Unaksan in Pocheon, Gyeonggi: Felsgrat mit Nunsseop-bawi und Byeongpung-bawi
Wandern · Veröffentlicht 24.7.2026 ·
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Auf einen Blick
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Erreichbarkeit (ÖPNV/Parken) | ★★☆☆☆ |
| Streckenschwierigkeit | ★★★☆☆ |
| Wasser/Quellen auf der Strecke | ★☆☆☆☆ |
| Übernachtung nötig? | ★☆☆☆☆ (Tagestour reicht) |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Frühling | ★★★☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Sommer | ★★★★☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Herbst | ★★☆☆☆ |
| Schwierigkeit nach Jahreszeit – Winter | ★★★★★ |
※ Quelle: Geodaten der Forstverwaltung (Korea Forest Service) zu Wanderwegen · Angaben zu Erreichbarkeit und Jahreszeiten sind Richtwerte
Überblick
Der Unaksan (雲岳山) erhebt sich an der Grenze zwischen Hwahyeon-myeon in der Stadt Pocheon und Hamyeon im Kreis Gapyeong, Provinz Gyeonggi. Je nach Quelle wird die Gipfelhöhe mit rund 935 m angegeben, laut GPX-Messung liegt der höchste Punkt aber tatsächlich bei 948 m. Seit alters her zählt er zusammen mit Hwaaksan, Gwanaksan, Gamaksan und Songaksan zu den „Fünf Bergen Gyeonggis” (Gyeonggi Ohak), und wegen seiner schroffen Felsgrate und bizarren Felsformationen trägt er auch den Beinamen „Sogeumgang von Gyeonggi” – quasi das kleine Geumgangsan der Provinz. Insgesamt gibt es hier viele kurze, aber steile Felsgratabschnitte, die Kondition und Konzentration verlangen. Da sich die meisten Routen jedoch problemlos an einem Tag hin und zurück oder als Durchquerung bewältigen lassen, eignet sich der Berg gut für eine Tageswanderung.
Bergform und Gelände
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hwadong-ro 184beon-gil 39, Hwahyeon-myeon, Pocheon-si, Gyeonggi-do) · KOGL
Der Unaksan ist eher ein Felsberg, bei dem das Gestein die Landschaft prägt, als ein sanfter Erdberg. Statt eines einzelnen, abgerundeten Gipfels zieht sich hier ein ganzer Zug aus Felsgipfeln entlang des Grats – Seobong, Dongbong (der Hauptgipfel) und Birobong sind nur die bekanntesten Namen. Allein die in den offiziellen Geodaten verzeichneten Hauptgipfel sind zahlreich: Unaksan-Seobong (962 m), Dongbong (934 m), Unaksan-Birobong (937,5 m, auch als 929 m geführt), Seobong (918 m), Agibong (769 m), Achisan (513 m) und Wontongsan (590 m). Das Highlight einer Wanderung auf dem Unaksan ist der Felsgrat zwischen dem Gipfelbereich um den Dongbong und dem Seobong, an dem sich Felsen mit klingenden Namen wie Nunsseop-bawi (Augenbrauenfelsen), Byeongpung-bawi (Wandschirmfelsen) und Seon-bawi (Stehender Fels) aneinanderreihen. An der Südflanke liegt der Tempel Hyeondeungsa, der der Überlieferung nach noch aus der Silla-Zeit stammt – ein Zusammenspiel aus Tal, Tempel und Felsgipfeln, das die Landschaft hier besonders prägt.
Das Gefühl beim Wandern
Der Unak-san fühlt sich gleich vom Einstieg an anspruchsvoller an, als man vielleicht erwartet – steile Treppenabschnitte und Felspassagen tauchen schon früh auf und sorgen für ein entsprechend forderndes Anfangsstück. Oben auf dem Grat öffnet sich dann der Blick nach beiden Seiten, und man sieht die Bergketten rund um Pocheon und Gapyeong vor sich ausgebreitet liegen. Besonders am Aussichtspunkt Byeongpungbawi (dem „Wandfelsen”) und in der Nähe des Seobong-Gipfels läuft man über schwindelerregende Felsgrate – ein echter Nervenkitzel. Der Talabschnitt in Richtung Hyeondeungsa ist im Sommer angenehm schattig, und das Rauschen des Wassers sorgt für ein kühleres Gefühl, während man auf dem Grat oft der prallen Sonne ausgesetzt ist – je nach Jahreszeit kann sich der Berg also ganz unterschiedlich anfühlen. Im Frühling sorgen Alpenrosen und frisches Grün, im Herbst die Laubfärbung im Zusammenspiel mit den Felsgraten dafür, dass der Berg auch als Fotospot bekannt ist. Im Winter wiederum überzieht sich das Felsgestein häufig mit einer dünnen Eisschicht, was der ganzen Wanderung eine deutlich ernstere Note verleiht.
