Von Sangam-dong an den Han: zwei Wege über die Worldcup-Brücke
Radfahren · Veröffentlicht 11.5.2024 ·
상암동에서 한강으로 들어가는 두 가지 길을 독일어로 옮겼습니다.
Aus Sangam-dong gibt es im Wesentlichen zwei Wege, um an den Han-Fluss zu gelangen. Der erste führt über den Bulgwang-Bach, der dann in den Han mündet. Die meisten nehmen diese Route – und ehrlich gesagt habe ich das früher auch ständig so gemacht. Inzwischen fahre ich aber über die Worldcup-Brücke an den Fluss, und das ist eine ausgesprochen angenehme Variante. Keine Baustellen mehr.
Als Orientierungspunkt nehme ich den MBC-Sender.

Mit Blick auf das Worldcup-Stadion biegt man rechts ab und fährt weiter Richtung Worldcup-Brücke. Dann kommt ein Zebrastreifen ohne Ampel. Hat man den überquert, ist man erfolgreich auf der Worldcup-Brücke. Auf der Ostseite der Brücke muss man zum Überqueren zwei Ampeln passieren, auf der Westseite dagegen nur einen ampellosen Übergang am Nordende und kurz darauf einen Übergang mit Ampel – danach kommt man am Südende ganz ohne weitere Übergänge per Aufzug direkt auf den Han-Radweg.




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Ich bin von der Park-Chung-hee-Bibliothek aus über den Parkweg bis zum Worldcup-Stadion gefahren. Und das hier ist der Blick von der Worldcup-Brücke auf die Gangbyeonbuk-ro in Richtung Ilsan. Man fährt einfach immer weiter über die Brücke. An Tagen mit starkem Wind wie gestern ist das Überqueren der Brücke aber ziemlich mühsam. Bitte immer langsamer machen und gut auf den Boden achten.



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Fährt man auf der Worldcup-Brücke weiter, trifft man auf die Wegweiser Richtung Anyang, Gangbyeonbuk-ro (Richtung Jamsil) und Naebu-Stadtautobahn. Dort drückt man den Knopf und überquert noch einmal einen Übergang. Danach gibt es bis zum Radweg auf der Südseite des Han keine Ampel mehr. Das zweite Foto zeigt den Blick vom Übergang zurück nach Sangam-dong, das dritte den Blick auf Sangam-dong, nachdem ich die Brücke komplett hinter mir hatte.




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Endlich am Zusammenfluss des Anyang-Bachs angekommen. Obwohl ich nur mit dem iPhone fotografiert habe, ist der Kontrast bei dem schönen Wetter richtig gut geworden. Das ist der Treffpunkt, den ihr alle kennt. ^^ Heute fahre ich die Herz-Tour. Seit ich die Brompton T Line gekauft habe, wird das wohl meine bislang längste Strecke. Ein Schluck Wasser, und los geht’s.
Die Route führt dem Radweg folgend weiter am Han entlang nach Osten. Am Yangjae-Bach biegt man ab und fährt diesem weiter, und wo der Radweg am Yangjae-Bach endet, beginnt Gwacheon. In Gwacheon fährt man ein kurzes Stück hinaus und nutzt die normale Straße. An der Kreuzung Indeogwon-Station geht es über gewöhnliche Wohnviertelstraßen Richtung Hagui-Bach, und folgt man dem Hagui-Bach immer weiter, trifft er bei Ssanggaeul auf den Anyang-Bach. Ab hier ist es der Anyang-Bach, also fährt man ohne Unterbrechung durch und kehrt schließlich wieder zum Startpunkt am Zusammenfluss des Anyang-Bachs zurück.
Auf dem Abschnitt vom Yangjae-Bach zum Hagui-Bach gibt es viele Bauarbeiten – GTX und allerlei Tiefbau –, und ringsum werden noch mehr Wohnblocks hochgezogen, also ist es nicht gerade angenehm. Aber in etwa 30 Minuten hat man es durch, also kein übertriebener Ehrgeiz: Wenn man Radweg und Gehweg vernünftig kombiniert, kommt man ohne große Probleme durch.




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Hinter Seocho-gu liegt Gwacheon-dong. Der Gegenwind war so heftig, dass wir eine kurze Pause eingelegt haben. Mein Begleiter hat mich vorne wie ein Zugpferd gezogen, nur so kam ich überhaupt voran. Obwohl er konditionell richtig stark ist, fiel seine Geschwindigkeit bei dem heftigen Wind manchmal unter 20 km/h. Bei mir wären es wohl unter 15 km/h gewesen. In der Ferne sieht man den Gwanak-Berg – gerade umrunde ich ihn auf der unteren Seite.



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Der Rastplatz Ssanggaeul, an dem ich zum ersten Mal war. An der Stelle, wo zwei Bäche zu einem zusammenfließen, hat man für Radfahrer einen schönen Rastplatz angelegt. Bis auf den starken Wind war das Wetter einfach herrlich.




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Normalerweise trage ich eine Garmin Enduro 2. Die Garmin kennt die Grenzen meiner Kondition – ich trage sie schließlich seit über einem Jahr… In der Hoffnung, dass am Ende mehr übrig bleibt als die angezeigte Kondition, bin ich losgefahren. Aber dieser Wert war genauer, als ich dachte. Als sie weniger als 1 % übrig anzeigte, habe ich pro 30 Minuten Fahrt jeweils 5 Minuten Pause gemacht. Man muss dem Gerät nicht blind vertrauen, aber so einen Anhaltspunkt zu haben ist gar nicht schlecht. Gemächlich bin ich wieder am Zusammenfluss des Anyang-Bachs angekommen. Die Batterie meines Garmin Varia RTL715 war zwar unter 50 %, hielt aber 5–6 Stunden Fahrt durch. Den Modus habe ich nicht weiter beachtet, und vermutlich wurde die Blackbox aufgezeichnet. Da ich auch tagsüber auf der Straße unterwegs war, lief das Rücklicht im Blinkmodus, eingestellt so, dass es bei herannahenden Fahrzeugen kräftig aufleuchtet.
Um von hier nach Sangam-dong zu kommen, muss man die Worldcup-Brücke überqueren, und normalerweise muss man genauso viel wieder hinunter, wie man per Aufzug hochgefahren ist… und am Ende erneut hinauf. Jetzt aber fahre ich so, wie ich losgefahren bin – über die Westseite hoch –, verliere die gewonnene Höhe nicht und komme sogar leicht bergab nach Hause zurück.




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Wohlbehalten zurück. In Sangam-dong ist das Radwegenetz im gesamten Stadtteil so gut ausgebaut wie kaum irgendwo sonst im Land. Die heutige Strecke betrug insgesamt 76 km, und das GPS-Log ergab tatsächlich eine Herzform. Damit bin ich zum ersten Mal die Herz-Tour gefahren. Der Hintern hat etwas geschmerzt, und der Abschnitt in Gwacheon ist auf normaler Straße und obendrein mit etlichen Baustellen ein bisschen zäh. Aber wenn die Arbeiten abgeschlossen sind und der Abschnitt zwischen Yangjae-Bach und Hagui-Bach durchgehend als Radweg angenehm befahrbar wird, dürfte das eine beliebte Mitteldistanz-Tour werden, die viele Hobbyradler nutzen.
Vielen Dank.
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