Moment Li DW Unboxing: Dyneema-Zelt aus den USA im Test
Camping · Veröffentlicht 13.6.2023 ·

Endlich ist es da. Verschickt wurde es per UPS aus den USA, und bis es in meinen Händen lag, hat es ungefähr eine Woche gedauert. Manche bekommen ihr Paket schon nach drei Tagen, habe ich gehört. Bei mir lag ein Wochenende dazwischen – der Versanddienstleister hatte es übers Wochenende liegen –, also waren es eigentlich knapp vier Tage. Wer im Ausland bestellt, sollte das im Hinterkopf behalten. Was es eilig hat, sollte man bloß nicht per normaler Post (USPS o. Ä.) verschicken lassen – das hängt dann mindestens zwei Wochen in den USA fest.
Hier sieht man die schimmernden Carbon-Stangen und den Zeltbeutel. Auch der Beutel ist aus Dyneema (Cuben). Mir kommt der Gedanke, dass das vielleicht so ein Trend-Material ist, wie früher die Event-Stoffe oder Gore-Tex. Eine Zeit lang habe ich von solchen Stoffen massenhaft Produkte gekauft und in meinem Kopf ziemlich radikal entschieden: Wenn nicht das, dann gar nichts.

Die schimmernden Carbon-Stangen. Carbon kannte ich bisher nur von Stativen und von Dachträgern oder Motorhauben am Auto – dass Zeltstangen aus Carbon sind, finde ich schon faszinierend. Es ist ja ein Bauteil, das sich biegen muss, und ich bin gespannt, ob das auch gut funktioniert.

Es sollen Carbon-Stangen der Firma Easton sein. Das Gewicht ist, wie für Carbon zu erwarten, gering – aber jetzt auch nicht dramatisch leicht … Wenn ich an dasselbe Volumen in Aluminium denke, spüre ich aber durchaus, dass es leichter ist.

An Heringen kommen ganze zwei mit. Auch deren Beutel ist aus Dyneema. Kurioserweise gibt es zwar einen Beutel für die Heringe, aber keinen für die Hauptstangen … Ich kenne den ursprünglichen Lieferumfang nicht, und da es ein eher hemdsärmeliger Kleinbetrieb ist, drücke ich da einfach ein Auge zu.

Heringe vom Röhrchen-Typ. Wirklich nur zwei Stück sind gekommen. Hahaha.

Das Material des Zelt-Außenzelts. Aus Dyneema, fühlt sich einfach wie Plastikfolie an. Es ist eindeutig neu, aber im Herstellungsprozess wurde wohl viel gefaltet und wieder aufgeklappt, denn es haben sich feine Knitterfalten gebildet. Dyneema lässt sich anscheinend sogar besser benutzen, wenn man es ein bisschen knickt. Im Neuzustand ist es einfach zu steif.

Ein doppelt verstärkter Abspannpunkt. Die Qualität ist besser, als ich dachte. Ich weiß ja genau, dass die QC bei US-Produkten wirklich miserabel ist, und hatte gar keine Erwartungen – aber das hier ist überraschend sorgfältig gemacht.

Das Moskitonetz des Innenzelts – ein wirklich gut durchlüftendes Netz. Kein Material wie bei so einem heißen, zum Sterben dichten … wie hieß das, Fila? Jedenfalls nicht so etwas.

Links das Außenzelt, rechts das Innenzelt – beides dasselbe Dyneema, aber sie haben unterschiedliche Farben verwendet.

Beim Reparaturset hätte man wohl mehr bekommen, wenn man danach fragt, aber das ist ein Laden, wo allein die Versandkosten mindestens 60.000 Won ausmachen – da traue ich mich gar nicht, um mehr zu bitten.
Verglichen mit dem ähnlich großen Hilleberg Enan ist es natürlich ein wenig leichter, aber das Packmaß ist überraschend nicht gerade klein. Etwas kleiner zwar, aber es lässt sich nicht wie bei den Nemo-Storm-Modellen auf die Größe einer 1-Liter-Nalgene zusammenfalten. Es ist ein Zelt, dessen Reiz im geringen Gewicht und in den zwei mitgelieferten Heringen liegt.
Wirklich beurteilen, wo die Stärken und Schwächen liegen, kann ich erst, wenn ich am Wochenende rausziehe und es in der Praxis teste. Das perfekte Zelt ohne Schwächen und mit nur Stärken gibt es nicht – aber das leichte Zelt, das gibt es …
Mal wieder Campingausrüstung gekauft – ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind.
Das war’s mit meinem Unboxing des Dyneema-Zelts Moment Li DW, das ich mir mit großem Mut per Direktversand aus dem Ausland gegönnt habe.
Vielen Dank.
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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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