Sägezahnartige Granitgrate über dem Uiam-See: Der Samaksan in Chuncheon
Wandern · Veröffentlicht 19.7.2026 ·
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Auf einen Blick
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV · Parken) | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeitsgrad der Route | ★★★☆☆ |
| Wasserversorgung am Berg | ★☆☆☆☆ |
| Übernachtung nötig? | ★☆☆☆☆ (Ein Tag reicht völlig) |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Frühling | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Sommer | ★★★☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Herbst | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Winter | ★★★★☆ |
※ Quelle: Forstamt (Wanderweg-Geoinformationen) · Erreichbarkeit & Jahreszeiten sind lediglich Richtwerte
Überblick
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Samcheon-dong, Chuncheon, Gangwon-do) · Gongkonuri
Der Samaksan in der Region um Seomyeon und Sindong-myeon (Chuncheon) erhebt sich zwischen dem Fluss Bukhangang und dem Uiam-See. Der Gipfelbereich wird durch den Yonghwabong (654 m) geprägt, wobei verschiedene Gipfel einen markanten Grat bilden. Er ist bekannt für seine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus der Metropolregion Seoul, da er sich in der Nähe des Bahnhofs Gangchon und dem Uiam-Damm befindet. Schwierigkeitstechnisch wird der Berg als „mittelschwer“ eingestuft. Je nach gewählter Route lässt sich die Tour entweder als kurzer Tagesausflug erledigen oder – wenn man den langen Pfad entlang des Grats wählt – als ein Projekt, das einen den ganzen Tag in Anspruch nimmt.
Gelände und Topografie
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Samcheon-dong, Chuncheon-si, Gangwon-do) · Gongkonuri
Der Samaksan ist ein Berg, der mit seinen Granitgipfeln und bizarren Felswänden durchaus Charakter zeigt. Vergessen Sie sanfte Wanderwege auf weichem Waldboden – das hier ist ein Gelände, das von felsigen Graten und steilen Passagen geprägt ist. Zu den offiziell gelisteten Gipfeln gehören der Samak-jwabong (383 m), Deungseonbong (632 m), Cheongunbong (536 m), Yonghwabong (654 m) sowie der Gipfelbereich selbst bei 767 m. Da die Höhenangaben in den verschiedenen Verzeichnissen teils leicht voneinander abweichen (so wird etwa der Yonghwabong mal mit 654 m, mal mit 675 m gelistet), ist es am vernünftigsten, sich einfach an den Wegweisern vor Ort zu orientieren. Wenn man aus der Richtung Gangchon auf die Bergkette blickt, fällt die sägeartige Struktur der Grate sofort ins Auge. In Richtung des Uiam-Sees und des Bukhan-Flusses hingegen fällt das Gelände steil ab, was immer wieder für spektakuläre Ausblicke sorgt.
Das Gefühl beim Wandern
Foto: Korea Tourism Organization Tourism Photo Gallery (Samcheon-dong, Chuncheon-si, Gangwon-do) · Gongkonuri
Der Aufstieg beginnt meist recht sanft auf einem Waldpfad mit einer Mischung aus Laubbäumen und Kiefern. Doch sobald man sich dem Grat nähert, wird es ungemütlicher: Felsige Granitabschnitte, Seile und Treppen treten immer häufiger auf, was die Anstrengung spürbar erhöht. Von der Spitze und entlang des Grates aus eröffnet sich jedoch ein fantastischer Ausblick auf den Bukhan-Fluss, den Uiam-See und die Dörfer rund um Gangchon. Die Jahreszeiten sind hier so richtig greifbar – im Frühling das frische Grün und die Azaleen, im Herbst das bunte Laub entlang des Grates. Je nach Saison bestimmt auch die Umgebung den Schwierigkeitsgrad: Im Sommer sind es die schwüle Hitze und die Feuchtigkeit in den Tälern, im Winter dann das Eis auf den Felsen.
Hauptrouten (nach Startpunkten)
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Samcheon-dong, Chuncheon-si, Gangwon-do) · Gonggonuri
Die im Informationssystem des Forstamtes registrierten Wanderweg-Abschnitte (basierend auf den Verwaltungsbezirken, nicht auf spezifischen Routennamen, sondern als Gesamtlänge der Segmente) gliedern sich wie folgt:
| Abschnitt (Verwaltungsbezirk) | Entfernung | Schwierigkeit | Untergrund |
|---|---|---|---|
| Deokduwon-ri Abschnitt | 13,3 km | Leicht/Mittel | - |
| (Kein Name angegeben) | 5,11 km | Leicht | - |
| Dangnim-ri Abschnitt | 2,33 km | Leicht | - |
| Geumseonsa Abschnitt | 1,68 km | Leicht | - |
| Jeongyangsa Abschnitt | 1,5 km | Leicht | - |
※ Bitte beachten: Die oben genannten Abschnitte sind nach Verwaltungsbezirken aufgeführt; die Gesamtlänge aller Wanderwege im Gebiet beträgt 23,92 km. Man sollte diese Zahlen also nicht mit der Länge einer einzelnen Route verwechseln.