Wichtige Routen (nach Ausgangspunkt)
Foto: Fotogalerie der Koreanischen Tourismusorganisation (Gyeonggi-do, Gapyeong-gun, Jongchon-myeon, Ungakcheonggye-ro 333beon-gil 55-19) · Public Nuri
| Route (Ausgangspunkt → Gipfel) | Distanz | Höhenunterschied | Geschätzte Dauer (einfach) | Schwierigkeit | Beliebtheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Nochae-Pass → Unaksan Seobong (Westgipfel) | 10,08 km | ↕681 m | ca. 3 Std. 39 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Hyeondeungsa-Eingang → Byeongpungbawi-Aussichtspunkt | 6,24 km | ↕742 m | ca. 2 Std. 48 Min. | ★★★★★ | ★★★★★ |
| Wanderweg-Eingang → Aegibong | 6,62 km | ↕687 m | ca. 2 Std. 48 Min. | ★★★★☆ | ★★★★☆ |
| Achisan → Gipfel | 8,28 km | ↕638 m | ca. 3 Std. 8 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
| Ausgangspunkt → Agibong | 10,41 km | ↕658 m | ca. 3 Std. 42 Min. | ★★★★★ | ★★☆☆☆ |
※ Quelle: GPX-Daten der 100 bekanntesten Berge des Koreanischen Zentrums für Bergsteigen und Trekking (Distanz, Höhenunterschied, Dauer, Schwierigkeit) · Beliebtheit als Richtwert
Die innerhalb der zuständigen Verwaltungseinheit registrierten Wanderweg-Abschnitte sind unten aufgeführt. Dabei handelt es sich nicht um einzelne Routen, sondern um die Gesamtlänge, die auf Ebene der Verwaltungsbezirke erfasst wird.
| Abschnitt (nach Verwaltungsbezirk) | Distanz | Schwierigkeit | Wegbelag |
|---|---|---|---|
| (kein Abschnittsname) | 11,76 km | leicht | - |
| Abschnitt Sinsang-ri | 0,66 km | mittel | - |
| Abschnitt Hapan-ri | 0,47 km | leicht | - |
Route 1 — Nochae-Pass → Unaksan Seobong (Westgipfel)
Wegpunkte: Nochae-Pass → Rastplatz → Wontongsan → Wildschweinspuren → Vorsicht rutschig → Weggabelung → umgestürzter Baum → Hanbukjeongmaek-Markierung → Naturrastplatz → Felswand → toter Baum mit Kiefer → Seonbawi (Steinsäule) → Chrysanthemen → Unaksan Seobong → Kammblick
Anfahrt zum Einstieg: Der Nochae-Pass ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ganz einfach zu erreichen – meist fährt man mit einem Stadtbus Richtung Pocheon oder Gapyeong bis in die Nähe und legt den Rest zu Fuß zurück. Einen größeren Parkplatz gibt es meines Wissens nicht, man wird also wohl eher auf den Straßenrand oder eine freie Fläche in der Nähe ausweichen müssen.
Charakter & Empfehlung: Diese Route über den Wontongsan zum Westgipfel ist von den fünf Routen die längste und bietet reichlich Kammweg – ideal für alle, die statt eines kurzen, knackigen Felsgrats lieber eine Durchquerung mit wechselndem Tempo mögen. Da unterwegs tatsächlich Wildschweinspuren und rutschige Stellen als reale Wegpunkte auftauchen, würde ich die Route eher Wanderern mit etwas Bergerfahrung empfehlen.
