Gamaksan bei Paju: Erdberg mit Felsgrat und freiem Blick auf den Imjin-Fluss
Wandern · Veröffentlicht 8.8.2026 ·
등산로 트랙·시설 (공공데이터: 전국등산로 공간정보) · 🚩시종점 💧음수대 👁️조망점 🏠대피소 🅿️주차장 ⚠️위험 · 지도 © OpenStreetMap ⤓ GPX 다운로드
Auf einen Blick
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken) | ★★★☆☆ |
| Streckenschwierigkeit | ★★☆☆☆ |
| Wasser/Quellen unterwegs | ★☆☆☆☆ |
| Übernachtung nötig? | ★☆☆☆☆ (Tagestour reicht) |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Frühling | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Sommer | ★★★☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Herbst | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Winter | ★★★★☆ |
※ Quelle: Geodaten der Forstbehörde (Korea Forest Service) zu Wanderwegen · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten dienen nur als Anhaltspunkt
Übersicht
Foto: Korea Tourism Organization (경기도 파주시 적성면) · KOGL
Der Gamaksan liegt an der Grenze zwischen dem Bezirk Jeokseong-myeon der Stadt Paju, dem Bezirk Nam-myeon der Stadt Yangju und dem Bezirk Wangjing-myeon des Landkreises Yeoncheon in der Provinz Gyeonggi-do. Der Gipfel wird gemeinhin mit rund 675 m über dem Meeresspiegel angegeben, wobei die in den Geodaten der Wanderwege verzeichneten Gipfelerhebungen je nach Messpunkt zwischen 689 m und 699 m schwanken. Der Berg besteht im Wesentlichen aus einem sanften Erdrücken, dem im Gipfelbereich ein Felsgrat aufgesetzt ist, und zählt damit zu den bekanntesten Ausflugsbergen im Nordwesten der Provinz Gyeonggi. Nach den Geodaten der Wanderwege ist der höchste Schwierigkeitsgrad der dortigen Routen als „leicht” eingestuft, und die Gesamtlänge der registrierten Wanderwege im Gebiet (mehrere Abschnitte zusammengerechnet) beläuft sich auf 18,27 km. Wählt man eine der sanfteren Routen, lässt sich der Berg problemlos auch von Einsteigern und Familien an einem Tag bewältigen, und selbst wer sich für die längere Strecke bis zum Gipfelbereich entscheidet, kommt gut an einem Tag hin und zurück.
Bergformation und Landschaft
Der Gamaksan ist im Großen und Ganzen ein sanfter Erdberg, dessen Hänge von Erde und niedriger Vegetation bedeckt sind – erst je näher man dem Gipfel kommt, treten Felsgrate und blanker Fels zutage. Der Kamm zieht sich lang in Nord-Süd-Richtung und bildet die Grenze zwischen den drei Verwaltungsbezirken Paju, Yangju und Yeoncheon; neben dem eigentlichen Gipfelstein erheben sich entlang des Kamms noch mehrere weitere Kuppen. In den Wanderweg-Daten zum Gamaksan finden sich rund um den Gipfelbereich mehrere, leicht unterschiedlich verzeichnete Punkte – etwa „Gamaksan-Gipfel” (689 m), „Gipfel” (694 m) und „Gamaksan-Gipfel” (697 m) –, und weiter südlich auf dem Kamm liegt der Imkkeokjeongbong (690 m). Diesem Gipfel haftet die Legende an, dass sich hier der Rebell Im Kkeok-jeong aus der Joseon-Zeit versteckt gehalten haben soll, und er gilt als eines der markantesten Wahrzeichen des Gamaksan-Kamms. In der Nähe des Gipfels steht zudem ein Fels in Steintafel-Form (gemeinhin „Gamaksan-Stele” genannt), dessen Inschrift im Lauf der Zeit so stark verwittert ist, dass ihr eigentlicher Ursprung bis heute nicht geklärt ist – ein hübsches Detail für unterwegs. Die Täler führen eher wenig Wasser, weshalb es hier weniger um Bergbäche zum Planschen geht als vielmehr um ruhiges Wandern durch den Wald.
