Alter Kiefernkamm rund um den Gulun-Stausee: der Gongjak-Berg in Hongcheon
Wandern · Veröffentlicht 30.7.2026 ·
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Auf einen Blick
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken) | ★★☆☆☆ |
| Streckenschwierigkeit | ★★☆☆☆ |
| Wasser/Quellen am Berg | ★☆☆☆☆ |
| Übernachtung nötig | ★★★☆☆ (bei Durchquerung 1 Übernachtung) |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Frühling | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Sommer | ★★★☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Herbst | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit — Winter | ★★★★☆ |
※ Quelle: Geodaten der koreanischen Forstbehörde zu Wanderwegen · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten sind Richtwerte
” oder “이하 ~로” dürfen unter keinen Umständen hinzugefügt werden. Die Ausgangssprache (Koreanisch) darf im Ergebnis nicht zurückbleiben.
Foto: Fotogalerie der koreanischen Tourismusbehörde (KTO) (Dong-myeon, Landkreis Hongcheon, Provinz Gangwon) · Public Nuri
Der Gongjaksan (孔雀山, „Pfauenberg”) liegt im Gebiet der Gemeinde Hwachon-myeon im Landkreis Hongcheon in der Provinz Gangwon. Die Gipfelhöhe wird traditionell mit 886 m angegeben – so steht es jedenfalls auf dem alten Gipfelstein –, doch die GPX-Daten meiner Messung zeigen für den höchsten Punkt der Route sogar 923 m. Insgesamt ist es kein zerklüfteter Felsgipfel, aber je näher man dem Gipfelbereich kommt, desto deutlicher zieht sich der Höhenunterschied. Von etlichen Ausgangspunkten aus liegen einfache Streckenlängen von 8 bis 14 km zum Gipfel drin – das ist eher etwas für einen ganzen Tag als für einen kurzen Ausflug zwischendurch. Wählt man eine gut erreichbare, kürzere Route, lässt sich der Berg durchaus an einem Tag hin und zurück bewältigen. Entscheidet man sich dagegen für eine Kammtour, die mehrere Gipfel im oberen Bereich miteinander verbindet, sollte man von vornherein einplanen, dass sich Strecke und Zeitaufwand deutlich erhöhen.
Gebirgsform und Geländebeschaffenheit
Der öffentliche Fotoaufnahme des koreanischen Fremdenverkehrsamts (Dong-myeon, Hongcheon-gun, Provinz Gangwon) · Public Nuri
Der Gongjaksan ist eher ein sanfter, bewaldeter Berg mit weich auslaufenden Graten als ein schroffer Felsberg mit aufragenden Gipfeln – trotzdem ist sein Gipfelbereich alles andere als eintönig, denn dort reihen sich gleich mehrere Erhebungen aneinander. Allein die in den öffentlichen Daten erfassten Hauptgipfel ergeben eine ganze Liste unterschiedlicher Höhen: Yaksubong-Gipfel (557 m), Yaksubong 558 (537 m), Surribong (820) (789 m), Surribong (755) (773 m), der Surribong-Gipfel des Gongjaksan (780 m), Gipfel 640 (652 m), Gosaribong (466 m) und schließlich der Gongjaksan-Gipfel selbst, an der früheren Position des Gipfelsteins (886 m) – alle entlang desselben Grats aufgereiht. Diese dichte Abfolge unterschiedlich benannter und unterschiedlich hoher Gipfel zeigt eigentlich ganz gut, dass der Gongjaksan kein Berg mit einer einzigen spitzen Spitze ist, sondern eher ein Bergzug, bei dem sich mehrere Kuppen Schulter an Schulter aneinanderreihen. Unterwegs kommt man außerdem durch einen alten Kiefernbestand, eine Zirbelkieferpflanzung, ein Areal mit Lärchen sowie einen Eichenwald – Nadel- und Laubbäume wechseln sich hier großflächig ab, sodass man beim Wandern entlang des Grats ständig neue Baumarten zu sehen bekommt.
