Vom Bergstiefel zum Trailrunning: Mein Test der leichten Wanderausrüstung
Alltag · Veröffentlicht 10.10.2022 ·

Eine ganze Weile lang war ich mit schweren Bergstiefeln und einem großen Rucksack zum Wandern unterwegs.
Und je länger man so etwas mit Freude betreibt, desto schwerer fällt es einem, den Stil zu wechseln.
Eigentlich gilt für jede Form von Sport: Je leichter, desto besser.
Schwer zu sein bringt rein gar nichts.
Bei Laufschuhen ist es ja ein ganzer Forschungszweig, in dem man alles daransetzt, ein paar Dutzend Gramm einzusparen.
Da ich gerade dabei bin, aufs Trailrunning umzusatteln, rüste ich auch meine Ausrüstung um.
Und ich kam zu dem Schluss: Es gibt keinen Grund, warum Wandern schwer sein muss.

Ein richtig robuster Rucksack in Westenform.
Außen sind Kabelzüge angebracht, um allerlei Zubehör zu befestigen.
Und wie auf dem Foto zu sehen, lassen sich auch die Stöcke daran einklemmen.

Vorne kann man Silikon-Trinkflaschen, das Handy und sonstige Verpflegung unterbringen.
Ich nutze hauptsächlich die Silikonflaschen und hatte zwei davon mit je 600 ml dabei, aus denen ich abwechselnd getrunken habe.
Wenn man immer nur aus einer Seite trinkt, kann das Gewicht aus der Balance geraten. Empfohlen wird, abwechselnd zu trinken.
Bei zwei Flaschen mit 500 ml ist man schon bei einem ganzen Liter.
Im Rucksack habe ich zusätzlich Wasser dabei, und wenn die 500er-Flaschen an den Schulterträgern leer sind, fülle ich einfach nach.
Da es ein Westenmodell ist, drückt es selbst bei mehr Gewicht nicht punktuell an einer Stelle – es fühlt sich an, als verteilte sich die Last über den gesamten Oberkörper. An jenem Tag hatte ich bewusst etwas mehr Wasser eingepackt und auch bei der Verpflegung kräftig übertrieben.
Der Rucksack wog am Ende etwa 5 Kilo – das Gewicht war zwar spürbar, schränkte mich in der Bewegung aber kaum ein.
Bei Rucksäcken, die das Gewicht schlecht verteilen, hat man ab und zu das Gefühl, das Gleichgewicht zu verlieren oder nach hinten gezogen zu werden – beim Westenmodell war das nicht so.
Mit 15 Litern fasst er genug für eine Mehrtagestour, deshalb habe ich vor, ihn öfter zu nutzen.
Heutzutage gibt es ja jede Menge gute Ausrüstung.

Das ist der Hoka Tecton X.
Er hat eine Vibram-Sohle, und für hiesige Bergtouren reichte das ohne größere Probleme zum Aufstieg.

Die Atmungsaktivität ist okay, und die Schnürsenkel lösen sich nicht so leicht.
Es gab eine Zeit, da dachte ich, ohne schwere Bergstiefel sei alles verloren.
Verstauchte Knöchel, Verletzungen …
Und ich halte diesen Gedanken auch heute nicht für falsch.
Sie haben nur eben den Nachteil, schwer und behäbig zu sein.

Auch in leichtem Aufzug konnte ich Berge von über 800 Metern problemlos erklimmen.
Allerdings: Beim Bergsteigen, beim Laufen, bei jeder Sportart kann man sich jederzeit verletzen.
Wer im Alltag fleißig dehnt, tut sich damit einen großen Gefallen.
Die 600-ml-Silikonflasche, die ein heimischer Händler importiert und verkauft, ist mir andauernd undicht.
Ich dachte, da das alles China-Ware ist, sei die Qualität ohnehin überall ähnlich – aber so ist es wohl doch nicht.
Ich werde wohl noch einmal eine von einer verlässlicheren Marke bestellen müssen.
Ob eine mit verlängertem Strohhalm besser ist, muss ich mal in Erfahrungsberichten von Leuten nachlesen, die so etwas schon ausprobiert haben.
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Kontakt: bumseok.view [at] gmail [dot] com
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