Das Gefühl beim Wandern
Der Gamaksan gewinnt vom Einstieg bis zum Gipfel lange auf sanft ansteigenden Erd- und Waldwegen an Höhe, bevor auf dem Gipfelgrat plötzlich der Blick freiwird und Felsaussichtspunkte samt Kammweg auftauchen. Der dicht bewaldete untere Abschnitt bietet im Sommer reichlich Schatten und lässt sich angenehm kühl erwandern, während im Herbst die Laubfärbung bis auf den Grat hinaufreicht – weshalb der Berg als Ziel gilt, bei dem man eine gemächliche Tour mit Herbstlaub-Genuss verbinden kann. Vom Gipfel aus soll man, wie es heißt, die Flusstäler von Imjin- und Hantan-gang überblicken können, bei klarem Wetter sogar bis zu den Bergrücken Richtung Kaesŏng – weshalb der Berg auch als Aussichtsziel beliebt ist, von dem aus sich die Landschaft des nördlichen Gyeonggi mit einem Blick erfassen lässt. Statt kurzer, knackiger Anstiege im Wechsel zieht sich hier eher eine lange, sanfte Steigung hin, sodass die körperliche Belastung überschaubar bleibt – wählt man allerdings eine der längeren Routen, kann sich die Gesamtgehzeit spürbar summieren, weshalb man die Zeitplanung besser großzügig ansetzt.
Wichtige Wanderrouten (nach Ausgangspunkt)
Wanderwegabschnitte im Verwaltungsgebiet (nach Gemeindebezirk, zur Orientierung)
| Abschnitt (nach Gemeindebezirk) | Gesamtlänge | Schwierigkeit | Untergrund |
|---|---|---|---|
| Abschnitt Hwangdun-ri | 6,96 km | leicht | - |
| Abschnitt Sillim-ri | 5,79 km | leicht | - |
| Abschnitt Yongam-ri | 5,52 km | leicht | - |
※ Die oben genannten Abschnitte sind die nach Gemeindebezirk erfassten Gesamtlängen der Wanderwege, nicht die Strecke einer einzelnen Route. Quelle: Koreanische Forstbehörde, Geodaten zu Wanderwegen.
Zusammenfassung der Gipfelrouten (Ausgangspunkt → Gipfel)
| Route (Ausgangspunkt → Gipfel) | Distanz | Höhenunterschied | Geschätzte Gehzeit (einfach) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Eingang Borisam → Janggunbong | 5,5 km | ↕553 m | ca. 2 Std. 18 Min. | ★★★★☆ | ★★★☆☆ |
| Eingang Gedenkhalle Jo So-ang → Gipfel | 8,87 km | ↕552 m | ca. 3 Std. 8 Min. | ★★★★☆ | ★★★★☆ |
| Rastplatz am Eingang → Gipfel Gamaksan | 7,54 km | ↕634 m | ca. 2 Std. 57 Min. | ★★★★☆ | ★★★☆☆ |
| Wanderwegeingang → Imkkeokjeongbong | 11,06 km | ↕533 m | ca. 3 Std. 39 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Wanderwegeingang → Gipfel | 8,28 km | ↕530 m | ca. 2 Std. 57 Min. | ★★★★☆ | ★★☆☆☆ |
| Eingang Biryong-Trainingszentrum → Gipfel | 6,69 km | ↕563 m | ca. 2 Std. 37 Min. | ★★★★☆ | ★★★★★ |
| Yullim-seonwon → Aussichtsplattform | 7,55 km | ↕439 m | ca. 2 Std. 37 Min. | ★★★★☆ | ★★☆☆☆ |
※ Quelle: Koreanisches Zentrum für Bergsteigen und Trekking, GPX-Daten der „100 bedeutendsten Berge Koreas“ (Distanz, Höhe, Gehzeit, Schwierigkeit) · Beliebtheit als Richtwert
Route 1 — Boriam-Eingang → Janggunbong
Wegpunkte: Abzweigung 4 → Abzweigung 5 → Boriam-Tempel und Steintürme → Boriam-Eingang → Abzweigung 9 → Abzweigung 10 → Abzweigung 12 → Felsentor → Stauseeblick → 1 → Janggunbong → Abzweigung 20 → Abzweigung 26 → Kkachibong → Aussichtspunkt
Anfahrt zum Einstieg: Der Einstieg am Boriam-Eingang liegt offenbar am Südhang des Gamaksan, allerdings sind Informationen zu öffentlichen Verkehrsverbindungen und Parkmöglichkeiten nur begrenzt verfügbar. Ich empfehle, sich vor dem Besuch über KakaoMap oder Naver Map die tatsächliche Anfahrt und die Parksituation vor Ort noch einmal genau anzusehen.
