Sapporo & Hokkaido: Sommerflucht ab Incheon nach New Chitose
Reisen · Veröffentlicht 2.7.2024 ·
Früh am Morgen ging es im Stadtteil Sangam-dong in Mapo-gu los: Am DMC-Bahnhof nahm ich den ersten Zug und fuhr bis zum Terminal 2 des Flughafens Incheon. Es war immer noch heiß, drückend und schwül.

Das Wetter am Zielort … 18 Grad. Tja, weil es so heiß war, habe ich mir kurzerhand ein bisschen Sommerflucht gegönnt, mir ein Herz gefasst, ein Flugticket gebucht und bin losgeflogen. Nach Hokkaido sind die Flüge ganz schön teuer … unter 100.000 Won taucht in der Suche schlichtweg gar nichts auf, am Ende habe ich für rund 350.000 Won einfach gebucht.

Die Maschine, die ich erwischt habe, war größer als gedacht. Auch die Triebwerke waren ganz schön mollig.

Das Flugzeug nach dem Start, beim Steigflug. In großen Kurven dreht es sich nach oben. Ein Flughafen versetzt mich jedes Mal in Vorfreude. Gestartet bin ich an Terminal 2 des Flughafens Incheon.




Nachdem ich die Einreisekarte ausgefüllt und etwas mehr als zwei Stunden geflogen war, landete ich am Flughafen New Chitose in Hokkaido. Für den Hinflug werden 2 Stunden 40 Minuten angegeben. Bei mir ging es ein bisschen schneller.



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Nach der Einreise begegnet einem als Allererstes Doraemon. Vor der Reise hatte ich mir auf YouTube dies und das angeschaut, und es hieß, wenn man Doraemon sieht, soll man rechts raus und sich nach dem Zug erkundigen – und er stand tatsächlich genau an der Stelle, das fand ich schon erstaunlich. Da ich so eine Art Rucksackreise-Konzept gewählt hatte, hatte ich keinen Koffer dabei. Ich werde es im nächsten Beitrag noch zeigen, aber für den Rückflug habe ich mein Gepäck sogar noch weiter reduziert ^^

Wie zuvor recherchiert, hebe ich über die Seven Bank, die mit Toss Bank verknüpft ist, Yen ab. Ich habe vorab nicht gewechselt, der Umtausch passiert direkt beim Abheben. Man muss nur Bargeld auf dem Konto haben, und der Rest läuft von allein. Wirklich praktisch.

Ich löse ein Ticket für die Airport-Linie bis zum Bahnhof Sapporo. 1.150 Yen sind es. Bis Otaru, wohin ich später noch fahre, kostet es 1.910 Yen. Dass Japan teure Fahrpreise hat, bekomme ich schon am Flughafen zu spüren. Es gibt Englisch und Koreanisch. Das Ticketlösen ist nicht schwer.

Na ja, ich kann es auch jetzt nicht gut lesen, aber es gibt Tafeln, die nur auf Japanisch beschriftet sind, und solche, die zusätzlich Englisch danebenstehen haben. Man muss schon genau hinschauen, in welchen Zug man steigt.

Das ist die JR-Airport-Linie im Untergeschoss des Flughafens New Chitose. Eine elektrische U-Bahn, es gibt reservierte Plätze und freie Sitzplätze. Für die reservierten Plätze scheint es eigene Betriebszeiten zu geben. Außerdem ist der Fahrpreis höher – man löst also einfach ein Ticket für die freien Plätze und steigt ein.

Vorne habe ich auch eine Werbetafel fotografiert. Weil ich nach langer Zeit mal wieder im Ausland bin, macht mir alles Spaß.

Das Ticket … größer, als ich dachte. 1.150 Yen … immerhin ist der Yen gerade schwach, das ist ein Glück, aber teuer bleibt der Fahrpreis trotzdem. Gefühlt war es etwa dreimal so viel wie bei uns.

Ich habe aus dem Fenster fotografiert, während der Zug vorbeifuhr. Auf koreanische Verhältnisse übertragen wirkt es wie ein U-Bahnhof aus den frühen bis mittleren 90ern – also wie der Bahnhof Garibong oder Guro, oder wie die alte oberirdische Staatsbahn … so eine Atmosphäre. Alt, aber er erfüllt offenbar voll und ganz seinen Zweck. Bahnsteigtüren gab es meistens nicht.

Das Innere der Rapid-Airport-Bahn. Es kleben jede Menge Werbungen drin. Da die Linie vom Flughafen über den Bahnhof Sapporo bis nach Otaru durchgeht, hört man viel den fröhlichen Lärm der Leute, die gerade aus dem Ausland zurückgekommen sind. Die tatsächliche Fahrgeschwindigkeit der Bahn war schneller als gedacht. Der Zug sah aus, als wäre er 30 Jahre alt, war aber in betrieblich gutem Zustand. In knapp 50 Minuten brachte er mich bis zum Bahnhof Sapporo.




Am Bahnhof Sapporo ausgestiegen, gehe ich erst mal nach draußen. Es gibt eine riesige unterirdische Einkaufspassage, fast schon auf dem Niveau einer Untergrundstadt. Mein erster Eindruck: mehr Leute als gedacht, sauber und freundlich.



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Da wir nach dem Konzept Rucksackreise-Workation unterwegs sind, suchen wir nach einem Lokal, in das wohl die Einheimischen oft gehen, und essen in einem, das wir dabei entdeckt haben, zu Mittag. Zwei Gerichte für unter 1.000 Yen und je ein Bier – zusammen kamen wir auf unter 3.000 Yen. Wir hatten ein Lokal aufgesucht, in das die örtlichen Angestellten zum Mittagessen gehen, und es hat gut geschmeckt. Es ist ein kultureller Unterschied, aber im Innenraum des Lokals durfte geraucht werden. Ich rauche zurzeit nicht, aber wenn doch, wären wohl alte Erinnerungen wach geworden.
Der Beitrag wird langsam lang, also höre ich hier auf und stelle die nächste Folge nach und nach ein.
Vielen Dank.
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