Das Gefühl beim Bergwandern
Foto: Tourismusfotogalerie der Korea Tourism Organization (Dong-myeon, Landkreis Hongcheon, Provinz Gangwon) · Public Nuri
Die Wanderung auf den Gongjaksan beginnt mit einem sanften Waldweg, doch ab der Streckenmitte führt der Pfad durch dicht bewachsene Nadelwaldabschnitte – alte Kiefernbestände und Koreakiefern-Plantagen –, wo es merklich schattiger wird. Je nach Route kommt man auch an wasserbezogenen Landschaftsformen wie dem Gongjak-Wasserfall, dem Gurun-Stausee oder Geröllsperren vorbei, sodass man durchaus etwas vom Flair einer Talwanderung mitbekommt. Nahe den Aussichtspunkten im Gipfelbereich öffnet sich der Blick streckenweise, insgesamt überwiegen aber die dicht bewaldeten Abschnitte – man kann also selbst im heißen Sommer weitgehend im Schatten wandern. Allerdings sind viele der Routen recht lang, wenn man nur eine Richtung geht, und so macht sich zum Ende hin die angesammelte Erschöpfung deutlich bemerkbar. Besonders bei den Routen, die den ganzen Grat abwandern, kommt man an Stellen mit Warnschildern wie „Absturzgefahr” oder „Vorsicht Absturz” vorbei, wo man die Aufmerksamkeit kaum schleifen lassen kann. Im Herbst verleihen die Lärchen- und Eichenbestände dem Weg mit ihrer Laubfärbung eine besondere Note, im Frühjahr sorgt das frische Grün für eine ganz andere, mildere Stimmung entlang der Strecke.
Wichtigste Routen (nach Ausgangspunkten)
Foto: Korea Tourism Organization Fotogalerie (Hongcheon-gun, Gangwon-do, Gemeinde Dong-myeon) · Public Nuri
| Route (Ausgangspunkt → Gipfel) | Distanz | Höhenunterschied | Geschätzte Dauer (einfach) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Gongjak-Brücke → Gipfel | 8,19 km | ↕601 m | ca. 3 Std. 3 Min. | ★★★★☆ | ★★★★★ |
| Parkplatz/WC Gongjaksan-Eingang → Gipfel | 12,86 km | ↕714 m | ca. 4 Std. 24 Min. | ★★★★★ | ★★★★☆ |
| Haltestelle Gurun-Stausee → Gipfel | 12,82 km | ↕718 m | ca. 4 Std. 24 Min. | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| Bushaltestelle Gurun-Stausee → Lärchenwaldgebiet | 13,91 km | ↕706 m | ca. 4 Std. 39 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Nohyeondeul → Gipfel | 8,54 km | ↕543 m | ca. 3 Std. 2 Min. | ★★★★☆ | ★★★☆☆ |
| Gurun-Stausee → Lärchen-Habitat | 10,44 km | ↕617 m | ca. 3 Std. 38 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
※ Quelle: Koreanisches Zentrum für Wander- und Trekkingförderung, GPX-Daten der 100 bekanntesten Berge (Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit ist ein Richtwert
Kurs 1 — Gongjak-Brücke → Gipfel
Wegpunkte: Gongjak-Brücke → Pavillon-Rastplatz → Abzweigung → Altkiefernbestand → Ende des Altkiefernbestands → Lärchen-Pflanzgebiet
Anfahrt zum Ausgangspunkt: Die Gongjak-Brücke soll sich im Gebiet der Gemeinde Hwachon-myeon im Kreis Hongcheon befinden, mit dem Auto von der Innenstadt Hongcheons aus etwa 20 bis 30 Minuten entfernt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt man üblicherweise vom Busbahnhof Hongcheon einen Regionalbus Richtung Hwachon-myeon und legt den Rest zu Fuß zurück. Ein offiziell ausgewiesener Parkplatz für den Wanderweg ist nicht bekannt, weshalb Autofahrer meist auf den Straßenrand oder kleinere freie Flächen ausweichen müssen.
