Brompton Insert montieren: Sattelhöhe dauerhaft fixieren
Radfahren · Veröffentlicht 13.11.2022 ·

Das Brompton ist ein Faltrad – ein Minivelo, das man im Laufe eines Tages gleich mehrmals zusammenklappt und wieder aufbaut.
Und bei jedem dieser Faltvorgänge stellt man auch die Sattelhöhe neu ein.
Bei einem normalen Rad stellt man das einmal ein und fasst es danach so gut wie nie wieder an – beim Brompton ist das eben anders.
Genau deshalb ist es ein Bauteil, an dem man ständig herumjustiert.
Das sogenannte Insert begrenzt, wie weit sich die Sattelstütze beim Einstellen maximal herausziehen lässt.
Mit anderen Worten: Einmal auf die eigene Körpergröße eingestellt, lässt sie sich beim nächsten Mal genau bis zu derselben Höhe wieder herausziehen.
Ein wirklich praktisches, funktionales Teil also. Wer ein Brompton fährt und so etwas noch nicht montiert hat oder gar nicht besitzt,
dem lege ich ans Herz, es zu bestellen und einzubauen.

Um das Insert zu montieren, muss man zunächst die Sattelstütze zerlegen. Dafür reicht ein Inbusschlüssel.
Beim Zerlegen gibt es unter den Teilen, die den Sattel halten, mehrere unterschiedlich geformte Unterlegscheiben – diesen Teil sollte man sich gut merken oder einfach abfotografieren, das macht es später leichter.

Ich habe alles zerlegt und schön ausgebreitet – na ja, „schön” ist relativ. Beim Zusammenbauen habe ich dann später aufmerksam draufgeschaut und es wieder korrekt montiert.

Das Insert wird auf die passende Länge zugeschnitten und dann verwendet.
Im Auslieferungszustand lässt sich der Sattel kaum herausziehen. Man kürzt es also passend zur eigenen Körpergröße zurecht.

Das Insert kommt ins Innere der Sattelstütze. Einfach reinschieben – fertig.
Der Zusammenbau ist die Demontage in umgekehrter Reihenfolge. Insert rein, Sattelstütze rein, Sattel wieder draufsetzen – und schon ist man durch.
Das P-Line, das ich gekauft habe, ist kein frühes P-Line, sondern eher ein P-Line, das fast schon einem C-Line gleicht – deshalb brauche ich nicht einmal einen Drehmomentschlüssel
und ziehe alles einfach grob per Handgefühl an. ^^;;

Wo das Rad schon mal im Montageständer hängt, mache ich gleich überall ein paar Detailfotos.
Hier das hintere Schaltwerk. Das wieder ausgelieferte P-Line ist noch komplett im Originalzustand.

Dieses verdrehte Kabel da ist das Stromkabel, das vom Dynamo zum Rücklicht führt.
Es kommt vom Dynamo am Vorderrad und läuft von dort nach hinten.

Das ist das Rücklicht. Wirklich schön.
In echt sieht es noch viel schöner aus, und das Teil ist kleiner, als man denkt.

Der Vorderrad-Dynamo. Nichts Besonderes. Einfach schwarz in schwarz …

Vorne der Edelux II in Schwarz.
Normalerweise lasse ich ihn auf OFF und schalte ihn nur an, wenn es dunkel wird oder das Wetter umschlägt. Das An- und Ausschalten geht ganz einfach mit einem einzigen Hebelgriff.
Wieder einmal: Dem ganzen lästigen Aufladen entkommen zu sein, ist einfach herrlich.
Außer für die GoPro-Aufnahmen will ich kein einziges Teil mehr verbauen, das aufgeladen oder mit Akku betrieben werden muss. ^^;;
So habe ich also das Insert montiert – diesen Sattelpositions-Speicher, der zugleich die größte Lästigkeit eines Minivelos ist und eben doch fixiert gehört.
Selbst ein Grobmotoriker wie ich kriegt das problemlos hin.
Es geht sogar ohne Montageständer; ich hatte mir nur gerade einen günstigen gekauft und ihn deshalb mal ausprobiert.
Ich persönlich bin überzeugt: Teures kostet sein Geld nicht umsonst.
Ich habe beim Fahrrad-Montageständer (Reparaturständer) zu einem allzu billigen gegriffen – und prompt bekam ich genau das, was dem Preis entspricht.
Wackelt, will umkippen … Ich nutze ihn halt notgedrungen, aber beim Arbeiten an einem teuren Rad gibt er keinerlei Sicherheitsgefühl.
Wenn ich also künftig ernsthaft mit dem Schrauben anfange, muss ich ihn wohl austauschen.
Man hat im Leben manche Lektion längst gelernt und macht trotzdem hin und wieder denselben Fehler.
Diesmal habe ich den Ständer ohne groß nachzudenken gekauft – und schon nach genau einer Nutzung gefällt er mir nicht mehr. ^^;;
Tja, ich werde ihn wohl notgedrungen weiterverwenden müssen.
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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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