Route 2 — Hyeondeungsa-Eingang → Byeongpungbawi-Aussichtspunkt
Wegpunkte: Unaksan Hapan-ri → öffentliche Toiletten → Hyeondeungsa-Eingang → Gabelung → Yugyeong Naengmyeon → Touristeninfo Hyeondeungsa → einfache Toiletten → Nunsseopbawi (Augenbrauen-Fels) → Rastplatz beim Wegweiser → Byeongpungbawi-Aussichtspunkt → Unaksan Birobong (937,5 m) → Rastplatz unterhalb des Gipfels → Quelle bei Hyeondeungsa → Toiletten Hyeondeungsa → einfache Toiletten Hyeondeungsa
Anfahrt zum Einstieg: Der Hyeondeungsa-Eingang, der im Abschnitt Hapan-ri liegt, ist von allen Unaksan-Routen mit öffentlichen Verkehrsmitteln am besten zu erreichen. Busse Richtung Pocheon oder Gapyeong halten an einer Station in der Nähe des Hyeondeungsa-Eingangs, von wo man zu Fuß über den Zugangsweg zum Tempel weitergeht. In der Nähe der Touristeninfo von Hyeondeungsa soll es außerdem Parkmöglichkeiten geben.
Charakter & Empfehlung: Toiletten und Trinkwasserstellen sind an mehreren Punkten der Strecke verzeichnet (öffentliche Toiletten, einfache Toiletten, Quelle und Toiletten bei Hyeondeungsa) – damit ist dies von den fünf Routen die mit der dichtesten Infrastruktur. Vorbei an Nunsseopbawi und dem Byeongpungbawi-Aussichtspunkt lässt sich die für den Unaksan typische Felsgrat-Aussicht auf kurzer Strecke (6,24 km) geballt erleben, weshalb sich die Route besonders für Erstbesucher des Unaksan oder für Wanderungen mit Fotoschwerpunkt eignet. Allerdings ist der Höhenunterschied (742 m) im Verhältnis zur Distanz der größte unter allen fünf Routen – der Anstieg kann also schon von Anfang an ziemlich steil wirken.
Kurs 3 — Wandereingang → Aegibong
Über: Bushaltestelle Unaksan-Hyugeso → Unaksan-Campingplatz → Unaksan-Parkplatz → Unaksan-Rasthaus → Wanderwegtafel → öffentliche Mustertoilette → Wandereingang → Café- und Restaurantbereich → Wegegabelung → Unaksan-Erholungswald → Café → Nationaler Standortpunkt → Toilettenhäuschen → Tempel Unaksa → Felsgratabschnitt
Zugang zum Ausgangspunkt: Der Name verrät es schon – die Bushaltestelle “Unaksan-Hyugeso” liegt direkt auf der Route, sodass man von dort aus unmittelbar loslaufen kann. Auch der Unaksan-Parkplatz ist als Wegpunkt ausgewiesen, weshalb dieser Einstieg auch für Autofahrer zu den bequemsten zählt.
Charakter und Zielgruppe: Da man erst an Rasthaus, Campingplatz und Restaurants vorbeikommt, bevor der eigentliche Wanderweg beginnt, geht der Anfangsabschnitt fließend von der kommerziellen Infrastruktur in die Natur über – und mit der öffentlichen Mustertoilette sowie dem Toilettenhäuschen ist auch für die sanitäre Grundausstattung gut gesorgt. Von den fünf Kursen ist dies der einzige mit dem Schwierigkeitsgrad ★★★★☆, also vergleichsweise moderat, was ihn für Familien und Unaksan-Einsteiger empfehlenswert macht. Im späteren Felsgratabschnitt wird es allerdings, wie bei den anderen Kursen auch, streckenweise Kraxelei mit Handeinsatz geben.
Kurs 4 — Achisan → Gipfel
Wegpunkte: Achisan → Parken am Straßenrand → Abzweigung → Erdrutsch-Gefahrenzone → Baldriangewächs → Punkt, an dem der Hanbuk-Höhenzug erreicht wird → Lauch-Wildkraut → Aussicht auf den Suwonsan → Aussicht auf den Ungaksan → Melampyrum-Blüten → Baumstammsteg → Aussicht auf den Agibong → Gefahrenzone → Aussicht auf Gwimokbong, Yeoninsan und Myeongjisan → Aussicht auf den Kalbongsan-Kamm
Zustieg zum Einstieg: Für die Richtung Achisan (513 m) gibt es keinen eigenen großen Parkplatz — laut Streckendaten ist „Parken am Straßenrand” der reale Ausgangspunkt, sprich: man stellt den Wagen irgendwo am Straßenrand ab und startet von dort. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte vorher checken, wie man von der nächstgelegenen Bushaltestelle zu Fuß dorthin kommt.
