Reifenwechsel am Gran Coupé: Runflat-Ärger und eine festsitzende Schraube
Autos · Veröffentlicht 4.7.2026 ·
Ein Monat ist vergangen, seit ich diesen Gran Coupé nach Hause geholt habe. Ausgerechnet einer der Hinterreifen machte Ärger und ließ ständig die Reifendruck-Warnleuchte aufleuchten. Also ab in die Reifenwerkstatt – und ab hier beschreibe ich den ganzen Wechsel.
Die Radsätze der höheren Ausstattungslinie hatte ich erst vor einem Monat gekauft, aber die damals montierten Reifen waren Bridgestone AO-Reifen von 2019. Sprich: die Serienbereifung ab Werk für den Audi A5, Runflat-Reifen also. Aber das Problem lag woanders. Runflat-Reifen haben eine sehr steife Flanke, während die Lauffläche weich sein muss, damit der Kontakt zum Boden stimmt – so stelle ich es mir zumindest vor. Genau an der Nahtstelle zwischen diesen beiden Bereichen war der Reifen verhärtet und konnte seine Aufgabe schlicht nicht mehr erfüllen. Irgendwo in diesem Spalt – wo genau, ließ sich nicht sagen – entwich kontinuierlich Luft.
Und hier das nächste Problem … An dem Rad, das ich erst vor einem Monat montiert hatte, ließ sich eine Schraube partout nicht lösen. Wir haben zu zweit über zehn Minuten daran herumgewerkelt, ohne Erfolg, und mussten am Ende die eine Schraube zerstören, um sie herauszubekommen.
Das Sorgenkind von Rad, das sich nicht lösen ließ …
Vorne sind die Reifen noch brauchbar, also lasse ich sie erst mal dran. Der Optik zuliebe hatte ich auf 19-Zoll-Räder gewechselt, aber – ehrlich? – bis die zu meinen Freunden werden, wird’s wohl noch etwas dauern.
Die Techniker, die gerade tüfteln und grübeln.
Am Ende blieb nichts anderes übrig, als die Schraube zu zerstören und per Rückwärtsgewinde herauszudrehen. Das Rad auf der anderen Seite ließ sich dagegen ganz problemlos abnehmen …
An dieser Stelle ist – warum auch immer – immer Rost. Immerhin sieht es dank der Rostschutzbehandlung noch vergleichsweise moderat aus.
So sauber sollte sich das eigentlich lösen lassen …
Der Unterboden ist noch in ordentlichem Zustand. Und das, obwohl der Wagen schon zehn Jahre auf dem Buckel hat …
Schließlich war das Rad ab, und ich bin mit nur vier der fünf Schrauben nach Hause gefahren. Natürlich habe ich sofort Ersatz bestellt; wenn er ankommt, muss ich noch mal hin, um die Schraube zu setzen. Wenn ich schon dabei bin, habe ich beschlossen, die Radschloss-Schrauben (Diebstahlsicherung) gleich rauszuwerfen. Machen die Ärger, ist der Kopfschmerz vorprogrammiert … Also habe ich dafür extra noch etwas draufgezahlt.
Aus Budgetgründen habe ich einen gut erhaltenen Gebrauchtreifen sorgfältig ausgesucht und montieren lassen. Neu wäre natürlich am besten, aber da ich nicht weiß, wie lange ich den Wagen überhaupt noch fahre, habe ich einen Kompromiss mit meinem Geldbeutel geschlossen.
Ein Michelin-Allwetterreifen von 2022, das Profil noch zu rund 80 % vorhanden.
Der Problemreifen. Wie oben beschrieben, ist die Naht ein einziges Desaster. Alles verhärtet, im Grunde fühlt es sich an wie ein Karkassenbruch. Der Fachmann meinte, bei Runflat-Reifen sei nach genau drei Saisons Schluss – Austausch ist die einzige Antwort.
Mit vier Schrauben fixiert bin ich nach Hause gefahren. Ich bewege mich vorsichtig und ganz sachte.
Jetzt endlich stimmt der Reifendruck wieder. Was für eine Erleichterung. Über den Wechsel der Radschloss-Schrauben schreibe ich dann noch einen eigenen Beitrag.
Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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