Brompton & Minivelo: Faltrad für grenzenlose Mobilität

Radfahren · Veröffentlicht 28.12.2022 ·

Ursprünglich bezeichnet „Minivelo” wohl Fahrräder mit Laufrädern von 20 Zoll oder kleiner.

Auch das Brompton wird als Minivelo bezeichnet, deshalb schreibe ich der Einfachheit halber einfach Minivelo.

Der größte Vorteil eines Faltrads ist vor allem, dass es sich – nun ja – falten lässt.

Und falten heißt, dass man seinen Aktionsradius praktisch ins Unendliche erweitern kann.

Tatsächlich gibt es jede Menge Leute, die ihr Rad sogar mit ins Flugzeug nehmen und damit ins Ausland reisen.

Vom Kofferraum ganz zu schweigen – in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Fernbus, U-Bahn, Stadtbus) gibt es wirklich keinen Ort, an den man nicht kommt.

Die Strecke, bei der wir uns normalerweise fragen „soll ich da zu Fuß gehen?”, liegt bei unter zwei Kilometern. Mit dem Fahrrad dagegen – und sei es noch so ein lahmer Drahtesel –

legt man 20 Kilometer mit links zurück. Und das ganz entspannt.

Bis zur U-Bahn-Station zu fahren ist sowieso selbstverständlich.

Manchmal falte ich es zusammen und fahre mit der U-Bahn weiter.

Klar, es ist ja ein Fahrrad – also kann man damit auch an Radrennen teilnehmen.

An Feiertagen kommt man sogar mit, ohne es zusammenfalten zu müssen! Allerdings nur im ersten und letzten Wagen.

Mit dem Rad von Seoul nach Ilsan zu fahren ist mittlerweile total einfach,

und als kleines Workout wird das ganz selbstverständlich zum Alltag.

Zum Glück habe ich auch festgestellt, dass man damit in den Starbucks darf.

Ich hatte mein MacBook Air dabei, aber selbst nur mit dem Brompton kommt man rein.

Zugegeben, ein bisschen umständlich ist es schon.

Das Rad herumtragen, draufsteigen und fahren, und dann wieder auf- und zusammenfalten.

Wer sich am Anfang ein Brompton kauft, hat meistens ein ganz ähnliches Gefühl.

Wow, das ist ja schwerer als gedacht? Und das Falten ist umständlich, und ständig schauen einen die Leute an…

Manche kommen auch her und sprechen einen an…

Aber wenn man diese anfängliche Hürde erst mal überwunden hat, wird es wirklich zu einem Fahrrad, das ganz nah am Alltag dran ist.

Manchmal erwischt einen unterwegs der Regen, aber was soll’s, ist Regen denn so schlimm? Man wickelt einfach die Elektronik notdürftig in Plastik ein, damit sie nicht nass wird,

und den Rest fährt man eben tough durch.

Wenn man eine Weile damit unterwegs ist, schwindet der Bauchspeck und das Gewicht fängt an zu purzeln.

Wer vorher 2.000 kcal am Tag verbraucht hat, verbrennt jetzt locker über 3.000 kcal.

Sprich: Man wird gesünder.

Helm schön aufsetzen – und ich wünsche euch ein Jahr 2023, das ein vergnügtes Minivelo-Leben bringt.

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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com

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