Davon abgesehen gibt es die Routen zum Gipfelbereich, die auf den GPX-Messdaten der „100 berühmtesten Berge“ des Korea Hiking & Trekking Support Centers basieren. Die maximale Gipfelhöhe liegt bei 918 m.
| Route (Startpunkt → Gipfel) | Entfernung | Höhenunterschied | Geschätzte Dauer (einfach) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Eingang Bangdong 2-ri (Bangdong Health Center) → Gipfel | 17,67 km | ↕807 m | ca. 5 Std. 46 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Endpunkt Seosang 2-ri → Gipfel | 12,64 km | ↕729 m | ca. 4 Std. 23 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Parkplatz → Kleine Kerzen-Spitze (Jageun Chotdaebong) | 34,27 km | ↕817 m | ca. 9 Std. 56 Min. | ★★★★★ | ★☆☆☆☆ |
| Eingang Ssarijae → Gipfel Gye-gwan-san | 12,14 km | ↕760 m | ca. 4 Std. 18 Min. | ★★★★★ | ★☆☆☆ |
| Eingang Jangjeolgong → Gipfel | 12,41 km | ↕793 m | ca. 4 Std. 25 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Endpunkt Hongje → Gipfel Mongdeoksan | 25,9 km | ↕798 m | ca. 7 Std. 48 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Bangdong 1-ri (Jangjeolgong) → Gipfel | 11,05 km | ↕752 m | ca. 4 Std. 1 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Waldbrand-Beobachtungsposten → Gipfel | 18,64 km | ↕675 m | ca. 5 Std. 47 Min. | ★★★★★ | ★☆☆☆☆ |
※ Quelle: Korea Hiking & Trekking Support Center 100 berühmte Berge GPX (Entfernung · Höhenunterschied · Dauer) · Beliebtheit sind Richtwerte.
Route 1 — Eingang Bangdong 2-ri (Bangdong Gesundheitsstation) → Gipfel
Etappen: Eingang Bangdong 2-ri (Bangdong Gesundheitsstation) → Parkplatz → Bangdong 2-ri → Gemeindezentrum Bangdong 2-ri → Parkplatz beim Gemeindezentrum → Rastplatz → Weggabelung → Friedhof → Blick auf den Wanderweg → Hinweisschild zum Wasserschutzgebiet & Erholungsforst → Chuncheon Haneul Campingplatz → Yangjimal → Endpunkt Bangdong-ri
Anreise: Das Dorf Bangdong 2-ri liegt am Stadtrand von Chuncheon. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man zwar mit den Bussen aus der Innenstadt in Richtung Bangdong-ri, aber die Taktzeiten sind eher spärlich – da sollte man vorab unbedingt den aktuellen Fahrplan prüfen. Wer mit dem Auto anreist: In der Nähe der Gesundheitsstation gibt es wohl Parkmöglichkeiten, aber ein echter Großparkplatz ist nicht in Sicht.
Charakter & Empfehlung: Der Weg führt zu Beginn durch das Dorf und über verschiedene Rastplätze, während man sich langsam in die Höhe arbeitet. Da wir ein Wasserschutzgebiet durchqueren, ist der Wald hier vergleichsweise gut erhalten. Da die Tour recht lang und zeitintensiv ist, ist sie eher für erfahrene Wanderer mit einer guten Portion Ausdauer und ausreichend Zeit im Gepäck geeignet.
Route 2 — Endstation Seosang 2-ri → Gipfel
Verlauf: Endstation Seosang 2-ri → Rastplatz → WC → Parkplatz → Weggabelung → Wald des kohlenstoffarmen grünen Wachstums → Beginn des Forstwegs → Blick auf den Wanderpfad → Oberlauf des Tals → Aussichtspunkt → Totholz → Forstwirtschaftliches Projekt (Saatbaumwald) → Markierung der Entwicklungsbeschränkungszone → Verbauung/Sabo-Damm → Hinweisschild zur Sperrung des Wanderwegs
Einstieg/Anfahrt: Da die Endstation Seosang 2-ri sowohl über Toiletten als auch Parkplätze verfügt, ist die Infrastruktur am Anfang deutlich besser als an vielen anderen Startpunkten. Wer jedoch nicht mit dem eigenen Wagen kommt, muss sich auf die Linien der Ortsbusse verlassen – da sollte man den Fahrplan vorher definitiv checken.