Charakter und Empfehlung: Von den sechs Routen gehört diese zu den kürzeren und ist entsprechend leichter zugänglich. Vom Einstieg bis zum Pavillon-Rastplatz führt ein sanfter Waldweg, und im Bereich des Altkiefernbestands lässt sich die Atmosphäre eines alten Kiefernwalds genießen. Geeignet für alle, die den Gongjaksan zum ersten Mal besuchen, oder für alle, die eine Tageswanderung mit Rückweg am selben Tag suchen.
Kurs 2 — Parkplatz Gongjak-san-Eingang, Toilette → Gipfel
Wegpunkte: Gongjak-Brücke → Rastplatz bei der Zelkove → Fotospot → Abzweigung 4 → Parkplatz Gongjak-san-Eingang, Toilette → Lärchenbestand → Absturzgefahr → Aussichtspunkt → Gipfel → Koreakiefern → Eichenbestand → Gipfel 640 → Koreakiefernbestand → Altkiefernbestand → Altkiefernbestand
Anfahrt zum Einstieg: Der Name sagt es schon – hier startet man an einem Punkt mit Toilette, und von den sechs Routen ist dies für Erstbesucher wohl der Einstieg, den man am leichtesten findet. Allerdings handelt es sich nicht um einen offiziell als Wanderparkplatz ausgewiesenen Ort, weshalb er nicht allzu groß ausfällt – in der Hauptsaison sollte man also durchaus damit rechnen, dass er voll ist. Von der Innenstadt Hongcheons sind es mit dem Auto etwa 20 bis 30 Minuten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt man den Bus Richtung Hwachon-myeon und geht den Rest zu Fuß.
Merkmale und Empfehlung: Bei Distanz und Höhenunterschied liegt dieser Kurs unter den sechs Routen ganz vorne – entsprechend fällt er in die höchste Schwierigkeitsstufe (★★★★★). Es gibt mehrere Rastplätze unterwegs, etwa bei der Zelkove oder am Fotospot, und am Aussichtspunkt nahe dem Gipfel lässt sich der Ausblick genießen. Allerdings ist auf den tatsächlich aufgestellten Wegweisern ein Abschnitt als „Absturzgefahr” gekennzeichnet, den man mit besonderer Vorsicht angehen sollte. Dieser Kurs eignet sich für Wanderer, die konditionell gut in Form sind, oder für alle, die sich für die Tour gleich einen ganzen Tag freihalten.
Kurs 3 — Gureunjeosuji-Haltestelle → Gipfel
Route: Gureunjeosuji-Haltestelle → Weggabelung → Haetsal-Pension-Garten → Absturzgefahr-Abschnitt → Kiefernhain → Altkiefernhain → Koreakiefern-Bestand → privater Gongjaksan-Erholungswald
Zustieg: Die Haltestelle Gureunjeosuji ist eine der offiziell registrierten Bushaltestellen in der Umgebung – man kann also direkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und die Wanderung ohne Umwege starten. Wer mit dem Auto kommt, nutzt meist einen der freien Plätze rund um den Stausee.
Besonderheiten und Empfehlung: Der Einstieg entlang des Gureun-Stausees ist schon für sich genommen ein schöner Auftakt. Danach geht es an Unterkünften wie dem Haetsal-Pension-Garten vorbei weiter zu den Kiefern- und Koreakiefernbeständen. Es gibt einen als „Absturzgefahr” ausgewiesenen Abschnitt, bei dem man bei Regen oder Vereisung besonders vorsichtig sein sollte. Da die Route am privaten Gongjaksan-Erholungswald vorbeiführt, eignet sich dieser Weg gut für alle, die zusätzlich etwas von der Atmosphäre eines Naturerholungswalds mitnehmen möchten.
Kurs 4 — Bushaltestelle Gurun-Stausee → Lärchenwald
Streckenverlauf: Bushaltestelle Gurun-Stausee → Abzweigung → Lärchenwald → Gongjak-Wasserfall → Haltestelle Nabundeul (Gunup-2-ri)
Zustieg: Wie bei Kurs 3 startet man an der Bushaltestelle Gurun-Stausee, allerdings endet die Route diesmal in der Nähe der Haltestelle Nabundeul (Gunup-2-ri) — so lässt sich eine Wanderung mit getrenntem Ein- und Ausstieg per ÖPNV planen.
