Letzter Tag in Hokkaido: JR-Ausfall und Rennen zum Flughafen
Reisen · Veröffentlicht 19.7.2024 ·

Das letzte Abendessen in Japan…

Sushi + Mentaiko = der Himmel

Am nächsten Morgen gab’s was vom Kombini – schnell hingeklatscht? Nein, eigentlich richtig lecker. Von links: Omurice, dann Salat (man hat extra nachgefragt, ob das ohne Dressing für mich okay sei), Sandwich, Banane und so weiter…

Die ewige Süß-salzig-Schleife… und ein bisschen was gegen den Ballaststoffmangel obendrauf…

Sandwich…

FamilyMart… oder Hwemily-Mart…?

Wir wollten ein paar Souvenirs kaufen und sind im Don Quijote gelandet – fangen wir mal bei den Süßigkeiten an…

Allerlei Gummibärchen und Co… Ich habe ordentlich zugegriffen.

Das Souvenir-Angebot war eher mittelmäßig… Nächstes Mal gehe ich woanders hin.

Und dann das Mittagessen… das sollte mal so richtig landestypisch sein. Wir sind Ramen essen gegangen, aber… salzig… und mit diesem Geruch… An die hiesige Küche habe ich mich offenbar noch nicht so recht gewöhnt, haha. Es fiel mir schwer, das zu essen. Der etwas feinere Geschmack à la Ippudo war ja noch in Ordnung… aber egal… Echtes japanisches Ramen riecht eben ein bisschen streng und ist ziemlich salzig.

Am Bahnhof Otaru… habe ich Tickets bis zum Flughafen New Chitose gelöst… und weil wir noch Zeit übrig hatten?? haben wir eine kleine Tour rund um den Bahnhof Otaru gemacht.

Ich hatte irgendwie so eine Art Marktatmosphäre erwartet… aber es gab nur einen einzigen Laden… der Rest war Parkplatz… Das ist links vom Bahnhofsvorplatz von Otaru.

Wir sind einmal, zweimal um den Bahnhof Otaru herumgeschlendert…

und als wir zurückkamen… ähm?? Der Zug hat Verspätung…

Ich habe die Tickets storniert, mir das Geld zurückgeben lassen, neu gebucht… und das immer wieder, ständig hin und her – und am Ende wurde der Zugverkehr eingestellt. Praktisch alle Züge von Otaru über den Bahnhof Sapporo bis zum Flughafen New Chitose fielen aus…

Einer von uns… ist gleich zum Busbahnhof direkt vor dem Bahnhof Otaru, um nachzufragen…

Ach… Otaru… willst du mich etwa noch nicht ziehen lassen?

Grübeln… grübeln… Wenn wir heute den Flieger verpassen… gibt’s keinen Plan B…

Dass die JR mal stillsteht… puh…

Tickets noch mal gelöst…

Am Bahnsteig angekommen – aber da ist kein einziger Mensch…?

Also wieder runter und zurückerstatten lassen…

Wir haben uns für den Bus entschieden… aber die Schlange zog sich endlos, und es hieß, die Abfahrt dauere noch über eine Stunde.

Über 200 Meter Warteschlange…

Als die Dame, die die Schlange ordnete, hörte, dass wir Ausländer sind und heute noch zum Flughafen müssen, um den Flieger zu kriegen… hat sie uns vorgelassen.
So lang die Schlange auch war – mit etwas Glück saßen wir nach nur 30 Minuten im Bus,

aber das soll mal eine Autobahn sein…? Zwei Spuren… und eine davon war wegen Bauarbeiten gesperrt… Es war zum Verzweifeln frustrierend… und mit Ach und Krach erreichten wir den Bahnhof Sapporo… Da war es schon nach 15 Uhr… Am Bahnhof Sapporo wollte ich prüfen, ob die U-Bahn – die günstigste und schnellste Verbindung zurück nach New Chitose – überhaupt fährt. Auf Google Maps wurden noch zwei Störungen angezeigt… 1. Signalstörung, 2. Systemwartung.

Mitten in alldem war der Busfahrer ausgesprochen freundlich…

Bahnhof Sapporo… zum wievielten Mal eigentlich…
Falls die U-Bahn immer noch ausfällt… hatte ich mich schon mal beim japanischen Uber? oder einem ähnlichen Dienst registriert… und wen ich auch fragte, in so einem Fall sagten alle wie aus einem Mund dasselbe… bloß kein Taxi nehmen… geschätzter Fahrpreis rund 300.000 Won…

Zum Glück fährt der Zug!!

Na los… ähm, nein – OUT OF SERVICE???

Aber er fährt doch…

Doch als wir ankamen, hatte unser Flieger eine Stunde Verspätung… Der Start in Incheon hatte sich verzögert, er war zwar gelandet, aber jetzt hieß es warten – erst noch putzen und dies und das… Na ja, wir waren ja immerhin am Flughafen… also alles gut.

Wir haben uns hier und da ein bisschen umgeschaut…

und sind eingestiegen.

Der enge Economy-Sitz… Beim Buchen des Flugtickets dachte ich fälschlicherweise, ich hätte das Yeolmu-Bibimbap auf dem Hinflug von Korea nach Japan bestellt – jetzt kam es. Ein Bibimbap, das die ganze Schwere des japanischen Essens endlich gerade rücken sollte… ich hatte es total vergessen…

Die Sonne geht unter… Tschüss, Hokkaido…

Am Flughafen Incheon angekommen – eine einzige Wasserlandschaft…

Am Flughafen Incheon goss es in Strömen. Das Gate von Jin Air liegt ganz am äußersten Ende von Incheon… Man steigt aufs Rollfeld, fährt mit dem Bus und braucht eine gefühlte Ewigkeit…
Dass die JR stillstehen würde, hätte ich mir nie vorstellen können… Es gab so manches Hin und Her, aber zum Glück sind wir heil wieder zu Hause angekommen.
Das war meine erste Japanreise. Ein Trip, den wir ganz ohne große Pläne angetreten haben. Es hat Spaß gemacht. Ich würde gern wieder hinfahren. Beim nächsten Mal mit leichterem Gepäck… Wo kein Plan ist, kann auch kein Plan scheitern… also kann nichts schiefgehen… hehe.
Nach der Ankunft wollte ich zur U-Bahn, aber Express und Bummelzug fahren an unterschiedlichen Stellen ab. Also fragte ich, wo ich hinmuss, um den 22:30-Zug zu erwischen… und die Antwort des Bahnmitarbeiters war… (ohne mich auch nur anzusehen)… „Weiß ich nicht.” In diesem Moment wurde mir eindeutig klar: Ja, ich bin wieder in Korea… lol
Vielen Dank.
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