Charakter & Empfehlung: Eine aussichtsreiche Grattour, die am „Felsentor” und am Stauseeblick vorbei über den Janggunbong weiter zum Kkachibong und schließlich zum Aussichtspunkt führt. Da sich entlang des Grats immer wieder Ausblicke öffnen, eignet sich die Route besonders für Wanderer, die gern fotografieren oder einfach die Landschaft genießen wollen – empfehlenswert für alle, die lieber den Fluss des gesamten Kamms auskosten möchten, statt nur auf einen einzelnen Gipfelpunkt zuzusteuern.
Kurs 2 — Eingang Cho-So-ang-Gedenkhalle → Gipfel
Verlauf: Eingang Cho-So-ang-Gedenkhalle → Yangju Gamak-san Waldweg, Wanderweg-Infotafel → Stausee → Chorokjigi-Dorf Infozentrum, Erlebniszentrum → Abzweigung 5 → Abzweigung 6 → Cho-So-ang-Gedenkhalle → Parkplatz Cho-So-ang-Gedenkhalle → Yangju Hwangbang-ri Schnurbaum (Neutinamu) → Abzweigung 10 → Abzweigung 11 → Abzweigung 12 → Rastplatz Wondaengi → Waldbrand-Wachposten → Abzweigung 15
Zugang zum Einstieg: Die Haltestelle „Eingang Cho-So-ang-Gedenkhalle” liegt in der Nähe des Einstiegs, sodass die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln recht bequem ist. Da unterwegs auch der Parkplatz der Cho-So-ang-Gedenkhalle liegt, lässt sich der Weg offenbar auch problemlos mit dem eigenen Auto erreichen.
Besonderheiten & Zielgruppe: Dieser Kurs führt sowohl an der Gedenkhalle für den Unabhängigkeitskämpfer Cho So-ang als auch am Schnurbaum von Yangju Hwangbang-ri vorbei – eine Mischung aus Geschichte und Natur. Mit 8,87 km ist er der längste unter den Gipfelkursen: Im ersten Abschnitt geht man gemächlich und kommt an kulturellen Sehenswürdigkeiten vorbei, im zweiten folgt dann die eigentliche Bergtour. Ideal für alle, die beides verbinden möchten.
Route 3 — Eingangsrastplatz → Gamak-san-Gipfel
Wegpunkte: Gaekhyeon-ri-Dorfgemeinschaftshaus → Dorfgasthaus/Kiosk → Dorfparkplatz → Abzweigung 4 → Abzweigung 5 → Sanmeoru-Dorfparkplatz → Sanmeoru-Obstplantage → Abzweigung 8 → Abzweigung 9 → Eingangsrastplatz → Abzweigung 15 → Abzweigung 16 → Bongam-sa-Abzweigung → Rastplatz → Aussichtspunkt
Anfahrt zum Einstieg: In der Nähe des Einstiegs liegt die Bushaltestelle Sanmeoru-Obstplantage, man kommt also gut mit dem Bus hin. Da Sanmeoru-Dorfparkplatz und Dorfparkplatz auf der Route liegen, scheinen auch ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden zu sein.
Besonderheiten & Empfehlung: Gleich am Anfang gibt’s mit Dorfgasthaus, Kiosk und der Sanmeoru-Obstplantage reichlich Infrastruktur, und im hinteren Abschnitt führt die Route über die Bongam-sa-Abzweigung und einen Aussichtspunkt. Praktisch, wenn man vor oder nach der Wanderung noch schnell was essen oder eine Kleinigkeit besorgen will – für alle, die bei einer Tageswanderung gerne solche Annehmlichkeiten in der Nähe haben, genau das Richtige.