Charakter & Empfehlung: Der Weg führt am Oberlauf des Tals hinauf bis zum Aussichtspunkt und bietet Einblicke in die forstwirtschaftliche Arbeit, etwa durch Totholz oder die Gebiete des Saatbaumwald-Projekts. Da am Anfang alles Wichtige (WC, Parkplatz) vorhanden ist, eignet sich dieser Startpunkt besonders gut für Wanderer, die auf eine gewisse Grundausstattung angewiesen sind.
Route 3 — Parkplatz → Jageun-chotdaebong
Route: Parkplatz → Deokduwon 1-ri (2-ban) → Weggabelung → Bergwetterstation → Seokpapyeong-Pass → Rastplatz → Staatsreferenzpunkt → Aussichtspunkt → Wegweiser → Naturlandschaft → Friedhof → Jageun-chotdaebong → Lärchenwald → Wanderweg-Ansicht → Tannenwald
Anfahrt & Einstieg: Der Start erfolgt am Parkplatz in Richtung Deokduwon-ri. Da dieser Abschnitt mit dem Deokduwon-ri-Abschnitt der offiziellen Wanderwegdaten des Forstamtes (13,3 km, Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel) überlappt, ist der Weg hier eigentlich recht ordentlich ausgebaut.
Besonderheiten & Empfehlung: Mit einer Länge von rund 34,27 km ist dies der längste Abschnitt der gesamten Tour – eine echte Langstrecken-Gratwanderung. Auf dem Weg über den Seokpapyeong-Pass durch die Lärchen- und Tannenwälder kann man die Waldökologie in ihrer ganzen Vielfalt erleben. Das ist eher etwas für erfahrene Wanderer, die einen vollen Tag einplanen können, oder für alle, die sich die Strecke lieber in Etappen vornehmen möchten.
Route 4 — Einstieg am Ssarijae-Eingang → Gipfel des Gyegwansan
Verlauf: Ssarijae-Eingang → Dorf Ssarijae → Endstation Ssarijae → Weggabelung → Nationales Standortkennzeichen → Wegweiser → Wildschweinvorkommen → Birkenhain → Eichenwald → Gipfel des Gyegwansan → Rastplatz → Mori-Pension
Anfahrt: Der Einstieg erfolgt über die Dorfstraße. Da es in der Nähe Unterkünfte wie die Mori-Pension gibt, ist das Erreichen des Startpunkts mit dem Auto recht unkompliziert. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es allerdings eher mühsam, daher ist der eigene Pkw hier die vernünftigste Wahl.
Besonderheiten & Empfehlungen: Die Wanderung führt durch schöne Abschnitte mit Birken- und Eichenbeständen. Da es jedoch auch Hinweise auf Wildschweine gibt, würde ich eher dazu raten, nicht allein zu wandern, sondern sich jemanden zu suchen. Der hohe Anteil an Waldwegen macht die Tour zudem ideal für alle, die auch im Sommer lieber im kühlen Schatten unterwegs sind.
Route 5 — Jangjeolgong-Eingang → Gipfel
Etappen: Bangdong 1-ri → Schutzbaum → Chuncheon Baksa Village → Jangjeolgong-Eingang → Gefahrenzone → Wanderweg-Eingang → Blick auf den Weg → Weggabelung → Friedhof/Grabstätte → Kastanienwald → Aussichtspunkt → Funkrelaisstation der Forstbehörde → Nationaler Standort-Punkt → Blick auf den Weg
Anfahrt: Der Weg führt über das Dorf Bangdong 1-ri, auch bekannt als „Chuncheon Baksa Village“, hinauf zum Eingang des Jangjeolgong-Areals. Während der Einstieg durch das Dorf rund um den alten Schutzbaum recht entspannt zu Fuß zu bewältigen ist, sollte man sich beim Thema Anreise etwas schlau machen – die Busverbindungen sind hier eher spärlich gesät.
Besonderheiten & Empfehlung: In diesem Abschnitt zeigen die Wegweiser ganz deutlich, dass wir uns in einer „Gefahrenzone“ bewegen. Zwar führen wir durch schöne Kastanienwälder und genießen tolle Aussichtspunkte, doch an den mit Warnschildern markierten Stellen ist wirklich Vorsicht geboten. Da die Route auch an forstwirtschaftlichen Anlagen (Funkrelaisstationen) vorbeiführt, hat sie einen Mix aus Wanderweg und Forststraße. Wer also keine Lust auf eine rein flache Wanderung hat, sondern nach dem sanften Start in der ersten Hälfte etwas mehr Spannung und Anstrengung sucht, ist hier genau richtig.
