Sapporo zu Fuß: Von Susukino bis zum Uhrturm – Reisealltag in Japan
Reisen · Veröffentlicht 3.7.2024 ·
Das Bier im Biermuseum hat geschmeckt … draußen nieselte es vor sich hin … also beschlossen wir, zur Unterkunft aufzubrechen.

Da ich mir für diese Reise vorgenommen hatte, möglichst alles zu Fuß zu erledigen, sind wir die drei, vier Kilometer einfach gelaufen … Es gab ja ohnehin nichts, wofür wir hätten schneller ankommen müssen. Beim Gehen habe ich versucht, einen Blick auf den Alltag in Japan und in Sapporo auf Hokkaido zu erhaschen. Das hier sah nach einem Stellplatz für Fahrräder oder Zweiräder aus. Es standen auch Motorräder herum … Unter den Pilotis der Gebäude, an einer regengeschützten Stelle, hatte man Platz freigeräumt, und genau dort – mit funktionierender Überwachungskamera – befand sich ein Fahrradparkplatz. Manche Räder waren angeschlossen, andere standen einfach so da, während ihre Besitzer etwas zu erledigen hatten. Bei uns sind Fahrradparkplätze eher so gebaut, dass sie das Stehlen physisch erschweren, aber in Japan fand ich es bemerkenswert, dass die Räder an einem regengeschützten Ort standen, damit sie nicht nass werden und rosten. Ein echter Parkplatz – und zwar für Fahrräder.

Die meisten sind abgeschlossen. Und die Kamera hat ein wachsames Auge drauf!

Die sogenannten „Erdnuss-Häuser”, die bei uns eine Zeit lang in Mode waren … In Japan sehe ich jetzt das Original. Davor liegt ein großzügiger Parkplatz, und die Häuser sind in scheinbar identischer Bauweise hochgezogen. Allerdings teilen sie sich keine gemeinsame Wand. Sie wirken frei von Trittschall- und Wandschallproblemen, und obwohl sie in dieser Top-Lage nahe am Bahnhof Sapporo recht klein aussehen, dürften sie ordentlich teuer sein. Auf der Fläche lassen sich gut zwei Autos parken.

Insgesamt sind die Straßen recht sauber. Eine japanische Nebenstraße mit Linksverkehr …

In Japan durfte man laut Verkehrsregeln nach eigenem Ermessen abbiegen, selbst wenn Fußgänger am Zebrastreifen standen. Auch bei uns war es früher mal so, dass man abbiegen durfte, solange es nur keinen Unfall gab, selbst wenn gerade Leute über die Straße gingen … Inzwischen wurde das, soweit ich weiß, natürlich geändert. Das Erstaunliche ist aber: Der Mensch hat hier ausnahmslos Vorrang. Als ich noch weit von einer Ein- und Ausfahrt entfernt war, hielt seltsamerweise ein Auto an – ich habe mehrmals hingeschaut, und tatsächlich fuhr das Fahrzeug erst los, als es den Fußgängern überhaupt nicht mehr im Weg war. Das unterscheidet sich doch spürbar von der Mentalität bei uns, und als Fußgänger auf Reisen hat mir das ein Gefühl von Sicherheit gegeben.

Der Uhrturm von Sapporo … ein altes Uhrengebäude … ein berühmtes Uhrengebäude … Ich selbst bin allerdings nicht hineingegangen.

Es ist schon nach 17 Uhr. Ich laufe weiter Richtung Susukino, auf der Suche nach der Airbnb-Unterkunft …

Susukino, das größte Vergnügungsviertel von Sapporo …

Exotische Plakate …

Eine Einkaufsstraße … Diese Straße bin ich später noch mehrmals hin und her gelaufen. Um Zutaten fürs Abendessen zu kaufen … morgens, um loszuziehen … um den Bus zu nehmen …

Rauchen ist erlaubt … und zwar drinnen … Das ist ein Unterschied zu uns. In vielen Restaurants wurde drinnen geraucht, einfach so nach dem Essen. Und das Personal hat sich nicht weiter daran gestört … In den Gebäuden, die direkt mit dem Daimaru-Kaufhaus in Sapporo verbunden sind, war das Rauchen verboten, aber in den Restaurants in den Untergeschossen der ganzen kleineren Gebäude wurde meistens geraucht.

Der Ort, den ich zuerst über die Airbnb-Adresse angesteuert habe … war einfach eine Bushaltestelle, und letztlich … war es eben nicht hier.

Das Gebäude neben der Adresse … einfach ein Geschäftshaus mit einer Bar … jedenfalls nicht hier, aber der Airbnb-Gastgeber schickte mir immer wieder dieselbe Adresse.

So oft ich die Adresse auch durchsuchte – mitten in Susukino …

Dann kam mir plötzlich der Gedanke, die Adresse ein wenig abzuwandeln, und schon tauchte ein ganz anderer Ort auf. Als ich noch einmal nachfragte, hieß es, ja, hier sei es richtig … Ich war ein bisschen verstimmt, aber so etwas? Deswegen lasse ich mir doch nicht die Reise verderben, also hake ich es einfach ab. Wir haben zwar rund eine Stunde verloren, aber das ist halb so wild.

Die Inspektion gibt es auch auf Koreanisch …

Im Erdgeschoss gab es eine Lobby, zugeteilt wurde uns – ich glaube – der neunte Stock. Es war ein Zweibettzimmer, und es kam niemand Fremdes mehr dazu. Die Matratze war eher hart … Gemeinschaftsdusche … Gemeinschafts-WC. Da ich günstig gebucht hatte – etwa 38.000 Won pro Nacht für zwei Nächte –, fand ich das Preis-Leistungs-Verhältnis für mich sehr gut. Mit Familie müsste man bei der Unterkunft deutlich mehr Aufwand betreiben, aber da ich mit einem Freund unterwegs war, habe ich bei der Übernachtung ordentlich gespart.

So ist das aufgebaut.
Die Sauberkeit war angenehm, mit Gerüchen gab es keine Probleme. Das gesamte Gebäude war ein Nichtraucherhaus, draußen vor dem Gebäude durfte man rauchen.
Die Adressangabe war zwar ein ziemliches Chaos, aber wir haben gut hingefunden, das Gepäck abgestellt und uns dann aufgemacht, um Essen? zu besorgen. Weil das Ganze etwas lang wird, schreibe ich im nächsten Teil darüber, wie es in den Supermärkten ist, in die die Einheimischen in Sapporo auf Hokkaido gehen.
Vielen Dank.
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