Kurs 4 — Wanderweg-Eingang → Imkkeokjeong-bong
Wegpunkte: Yeondaeap → Dongsan Chueotang → Abzweigung 3 → Dorfbus-Haltestelle → Abzweigung 7 → Wegpunkt 8 → Sinam-Stausee → Kiosk → Abzweigung 12 → Abzweigung 13 → Wanderweg-Eingang → Wanderweg-Eingang → öffentliche Toilette → Waldbrand-Wachposten → Abzweigung 19
Anfahrt zum Einstieg: Da unter den Wegpunkten auch eine Dorfbus-Haltestelle liegt, scheint eine Anreise mit dem Dorfbus grundsätzlich möglich – die genauen Abfahrtszeiten sollte man aber vor Ort noch einmal checken. In der Nähe des Kiosks am Sinam-Stausee dürfte es ein paar kleinere Parkmöglichkeiten geben.
Merkmale & Zielgruppe: Mit 11,06 km Länge und Schwierigkeitsgrad ★★★★★ ist das der längste und anstrengendste Abschnitt unter den Gipfelrouten. Es handelt sich um eine durchgehende Kammtour, die am Sinam-Stausee vorbei bis zum Imkkeokjeong-bong führt – geeignet für erfahrene Wanderer mit entsprechender Kondition und genug Zeit im Gepäck. Wer die Strecke an einem Tag hin und zurück plant, sollte den Zeitplan großzügig bemessen.
Kurs 5 — Wandereingang → Gipfel
Route: Sunbakgol.Neulmok 1-ri → Restaurant „Dream Gisa“, Supermarkt → Parkplatz → Erlebnis-Lernplatz → Abzweigung 5 → Abzweigung 6 → Taepung-Ausbildungslager → Abzweigung 9 → Wandereingang → Abzweigung 10 → Holzbank → Steinschlag-Warnung → Jeongin-Fels → Abzweigung 14 → Abzweigung 20
Anfahrt zum Einstieg: Das Restaurant „Dream Gisa“, der Supermarkt und der Parkplatz liegen gleich am Anfang, sodass man mit dem eigenen Auto ziemlich bequem hinkommt. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte die Verbindungen vorher lieber in einer Karten-App checken.
Besonderheiten und Zielgruppe: Der Weg führt am Taepung-Ausbildungslager vorbei, einer ehemaligen Militäranlage, und im hinteren Teil reihen sich Steinschlag-Warnschilder und markante, mit Namen versehene Felsformationen wie der Jeongin-Fels aneinander. Für alle, die gern historische Spuren und eigenwillige Felslandschaften in einer Tour verbinden möchten, ist das ein reizvoller Kurs — im Steinschlag-Bereich sollte man allerdings genau schauen, wohin man tritt.
Kurs 6 — Biryong-Bildungszentrum-Eingang → Gipfel
Route: 4. Großparkplatz → Biryong-Bildungszentrum-Eingang → Gefallenendenkmal → Seolmari → Hubschrauberlandeplatz 6-2 → Rastplatz → Sitzbank → Abzweigung 10 → Abzweigung 12 → Abzweigung 13 → Abzweigung 14 → Abzweigung 16 → Abzweigung 17 → Abzweigung 18 → Abzweigung 19
Anfahrt zum Einstieg: Der 4. Großparkplatz liegt in der Nähe des Einstiegs und bietet reichlich Parkplätze. Seolmari gilt unter den Einstiegen zum Gamak-san als vergleichsweise bekannt, und man soll dort auch mit dem Bus hinkommen. Genaue Linien und Fahrpläne sollte man sich aber vor dem Besuch selbst noch einmal bestätigen lassen.
Merkmale/Empfehlung: Dieser Weg führt am Gefallenendenkmal in Seolmari vorbei – einem Gebiet, das als Schauplatz erbitterter Kämpfe im Koreakrieg bekannt ist – und zählt zu den meistbegangenen Routen auf den Gamak-san überhaupt. Unterwegs gibt es reichlich Gelegenheit zum Ausruhen, etwa am Hubschrauberlandeplatz, am Rastplatz oder auf den Sitzbänken. Empfehlenswert für alle, die zum ersten Mal auf den Gamak-san wollen, oder für jene, die beim Wandern auch ein Stück Geschichte spüren möchten.
