Weite Almwiesen-Grate und Rundumblick, Gyebangsan in Pyeongchang, Gangwon
Wandern · Veröffentlicht 9.8.2026 ·
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Auf einen Blick
| Kennzahl | Bewertung |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken) | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeitsgrad der Route | ★★☆☆☆ |
| Wasser/Quellen am Berg | ★★★☆☆ |
| Übernachtung nötig? | ★☆☆☆☆ (Tagestour reicht) |
| Saison-Schwierigkeit – Frühling | ★★☆☆☆ |
| Saison-Schwierigkeit – Sommer | ★★★☆☆ |
| Saison-Schwierigkeit – Herbst | ★★☆☆☆ |
| Saison-Schwierigkeit – Winter | ★★★★☆ |
※ Quelle: Geodaten der Forstbehörde (산림청) zu Wanderwegen · Angaben zu Erreichbarkeit und Saison sind Richtwerte
Überblick
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (1243 Undureong-ro, Yongpyeong-myeon, Pyeongchang-gun, Gangwon-do) · Public Nuri
Der Gyebangsan liegt an der Grenze zwischen den Kreisen Pyeongchang und Hongcheon in der Provinz Gangwon. Je nach Quelle wird seine Gipfelhöhe mit 1.572 bis 1.601 Metern angegeben, womit er als einer der höheren Berge Südkoreas gilt. Das Gelände ist sanft, die Grate verlaufen weich – ein typischer “Erdberg” (Yuksan) also, bei dem die Höhe nicht viel über den tatsächlichen Schwierigkeitsgrad aussagt. Die Standardroute lässt sich problemlos an einem Tag hin und zurück bewältigen. Auch nach öffentlichen Daten ist der höchste Schwierigkeitsgrad der Wanderwege in der Region mit “leicht” eingestuft – der Berg gilt damit als Ziel, an dem sich auch Anfänger mit etwas Vorbereitung ohne größere Probleme versuchen können.
Berggestalt und Geländeform
Der Gyebangsan ist weniger ein Berg mit schroffen, spitzen Felsgipfeln, sondern eher ein typischer „Erdberg” mit breiten, wuchtigen Graten, die sich sanft dahinziehen. Der Gipfelbereich soll fast wie eine Graslandschaft wirken – ein weites, flaches Gelände, von dem aus man angeblich nach allen Seiten einen ungehinderten Ausblick genießen kann. Unter den in den öffentlichen Daten erfassten Hauptgipfeln finden sich der Gyebangsan-Gipfel (1580 m) und der Gyebangsan (1572 m) – ein Hinweis darauf, dass der Gipfelbereich nicht als eine einzelne spitze Kuppe wahrgenommen wird, sondern als eine Abfolge mehrerer, sanft ineinander übergehender Punkte. Insgesamt soll der Berg weniger von steilen Felsgraten geprägt sein als vielmehr von Erdwegen, Grasflächen und Waldabschnitten, in denen sich Nadelbäume wie Eichen und Tannen sowie Eiben mit Laubbäumen abwechseln.
Das Gefühl beim Wandern
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Unduryeong-ro 728-3, Yongpyeong-myeon, Pyeongchang-gun, Provinz Gangwon) · Gongnuri (öffentliche Lizenz)
Der Gyebangsan ist ein Berg, auf dem man vom Einstieg bis zum Gipfel größtenteils durch dichten Wald wandert – im Sommer sorgt das satte Grün für tiefen, angenehm kühlen Schatten, im Herbst gilt der Abschnitt mit buntem Laub und raschelndem Herbstlaub unter den Füßen als besonders eindrucksvoll. Je näher man dem Gipfel kommt, desto niedriger werden die Bäume, und der Blick öffnet sich zunehmend; oben angekommen, ist es genau diese Weite, die den Berg auszeichnet – ringsum ziehen sich Bergketten bis zum Horizont. Statt des Nervenkitzels steiler Felsgrate erwartet einen hier eher ein konditionsbetontes Wandern, bei dem man sich stetig und beharrlich den Anstieg hochkämpft. Der besondere Reiz liegt im deutlichen Kontrast der Jahreszeiten – frisches Frühlingsgrün, sattes Sommergrün, herbstliche Farben und verschneite Winterlandschaft wechseln sich markant ab.
