgol → Gipfel

📏 4.51km ⛰️ 427m Höhenmeter ⏱️ 1:50 ➡️ Einweg Schwierigkeit ★★★☆☆ ⤓ GPX
1198m 770m 4.51km

Wegpunkte: Baekdeoksan-Parkplatz-Toilette → Baekdeoksan-Wanderweg-Eingang. Meokgol → Abschnitt, in dem ein umgestürzter alter Baum einen tunnelartigen Durchgang bildet → Weggabelung → kleiner Rastplatz neben dem Wegweiser → Hinweistafel zum Azaleen-Bestand → gesperrter Wanderwegabschnitt → kleine Freifläche am Wegrand → runde Sitzbank auf der kleinen Freifläche → Stelle mit umgestürztem alten Baum → steiler, erdiger Abschnitt, Vorsicht geboten → Baekdeoksan-Wanderweg-Eingang → Bushaltestelle Ungyo → Toilette vor dem Dorfgemeindehaus Ungyo 1-ri

Zugang zum Ausgangspunkt: Der Einstieg bei Meokgol liegt Richtung Ungyo-ri, Bangnim-myeon, Landkreis Pyeongchang. In der Nähe gibt es die Bushaltestelle Ungyo, an der man offenbar mit Überland- bzw. Landbussen ankommen kann – allerdings verkehren dort nur wenige Linien, weshalb man sich vorher informieren sollte. Vor dem Dorfgemeindehaus steht eine Toilette, die man vor oder nach der Tour nutzen kann.

Merkmale / Empfehlung: Mit 11,19 km ist das die längste der vier Routen – und mit dem Abschnitt, in dem ein umgestürzter alter Baum einen Tunnel bildet, sowie dem Azaleen-Bestand, den man durchquert, auch die Strecke mit dem stärksten Eindruck von unberührtem Wald. Allerdings finden sich an mehreren Stellen Schilder zu gesperrten Wegabschnitten, und es gibt einen steilen, erdigen Abschnitt, bei dem Vorsicht angebracht ist. Ich würde diese Route eher Leuten empfehlen, die konditionell und zeitlich genug Spielraum haben – und es lohnt sich, vorher noch einmal aktuell nachzuprüfen, ob und welche Abschnitte gerade gesperrt sind.

Kurs 3 — Weg zum Baekdeoksan → kleine Lichtung vor dem Gipfel

Wegpunkte: Weg zum Baekdeoksan → Weggabelung → kleine Lichtung vor dem Gipfel → kurz vor dem Gipfel → Baum vor dem Gipfel → Baekdeoksan-Gipfel → Dreiweg-Gabelung Munjae/Baekdeoksan/Binesogol → Abstiegsweg ins Binesogol → Warnhinweis-Tafel → Bachtal → erdrutschgefährdetes Gebiet → Binesogol

Zugang zum Ausgangspunkt: Dieser Abschnitt trägt keinen eigenen, klar erkennbaren Dorfnamen als Ausgangspunkt, sondern ist schlicht als „Weg zum Baekdeoksan” ausgewiesen. In der Praxis wird er offenbar meist als Verbindungsstück genutzt, das sich auf dem Grat mit anderen Routen zu einer Durchquerungstour zusammenfügt. Statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man realistischerweise eher mit dem Auto bis in die Nähe und geht den Rest zu Fuß.

Merkmale & Empfehlung: Dieser Abschnitt führt direkt über den Baekdeoksan-Gipfel und steigt dann Richtung Binesogol-Tal ab – das Besondere dabei ist, dass man nach der Gipfelüberquerung an der Dreiweg-Gabelung Munjae/Baekdeoksan/Binesogol die weitere Richtung frei wählen kann. Da der Abstiegsweg ein ausgewiesenes erdrutschgefährdetes Gebiet durchquert, sollte man ihn bei Regen oder während der Regenzeit besser meiden. Wanderern, die neben dem Gipfelerlebnis auch die Tallandschaft genießen möchten, ist dieser Abschnitt durchaus zu empfehlen.

Kurs 4 — Munjae-Einstieg → Sajasan-Gipfel

Wegpunkte: Munjae-Rastplatz → Munjae-Einstieg → gesperrter Wanderweg-Abschnitt → Weggabelung → Hubschrauberlandeplatz → umgestürzter Baum → toter Baum quer über dem Weg → gesperrter Wanderweg → umgestürzter Totholzbaum → Sajasan-Gipfel → steile Passage direkt am Wegrand → 2 km vor dem Baekdeoksan

Anfahrt zum Einstieg: Munjae ist ein Passübergang, der Yeongwol und Pyeongchang verbindet. Oben auf dem Pass liegt der Munjae-Rastplatz, weshalb die Anfahrt mit dem Auto vergleichsweise unkompliziert ist. Öffentliche Verkehrsmittel scheint es dorthin keine zu geben, weshalb man in der Regel auf den eigenen Wagen oder ein Taxi angewiesen ist.