Charakter & Zielgruppe: Diese Route führt nicht zwingend über den Gipfel, sondern hat eher den Charakter einer Durchquerung – vorbei am Lärchenwald und am Gongjak-Wasserfall zur gegenüberliegenden Seite. Mit 13,91 km ist sie die längste der sechs Strecken. Da man unterwegs Tal- und Wasserfalllandschaften wie den Gongjak-Wasserfall genießen kann, eignet sie sich besonders für alle, die Wasserfälle und Talblicke mögen oder ohnehin eine Durchquerungstour mit unterschiedlichem Ein- und Ausstieg planen.
Der Kurs 5 – Vom Dorf Nohyeon zum Gipfel
Verlauf: Nohyeon-Dorf → Friedhof → Abzweigung 10 → alter Kiefernbestand → Abzweigung 13 → Koreakiefern-Pflanzung → Lärchen-Aufforstungsgebiet
Anfahrt zum Einstieg: Nohyeon ist ein Dorfname – man fährt am besten mit dem eigenen Wagen in die Nähe und legt den letzten Abschnitt bis zum Wegeinstieg zu Fuß zurück. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte sich vorab über die Linien und Haltestellen der Hongcheon-Regionalbusse informieren.
Charakter und Zielgruppe: Mit 8,54 km Länge und 543 m Höhenunterschied gehört dieser Kurs zu den eher gemächlichen unter den sechs Routen – entsprechend angenehm lässt er sich bewältigen. Der Weg führt an einem Friedhof und einer Koreakiefern-Pflanzung vorbei und bietet dabei auch einen freundlichen Blick auf die dörfliche Umgebung. Damit eignet er sich gut für Einsteiger und fortgeschrittene Anfänger, die den Gongjaksan auf kurzem und unkompliziertem Weg erklimmen möchten.
Kurs 6 — Guruncher Stausee → Lärchenhabitat
Streckenverlauf: Guruncher Stausee → Glühwürmchen-Habitat → Pungyeonghwa-Pension → Abzweigung 7 → Sperrenbauwerk → Lärchenhabitat → Koreakiefern-Habitat → Abzweigung 20 → Abzweigung 21 → Abzweigung 11 → Abzweigung 12 → Altkiefernbestand → Abzweigung 14 → Surisan (820 m) → Abzweigung 16
Anfahrt zum Einstieg: Los geht’s in der Nähe des Guruncher Stausees. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln steigt man an der Haltestelle Guruncher Stausee aus und geht von dort zu Fuß weiter, mit dem Auto nutzt man die freien Flächen rund um den Stausee zum Parken.
Merkmale & Zielgruppe: Von den sechs Kursen hat dieser die meisten Wegweiser-Stationen und führt als langer Rundkurs durch eine ganze Reihe ökologischer und geologischer Highlights – Glühwürmchen-Habitat, Sperrenbauwerk, Surisan (820 m) und mehr. Wer die verschiedenen Gipfel des Gongjaksan gemeinsam überblicken und die Bergwelt richtig auf sich wirken lassen möchte, ist hier als erfahrener Wanderer gut aufgehoben – bei der nicht gerade kurzen Distanz sollte man sich allerdings genug Zeit einplanen.
Schwierigkeit, Untergrund und Vorsicht
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Dong-myeon, Landkreis Hongcheon, Provinz Gangwon) · Public Nuri
Für die Wanderwege im Gebiet des Gongjaksan sind vier Abschnitte nach Verwaltungsbezirken (Dong-Einheiten) erfasst, und der Schwierigkeitsgrad ist laut Datenlage in allen vier Abschnitten als „leicht” eingestuft. Dabei sollte man aber im Hinterkopf behalten, dass es sich dabei nicht um einzelne Wanderrouten handelt, sondern um die auf Verwaltungsbezirke heruntergebrochene Gesamtlänge sämtlicher Wanderwege im Gebiet.