Kurs 7 — Yullim-Seonwon-Tempel → Aussichtspunkt
Wegpunkte: (keine Daten zu Wegweiser-Punkten vorhanden)
Anfahrt zum Einstieg: Der Einstieg beim Yullim-Seonwon-Tempel liegt offenbar in der Nähe des Tempels selbst, doch genaue Angaben zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Parkmöglichkeiten sind rar. Am besten prüft man vorab in einer Karten-App die tatsächliche Anfahrtsroute.
Charakter & Zielgruppe: Dieser Kurs führt nicht zum Gipfel, sondern zu einem Aussichtspunkt, und mit 439 Höhenmetern im Gesamtanstieg ist er einer der sanftesten unter den Gipfel-Touren. Er eignet sich für alle, die vom Tempel aus gemütlich losgehen und einfach die Aussicht genießen möchten, ohne sich den harten Anstieg bis zum Gipfel anzutun.
Schwierigkeit, Untergrund, Vorsicht
Laut den Wanderweg-Daten der Region ist der höchste erfasste Schwierigkeitsgrad “leicht”, separate Untergrundangaben je Streckenabschnitt gibt es nicht. Zwar sind für Gefahrenstellen oder Aussichtspunkte offiziell null POI-Einträge verzeichnet, doch die tatsächlichen Vermessungsdaten der Strecken zeigen an mehreren Stellen benannte Felsformationen und Aussichtspunkte – darunter ein Warnschild für Steinschlag, den Jeongin-Fels, das Felsentor sowie diverse Aussichtspunkte und -plattformen. Die geländetechnischen Besonderheiten des Wanderwegs selbst lassen sich damit eindeutig belegen. Besonders der Abschnitt mit Steinschlagwarnung und Jeongin-Fels auf Route 5 sowie das Felsentor auf Route 1 zeigen exemplarisch den felsigen Gratcharakter im Gipfelbereich. Bei Regen können die Felsabschnitte rutschig werden, hier ist also Vorsicht geboten, und im Winter kann sich an schattigen Gratstellen Eis bilden, sodass eine Begehung ohne Steigeisen schwierig werden kann.
Distanz und Zeitaufwand
Der Gamaksan lässt sich problemlos als Tagestour bewältigen. Die einfache Strecke zum Gipfelbereich variiert je nach Route zwischen 5,5 km und 11,06 km, die geschätzte reine Gehzeit für eine Richtung liegt entsprechend zwischen etwa 2 Stunden 18 Minuten und 3 Stunden 39 Minuten. Für Hin- und Rückweg sollte man großzügig 4 bis 7 Stunden einplanen. In den kumulierten Daten über das gesamte Gebiet hinweg werden 407 Minuten für den Aufstieg und 287 Minuten für den Abstieg verzeichnet – das ist aber die Summe über mehrere Teilstrecken hinweg und sollte nicht als Zeitangabe für eine einzelne Route missverstanden werden. Rechnet man diesen Summenwert auf die Distanz um, ergibt sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von rund 22 Minuten pro Kilometer – ein brauchbarer Richtwert, wenn man die Zeitangaben in der obigen Routenübersicht grob einordnen möchte.
Anfahrt (Öffentliche Verkehrsmittel/Parken)
Foto: Korea Tourism Organization (경기도 파주시 적성면 감골길 48) · KOGL
Die Region um den Berg Gamaksan wird von keiner U-Bahn direkt erschlossen. Als nächstgelegene Bahnstationen gelten der Bahnhof Dongducheon an der Gyeongwon-Linie (Linie 1) oder der Bahnhof Munsan an der Gyeongui-Jungang-Linie – von dort muss man dann auf Bus oder Taxi umsteigen. Für die einzelnen Zugänge gibt es tatsächlich registrierte Bushaltestellen wie „Josoang-Gedenkhalle-Eingang” oder „Sanmeoru-Bauernhof”, sodass sich die Anreise leichter planen lässt, wenn man die Routensuche auf diese Haltestellen ausrichtet. Da sich Linienführung und Taktung je nach Region aber häufig ändern können, sollte man die aktuellen Verbindungen unbedingt in Echtzeit über KakaoMap oder Naver Map prüfen. In den Geodaten zu den Wanderwegen ist zwar kein offiziell registrierter Parkplatz verzeichnet, doch entlang der Routenabschnitte gibt es tatsächlich kleinere, dorfeigene Parkflächen – etwa den Dorfparkplatz, den Parkplatz bei der Josoang-Gedenkhalle, den Parkplatz im Sanmeoru-Dorf oder den „4. Großparkplatz”. Wer mit dem eigenen Auto anreist, sollte trotzdem sicherheitshalber vorab in einer Karten-App nachsehen, wo genau sich der Parkplatz am gewünschten Ausgangspunkt befindet.
