Tausendjähriger Ginkgobaum und Felsgrat: der Yongmunsan in Gyeonggi
Wandern · Veröffentlicht 25.7.2026 ·
등산로 트랙·시설 (공공데이터: 전국등산로 공간정보) · 🚩시종점 💧음수대 👁️조망점 🏠대피소 🅿️주차장 ⚠️위험 · 지도 © OpenStreetMap ⤓ GPX 다운로드
Auf einen Blick
| Kennzahl | Bewertung |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV, Parken) | ★★★☆☆ |
| Streckenschwierigkeit | ★★☆☆☆ |
| Wasser/Quellen am Berg | ★☆☆☆☆ |
| Übernachtung nötig? | ★☆☆☆☆ (Tagestour reicht locker) |
| Schwierigkeit je Jahreszeit – Frühling | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit je Jahreszeit – Sommer | ★★★☆☆ |
| Schwierigkeit je Jahreszeit – Herbst | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit je Jahreszeit – Winter | ★★★★☆ |
※ Quelle: Geodaten der Forstbehörde zu Wanderwegen · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten dienen nur als Anhaltspunkt
Übersicht
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Yangpyeong, Provinz Gyeonggi) · Gongu-Nuri
Der Yongmunsan (龍門山) liegt im Landkreis Yangpyeong in der Provinz Gyeonggi und erreicht an seiner höchsten Stelle rund 1.176 m – damit zählt er zu den markanten Hochgebirgen im östlichen Teil von Gyeonggi. Die verschiedenen Routen zum Gipfel liegen meist zwischen 8 und 11 km (einfache Strecke) und überwinden über 800 Höhenmeter, weshalb die meisten Gipfeltouren nach den tatsächlichen Messdaten in die höchste Schwierigkeitsstufe fallen – ein Berg, der einiges an Kondition abverlangt. Allerdings ist die offizielle Schwierigkeitseinstufung der registrierten Wanderwegabschnitte in den öffentlichen Daten mit „leicht“ angegeben, sodass der Berg für alle, die nur ein kürzeres Teilstück gehen wollen, durchaus zugänglich ist. Wer vom Ausgangspunkt bis zum Gipfel durchwandert, kommt mit einer Tagestour aus – eine Übernachtung ist bei diesem Berg nicht nötig.
Bergrelief und Landschaft
사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (경기도 양평) · 공공누리
Der Yongmunsan zeigt eine Mischung aus Erd- und Felsgrat-Charakter – ein Bergrücken, an dem sich beides zu einem stimmigen Gesamtbild fügt. Über einen kräftigen Hauptkamm reihen sich mehrere Gipfel aneinander: der eigentliche Hauptgipfel Yongmunsan (1.161 m) und der in der Nähe verzeichnete Yongmunsan-Gipfel (1.152 m), dazu Janggunbong (mit zwei kursierenden Höhenangaben, 1.025 m und 1.113 m), Baegunbong (940 m), Jungwonsan-Sangbong (782 m), Yongmunsan Sinseonbong (645 m) sowie Yongmunsan Yongjobong (612 m). Rund um den Gipfelbereich weichen die Höhenangaben je nach Quelle etwas voneinander ab – das dürfte schlicht an unterschiedlichen GPS-Messpunkten oder Erhebungszeitpunkten liegen, wie man es öfter sieht. Nach eigener GPX-Messung liegt der höchste Punkt im Gipfelbereich bei 1.176 m. Oben wechseln sich Fels und Grat ab, sodass es reichlich Stellen mit freier Aussicht gibt, während die unteren Abschnitte von dichtem Wald geprägt sind und eher den Charakter eines klassischen Erdbergs haben. Am Fuß des Yongmunsan liegt der ehrwürdige, tausend Jahre alte Tempel Yongmunsa – bekannt vor allem für seinen Ginkgobaum, der als einer der ältesten und größten Ginkgobäume Koreas gilt und sich als Zwischenstopp bei der Wanderung wirklich lohnt.
