Therm-a-Rest UberLite im Test: leichte Sommer-Luftmatratze
Camping · Veröffentlicht 9.7.2023 ·
Meine alte Klymit-Luftmatratze hatte ausgedient, also ist sie im Müllsack gelandet. Nach zehn Jahren habe ich mir mal wieder eine Sommer-Luftmatratze ausgesucht. Meine Kriterien waren ungefähr: leicht sollte sie sein, klein zu packen – und dabei nicht so extrem dünn oder unbequem, dass es keinen Spaß mehr macht. So eine Matratze hält, wenn man sie einmal kauft und sie kein Loch bekommt, gut zehn Jahre – und selbst mit Loch flickt man sie und benutzt sie noch ewig weiter. Deshalb habe ich beim Preis nicht lange gezögert. …Teuer ist das Zeug trotzdem.
In die engere Wahl kamen die Therm-a-Rest UberLite in Regular und die Nemo Tensor Short.
UberLite S, R
Gewicht: S 170 g, R 250 g
Preis: S etwa 320.000 Won, R etwa 350.000 Won
Nemo Tensor S, R
Gewicht: S 295 g, R 450 g
Preis: S um die 150.000 Won, R um die 130.000 Won
Vielleicht liegt es daran, dass gerade Camping- und Backpacking-Saison ist – jedenfalls sind die Sommermatratzen fast überall ausverkauft, und gerade die beliebten Short-Modelle bekommt man in Korea kaum noch. Also habe ich jemanden gebeten, sie für mich aus dem Ausland zu bestellen. Am Ende hatte ich nach rund drei Wochen die UberLite Regular für 240.000 Won in der Hand.

So sieht sie aus – und sie ist dicker, als ich gedacht hatte. Es ist irgendein „WingLock”-System verbaut, aber was genau daran so toll sein soll, erschließt sich mir nicht. Sie ist ein bisschen leichter als die Nemo Tensor Short, und weil es die Regular-Länge ist, liegt es sich angenehm darauf. Gepackt kommt sie auf unter einen Liter – ein kleines bisschen kompakter als eine Nalgene-Flasche.
Sie hat dieses für Therm-a-Rest typische Knistern, leise ist sie also nicht. Aber wenn man müde genug ist und einfach wegdöst, stört das ohnehin kaum.

Hier im gepackten Zustand. Anfangs sah es so aus, als würde sie niemals in ihren Beutel passen, aber mit ein bisschen Reindrücken geht es dann doch. Das Packen klappt ohne größere Probleme.

Ein Pumpsack lag bei, den habe ich auch mal ausprobiert. Besser als nichts, aber da ich eine elektrische Pumpe habe, kann ich ihn mir eigentlich sparen. Der Pumpsack mag zwar leichter sein, aber wenn man die etwa 200 Gramm der elektrischen Pumpe in Kauf nimmt, steigt die Lebensqualität enorm. Hehe.

Auf der Rückseite des Pumpsacks steht eine Anleitung. Man öffnet die Öffnung weit und pustet kräftig „huuu” hinein – dabei wird die Umgebungsluft mitgerissen, sodass sich der Sack im Nu aufbläht. Trotzdem hat die Matratze ihr Volumen, und man muss eine ganze Weile pusten.
Als ich mich daraufgelegt habe, war die Dicke völlig ausreichend – das fühlt sich nach einer Matratze an, auf der man ohne drückenden Rücken gut schlafen kann. Der einzige Wermutstropfen ist, dass sie in Korea ziemlich teuer ist; wenn man wie ich aus dem Ausland bestellt, sieht das Ganze aber durchaus vernünftig aus. Bei der offiziellen Korea-Version hat man zwar Garantie, aber auch die gibt’s nur, wenn Ersatzteile vorrätig sind – und manchmal wartet man monatelang.
Eigentlich habe ich sie gekauft, um sie schön vorsichtig zu behandeln – aber wenn sie doch mal kaputtgeht, werde ich sie zu einem Flickenteppich zusammenflicken und einfach weiterbenutzen.
Danke fürs Lesen.
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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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