| Abschnitt (nach Verwaltungsbezirk) | Distanz | Schwierigkeit | Untergrund |
|---|---|---|---|
| (kein Abschnittsname) | 16 km | leicht | - |
| Abschnitt Nocheon-ri | 4,83 km | leicht | - |
| Abschnitt Gurun-ri | 4,74 km | leicht | - |
| Abschnitt Guneop-ri | 4,24 km | leicht | - |
Auch wenn laut den nach Verwaltungsbezirken erfassten Daten der höchste registrierte Schwierigkeitsgrad „leicht” lautet, sind die Gipfelrouten nach GPX-Daten der „100 berühmten Berge” mit erheblicher einfacher Streckenlänge und Höhenunterschied verbunden – das tatsächlich gefühlte Schwierigkeitsniveau dürfte also höher liegen, als es die Datenlage vermuten lässt. Angaben zum Untergrund sind nicht gesondert erfasst, weshalb sich nicht genau sagen lässt, wo der Weg befestigt und wo er unbefestigt ist. An den real vor Ort stehenden Wegweisern tauchen in manchen Abschnitten Hinweise wie „Absturzgefahr” oder „Sturzgefahr” auf – kurz nach Regen oder bei winterlicher Vereisung ist also besondere Vorsicht vor Rutschgefahr geboten. Aussichtspunkte, Trinkwasserstellen, Schutzhütten, Gefahrenzonen und ähnliche POIs sind offiziell nicht verzeichnet, weshalb man während der Wanderung weder mit zusätzlicher Trinkwasserversorgung noch mit Unterstellmöglichkeiten rechnen sollte.
Entfernung und Zeitaufwand
Foto: Koreanische Tourismusbehörde, Fotogalerie (Hongcheon-gun, Provinz Gangwon) · Gongu-Nuri
Addiert man sämtliche Wanderwege im Verwaltungsgebiet, kommt man auf 622 Minuten im Aufstieg und 435 Minuten im Abstieg – umgerechnet auf die Gesamtlänge von 29,81 km ergibt das ein durchschnittliches Aufstiegstempo von rund 21 Minuten/km. Diese Zahl bildet die kumulierte Zeit über alle Wanderwege des Gebiets zusammen ab und sollte nicht mit der Zeit für eine einzelne Route verwechselt werden – für die tatsächliche Dauer der jeweiligen Strecke sind die in obiger Tabelle angegebenen rund 3 bis 4 Stunden 40 Minuten (einfache Strecke) maßgeblich. Kürzere Routen (Gongjak-Brücke, Nohyeondeul-Einstieg) lassen sich selbst hin und zurück gut an einem Tag bewältigen, während Routen mit 12 bis 14 km einfacher Strecke im Hin- und Rückweg insgesamt 8 bis 9 Stunden oder mehr in Anspruch nehmen können – ein früher Start am Morgen ist hier ratsam. Wer eine Kammtour plant, die mehrere Gipfel im Umfeld des Hauptgipfels verbindet, sollte angesichts der Gesamtlänge der Wanderwege im Gebiet (29,81 km) und des völligen Fehlens von Schutzhütten lieber eine großzügige Planung mit mindestens einer Übernachtung ansetzen, um auf der sicheren Seite zu sein.
Anfahrt (Öffentliche Verkehrsmittel & Parken)
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hongcheon-gun, Provinz Gangwon, Gemeinde Dong-myeon) · Public Nuri
In der Nähe des Gongjaksan gibt es Bushaltestellen wie Gongjak-dong, den Gurun-Stausee und den Wadong-Soni-Pass. Aus dem Großraum Seoul bietet sich in der Regel folgende Route an: Vom Dong-Seoul-Busterminal oder vom Sangbong-Terminal mit dem Überlandbus Richtung Hongcheon fahren, am Busterminal Hongcheon ankommen und dort auf einen Regionalbus Richtung Hwachon-myeon umsteigen, um dann an der Haltestelle nahe dem gewünschten Ausgangspunkt – etwa Gongjak-dong, Gurun-Stausee oder Wadong-Soni-Pass – auszusteigen. Allerdings fahren die Regionalbusse eher selten, weshalb es sich lohnt, vorher den Fahrplan zu checken. Wer mit dem Auto kommt: Einen offiziell ausgewiesenen Wanderparkplatz gibt es meines Wissens nicht, weshalb viele auf kleinere, informell bekannte Flächen ausweichen – etwa den „Parkplatz Gongjaksan-Eingang” bei Route 2 oder freie Plätze rund um den Gurun-Stausee. Am besten schaut man sich Route und aktuelle ÖPNV-Infos direkt bei KakaoMap oder Naver Map an – einfach „Gongjaksan” oder den jeweiligen Ausgangspunkt (Gongjak-Brücke, Gurun-Stausee, Nohyeondeul usw.) eingeben.