Das Gefühl beim Aufstieg
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Yangpyeong, Gyeonggi-do) · KOGL
Der Aufstieg auf den Yongmunsan folgt einem ziemlich typischen Muster: Am Einstieg geht es noch gemütlich durch sanft ansteigende Waldwege, doch je höher man kommt, desto deutlicher zieht die Steigung an. Im unteren Teil führt der Weg durch einen Mischwald aus Laub- und Nadelbäumen, der angenehm schattig ist – da lässt sich selbst im Sommer noch recht entspannt wandern. Weiter oben mischen sich dann zunehmend Felsgrate und Kletterpassagen dazwischen, und das gefühlte Schwierigkeitslevel schnellt merklich nach oben. Im Gipfelbereich öffnen sich entlang des Kamms immer wieder Aussichtspunkte, von denen aus man einen weiten Blick auf die Bergketten im Osten von Gyeonggi hat. Die Jahreszeiten machen sich hier deutlich bemerkbar: Im Frühling verschmelzen frisches Grün und das Wasser der Bachläufe zu einem stimmigen Bild, im Herbst ist der Yongmunsan bekannt für sein prächtiges buntes Laub entlang der Bergkämme. Insgesamt handelt es sich um eine Tour mit langer Strecke und großem Höhenunterschied – das ist also weniger ein kurzer Spaziergang als eine richtige Bergtour, für die man sich am besten gleich einen ganzen Tag freihält.
Wichtigste Routen (nach Ausgangspunkt)
Foto: Foto-Galerie der Korea Tourism Organization (Provinz Gyeonggi, Yangpyeong) · Public Nuri
| Route (Ausgangspunkt → Gipfel) | Distanz | Höhenunterschied | Geschätzte Dauer (einfach) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Eingang Yongmunbong-Wanderweg → Yongmunbong | 8,92 km | ↕953 m | ca. 3 Std. 49 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| Gabelung → Gipfel des Yongmunsan | 8,2 km | ↕903 m | ca. 3 Std. 33 Min. | ★★★★★ | ★★★★☆ |
| Gabelung → Gipfel | 9,54 km | ↕838 m | ca. 3 Std. 47 Min. | ★★★★★ | ★★★★★ |
| Eingang Yongmunsa-Tempel → Janggunbong | 11,54 km | ↕845 m | ca. 4 Std. 18 Min. | ★★★★★ | ★★★★☆ |
| Bahnhof Yangpyeong (Gyeonggi) → Rigida-Kiefernbestand | 8,83 km | ↕902 m | ca. 3 Std. 43 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
※ Quelle: GPX-Daten der 100 bekanntesten Berge Koreas vom Korea Hiking & Trekking Support Center (Distanz, Höhenunterschied, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit als Richtwert
Route 1 — Yongmunbong-Wanderweg-Eingang → Yongmunbong
Wegpunkte: Yongmunbong-Wanderweg-Eingang → Yongmunbong → Abzweigung → Madang-Felsen (Madangbawi)
Anfahrt zum Einstieg: Der Yongmunbong-Wanderweg-Eingang liegt an einem eigenen Zugangspunkt, der sich vom Haupt-Wanderweg des Yongmunsan unterscheidet. Man kommt hier eigentlich nur vernünftig mit dem eigenen Auto oder per Taxi hin, mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird’s eher mühsam. Ich empfehle, sich die genaue Zufahrt vorab über Kakao Maps oder Naver Maps anzuschauen.
Charakter und Zielgruppe: Diese Route führt als Kammweg über den Yongmunbong hinauf Richtung Gipfel, und schon von Anfang an geht es ziemlich stetig bergauf. Erst in der Nähe des Madang-Felsens öffnet sich dann der Blick, und man kann die Felsgrate in Ruhe auf sich wirken lassen. Wer einen stillen Kammweg mag und ein Faible für Felsformationen hat und schon etwas Erfahrung mitbringt, ist hier goldrichtig – Einsteigern dürfte die Tour dagegen ziemlich zusetzen.
Kurs 2 — Abzweigung → Yongmunsan-Gipfel
Route: Abzweigung → Pyeongsang (Rastplatz) → Yongmunsan-Gipfel
Zugang zum Ausgangspunkt: Dieser Kurs führt von der Abzweigung auf halber Höhe direkt zum Gipfel und wird meist in Kombination mit anderen Kursen genutzt. Für den unteren Zugangspunkt bietet sich in der Regel die Anfahrt über das Ausflugsgebiet Yongmunsan bzw. den Tempel Yongmunsa an – von dort aus gelangt man üblicherweise mit Bus oder Taxi ab dem Bahnhof Yongmun (Yongmun Station) der Jungang-Linie zum Einstieg.