Wichtigste Routen (nach Ausgangspunkt)
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization · KOGL (Korea Open Government License)
| Route (Ausgangspunkt → Gipfel) | Distanz | Höhenunterschied | Geschätzte Dauer (einfache Strecke) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Rastplatz → Gipfel | 4,71 km | ↕819 m | ca. 2 Std. 33 Min. | ★★★★☆ | ★★★☆☆ |
| Eingangsschild → Aussichtspunkt | 4,06 km | ↕460 m | ca. 1 Std. 47 Min. | ★★★☆☆ | ★★★★☆ |
※ Quelle: GPX-Daten der 100 bedeutendsten Berge Koreas vom Korea Hiking & Trekking Support Center (Distanz, Höhe, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit als Richtwert
Route 1 — Von der einfachen Schutzhütte zum Gipfel
Wegpunkte: Einfache Schutzhütte → Wildschweinspuren → Königs-Azaleen → Gwidaegam-Fels → Weggabelung → Rastplatz → Wanderweg-Infotafel
Anfahrt zum Einstieg: Der Einstieg an der einfachen Schutzhütte liegt an der Südwestflanke des Gyebangsan und lässt sich, soweit bekannt, in der Regel bequemer mit dem eigenen Auto erreichen als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Üblich ist die Anfahrt über die umliegenden Dörfer im Bezirk Yongpyeong-myeon (Landkreis Pyeongchang); wer auf Bus und Bahn angewiesen ist, steigt normalerweise am Fernbusbahnhof Pyeongchang oder am Bahnhof Jinbu auf einen Dorfbus oder ins Taxi um. Da die öffentlichen Daten keine registrierten Bushaltestellen oder Parkplätze für dieses Gebiet ausweisen, empfiehlt es sich, die aktuelle Verkehrslage und die Parkmöglichkeiten vor dem Besuch noch einmal über eine Kartenapp zu prüfen.
Charakter und Zielgruppe: Mit einem Höhenunterschied von satten 819 m ist diese Route von den beiden Strecken im Gebiet die deutlich steilere und zieht sich vergleichsweise gleichmäßig bergauf – entsprechend eignet sie sich für Wanderer, die konditionell gut in Schuss sind. Der Weg führt am Grat entlang durch Bestände von Königs-Azaleen und vorbei an einer Felsformation (dem Gwidaegam-Fels), sodass sich Waldabschnitte und Felsgelände abwechseln und für Abwechslung sorgen. Empfehlenswert ist diese Strecke vor allem für alle, denen es in erster Linie um die Gipfelbesteigung selbst geht.
Wanderweg 2 — Vom Eingang zum Aussichtspunkt
Route: Unduryeong am Gyebangsan → Toiletten → Infopavillon für lokale Waldprodukte am Unduryeong → Rastplatz Unduryeong → Wegweiser am Eingang → Rastplatz → Eschenbaum → Weggabelung → Zutritt verboten → Hinweistafel → Hinweis zum Betretungsverbot → Niedriges Gehölz → Hinweis zu verbotenen Handlungen → Verbotshinweis → Aussichtspunkt
Anfahrt zum Startpunkt: Der Unduryeong (雲頭嶺), an dem diese Route beginnt, gilt als einer der höchstgelegenen asphaltierten Pässe Koreas und liegt an der Nationalstraße 6 – dadurch ist er mit dem eigenen Auto vergleichsweise unkompliziert zu erreichen. Da es in der Nähe bereits Toiletten, einen Infopavillon für Waldprodukte und einen Rastplatz gibt, kommen die meisten eher mit dem Pkw oder im Reisebus als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer trotzdem auf Bus und Bahn angewiesen ist, für den bietet sich realistischerweise ein Taxi ab dem Bahnhof Jinbu oder einem nahegelegenen Busterminal an.
Charakter und Zielgruppe: Mit 460 Höhenmetern im Saldo verläuft dieser Weg deutlich sanfter als Route 1. Die Passagen durch den Eschenbestand und die zahlreichen Hinweistafeln und Betretungsverbote lassen vermuten, dass hier einiges zum Schutz der Natur gesperrt ist. Der Weg führt nicht bis zum Gipfel, sondern endet am Aussichtspunkt – damit eignet er sich gut für alle, die in kurzer Zeit eine schöne Aussicht genießen möchten, für Familien mit Kindern und für Besucher, die sich für Wildblumen und Vegetation interessieren.