Charakter & für wen geeignet: Auf dieser Strecke sind gleich zwei Punkte als „Erdrutsch-Gefahrenzone” bzw. „Gefahrenzone” ausgewiesen — direkt nach Regen oder in der Frostperiode ist hier also besondere Vorsicht angesagt. Dafür reihen sich die Aussichtspunkte auf Gwimokbong, Yeoninsan, Myeongjisan und den Kalbongsan-Kamm sowie auf Suwonsan und Ungaksan dicht aneinander — ein Kurs, der Wanderern, die Freude an Kammblicken haben, richtig etwas bietet. Auch Wildblumen (Baldriangewächs, Lauch-Wildkraut, Melampyrum) sind als Wegpunkte vermerkt, sodass sich hier auch ein Spaziergang mit Blick auf die saisonale Blütenpracht lohnt.
Kurs 5 — Einstieg → Agibong
Wegpunkte: Sinsang-Brücke → Unak-Berg → Munhwa-Garten → Kkotboda → Parkmöglichkeit → Abzweigung → Parkplatz (unbefestigt) → Parkfläche → Einstieg → Parkfläche (unbefestigt) → Fels und Kiefer → Naturrastplatz → Aussicht auf den Baekho-Grat → Dolmenfelsen → zurückgelegter Weg
Zugang zum Einstieg: Dieser Kurs, der zum Abschnitt Sinsang-ri gehört, startet an der Sinsang-Brücke. Dass Wegpunkte wie “Parkmöglichkeit”, “Parkplatz (unbefestigt)” und “Parkfläche” gleich mehrfach auftauchen, spricht dafür, dass man diesen Einstieg recht bequem mit dem eigenen Auto erreicht. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte vorher checken, wie weit es von der nächsten Haltestelle zu Fuß bis zur Sinsang-Brücke ist.
Charakter & Zielgruppe: Mit 10,41 km ist das der längste der fünf Kurse – er führt an der Aussicht auf den Baekho-Grat und markanten Formationen wie dem Dolmenfelsen vorbei hinauf zum Agibong (769 m). Der reine Höhenunterschied liegt mit 658 m im Mittelfeld der fünf Kurse, aber durch die Länge sollte man sich die Kräfte gut einteilen – ideal für alle, die sich für die Tour einen ganzen Tag Zeit nehmen können.
Schwierigkeit, Untergrund, Vorsicht
Foto: Galerie der Korea Tourism Organization (Gyeonggi-do, Pocheon-si, Hwahyeon-myeon, Bonghwa-ro 201-65) · Gongnuri
Laut den Geodaten der Wanderwege in der Gemeinde ist der Unaksan mit höchstens „mittlerer” Schwierigkeit eingestuft. Die fünf per GPX vermessenen Gipfelrouten liegen jedoch fast durchweg bei ★★★★☆ oder höher – der Anstieg dürfte sich in der Praxis also deutlich anspruchsvoller anfühlen, als es die offizielle Einstufung vermuten lässt. Detaillierte Angaben zum Untergrund je Route gibt es nicht gesondert, doch schon an den Namen der vermessenen Wegpunkte – Seobong, Byeongpungbawi (Wandfels) und Nunsseopbawi (Augenbrauenfels) – zeigt sich, dass Felsgrate das prägende Gelände dieser Tour sind. Besonders auf Route 4 (Achisan → Gipfel) sind zwei Gefahrenstellen verzeichnet, eine „Erdrutschgefahrenzone” und ein „Gefahrenbereich” – womit sich beide für den Unaksan insgesamt registrierten Gefahrenpunkte (je ein Gefahrenhinweis und eine Gefahrenwarnung) offenbar genau in diesem Abschnitt bündeln. Direkt nach Regen werden die Felsen rutschig, und im Winter bildet sich auf den schattigen Graten häufig Eis – auf diesem Streckenabschnitt sollte man also besonders das Tempo drosseln und konsequent auf Dreipunktkontakt achten. Eigene Aussichtspunkte sind zwar nicht extra verzeichnet, doch an den vermessenen Wegpunkten finden sich etliche schöne Ausblicke: die Aussichtsplattform am Byeongpungbawi, Blicke entlang des Grats sowie Ausblicke auf den Suwonsan und den Unaksan selbst.