Charakter & Empfehlung: Ein recht geradliniger Kurs, der am Rastplatz „Pyeongsang” vorbei zum Gipfel führt – eine effiziente Wahl für alle, die es vor allem auf den Gipfel abgesehen haben. In Gipfelnähe öffnen sich Abschnitte mit Blick auf den Grat, weshalb sich dieser Kurs besonders für konditionsstarke Wanderer empfiehlt.
Kurs 3 — Abzweigung → Gipfel
Etappen: Abzweigung → Rastplatz → Baeknyeon-Quelle
Zustieg: Dieser Abschnitt schließt an den Hauptwanderweg an, der von der Yongmunsa-Tempelseite heraufführt. Üblicherweise nähert man sich vom Eingang des Yongmunsan-Ausflugsgebiets aus per Bus oder Taxi und geht von dort zu Fuß weiter. In der Nähe des Yongmunsan-Ausflugsgebiets gibt es großzügige Parkflächen, weshalb offenbar auch viele mit dem eigenen Auto anreisen.
Charakter und Empfehlung: Dieser Kurs über die Baeknyeon-Quelle gilt als der klassische, am häufigsten begangene Aufstiegsweg auf den Yongmunsan. Typisch für ihn ist der lange Waldweg, der erst im oberen Abschnitt in Fels- und Gratpassagen übergeht. Für die meisten, die einfach den Gipfel erreichen wollen, ist dies der Kurs, den ich als Erstes empfehlen würde.
Kurs 4 — Eingang Yongmun-Tempel → Janggunbong-Gipfel
Route: Touristengebiet Yongmunsan → Ticketschalter → Familientoiletten → Museum für ökologische Landwirtschaft → Geburtsort der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung → Eingang Yongmun-Tempel → Yongyujeong-Pavillon → Sacheonwangmun-Tor (Tempeltor der Vier Himmelskönige) des Yongmun-Tempels → Templestay-Bereich des Yongmun-Tempels → Ginkgobaum des Yongmun-Tempels → Yongmun-Tempel → Wegkreuzung → Bank
Zugang zum Startpunkt: Der Eingang zum Yongmun-Tempel liegt gleich am Anfang des Touristengebiets Yongmunsan, man gelangt also über den Ticketschalter hinein. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man üblicherweise mit der Jungang-Linie bis zum Bahnhof Yongmun und steigt dort auf den Bus um. Da es sich um ein touristisch erschlossenes Gebiet handelt, gibt es auch entsprechende Parkmöglichkeiten, sodass die Erreichbarkeit insgesamt recht gut ist.
Besonderheiten / Für wen geeignet: Das Markanteste an diesem Kurs ist, dass er an Kulturgütern und touristischen Einrichtungen wie dem Ginkgobaum des Yongmun-Tempels oder dem Sacheonwangmun-Tor vorbeiführt – man kann hier also nicht nur wandern, sondern gleich noch einen Tempelbesuch mit einbauen. Allerdings ist die Gesamtstrecke die längste aller fünf Kurse und entsprechend kräftezehrend. Wer also Kulturbesichtigung und Gipfelbesteigung miteinander verbinden möchte, ist hier gut aufgehoben – sollte sich dafür aber ausreichend Zeit einplanen.
Kurs 5 — Bahnhof Yangpyeong (Gyeonggi) → Aufforstungsgebiet mit Rigida-Kiefern
Route: Bahnhof Yangpyeong (Gyeonggi) → Abzweigung 3 → Abzweigung 4 → Rastplatz → Kiefernbestand → Abzweigung 7 → Aussichtspunkt → Abzweigung 10 → Kastanien-Anpflanzung → Rigida-Kiefern-Anpflanzungsgebiet → Rigida-Kiefern-Aufforstungsfläche → Rastplatz mit Fitnessgeräten → Abzweigung 16 → Abzweigung 24 → Hyeongje-Brunnenquelle
Zugang zum Startpunkt: Dieser Kurs lässt sich direkt vom Bahnhof Yangpyeong (Gyeonggi) aus zu Fuß erreichen und ist von allen fünf Kursen mit Abstand am besten an öffentliche Verkehrsmittel angebunden. Man nimmt einfach die Jungang-Linie bis zum Bahnhof Yangpyeong und kann die Wanderung dort ohne zusätzlichen Busumstieg beginnen.
