Mit dem Brompton zum Ttukbang-Supermarkt: Ramen-Ausflug
Radfahren · Veröffentlicht 15.2.2024 ·
Plötzlich diese Hitzewelle? – jedenfalls war das Wetter frühlingshaft mild, also habe ich mein Fahrrad mal wieder aus dem Winterschlaf geholt.
Um es gleich vorwegzunehmen: Ich hätte längst fahren können. Solange man nur die Jacke richtig wählt, gibt es überhaupt kein Problem …
Mein Ziel war der Ttukbang-Supermarkt, vom Startpunkt in Pungdong, Ilsandong-gu, rund 15 Kilometer entfernt – einfache Strecke. Eine schöne Distanz, um ganz gemütlich eine Schüssel Ramen essen zu fahren. Gestern lag die Temperatur über 10 Grad, gegen Abend wurde es dann aber doch frisch. Ich war neugierig, ob auch unter der Woche geöffnet ist – und ja, war es. Die Wirtsleute haben mich freundlich begrüßt, ich hätte heute wohl früh Feierabend gemacht. Wir kamen so gegen 18 Uhr an. Schon ziemlich dämmrig …
Werfen wir kurz einen Blick auf die Preisliste von 2024~
Hier und da scheint sich etwas verändert zu haben, aber günstig ist es nach wie vor. Soju für 3.000 Won – wenn das in meiner Nähe wäre, würde ich glatt jeden Tag vorbeischauen.

So lange schon am selben Fleck …
Ich weiß nicht, wie lange der Laden schon in Betrieb ist, aber zumindest das Gebäude und die Einrichtung sehen mindestens 30 Jahre alt aus. Und das auf eine herrlich ländliche Art ^^
Ich komme ja selbst aus einem echten Provinznest, und hier kann man genau diesen nostalgischen Duft schnuppern, den so ein alter Dorfkrämerladen von früher hatte – diese typische Mischung aus Makgeolli und Staub.
So alt wirkte es eben.

Vorne gibt es einen Essbereich. Da ich ein Brompton fahre, habe ich es zusammengeklappt hinter meinem Stuhl abgestellt und dann gegessen. Für Rennräder steht draußen ein Ständer bereit. Ein schöner Ort, um mit dem Rad einen kleinen Ausflug zu machen und ein bisschen Atmosphäre von früher zu spüren. Es gibt sogar einen Ofen, also friert man nicht.

Eine gemütliche Gassen-Stimmung – aber solche Bilder verschwinden allmählich. Oder selbst wenn die Kulisse bleibt, werden die Menschen weniger.

Los geht’s mit Kimchi-Pfannkuchen (Kimchijeon). Schön knusprig gebraten. Kross, ausgewogen gewürzt – ich tunke ihn kurz in etwas Sojasauce und nehme einen leicht süßlichen Bissen.

Schlicht, aber völlig ausreichend gedeckt.

Mein iPhone stellt manchmal auf etwas ganz anderes scharf als beabsichtigt ^^; Der Kimchi ist schön klein geschnitten, das macht eine gute Konsistenz. Ein fader Kimchijeon wäre ja eher nichts, aber hier stimmt die Würze.

Ja, ja, Dubu-Kimchi muss natürlich sein~ Für 1.000 Won extra habe ich gebratenen Kimchi mit Tofu bestellt. Ganz schön luxuriös.

Zum Abschluss noch Nudeln. Die Garnitur ist bescheiden, mehr nicht, aber Nudeln in heißer Sardellenbrühe mit etwas Kimchi sind einfach immer eine wohltuende Sache. Weil ich ja mit dem Rad wieder zurückmusste, wird Überessen schnell anstrengend – aber ich konnte nicht anders und habe mich doch überfressen.


Ein herzhaftes, umami-reiches Janchi-Guksu, bei dem nichts fehlt.






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Vom Startpunkt aus waren es bei mir 31 Kilometer hin und zurück. Ein bisschen kurz, finde ich. Beim nächsten Mal wird das Wetter ja noch besser, da könnte ich bis zur Banpo-Brücke fahren und auf dem Rückweg die Nudeln essen, bevor ich heimkomme – das wäre schön. Die Distanz habe ich mit eingeschaltetem Garmin Edge aufgezeichnet und dabei auch das Radar gekoppelt. Die Sache mit dem Herzfrequenzsensor über die Garmin Enduro 2 zu verbinden, habe ich mir aus Faulheit gespart.
Endlich mal wieder ein bisschen ins Schwitzen gekommen, und dieses Wetter, das langsam nach Frühling roch, war wirklich herrlich. Auch in dieser Saison sollte ich fleißig fahren.
Danke fürs Lesen.
Alles selbst bezahlt
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