Garmin Titan-Armband selbst anpassen: Anleitung mit Werkzeug-Set
Ausrüstung · Veröffentlicht 15.6.2023 ·
Da ich die Uhr auch im Alltag tragen wollte, habe ich mich nach einem Armband umgesehen – und auf Karrot (einer Gebrauchtwaren-App) ein Inserat für ein Titan-Armband entdeckt, das ich mir dann geschnappt habe. Neu kostet so ein Titan-Armband immerhin 450.000 Won, da überlegt man es sich zweimal … Und bei den Titan-Armbändern auf AliExpress hatte ich irgendwie das Gefühl, dass am Ende doch ein Edelstahl-Teil im Paket landet … Also habe ich gebraucht auf Karrot zugeschlagen, für weniger als die Hälfte des Preises … Aber … das Handgelenk des Vorbesitzers war einfach extrem schmal.
Ich habe sämtliches Werkzeug zusammengekramt, das ich zu Hause hatte, und mich redlich am Anpassen versucht – aber keine Chance, also habe ich am Ende doch ein Werkzeug-Set gekauft. Geliefert wurde es blitzschnell, geradezu raketengleich.

Der Preis: unter 10.000 Won … Es ist wirklich alles drin, was man zum Anpassen eines Armbands braucht, und solange man das Ganze nicht professionell betreibt, reicht diese Zusammenstellung locker, um ein paar Mal etwas anzupassen.
Wie ich herausgefunden habe, gibt es bei Garmin-Armbändern verschiedene Verbindungssysteme. Manche Generationen nutzen die klassische Federsteg-Methode mit einem nadelförmigen Stift, andere – wie meines – setzen auf zwei ineinandergreifende Hülsen. Beim neuesten System wird das Ganze sogar mit einer 1,5-mm-Schraube verschraubt, die man mit einem Schraubendreher festzieht.
Meines ist ein richtig altes Armband. Es wird also über zwei sich überkreuzende Hülsen verbunden – welches System besser ist, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber diese Art der Verbindung braucht eben Spezialwerkzeug. Die meisten gehen wohl einfach zum Uhrmacher und lassen es dort für rund 10.000 Won wechseln, aber ich habe mir das Werkzeug einfach aus Spaß bestellt und selbst Hand angelegt.





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Von den beiden Stiften oben ist einer das „Weibchen” und einer das „Männchen”. Das Weibchen füllt den Spalt zwischen den kleinen Gliedern aus und übernimmt die Funktion eines Lagers. Da hinein schiebt sich das Männchen und hält beide Seiten zusammen – zum Lösen muss man das Männchen herausdrücken und dann trennen.

Zuerst drückt man mit so einem Werkzeug die Männchen-Schraube in der richtigen Richtung heraus. Sie lässt sich aber nur ein Stück weit herausschieben. Danach muss man sie mit einem anderen Werkzeug vollständig heraustrennen.

Dieser Ständer hat am Boden lauter Löcher, sodass der Stift durchrutschen kann und man trotzdem hämmern kann. Mit vorsichtigen, leichten Klopfern habe ich die Stifte herausgetrieben bzw. wieder eingesetzt.

Ganz vorsichtig das Weibchen einsetzen, dann das Männchen wieder hineinstecken und mit leichten Hammerschlägen Glied für Glied verbinden.

Das Zusammensetzen läuft nicht in umgekehrter, sondern in derselben Reihenfolge wie das Zerlegen ab. Ich habe alles nur in Pfeilrichtung durchgeschoben. Ehrlich gesagt schien es aber auch keinen Unterschied zu machen, wenn man es andersherum macht.

Und das benutzte Werkzeug wandert wieder an seinen Platz ..^^
Und wie auf dem Foto unten zu sehen, ist es schließlich passend für meinen Handgelenksumfang fertig geworden.

Ich habe es so eingestellt, dass die Uhr ein angenehmes Spiel am Handgelenk hat, sich aber nicht komplett verdrehen lässt.

Sie sitzt richtig schön eng am Handgelenk.
Anfangs war ich etwas verdutzt, weil es eben nicht die übliche Federsteg-Methode war. Aber als ich es einfach mal ausprobiert habe, lief es prima. Ich halte es hier einfach als kleines Alltagsprotokoll fest.
Vielen Dank.
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