Besonderheiten und Empfehlung: Der Kurs führt durch mehrere Aufforstungsflächen – Kiefernbestand, Kastanien-Anpflanzung, Rigida-Kiefern-Aufforstungsfläche – und bietet dadurch eine besondere Waldkulisse, in der sich Nutzwald und Naturwald abwechseln. Gerade für alle, die ihre Wanderung ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen, ist dieser Kurs dank seiner guten Stadtanbindung besonders praktisch. Die Hyeongje-Brunnenquelle gegen Ende des Kurses ist bekannt dafür, den Durst nach der Wanderung wirkungsvoll zu stillen.
Schwierigkeit, Untergrund und Vorsicht
Foto: Bildergalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Yangpyeong, Gyeonggi-do) · Gonggongnuri (öffentliche Nutzungslizenz)
Die im Bezirk registrierten Wanderwegabschnitte gliedern sich nach Schwierigkeit und Länge wie folgt:
| Abschnitt (nach Verwaltungsbezirk) | Länge | Schwierigkeit | Untergrund |
|---|---|---|---|
| (kein Abschnittsname) | 10,79 km | Leicht | - |
| Abschnitt Yeonsu-ri | 4,78 km | Leicht | - |
| Abschnitt Sinjeom-ri | 1,56 km | Leicht | - |
Zu beachten ist: Die Abschnitte in obiger Tabelle sind nach Verwaltungsbezirken unterteilt und entsprechen nicht den tatsächlichen Namen der Wanderrouten. Die eigentlichen Aufstiegsrouten bis zum Gipfelbereich sind dagegen, wie bereits erwähnt, größtenteils anspruchsvolle Strecken mit einem Höhenunterschied von über 800 m. Was den Untergrund betrifft: In den unteren Waldabschnitten wechseln sich Erdpfade und Laubstreu ab, während im oberen Kammbereich und nahe dem Gipfel Fels und blankes Gestein zutage treten – hier ist besonders bei Regen oder winterlicher Vereisung Vorsicht vor Ausrutschen geboten. Auf der Strecke sind drei Aussichtspunkte verzeichnet, an denen sich beim Aufstieg entlang des Kamms der Blick öffnet; gesonderte Gefahrenzonen oder Schutzhütten sind nicht ausgewiesen.
Distanz und Zeitbedarf
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Yangpyeong, Provinz Gyeonggi) · KOGL
Der Aufstieg zum Gipfel des Yongmunsan lässt sich problemlos an einem Tag bewältigen, eine Übernachtung ist nicht nötig. Für sämtliche Wanderwege im Gebiet zusammen kommt man laut Aufzeichnungen auf kumulierte rund 370 Minuten für den Aufstieg und etwa 257 Minuten für den Abstieg – das ist aber die Summe über alle Teilabschnitte des Gebiets hinweg und sollte nicht mit der Zeit für eine einzelne, bestimmte Route verwechselt werden. Rechnet man diesen Summenwert auf die Distanz um, ergibt sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 22 Minuten pro Kilometer. Wendet man das auf die eigentliche Gipfelroute an, passt das ganz gut zu GPX-basierten Schätzungen, wonach Strecken zwischen 8 und 11 km etwa dreieinhalb bis viereinviertel Stunden in Anspruch nehmen. Das ist allerdings nur ein Durchschnittstempo – wie lange man tatsächlich braucht, hängt stark von der eigenen Kondition und den Pausen ab. Wer eine Rundtour plant, sollte sicherheitshalber mehr als das Doppelte der einfachen Gehzeit einplanen und rechtzeitig losgehen, damit der Abstieg nicht erst am späten Nachmittag beginnt.
Ich übersetze den Abschnitt.
Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel · Parken)
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Yangpyeong, Gyeonggi-do) · Korea Open Government License
In der Nähe des Yongmunsan dienen die Bahnhöfe Yongmun und Yangpyeong an der Jungang-Linie als wichtigste Zugänge. Für die Routen Richtung Yongmunsan-Ausflugsgebiet und Yongmunsa-Tempel nimmt man üblicherweise vom Bahnhof Yongmun aus Bus oder Taxi weiter, während man bei manchen Routen – etwa der durch das Pflanzgebiet mit Ricida-Kiefern – vom Bahnhof Yangpyeong aus direkt zu Fuß starten kann. Als tatsächliche Bushaltestellen in der Nähe der Einstiegspunkte sind unter anderem Yongmunsan, Ansikgwan-Eingang, Yangpyeong-Bahnhof und Yangpyeong-Markt-Eingang bekannt – je nach gewünschter Route steigt man einfach an der passenden Haltestelle aus. Da sich Buslinien und Taktzeiten aber je nach Saison ändern können, empfiehlt es sich, vor der Abfahrt unbedingt über KakaoMap oder Naver Map die aktuelle Route und die genaue Lage der Haltestelle zu prüfen. Wer mit dem eigenen Auto kommt: Richtung Ausflugsgebiet gibt es Parkplätze, einen eigens für den Wanderweg ausgewiesenen Parkplatz konnte ich allerdings nicht finden – am praktikabelsten ist es daher, den Parkplatz beim Ausflugsgebiet zu nutzen.
Jahreszeit, Wetter und Ausrüstung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Yangpyeong, Gyeonggi-do) · Public Nuri
Der Yongmunsan lohnt sich besonders im Frühling, wenn das Grün saftig aufbricht, und im Herbst, wenn die Laubfärbung ihre volle Pracht entfaltet. Im Sommer führen die Täler mehr Wasser und die Luftfeuchtigkeit steigt, was die gefühlte Schwierigkeit deutlich erhöht – ein früher Start und ausreichend Flüssigkeitszufuhr sind dann Pflicht. Im Winter können die Grate im Gipfelbereich und die Felspassagen vereisen, weshalb Grödel bzw. Steigeisen sowie Gamaschen als Kälte- und Rutschschutz notwendig werden. Zur Grundausstattung, die unabhängig von der Jahreszeit gilt, gehören feste Wanderschuhe, ausreichend Wasser (da es kaum Trinkwasserstellen gibt, lieber zu viel als zu wenig einpacken), eine wasser- und winddichte Jacke, Wanderstöcke und Wechselkleidung. Auch eine Stirnlampe sollte man immer dabeihaben, für den Fall, dass sich der Abstieg verzögert.
Tipps für ausländische Reisende
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Gyeonggi-do, Yangpyeong) · KOGL
Der Yongmunsan wird in lateinischer Umschrift als Yongmunsan geschrieben, der Gipfel als Yongmunsan Summit und der Haupttempel als Yongmun Temple (용문사). Da es sich nicht um einen Nationalpark, sondern um einen gewöhnlichen Berg handelt, braucht man keine gesonderte Zutrittsgenehmigung – für den Bereich der Touristenanlage Yongmunsan bzw. den Tempelbezirk von Yongmun kann jedoch Eintritt verlangt werden, was man vorher am besten checkt. Toiletten gibt es am Eingang der Touristenanlage und in der Nähe der Kassenhäuschen, auf der eigentlichen Wanderstrecke dagegen kaum Trinkwasserstellen – ich würde also unbedingt genug Wasser mitnehmen. Bei der Kartenapp würde ich nicht auf Google Maps setzen, da die Wanderweg-Infos dort oft ungenau sind – besser KakaoMap oder Naver Map installieren, die in Korea Standard sind, um die tatsächliche Route und den ÖPNV zu checken. Und aus Sicherheitsgründen: den Abstieg so planen, dass man vor Sonnenuntergang unten ist, und Handy-Akku sowie Notfallkontakte nicht vergessen.
Andere Berge in der Umgebung
- Zackiger Granitgrat mit Blick auf den Uiam-Stausee, Samaksan bei Chuncheon — Luftlinie ca. 42 km
- Von alten Kiefern gesäumter Grat rund um den Gulun-Stausee, Gongjaksan bei Hongcheon — Luftlinie ca. 44 km
📍 Tausendjähriger Ginkgobaum und Felsgrat: der Yongmunsan in GyeonggiStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
Kommentare