Die Wanderwege im Gebiet sind nach Verwaltungsbezirken (administrative Dong) wie folgt unterteilt; die folgenden Angaben beziehen sich auf die Gesamtlänge der Wege innerhalb des jeweiligen Abschnitts, nicht auf die Länge einer einzelnen Route.
| Abschnitt (nach Verwaltungsbezirk) | Gesamtlänge | Schwierigkeit | Untergrund |
|---|---|---|---|
| Abschnitt Nodong-ri | 9,99 km | Leicht | - |
| Abschnitt Jaun-ri | 3,94 km | Leicht | - |
Schwierigkeit, Untergrund, Vorsicht
Laut den offenen Daten der Forstbehörde ist der höchste Schwierigkeitsgrad der Wanderwege im Bereich des Gyebangsan mit “leicht” verzeichnet, Angaben zum Untergrund fehlen (die Gesamtlänge der Wege beträgt 13,93 km). Nach den GPX-Messungen der “100 bedeutendsten Berge” ergibt sich für die Strecke von der einfachen Schutzhütte zum Gipfel allerdings ein Höhenunterschied von 819 m, was einem Schwierigkeitsgrad von ★★★★☆ entspricht – unabhängig von der “leicht”-Einstufung in den offenen Daten sollte man also bedenken, dass die eigentliche Gipfeltour körperlich durchaus fordernd ist. An Einrichtungen entlang der Strecke ist ein Aussichtspunkt verzeichnet, außerdem eine Trinkwasserstelle (Quelle), die als Möglichkeit zum Auffüllen von Wasser dienen kann. Gefahrenstellen sind in den offenen Daten nicht eigens ausgewiesen, doch die Graslandschaft und der Kammbereich am Gipfel sind stark Wind und Nebel ausgesetzt, weshalb bei Regen oder vereisten Abschnitten im Winter besondere Vorsicht geboten ist. Vor allem im Winter soll sich der gefühlte Schwierigkeitsgrad durch Schnee und Eis deutlich erhöhen – ohne zusätzliche Ausrüstung wie Grödel besteht beim Abstieg Rutschgefahr.
Distanz und Zeitaufwand
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Bangadari-ro 1011-26, Jinbu-myeon, Landkreis Pyeongchang, Provinz Gangwon) · KOGL
Der Gyebangsan verfügt über insgesamt 13,93 km registrierte Wanderwege, die sich aus zwei erfassten Abschnitten zusammensetzen – dem Nodong-ri-Abschnitt mit 9,99 km und dem Jaun-ri-Abschnitt mit 3,94 km. Notunterkünfte sind für den Berg nicht gesondert verzeichnet, weshalb er sich gut als Tagestour bewältigen lässt. Legt man gemessene GPX-Daten zugrunde, braucht man auf der repräsentativen Route von der einfachen Rastschutzhütte zum Gipfel schätzungsweise etwa 2 Stunden 33 Minuten (einfache Strecke), und vom Eingangsschild zum Aussichtspunkt rund 1 Stunde 47 Minuten (einfache Strecke). Für den Hin- und Rückweg plant man üblicherweise entsprechend etwa 5 Stunden beziehungsweise rund 3,5 Stunden ein. In den öffentlichen Daten sind für den gesamten Wegeverlauf des Gebiets kumuliert 414 Minuten für den Aufstieg und 289 Minuten für den Abstieg erfasst – das ist allerdings kein Wert für eine einzelne Route, sondern ein Referenzwert für die Gesamtsumme aller Wanderwege des Gebiets. Umgerechnet ergibt das ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 30 Minuten pro Kilometer. Auf Basis dieses Tempos lässt sich die voraussichtliche Dauer der einzelnen Routen praktischerweise an das eigene Fitnesslevel anpassen.
Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel · Parken)
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Unduryeong-ro 601-4, Yongpyeong-myeon, Landkreis Pyeongchang, Provinz Gangwon) · Gongu-Nuri (öffentliche Lizenz)
Für die Umgebung des Gyebangsan bietet sich in der Regel die Anreise mit dem KTX bis zum Bahnhof Jinbu (Odaesan) an, von wo man dann mit Taxi oder Dorfbus weiterfährt. Aus dem Großraum Seoul kann man alternativ mit dem Überlandbus bis zu den Busbahnhöfen Pyeongchang bzw. Jinbu fahren und von dort auf örtliche Verkehrsmittel umsteigen. Die Route über Unduryeong (Strecke vom Eingangsbereich zur Aussichtsplattform) liegt direkt an der Nationalstraße 6, weshalb die Anfahrt mit dem eigenen Auto recht unkompliziert ist. Der Ausgangspunkt an der einfachen Raststätte (Route 1) liegt dagegen an einer Straße weiter im Dorfinneren, weshalb es sich empfiehlt, die Route vorab genau zu prüfen. Da laut öffentlichen Daten für dieses Gebiet keine offiziell registrierten Bushaltestellen oder Parkplätze verzeichnet sind, sollte man die tatsächlichen Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel sowie die Parkmöglichkeiten unbedingt noch einmal live über KakaoMap oder Naver Map überprüfen, bevor man den Besuch fest einplant.
Saison, Wetter und Ausrüstung
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Yongpyeong-myeon, Undurong-ro 767-17, Pyeongchang-gun, Provinz Gangwon) · Gonggongnuri (öffentliche Lizenz)
Der Gyebangsan ist bekannt für sein frisches Grün im Frühling und seine Herbstlaubfärbung, und im Sommer gilt er dank des dichten Waldschattens als vergleichsweise kühle Route. Im Winter dagegen fällt reichlich Schnee, und auf dem Gratbereich am Gipfel kann ein starker Wind wehen – deshalb steigt der Schwierigkeitsgrad in dieser Jahreszeit deutlich an, und Ausrüstung wie Steigeisen, Gamaschen und eine winddichte Jacke gegen Kälte und Rutschgefahr sind unbedingt mitzunehmen. Grundsätzlich empfiehlt es sich zu jeder Jahreszeit, Wanderschuhe, Wechselkleidung, genügend Trinkwasser, eine Stirnlampe und Notverpflegung einzupacken. Da die Temperaturunterschiede am Gipfel recht groß ausfallen können, sollte man auch im Sommer eine dünne, windabweisende Jacke dabeihaben.
Tipps für ausländische Reisende
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Provinz Gangwon-teukbyeoljachido, Kreis Pyeongchang-gun, Gemeinde Yongpyeong-myeon, Undureong-ro 767-17) · Gongugnuri (öffentliche Nutzungslizenz)
Der Gipfel des Gyebangsan wird in lateinischer Umschrift als “Gyebangsan(-jeongsang)” geschrieben, der wichtigste Ausgangspunkt Undureong als “Undureong”. Eine gesonderte Genehmigung zum Betreten des Berges oder ein Eintrittspreis sind nicht bekannt, doch da das Gebiet direkt an einen Nationalpark angrenzt, sollte man vor dem Besuch unbedingt die örtlichen Hinweisschilder und Angaben zu gesperrten Abschnitten beachten (auf Route 2 gibt es mehrere “Zutritt verboten”-Schilder). Toiletten befinden sich, soweit bekannt, in der Nähe von Undureong (Ausgangspunkt von Route 2), und als Trinkwasserquelle lässt sich eine Quelle am Wanderweg nutzen – trotzdem ist es sicherer, genug Wasser von vornherein mitzubringen, statt sich unterwegs komplett vor Ort zu versorgen. Bei Kartendiensten liefert Google Maps innerhalb Koreas bei Wanderwegen oft ungenaue Angaben, weshalb ich unbedingt empfehle, für die tatsächliche Route und Infos zu öffentlichen Verkehrsmitteln KakaoMap oder Naver Map zu verwenden. Aus Sicherheitsgründen sollte man im Winter besser nicht allein, sondern mit Begleitung unterwegs sein und den Abstieg mit genug zeitlichem Puffer vor Sonnenuntergang einplanen.
In der Umgebung liegende weitere Berge
- Der Bergkamm des Odaesan in Gangwon mit Tannenwald und Eibenbestand — Luftlinie ca. 13 km
- Der Garisan in Jeongseon, Gangwon, mit ursprünglichem Moostal und Wasserfällen — Luftlinie ca. 30 km
- Felsgrat am Ende eines Waldwegs, der Baekdeoksan in Gangwon — Luftlinie ca. 38 km
📍 Weite Almwiesen-Grate und Rundumblick, Gyebangsan in Pyeongchang, GangwonStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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