Entfernung und Gehzeit
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (Hwahyeon-myeon, Hwadong-ro 548-47, Pocheon-si, Provinz Gyeonggi) · Public Nuri
Die Wanderwege rund um den Unaksan kommen zusammengenommen auf eine Gesamtlänge von 12,89 km – das ist die Summe mehrerer Teilstrecken. Auch die Angaben von 258 Minuten für den Aufstieg und 180 Minuten für den Abstieg beziehen sich auf diese kumulierte Streckensumme über das gesamte Gebiet, nicht auf eine einzelne Route. Rechnet man diesen Wert auf die Strecke um, ergibt sich ein durchschnittliches Aufstiegstempo von etwa 20 Minuten pro Kilometer – deutlich langsamer als ein Spaziergang auf ebenem Gelände, was gut zeigt, wie sehr die Felsgrate und Steilpassagen den Unaksan prägen.
Die tatsächliche einfache Gehzeit auf den gängigen Routen schwankt laut GPX-Aufzeichnungen erheblich: von rund 2 Stunden 48 Minuten (bei den Routen ab Hyeondeungsa-Eingang bzw. Wanderwegeingang) bis zu 3 Stunden 42 Minuten (vom Ausgangspunkt bis zum Agibong). Für Hin- und Rückweg sollte man in der Regel mit etwa 5 bis 7 Stunden rechnen. Da es im Gebiet offenbar keine registrierten Schutzhütten gibt, lassen sich alle fünf Routen problemlos als Tagestour mit Rückweg bewältigen – eine Übernachtung ist nur nötig, wenn man den Berg komplett durchquert, ansonsten nicht.
Anfahrt (öffentliche Verkehrsmittel · Parken)
Foto: Bildergalerie der Korea Tourism Organization (Bonghwa-ro 515, Hwahyeon-myeon, Pocheon-si, Gyeonggi-do) · Public Nuri
Der Unaksan liegt an der Grenze zwischen Pocheon-si und Gyeongan-gun in der Provinz Gyeonggi, weshalb man ihn von Seoul aus mit dem eigenen Auto vergleichsweise bequemer erreicht als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer trotzdem mit Bus und Bahn anreisen möchte, nimmt am besten vom Dong-Seoul-Busbahnhof oder von Cheongnyangni aus einen Überland- bzw. Stadtbus Richtung Pocheon oder Gapyeong und steigt an einer der Haltestellen Unaksan-ipgu, Unaksan.Hyeondeungsa-ipgu, Pocheon.Unaksan-ipgu oder Daewonsa aus, von wo aus man dann zu Fuß zum Ausgangspunkt der Wanderung weitergeht. Die Haltestelle „Unaksan.Hyeondeungsa-ipgu” ist dabei besonders praktisch, da sie direkt an Route 2 (vom Hyeondeungsa-Eingang zum Byeongpungbawi-Aussichtspunkt) anschließt. Einen offiziell ausgewiesenen Parkplatz im Gebiet konnte ich nicht ausfindig machen – man wird also vermutlich auf einen der kleineren, privat betriebenen Parkplätze in der Nähe des Hyeondeungsa-Tempels oder der Unaksan-Raststätte zurückgreifen müssen. Für genaue Busfahrpläne, Umstiegsverbindungen und aktuelle Verkehrslage empfiehlt es sich, in KakaoMap oder Naver Map nach „Unaksan” oder dem jeweiligen Haltestellennamen zu suchen. Reisenden aus dem Ausland sei gesagt: Google Maps liefert für öffentliche Verkehrsmittel und Wanderwege in Korea oft ungenaue Angaben – hier lohnt es sich definitiv, auf eine der beiden genannten Apps zurückzugreifen.