Route 6 — Hongjeok-Endpunkt → Gipfel des Mungdeoksan
Etappen: Hongjeok-Endpunkt → Weggabelung → Nationaler Standortcode → Informationsstelle → Wegweiser → Gipfel des Mungdeoksan → Gipfel des Gadeoksan → Rastplatz → Gipfel des Bukbaesan → Aussichtspunkt → Achtung Rutschgefahr → Absturzgefahr → Gipfel des Bonapsan → Parkplatz → Toiletten
Anfahrt & Einstieg: Der Weg startet am Hongjeok-Endpunkt und führt als ausgedehnte Gratwanderung über mehrere Gipfel – den Mungdeoksan, Gadeoksan, Bukbaesan und Bonapsan. Am Anfang gibt es eine Informationsstelle, an der man sich erst einmal schlau machen kann. Das Ende der Tour ist dagegen etwas komfortabler gestaltet: Dort findet man einen Parkplatz und Toiletten.
Charakter & Empfehlung: Das ist eine echte Gratwanderung, bei der man vier Gipfel am Stück überquert. Die Warnhinweise „Achtung Rutschgefahr“ und „Absturzgefahr“ an den Wegweisern lassen schon erahnen, dass dies der anspruchsvollste Abschnitt des gesamten Weges ist. Wer die Aussicht über mehrere Gipfel gleichzeitig genießen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Aber man muss ehrlich sein: Das ist eher etwas für erfahrene Wanderer; Anfänger sollten sich lieber eine leichtere Strecke suchen.
Schwierigkeitsgrad · Untergrund · Vorsichtsmaßnahmen
Foto: Korea Tourism Organization Gallery (Samcheon-dong, Chuncheon-si, Gangwon-do) · Gongu Nuri
Laut den offiziellen Wanderweg-Daten des Forstamtes liegt der höchste Schwierigkeitsgrad auf dem Samaksan bei „mittelschwer“, Angaben zum Bodenbelag fehlen jedoch. Da in den digitalen Übersichtsdaten weder Gefahrenzonen, Aussichtspunkte noch Wasserstellen oder Schutzhütten verzeichnet sind – die Statistik steht hier quasi auf Null –, sollte man sich nicht blind auf die Hinweistafeln vor Ort verlassen, sondern lieber vorab die Karte prüfen.
Schaut man sich jedoch die GPX-Daten der einzelnen Routen genauer an, zeigt sich ein anderes Bild: Es gibt tatsächlich Gefahrenstellen (Route 5), Aussichtspunkte (Route 2 & 5) sowie Warnhinweise vor Rutsch- oder Absturzgefahr (Route 6). In diesen Abschnitten ist man also gut beraten, die Beschilderung aufmerksam im Auge zu behalten. Die felsigen Passagen können bei Regen tückisch rutschig werden, und im Winter bilden sich dort schnell Eisflächen. Für solche Abschnitte sind Grödel oder Steigeisen definitiv zu empfehlen.
Distanz und Zeitaufwand
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Samcheon-dong, Chuncheon-si, Gangwon-do) · Gongu-nuri
Die Gesamtlänge der Wanderwege im Gebiet beläuft sich laut den Geodaten des Forstamtes auf 23,92 km (Summe der verschiedenen Abschnitte). Die dort gelisteten Zeiten – 634 Minuten für den Aufstieg und 444 Minuten für den Abstieg – sind kumulative Werte. Das ergibt zwar rechnerisch eine Pace von etwa 27 Minuten pro Kilometer im Aufstieg, aber man darf das nicht mit der Zeit für eine einzelne Strecke verwechseln.
Basierend auf den GPX-Messungen der „100 berühmtesten Berge“ liegt die Distanz zu den Gipfelbereichen einseitig zwischen 11 und 34 km, was einer Wanderzeit von etwa 4 bis 10 Stunden entspricht. Die meisten Touren lassen sich als Rundweg an einem Tag bewältigen. Bei den richtig langen Strecken (wie zum Beispiel vom Parkplatz zum Jageun Chotdaebong mit 34,27 km) oder bei Durchquerungen (vom Endpunkt Hongjeok zum Gipfel des Mt. Mongdeok) sollte man jedoch unbedingt früh genug losziehen und ausreichend Puffer einplanen. Da es keine offiziellen Schutzhütten gibt, ist es am klügsten, die Planung so zu gestalten, dass man rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang den Abstieg antritt.