Charakter und Zielgruppe: Von den vier Kursen ist dies der kürzeste mit dem geringsten Höhenunterschied — entsprechend angenehm zu bewältigen. Größtenteils verläuft er auf einem sanften Kammweg, der am Hubschrauberlandeplatz vorbeiführt, allerdings wurden mehrere gesperrte Abschnitte und umgestürzte Totholzbäume festgestellt, weshalb man sich vorab unbedingt über den aktuellen Zustand informieren sollte. Ideal für alle, die in kurzer Zeit zum Sajasan-Gipfel und wieder zurück wollen, oder die diesen Abschnitt als Einstieg bzw. Ausstieg für eine Baekdeoksan-Durchquerung nutzen möchten.

Difficulty·Untergrund·Vorsicht

Der laut Datenlage höchste Schwierigkeitsgrad der im Kreis registrierten Wanderwege ist mit „Leicht” eingestuft – allerdings handelt es sich dabei um Wegabschnittsdaten auf Basis der Verwaltungsbezirke. Die tatsächliche Gipfeltour (Richtung Heungwonsa-Tempel, Meokgol, Baekdeoksan) entspricht laut GPX-Messung dem höchsten Schwierigkeitsgrad (★★★★★) – gefühlt liegt hier also ein erheblicher Unterschied vor, den man im Blick haben sollte. Angaben zum Untergrund sind nicht separat erfasst, aber anhand der Namen der Wegweiser lässt sich erkennen, dass sich Erdpfade und Felsabschnitte abwechseln. Besonders in den Abschnitten Seoltong-Felsen, Kamel-Felsen und Drachen-Felsen ist mit der typischen Rutschgefahr von Felsgraten zu rechnen, und sowohl auf der Meokgol- als auch der Munjae-Route finden sich Schilder mit dem Hinweis „Steiler Abstieg, Erdboden – Vorsicht”, weshalb man bei Regen besonders auf Rutschgefahr achten sollte. Offiziell sind laut öffentlichen Daten keine gesonderten Gefahrenzonen ausgewiesen, doch in den real gemessenen GPX-Tracks finden sich Hinweise auf Absturzgefahr (Route 1) und ein erdrutschgefährdetes Gebiet (Route 3, Richtung Binesogol) – in diesen Abschnitten ist also besondere Vorsicht geboten. Es gibt einen bestätigten Aussichtspunkt (Kamel-Felsen-Aussichtsplattform), der als der markanteste Ausblick der gesamten Baekdeoksan-Tour gelten kann. Zudem finden sich sowohl auf der Meokgol- als auch der Munjae-Route mehrfach Schilder mit der Aufschrift „Wanderweg gesperrt” – vor der Tour lohnt es sich daher, bei der Gemeinde oder über Hinweise zum Nationalpark den aktuellen Sperrstatus zu prüfen.

Distanz und Gehzeit

거리와 소요시간 사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (강원특별자치도 평창군 평창읍 원당리 261) · 공공누리

Für den Baekdeoksan sind, über alle Wanderwege im Gebiet zusammengerechnet, 419 Minuten für den Aufstieg und 293 Minuten für den Abstieg verzeichnet. Das ist allerdings ein Summenwert aus mehreren Abschnitten und sollte nicht mit der Gehzeit einer einzelnen Route verwechselt werden. Rechnet man aus diesen kumulierten Daten das durchschnittliche Aufstiegstempo aus, kommt man auf etwa 26 Minuten pro Kilometer – im Vergleich zu anderen Bergen eher gemächlich, was sich mit den nicht wenigen Steilstücken und Felspassagen auf den Wegen des Baekdeoksan deckt. Für die einzelnen Routen ergeben sich folgende Werte (jeweils nur Hinweg): Heungwonsa-Route etwa 3 Stunden 29 Minuten, Meokgol-Route etwa 4 Stunden 10 Minuten, die Route „Baekdeoksan-ganeungil” etwa 3 Stunden 5 Minuten und die Munjae-Sajasan-Route etwa 1 Stunde 50 Minuten. Diese Zahlen basieren auf Distanz und Höhenunterschied, die tatsächlich benötigte Zeit kann je nach Kondition und Pausen also durchaus abweichen. Wer die Heungwonsa- oder Meokgol-Route als Hin- und Rücktour geht, sollte mit insgesamt 7 bis 8 Stunden oder mehr rechnen – ein früher Start am Morgen empfiehlt sich also. Da es für keine der Routen eine gesonderte Schutzhütte gibt, plant man die Tour üblicherweise ohnehin als Tagestour ohne Übernachtung, egal für welchen Weg man sich entscheidet.

Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel/Parken)

가는 길(대중교통·주차) 사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (강원특별자치도 평창군 방림면 들모고개길 47-1) · 공공누리

Der Baekdeoksan liegt an der Grenze zwischen dem Kreis Yeongwol und dem Kreis Pyeongchang in der Provinz Gangwon, und die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist entsprechend etwas mühsam. Aus Seoul und der Hauptstadtregion fährt man üblicherweise mit dem KTX oder einem Überlandbus zunächst nach Pyeongchang (Bangnim) oder in die Innenstadt von Yeongwol und wechselt von dort auf einen ländlichen Regionalbus oder ins Taxi, um zum jeweiligen Ausgangspunkt der Wanderung zu gelangen. In der Nähe der Meokgol-Route liegt die Haltestelle Ungyo, wo man auf Linienbusse zurückgreifen kann, und nahe der Heungwonsa-Route gibt es laut offiziellen Angaben eine Haltestelle des Yeongwol-Glücksbusses (Haengbok-Bus) – allerdings mit langen Taktzeiten, weshalb man den Fahrplan unbedingt vorher checken sollte. Der Ausgangspunkt Munjae liegt an einer Passstraße, da ist man mit dem eigenen Auto oder Taxi realistisch besser bedient als mit Bus und Bahn. Offiziell registrierte Parkplätze sind laut den öffentlichen Daten nicht verzeichnet, weshalb viele Wanderer auf freie Flächen in der Nähe des Einstiegs oder den Seitenstreifen der Zufahrtswege zu den Dörfern ausweichen – dabei aber unbedingt darauf achten sollten, nicht auf Privat- oder Ackerland zu geraten. Für die tatsächliche Straßenlage und aktuelle Routenführung empfiehlt sich unbedingt ein Blick in KakaoMap oder Naver Map; Google Maps eignet sich für diese Tour nicht, da die Fuß- und ÖPNV-Navigation innerhalb Koreas dort nur eingeschränkt funktioniert.

Season, Wetter und Ausrüstung

Der Baekdeoksan gilt als besonders lohnendes Wanderziel im Frühling, wenn Azaleen und Rhododendren blühen, und im Herbst zur Zeit der Laubfärbung. Im Sommer sollte man dagegen vorsichtig sein: Im Bereich des Bine-so-gol-Tals gibt es erdrutschgefährdete Stellen, weshalb man bei Starkregen besser auf eine Wanderung verzichtet – zudem zehrt die hohe Luftfeuchtigkeit deutlich an der Kondition. Im Winter können die Felsgratabschnitte im Gipfelbereich (Seoltong-Fels, Nakta-Fels/„Kamelfelsen”, Yong-Fels/„Drachenfelsen”) sowie die steilen Erdpfade vereisen, sodass Grödel bzw. Steigeisen und Gamaschen zur Pflichtausrüstung gehören. Als Grundausstattung empfehlen sich außerdem feste Wanderschuhe, Wechselkleidung, eine wind- und wasserdichte Jacke, ausreichend Trinkwasser (da keine Trinkwasserstellen bestätigt sind, sollte man mindestens 1,5 bis 2 Liter mitnehmen), eine Stirnlampe für die längeren Routenabschnitte und Wanderstöcke für die steilen Passagen. Toiletten gibt es in der Nähe des Heungwon-sa-Tempels (einfache Anlage), auf dem Parkplatz am Baekdeoksan sowie vor dem Dorfgemeindehaus von Ungyo 1-ri – diese lassen sich also sowohl vor als auch nach der Wanderung nutzen.

Tipps für ausländische Reisende

Die romanisierte Schreibweise des Baekdeoksan lautet “Baekdeoksan”, der Gipfel wird als “Baekdeoksan Summit” bezeichnet, und der benachbarte Gipfel Sajasan als “Sajasan”. Da es sich nicht um einen Berg mit festgelegten Zugangszeiten oder Eintrittsgebühren handelt, lässt er sich – anders als ein Nationalpark – ohne Voranmeldung und ohne Eintritt besuchen. Allerdings gibt es an mehreren Stellen gesperrte Wegabschnitte, weshalb man die örtlichen Hinweisschilder unbedingt beachten sollte. Toiletten finden sich nur an wenigen Stellen – etwa die Behelfstoilette am Heungwonsa-Tempel, die Toilette am Parkplatz des Baekdeoksan sowie die Toilette am Dorfgemeinschaftshaus von Ungyo 1-ri –, weshalb es sich empfiehlt, diese vor der Wanderung zu nutzen. Entlang der Wanderwege gibt es keine Trinkwasserstellen, weshalb man unbedingt eigenes Wasser mitbringen sollte (Bring your own drinking water — no water fountains are confirmed along the trail). Bei Kartenapps empfiehlt sich dringend KakaoMap oder Naver Map anstelle von Google Maps – beide bieten eine englische Oberfläche und eignen sich damit auch für ausländische Reisende zur Wegsuche und für den öffentlichen Nahverkehr. Da die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel in der Gegend eingeschränkt ist, empfiehlt sich zusätzlich eine Taxi-App (etwa KakaoT). Da es Abschnitte mit schwachem Handyempfang geben kann, sollte man Offline-Karten vorab herunterladen. Und statt allein zu wandern, ist es sicherer, die Tour und die geplante Abstiegszeit vorher mit Begleitpersonen abzusprechen.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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