Saison, Wetter, Ausrüstung
Foto: Tourismusfoto-Galerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Dong-myeon, Landkreis Hongcheon, Provinz Gangwon) · KOGL
Der Gongjaksan ist im Frühling und Herbst der unkomplizierteste Berg zum Wandern – dann lassen sich frisches Grün und buntes Herbstlaub gleich in einem Aufwasch genießen. Im Sommer sorgt der dichte Wald zwar für schattige Wege, doch es gibt keine ausgewiesenen Trinkwasserstellen. Bei der Hitze kann man da schnell dehydrieren, weshalb man unbedingt genug Wasser mitnehmen sollte. Im Winter vereisen die schattigen Abschnitte – etwa der alte Kiefernbestand oder die Koreakiefern-Plantage – ebenso wie die mit „Vorsicht Absturzgefahr” bzw. „Absturzgefahr” markierten Passagen ziemlich leicht, sodass Grödel bzw. Steigeisen und Gamaschen als Kälte- und Rutschschutz gebraucht werden. Als Grundausrüstung empfehlen sich feste Wanderschuhe, Wechselkleidung, Trekkingstöcke, eine Stirnlampe (falls man auf eine längere Strecke gerät) sowie ausreichend Wasser und Proviant. Und weil es keine Schutzhütten gibt, sollte man bei sich verschlechterndem Wetter nicht stur weiterwandern, sondern lieber frühzeitig absteigen – das ist einfach die sicherere Wahl.
Tipps für ausländische Reisende
Foto: Korea Tourism Organization – Fotogalerie (Hongcheon-gun, Dongmyeon, Provinz Gangwon) · KOGL Typ 1
Der Gongjaksan wird in lateinischer Umschrift als Gongjaksan (Mt. Gongjak) geführt, wichtige Ortsnamen sind entsprechend Gongjak-gyo (Brücke), Guluun-Stausee (Guluun Reservoir) und Nohyeondeul. Eine gesonderte Genehmigung oder ein Eintrittsgeld für den Aufstieg konnte ich nirgends bestätigt finden – der Berg gilt, anders als National- oder Provinzparks, als frei zugänglich, ganz ohne Kassenhäuschen. Trotzdem lohnt es sich, das vor Ort noch einmal an den Infotafeln zu prüfen, falls sich da etwas geändert hat. Eine Toilette ist nur am Ausgangspunkt von Kurs 2 verzeichnet (am Parkplatz „Gongjaksan-Eingang, Toilette”), auf den übrigen Streckenabschnitten sind weder Toiletten noch Trinkwasserstellen eingetragen – das sollte man also vorher einplanen. Google Maps liefert bei koreanischen Wanderwegen erfahrungsgemäß oft ungenaue Angaben, deshalb empfiehlt es sich, vorab KakaoMap oder Naver Map zu installieren, um Nahverkehrsverbindungen und den tatsächlichen Wegverlauf zu checken. Da es unterwegs Abschnitte mit schwachem Handyempfang geben kann, sollte man sich Offline-Karten vorher herunterladen. Und weil es keine Schutzhütten gibt, ist es ratsam, die Tour so zu planen, dass man vor Sonnenuntergang wieder unten ist.
Der Krummen Fichte Grat, der den Uiam-See überblickt – Berg Samak in Chuncheon
- Der Krummen Fichte Grat, der den Uiam-See überblickt – Berg Samak in Chuncheon — Luftlinie ca. 40 km
📍 Alter Kiefernkamm rund um den Gulun-Stausee: der Gongjak-Berg in HongcheonStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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