Saison, Wetter und Ausrüstung
사진: 한국관광공사 관광사진 갤러리 (경기도 가평군 조종면 운악청계로 702-24) · 공공누리
Die unkomplizierteste Jahreszeit für eine Tour auf den Unaksan ist der Herbst – mit buntem Laub und angenehm kühlen Temperaturen lässt sich der felsige Kammweg dann am entspanntesten begehen. Im Frühling, wenn die Azaleen in voller Blüte stehen, zieht es entsprechend viele Besucher auf den Berg, und wegen der trockenen Witterung sollte man an die erhöhte Waldbrandgefahr denken. Im Sommer machen Hitze und Luftfeuchtigkeit zu schaffen, und plötzliche Schauer können die Felsabschnitte rutschig werden lassen – da lohnt es sich, Regenjacke und Wechselkleidung einzupacken. Im Winter wiederum vereisen die schattigen Kammabschnitte und Felspassagen häufig, wodurch sich der Schwierigkeitsgrad auf allen fünf Routen deutlich erhöht. Grödel bzw. Steigeisen, Gamaschen und warme Handschuhe werden dann praktisch zur Pflichtausrüstung. Unabhängig von der Jahreszeit empfiehlt es sich, grundsätzlich Wanderschuhe mit gutem Grip für die Felsabschnitte, Trekkingstöcke, ausreichend Trinkwasser (da es im Gebiet keine offiziellen Trinkwasserstellen gibt, sollte man selbst vorsorgen), Handschuhe und eine Stirnlampe (für den Fall eines verspäteten Abstiegs) mitzunehmen.
Tipps für ausländische Reisende
Foto: Fotogalerie der Korea Tourism Organization (35 Dalindong-ro, Hwahyeon-myeon, Pocheon-si, Gyeonggi-do) · KOGL
Unak-san (Unaksan) wird auf Englisch als “Mount Unak” oder “Unaksan” geführt, und den Gipfelbereich findet man in Kartenapps unter “Unaksan Peak” oder “Dongbong (동봉)”. Einer der wichtigsten Einstiegspunkte, der Zugang zum Hyeondeungsa-Tempel, lässt sich unter “Hyeondeungsa Temple entrance” suchen. Da es sich nicht um einen Nationalpark, sondern um einen Wanderweg unter Verwaltung der Forstbehörde handelt, braucht man weder eine Betretungsgenehmigung noch fällt ein Eintritt an – wer allerdings durch das Tempelgelände von Hyeondeungsa geht, sollte sich entsprechend rücksichtsvoll verhalten. Toiletten gibt es vor allem entlang Kurs 2 (Richtung Hyeondeungsa) in Form von öffentlichen WCs, einfachen Anlagen und Tempeltoiletten, auf dem restlichen Kammweg gibt es dagegen keine brauchbaren Toiletten – am besten nutzt man also die Möglichkeiten am Einstieg, bevor man losgeht. Trinkwasserstellen sind im Gebiet nicht offiziell erfasst (0 registrierte Brunnen), man sollte also unbedingt genug Wasser vor der Tour mitnehmen. In der Nähe von Hyeondeungsa ist zwar eine Quelle auf der vermessenen Route eingezeichnet, ob sie tatsächlich durchgängig nutzbar ist, sollte man aber besser vor Ort prüfen. Wie schon erwähnt, sind KakaoMap oder Naver Map als Kartenapps deutlich zuverlässiger als Google Maps – auch für die Live-Standortbestimmung auf dem Wanderweg leisten sie gute Dienste. Da es viele Abschnitte mit Felsgrat gibt, sollte man bei Regen oder Vereisung die Tour lieber verschieben oder zumindest unbedingt mit Grödeln o. Ä. ausgerüstet sein, und an den beiden als gefährlich markierten Stellen (in der Nähe von Kurs 4) sind die Warnhinweise auf den Schildern unbedingt zu beachten. Der Handyempfang ist auf den meisten Kammabschnitten gut, aber da es sich eben nicht um einen Nationalpark handelt, empfiehlt es sich sicherheitshalber, Wanderplan und geplante Abstiegszeit vorab mit Begleitpersonen oder der Unterkunft zu teilen.
Andere Berge in der Umgebung
- Granit-Sägezahngrat mit Blick auf den Uiam-See, Samaksan bei Chuncheon — ca. 27 km Luftlinie
- Erdberg-Felsgrat mit freiem Blick auf den Imjin-Fluss, Gamaksan bei Paju — ca. 32 km Luftlinie
📍 Unaksan in Pocheon, Gyeonggi: Felsgrat mit Nunsseop-bawi und Byeongpung-bawiStandort
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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