Nike Alphafly 1 im Test: Mein Weg vom Laufanfänger zu 10 km

Ausrüstung · Veröffentlicht 1.1.2023 ·

Mai 2022: Ich fasse ernsthaft den Entschluss, mit dem Laufen anzufangen.

Also habe ich mir Laufschuhe gekauft.

Wenn man keine Ahnung hat, kauft man das Beste, was der Geldbeutel hergibt.

Das weiß ja eigentlich jeder.

Ich war mir zwar überhaupt nicht sicher, wie lange ich beim Laufen durchhalten würde – aber Laufen ist nun mal ein Sport, für den man kein Vermögen ausgeben muss. Man zieht einfach eine Unterhose an, geht raus und rennt los. Beim Schuh habe ich mich trotzdem für das gute Stück entschieden.

Der Alphafly 1 – zum Zeitpunkt, an dem ich das hier schreibe, schon längst ein Auslaufmodell.

Meiner sieht trotzdem noch aus wie neu.

Mich hat dieses eigenwillige Design sofort angesprochen. Eine Sohle, die mittendrin gespalten ist???

Sieht tatsächlich ziemlich kompliziert aus. Da steckt eine Carbonplatte drin, dazu ZoomX-Schaum und was nicht alles, so steht es jedenfalls geschrieben.

Der Teil, auf dem FLY PLATE steht, ist das Bauteil aus Carbon.

Darunter sitzt ein Luftpolster. Wirklich ein außergewöhnliches Design, das mächtig was hermachte.

Ich bekam direkt das Gefühl, damit richtig gut laufen zu können.

Das ist die Innenseite. Die Sohle ist erstaunlich hoch.

Und trotzdem? Federleicht.

Die Schnürsenkel haben eine Form und ein Material, bei dem sich der Knoten nicht so leicht löst.

Klar, wenn die sich beim Laufen öffnen, ist das richtig ärgerlich.

Der ganze Schuh besteht aus Mesh, von Belüftung im klassischen Sinne kann da keine Rede sein.

Der komplette Schuh atmet einfach.

Ein Aufbewahrungsbeutel? wird gleich mitgeliefert. Deshalb hatte ich die Schuhe immer im Kofferraum liegen – so konnte ich sie nach Feierabend mit nach Hause nehmen oder zwischendurch beim Sportplatz vorbeischauen und trainieren. Sehr praktisch.

Training

Letztlich muss man es einfach ausprobieren, um es zu wissen – also bin ich gelaufen, bis ich das Gefühl hatte, mein Herz würde gleich zerspringen …

Und bis sich meine Lunge anfühlte, als würde sie gar nicht mehr arbeiten. So weit habe ich es einmal getrieben.

Danach habe ich mir verschiedene Trainingsmethoden gesucht und Schritt für Schritt trainiert.

Das Ergebnis

10 km, durchgelaufen …

Ich bin kein Profisportler.

Nur ein ganz normaler Typ, ein Mittvierziger mit Bauchansatz, der dokumentiert, wie weit man als Otto Normalverbraucher kommt, wenn man sich der Herausforderung stellt.

Das Erfolgsgefühl, als ich bei strömendem Regen die 10-Kilometer-Strecke durchlief, war einfach unbeschreiblich schön.

Also? Der Schuh, der mich über 300.000 Won gekostet hat, hat seinen Preis voll und ganz wert gemacht.

Ich habe danach auch ein paar Trainingsschuhe aus der Klasse darunter ausprobiert – die sind ohne Frage gut.

Auch wenn ein Fahranfänger am Steuer sitzt, liefert eine Mercedes S-Klasse trotzdem reichlich Performance.

Dass eine S-Klasse keine Leistung bringt, kann ich mir nun mal nicht vorstellen.

Bei Laufschuhen dachte ich ganz ähnlich.

Über diesen Schuh wird viel geredet. Anfänger kämen damit nicht vom Fleck und würden nur nach oben abfedern, ohne Mittelfußaufsatz gäbe es keine guten Zeiten, und so weiter und so fort.

Meine Meinung dazu? Was gut ist, ist eben gut.

Vorausgesetzt, man jagt nicht gerade einer Sub-4- oder Sub-3-Zeit hinterher.

Klar, ich selbst bereite mich auch darauf vor, immerhin bis zum Halbmarathon zu kommen. Aber dafür ist die Kondition nun mal wichtiger als die Schuhsorte.

Wer kein Masters- oder Elite-Läufer ist, sondern einfach so ein Typ mit Bauch wie ich, der darf meiner Meinung nach ruhig den Schuh tragen, der ihm gefällt.

Vielen Dank.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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