Saison, Wetter & Ausrüstung
Foto: Korea Tourism Organization (경기도 파주시 적성면 윗배우니길 441-25) · KOGL
Der Gamaksan gilt als Berg, den man im Frühling (April bis Mai, mit frischem Grün und Azaleen) und im Herbst (Oktober bis November, mit buntem Laub) am angenehmsten begehen kann. Im Sommer sorgt der Schatten des Waldes zwar dafür, dass das Wandern an sich nicht unangenehm ist, trotzdem sollte man sich auf drückende Hitze und örtliche Schauer einstellen, und im Winter ist auf vereiste Kammabschnitte und kräftigen Wind zu achten. Als unverzichtbare Ausrüstung empfehle ich knöchelstützende Wanderschuhe, ausreichend Trinkwasser (am Gipfel gibt es keine Wasserstelle, man bekommt dort also praktisch nichts nachgefüllt, weshalb man lieber zu viel als zu wenig mitnehmen sollte) sowie eine wind- und wasserdichte Außenjacke. Im Winter sind Grödel und Gamaschen besonders wichtig, und wer eine längere Route plant, sollte auch an Wanderstöcke denken – sie schonen spürbar die Kräfte.
Tipps für ausländische Reisende
Die romanisierte Schreibweise des Gamaksan lautet Gamaksan, die wichtigsten Gipfel lassen sich als Imkkeokjeongbong, Janggunbong und Kkachibong wiedergeben. Man kann den Berg üblicherweise frei besteigen, ohne Eintritt zu zahlen oder vorab eine Genehmigung einzuholen. Laut den Wanderweg-Daten sind keine Trinkwasserstellen verzeichnet, weshalb es in der Nähe des Gipfels schwierig ist, an Wasser zu kommen – man sollte also schon vor dem Start genug Wasser mitnehmen. Toiletten gibt es auf einigen Teilstrecken (etwa die öffentliche Toilette am Wegpunkt der Route vom Wandereingang zum Imkkeokjeongbong), aber nicht an jedem Ausgangspunkt. Am sichersten ist es daher, schon am Dorfeingang vor dem Losgehen eine Toilette aufzusuchen. Als Karten-App empfehle ich unbedingt KakaoMap oder Naver Map statt Google Maps – beide zeigen die tatsächlichen Wanderwege und ÖPNV-Informationen in Korea deutlich zuverlässiger an. Aus Sicherheitsgründen sollte man auf den Felsabschnitten des Gipfelkamms und an Stellen mit Steinschlaggefahr nichts überstürzen, bei Regen oder Vereisung eine alternative Route in Erwägung ziehen und in der dunkleren Jahreszeit die Startzeit so großzügig planen, dass der Abstieg vor Sonnenuntergang abgeschlossen ist.
Andere Berge in der Umgebung
- Der Granit-Felsgrat, der über Seoul aufragt – der Dobongsan — Luftlinie ca. 27 km
- Weite Aussicht über die granitenen Bergkämme direkt vor der Stadt – der Bukhansan in Seoul — Luftlinie ca. 33 km
- Der zackige Palbong-Grat und der Felsgipfel Yeonjudae – der Gwanaksan in Seoul — Luftlinie ca. 55 km
📍 Gamaksan bei Paju: Erdberg mit Felsgrat und freiem Blick auf den Imjin-FlussStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
Kommentare