Anfahrt (Öffentlicher Nahverkehr & Parken)
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Wenn man aus dem Großraum Seoul kommt, fährt man normalerweise mit der ITX-Cheongchun oder dem Mugunghwa bis zum Bahnhof Gangchon. Von dort aus geht es dann entweder mit dem lokalen Bus oder zu Fuß in Richtung des Wanderwegs. Die Haltestellen „Gangchon-ipgu“ und „Bongdeoksa-ipgu“ sind gute Orientierungspunkte, um die ungefähre Gehdistanz einzuschätzen.
Da die Busverbindungen in den entlegeneren Dörfern wie Bangdong-ri, Seosang-ri oder Ssarijae recht dünn gesät sind, ist das eigene Auto eigentlich die praktikablere Wahl. Ein kleiner Haken dabei: Laut den offiziellen Daten gibt es in diesem Gebiet null ausgewiesene Parkplätze. Man muss also damit rechnen, am Straßenrand oder auf freien Flächen in der Nähe der Dörfer zu parken. Und ein kleiner Tipp: Checkt die Fahrpläne und den genauen Fußweg vorher unbedingt noch einmal kurz bei KakaoMap oder Naver Map, bevor ihr loszieht.
Saison · Wetter · Ausrüstung
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Samcheon-dong, Chuncheon-si, Gangwon-do) · Gongguri
Die beste Zeit für eine Wanderung ist im Frühling (April–Mai), wenn alles frisch ergrünt, oder im Herbst (Ende September bis Anfang November) zur Laubfärbung. Im Sommer muss man mit der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit in den Tälern rechnen, zudem können Steinschlag oder rutschige Wege während der Regenzeit zum Problem werden. Im Winter sind auf den felsigen Abschnitten Steigeisen und Gamaschen ein absolutes Muss. Zur Grundausstattung gehören Wanderschuhe, Wechselkleidung und ausreichend Trinkwasser (ich habe nämlich festgestellt, dass es vor Ort praktisch keine Trinkstellen gibt – also nehmt sicherheitshalber mindestens 1 bis 1,5 Liter mit). Auch eine Stirnlampe, Handschuhe und Trekkingstöcke sollten auf keinen Fall fehlen.
Tipps für ausländische Reisende
Foto: Korea Tourism Organization Photo Gallery (Samcheon-dong, Chuncheon-si, Gangwon-do) · Gonggonuri
Die Hauptgipfel lassen sich als Yonghwabong (654 m), Deungseonbong (632 m), Cheongunbong (536 m) und Samakjwabong (383 m) bezeichnen. Zwar sind keine speziellen Wandergenehmigungen oder Eintrittsgelder bekannt, aber da es sich um ein lokal verwaltetes Berggebiet handelt und nicht um einen Nationalpark, solltet ihr vor Ort sicherheitshalber prüfen, ob saisonale Sperrungen gelten (achtet auf die Beschilderung zur „Wanderverbot-Ankündigung“ bei Kurs 2). Toiletten und Wasserstellen gibt es nur an den Start- oder Endpunkten, etwa am Ende von Seosang 2-ri oder beim Informationszentrum in Hongje. Auf den Gratabschnitten selbst gibt es keine Wasserversorgung, also nehmt unbedingt genug Wasser mit! Ein kleiner Tipp zur Navigation: Verlasst euch in Korea nicht auf Google Maps, da die Wanderwege dort oft eher… kreativ dargestellt werden. Ladet euch lieber vorab KakaoMap oder Naver Map herunter, um die echten Routen und den öffentlichen Nahverkehr zuverlässig zu nutzen. Da es an einigen Abschnitten des Grates Warnschilder vor Gefahrenzonen, Absturz- oder Rutschgefahr gibt, solltet ihr die koreanischen Schilder mit einer Übersetzungs-App checken. Zudem ist es ratsam, lieber in Begleitung als allein zu wandern, um auf der sicheren Seite zu sein.
Andere Berge in der Umgebung
- Dobongsan in Seoul, ein felsiger Berg mit steilen Granitgraten — Luftlinie ca. 58 km
- Bukhansan in Seoul, die Aussicht auf Granitrücken direkt am Stadtrand — Luftlinie ca. 65 km
- Gwanaksan in Seoul, der sägeartige Palbong-Grat und der markante Yeonjudae-Felsgipfel — Luftlinie ca. 78 km
📍 Sägezahnartige Granitgrate über dem Uiam-See: Der Samaksan in ChuncheonStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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