Wanderung auf den Simhak-san in Paju – Kurztour zum Gipfel

Alltag · Veröffentlicht 23.1.2023 ·

Das sind die Daten von meiner Wanderung auf den Simhak-san in Paju. Bis zum Gipfel und zurück habe ich 41 Minuten gebraucht. Es sind ungefähr 2 Kilometer. Die Höhe liegt knapp unter 200 Metern. Als kleine Feiertags-Diät bin ich also mal losgezogen.

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Der Simhak-san liegt in Paju. Am bequemsten kommt man mit dem Auto hin. Einfach den Yakcheonsa-Tempel ins Navi eingeben und losfahren.

Parken ist kostenlos – man stellt das Auto je nach Belieben auf dem oberen oder unteren Parkplatz ab und wandert von dort los.

[Yakcheonsa-Tempel

Yakcheonsa, 118 Gyoha-ro 681beon-gil, Paju-si, Gyeonggi-do

](#)

Das ist der Anfang des Wanderwegs. Der Schnee ist hier festgefroren. Es geht schon ein bisschen steil zu, aber sobald man dieses Stück hinter sich hat, wird der Weg angenehmer.

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Hier steht ein ziemlich großer Buddha – einfach daran vorbei und weiter hinauf.

Auf dem etwas steileren Stück kommt man leicht außer Atem. Kaum denkt man „Oh? Wird’s anstrengend?”, steht man auch schon auf dem Bergkamm. Das ist eben der Reiz niedriger Berge. Oben angekommen gibt es ein paar Sportgeräte. Die Leute aus der Nachbarschaft scheinen die Stelle zum Trainieren zu nutzen. In der Nähe von meinem Zuhause gibt es auch einen Park, der sich super als Spazierstrecke eignet – das hier wirkte ganz ähnlich.

Entlang des Wanderwegs gibt es Spuren von früheren militärischen Anlagen. Je weiter man nach Norden kommt, desto deutlicher spürt man, dass dies ein geteiltes Land ist. Sogar der Weg heißt „Pyeonghwa-Nuri-Gil” – Weg des Friedens.

Wie man im Video unten sieht, ist der Weg wirklich gut. Eindeutig so breit, dass hier mal Fahrzeuge gefahren sind. Na ja, inzwischen ist es eben ein Wanderweg geworden, also nutzt man ihn entspannt~

Ich habe einen amüsanten Punkt entdeckt. Sogar Häuser aus Holz halten ja eigentlich Hunderte von Jahren – und dann soll ein Pavillon, der kaum gebaut aussieht, schon wegen „Holzalterung” marode sein…? Kommt euch das nicht auch ein bisschen seltsam vor? Wenn da ordentlich druckimprägniertes Holz verbaut worden wäre, müsste das wirklich Jahrhunderte halten. Noch lustiger: Daraus ist inzwischen ein Katzenhaus geworden…

Die Katzen, die dort leben, scheinen viele Menschen zu haben, die sie mit Futter und Wasser versorgen. Es hing sogar ein Schild dort, auf dem stand, man möge ihnen Futter und Wasser geben und sich um sie kümmern. Ich bin allerdings jemand, der findet, dass man die Natur am besten die Natur entscheiden lässt – und ein Schild aufzuhängen mit der Bitte, Katzen zu füttern und zu umsorgen, fand ich daher eher so naja. Aber jeder denkt eben anders^^;

Ich bin am Achteck-Pavillon angekommen. Beim Simhak-san habe ich merkwürdigerweise keinen Gipfelstein gefunden. Stattdessen gab es diesen Pavillon. Überall hingen Banner mit dem Hinweis auf Camping- und Kochverbot. Wenn es die nicht gäbe, hätte ich nämlich jede Menge Holzdecks gesehen, die zur wahren Pilgerstätte taugen würden, hahaha.

Das hier sind ein Hubschrauberlandeplatz und ein Bunker, die ich beim Abstieg gesehen habe. Und ein Markierungsstein. Es war eindeutig mal ein Fahrweg und eine Militärbasis, aber das Militär hat sich zurückgezogen. Da frage ich mich schon, ob man das nicht hätte sauber abbauen können.

Den Abschluss macht natürlich eine Cider-Limo. Ich habe sie im Kofferraum entdeckt – es fühlte sich wirklich an, als hätte ich einen verschollenen Onkel wiedergefunden.

Ich erkunde gerade ein paar Berge im Westen von Seoul, die ich mal mit Wander-Anfängern gemeinsam besuchen könnte, und schaue mir dafür hier und da etwas an. Der Simhak-san in Paju hat dabei durchaus seinen kleinen Steilanstieg, und auch einen Bergkamm. Alles, was man so zum Wandern braucht, war vorhanden, und vom Gipfel aus hatte man eine herrlich freie Sicht auf die weite Paju-Ebene. Und das dort – ist das der Imjin-Fluss? Oder die Mündung des Han-Flusses? – auch das war gut zu sehen. Eine schöne Wanderung war das, allerdings könnte sie ein bisschen fad geraten, deshalb wäre es wohl gut, erst einmal eine Runde auf dem Rundweg zu drehen und dann erst hinaufzusteigen. Vom Westen Seouls aus erreicht man den Berg samt Parken in einer Stunde – das ist zwar ein kleines bisschen weit, aber es ist einer der wenigen Berge, zu denen man ohne den Stau kommt, bei dem man allein für die Durchquerung Seouls über eine Stunde braucht. So habe ich es jedenfalls eingeschätzt.

Die Temperatur lag bei +4 Grad. Bei der Kleidung hatte ich die Klättermusen Gere 2.0 Hose an, ohne Baselayer darunter. Oben drüber habe ich locker zwei Lagen Sportshirts übereinander getragen und das Ganze mit der Arc’teryx Alpha SV abgeschlossen. Bevor ich mit dem Aufstieg begann, war mir ein bisschen kalt, aber sobald es bergauf ging, passte es genau. Am Gipfel angekommen hatte ich ein paar Schweißperlen auf der Stirn. Ich hatte meine ganzen Brynje-Sachen in der Wäsche, daher ging es nicht anders – aber ich finde Brynje wirklich klasse. Bei 200 Metern Höhe und rund 2 Kilometern Strecke kann man sich um die Kleidung kaum Gedanken machen: Man kann einfach mit Jacke losgehen, sie dann ausziehen und um die Hüfte binden, und wenn einem kalt wird, wieder anziehen – das reicht völlig, finde ich.

Vielen Dank.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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